Riding fpr the son

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Riding for the Son...unterwegs

Montag, 31. August 2009

Kommunalwahl 09

Gestern haben wir ja gewählt. Meine Frau und ich hatten Briefwahl gemacht, da wir eh nicht wußten, ob wir nicht irgendwo unterwegs gewesen wären. Die Kommunalwahl ist ja noch die einfachste Wahl, weil ich davon ausgehe, dass bei kommunalen Dingen vor Ort am ehesten noch etwas zu erreichen und zu verändern ist. In Plettenberg ist auch die UWG seit ein paar Jahren stark im Rat der Stadt vertreten. Als Druckmittel auf die etablierten Parteien von CDU und SPD, ist das richtig gut. Was mir Sorgen macht, ist die niedrige Walhlbeteiligung. 48,6 % vor Ort. In Lüdenscheid betrug die Wahlbeteiligung nur 43,3 %. Diese Zahlen sind für eine Demokratie blamabel, wenn nicht gar eine Katastrophe. Aber es regt sich kaum einer auf. Wenn ein Bürgermeisterkandidat als Sieger ca. 50 % holt, dann sind das nur 25 % der wahlberechtigten Bevölkerung. Die Parteien erreichen die Bürger nicht mehr. Die Bürger ziehen sich großflächig zurück und denken sich, "die da Oben, machen eh was sie wollen." Wie soll das weitergehen? Ich muß auch gestehen, dass mir die meisten Politiker sehr suspekt sind. Vielleicht sogar bestechlich, korrupt, kleinkariert, nicht vertrauenswürdig und ohne soziale Ethik. Aber manches liegt auch an der Medienwelt, die ja jeden kleinen Skandal hervorzerren, ihn aufbauschen und zur Wahlmüdigkeit beitragen. Im Wahlkampf, gerade bei der zukünftigen Bundestagswahl , werden die wichtigen "heißen" Eisen eh nicht angepackt. Quo vadis Deutschland? Quo vadis
Demokratie?

Nachtrag vom 1.9. :
Um eine (1) Stimme hat die NPD in Plettenberg den Einzug in den Rat der Stadt verpasst.

Amsterdam ´89

Viele
Kün-
stler
der
Rock-
musik
muß-
ten
mit
dem
Prob-
lem
der
soge-
nann-
ten
Boot-
legs
kämpfen.
Schwarz und heimlich aufgenommen Live Konzerte aus dem Publikum wie auch immer, heraus. Dann gibt es auch noch Produktionen, die nicht offiziell vom Künstler herausgegeben worden sind, aber trotzdem auf offiziellen Labels erschienen sind. Hier z.B. die von mir sehr geschätze Live Produktion "Amsterdam ´89" von Neil Young. Ich habe diese Doppel Vinyl (in weiß) Anfang der 90er Jahre erstanden und bin bis heute sehr begeistert vom Klang und von der Stimmung im Konzert. Hier handelt es sich um eine unplugged Version. Neil spielt Orgel, Gitarre, Harmonika und singt dazu. Spartanisch begleitet
zeitweise von Ben Keith und Frank Sampedro an den Gitarren. Die ganze Produktion ist erschienen auf "Swingin´Pig S.A.R.L., Luxembourg".
Mein absolutes Highlight auf dieser Do-LP ist der Song "Eldorado".

In dieser Qualität kann man nur ein Hoch auf die Bootlegs aussprechen.

Für nicht Vinyl Liebhaber: Ich habe die Produktion auch als CD später mal meiner Schwester geschenkt.

"Mein Leben"....

.....ERIC CLAPTON.

Ich glaube, dass ich die Biografie von und über Eric Clapton
im vergangenen Jahr zu meinem Geburtstag geschenkt bekam. Ich hatte vorher in der Mayersche Buchhandlung in Dortmund gesessen und bei einem Kaffee in dieser
Biografie geblättert.

Natürlich muss man ein Rock- und Bluesfreak sein, um Spaß und Freude an so einer Biografie zu haben. Es enthält
seine Lebensgeschichte. Nicht nur sein musikalischer Aufstieg zu einem Topgitarristen weltweit, wird beschrieben. Es fängt in der ärmlichen Kindheit an und geht dann über seine Stationen bei den "Yardbirds", "John Mayall Bluesbreakers", "Blind Faith" weiter bis zur Gruppe "Cream", der ersten sogenannten Supergroup der Rockmusik. In dieser Zeit prägen Gaffitis in London die Wände mit der Aufschrift: CLAPTON IS GOD.
Sicherlich ist Clapton kein Gott, dass wußte er eigentlich auch immer selbst. Dazu war sein Leben viel zu brüchig und verletztbar. Alkohol und Drogen taten ein übriges.
Es folgte eine kurze Zeit mit "Dealey and Bonnie" und "Derek and the Dominos". Als Musikerkollegen wie Janis Joplin, Jim Morrison und Jimi Hendrix den frühen Tod durch Heroin, Tabletten und Alkohol fanden, war Clapton auch kurz davor auszuticken. Es geschah das Wunder, dass er in den Entzug ging und auch nach einem weiteren Rückfall sich nicht unterkriegen lies. Seit den 80er Jahren ist er auch kommerziell wieder auf der Höhe und seine Tourneen sind bisher in Deutschland immer sehr gut besucht gewesen. Woher ich das weiß? Ich habe ihn 3x live genießen können. Den eingefleischten Bluesfan irritiert er zwar immer wieder, da er oft das Genre bei seinen Produktionen wechselt. Rockmusik mit popigen Einflüssen und dann auch wieder ganz spartanischen Blues mit der Akustikgitarre.
In dem Buch berichtet Eric auch von seinem Trauma, das er erlebte, als sein junger Sohn Conor durch einen Sturz aus einem Hochhaus zu Tode kam. Er verarbeitete seine tiefe Not in dem Song "Tears in Heaven", was markaberweise kommerziell sein größter Hit wurde.

Anspieltips verkneife ich mir mal, da ich sehr viele LP´s und CD´s von ihm habe.

Das Buch ist im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen und fesselt mich immer noch....

Wider die Party- und Tanzmusik

Ich möchte heute einmal über ein Übel schreiben, das mir immer widerfährt, wenn ich auf
einer Hochzeit oder auf einem "runden" Geburtstag eingeladen bin. Das Übel der Party- und Tanzmusik. Über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten, obwohl ich das jetzt gar nicht will.
Vielleicht habe ich auch eine zu niedrige Toleranzgrenze?
Am Wochenende ist es mir doch auf einer ansonsten sehr schönen Hochzeitsfeier 3x passiert, dass ich den Song "ein Stern, der deinen Namen trägt" ertragen musste. Dass diese Art von Musik die Stimmung anheizt, das kann ich noch verstehen, wenn auch nur bedingt nachvollziehen. Wenn ich davon ausgehe, dass die Menschen ansonsten auch diese Art von Musik hören, dann ist das ganz okay. Schwierig empfinde ich die Typen von Menschen, die ansonsten andere Musik hören (Rockmusik ect.) und hier dann dabei herumhüpfen. Ich werde dann höchstens aschpfahl im Gesicht und halte mich krampfhaft an meinem Glas Weizenbier fest. So warte ich nach all den Jahren auf eine Feier, wo Musik auch für meine Ohren und meinen Geschmack laufen wird. Vor ein paar Jahren war ich mal auf einer Silberhochzeit in der Nähe von Osnabrück. Da war ich dann doch sehr froh wenigstens Bryan Adams mit "Summer of 69" hören zu können.
Vielleicht hat ja jemand mal Mitleid mit mir?! Was machen eigentlich all die Rock Fans, oder auch RAP und Hip hop Fans auf ihren Hochzeitsfeiern?

Samstag, 29. August 2009

Man Doki

Ich höre gerade eine CD von Man Doki "Soulmates", herausgekommen 2002, die ich vor ein paar Jahren in einem SecondHandLaden in der Dortmunder Fußgängerzone gekauft habe.
Es ist eine tolle Produktion, die mal rockig, soulig, jazzig daherkommt. Ich staune eigentlich bis jetzt immer noch, welche Gastmusiker Man Doki zusammen bekommen hat. Bei Jazzfans leuchten die Augen auf, wenn sie Namen hören, wie z.B.: Al di Meola, Steve Khan, Mike Stern (alles hervorragende Jazz- und Fusionmusiker), Michael Brecker und Randy Brecker, dazu Musiker wie Ian Anderson, Jack Bruce, Steve Lukather und unser dt. Aushängeschild Peter Maffay. Man stelle sich Songs vor, die mit Querflöte vom Jethro Tull Macher Ian Anderson unterlegt sind, in den Peter Maffay im Duett mit Ian Anderson singt, Jack Bruce (Cream) am Bass zupft und die Brüder Brecker Saxophon und Trompete einstreuen. Klasse.
Toll Anspieltips: "Crossing the Timeline", "Daydream" und "A Dreamer´s Not a fool".



Leslie Mandoki (eigentlich László Mándoki; * 7. Januar 1953 in Budapest) ist ein deutscher Musiker und Musikproduzent.

Biografie
Leslie wurde 1953 in Budapest geboren, gehört der deutschstämmige Mandoki Anfang der 70er Jahre zur studentischen Oppositionsszene. Er macht sich als Schlagzeuger und Bandleader von Jam (nicht zu verwechseln mit Paul Wellers gleichnamiger englischer Kombo) einen Namen, bekommt jedoch bald den eisigen Atem der kommunistischen Regierung zu spüren.
1975 flieht er aus Ungarn und siedelt sich in Deutschland an. Nachdem er sich mit Kneipenauftritten über Wasser gehalten hat, kommt er als Sänger von Dschinghis Khan („Dschingis Khan“, „Moskau“) groß heraus. Mandoki ist nach eigenen Angaben wenig zufrieden mit der Orientierung der Band, nutzt die Zeit aber, um Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen im westlichen Musikbusiness zu sammeln.
1982, bereits während der Zeit bei Dschinghis Khan veröffentlichte Mandoki das Album Back to Myself, das eine Rückbesinnung auf seine Jazz-Wurzeln brachte, welches er im Rückblick aber selbst als zu rau und düster betrachtet. Es folgten mit Strangers in a Paradise und Out of Key ... with the Time zwei Alben, die weitaus kommerzieller klangen und ihm auch wieder Fernsehauftritte einbrachten. Dies bildete dann die Grundlage für sein ehrgeiziges People- bzw. Soulmates-Projekt. Gemeinsam mit einem Großaufgebot von internationalen Stars (u. a. Ian Anderson von Jethro Tull, Bobby Kimball von Toto, Jack Bruce von Cream u. v. a.) veröffentlichte er die Alben People und People in Room No. 8, die einerseits breitenkompatible Hymnen, andererseits teilweise experimentelle, jazz-beeinflusste Rockmusik boten.
Ende der 80er Jahre gründet er mit seinem Fluchtkollegen Laszlo Bencker die Park Studios in München und übernimmt in den 90er Jahren einen Studiokomplex in Tutzing am Starnberger See. Mandoki steigt zum viel gefragten Produzenten auf und arbeitet unter anderen mit Engelbert, Placido Domingo, Phil Collins, Nik Kershaw, Joshua Kadison und den No Angels zusammen.
Parallel veröffentlicht er auch eigene Musik. Für die Olympischen Spiele 1988 in Seoul wirkt er an der Eröffnungszeremonie mit, 1998 komponiert er das orchestrale Album „Russian Memories“ unter der Schirmherrschaft Michail Gorbatschows. Aus demselben Jahr stammt das Lied „I Lost My Heart In China“ mit den Toto-Mitgliedern Bobby Kimball und Steve Lukather aus dem Zeichentrickfilm „Mulan“. Die Zusammenarbeit mit Disney setzt sich mit „Tarzan“ und „Atlantis“ fort.
1996 verwirklicht er sich einen Jugendtraum und lädt viele namhafte Kollegen aus den 70er und 80er Jahren für ein Album in sein Studio ein. Das Ergebnis ist „Studio No. 8“ (1997), bei dem unter anderen Ian Anderson, Chaka Khan, Peter Maffay und Jack Bruce mitwirken. Mit dem Nachfolgeprojekt „Soulmates“ (2002) geht er auch auf Tour, nachdem er das Material in jazziger („Jazz Cuts“, 2003) und Streichquartett-Version („Soulmates Classic“, 2003) herausgebracht hat. Die DVD „Soulmates – Absolutely Live“ (2003) zeugt von der Energie der Auftritte.
Ein weiterer Coup gelingt Mandoki im Frühjahr 2004: Mit seiner All-Star-Band tritt er bei der Thomas Gottschalk-Sendung „50 Jahre Rock“ auf. Der Chartserfolg des zugehörigen Albums schreit nach einer Fortsetzung, „50 Jahre Rock-Lovesongs“ steigt im November 2004 sogar auf Platz eins in die WOM-Charts ein.
Im April und November 2004 gastierte Mandoki gemeinsam mit zahlreichen bekannten, nachher als Soulmates bezeichneten Künstlern in Thomas Gottschalks ZDF-Zweiteiler 50 Jahre Rock als Hausband.
Mit jenen Musikern wurde in beiden Sendungen eine breite Retrospektive über verschiedenste Rockklassiker der 60er, 70er und 80er Jahre dargeboten. Die Aufzeichnungen aus den Sendungen dienten als Rohmaterial für das wenig später erschienene Album Legends Of Rock, auf dem außerdem noch viele Tracks aus den vorigen Alben sowie einige bis dahin unveröffentlichte Liveaufnahmen der Band zu hören sind.
Er arbeitete zudem zwischenzeitig auch als Produzent für und mit Engelbert, Joshua Kadison, Phil Collins, die No Angels, Jennifer Rush, Gil Ofarim und Lionel Richie sowie als sog. Musical Director für Audi, Daimler AG, Mecklenburg-Vorpommern und Disney.
Als Musical Director arbeitete er Ende 2006 mit Deutsch-Hip-Hop-Ikone Sido zusammen.
Außerdem spielte er 2003 in der Internatsserie Schloss Einstein mit.
2009 schrieb er das Lied der CDU zur Bundestagswahl 2009, „Wir sind wir“.

(Copy aus Wikipedia)

Donnerstag, 27. August 2009

"Darum verlaßt euch auf den HERRN..."

...immerdar; denn GOTT der HERR ist ein Fels ewiglich" (Jesaja 26, Vers 4)
Am Montag, den 29. Juni ging unser Flug von Frankfurt nach Calgary. Den Sonntag vorher waren wir in Werdohl bei Pastor Kämper im Gottesdienst. Wir waren sehr überrascht und erstaunt, als wir den Kirchenraum betraten. An die Wand hatte der Beamer ein Bild projeziert. Wir sahen ein sehr schönes Foto vom Morraine Lake im Banff NP, wo wir hin wollten. Dazu war das obige Bibelwort an die Wand geworfen. Als Christen haben wir dieses Bibelwort sofort verstanden. JESUS redete zu uns. Er machte uns Mut, ihn als Felsen auch im Urlaub wahrzunehmen und sich nicht von den Widrigkeiten der "kleinen Steine" einschüchtern zu lassen.


Wir kamen fröhlich und bewahrt in Kanada an. Eine tolle Zeit von 22 Tagen lag vor uns. Der erste Abend in Calgary war wunderschön gewesen. Am nächsten morgen ging es nach dem Frühstück in Richtung Waterton NP an die Grenze nach den USA. In der Nähe von Fort McLead waren wir in einem Infozentrum und Gedenkstätte der Blackfeet Natives.
"Head-Smashed-in-Buffallo-jump" hat uns sehr gefallen und war sehr informativ. Dann ging es weiter. Auf der Straße kam uns in einer langgezogenen Kurve ein Viehtruck entgegen. Er schleuderte kleine Steine auf. Auf einmal hörten wir einen Knall. Natascha meinte, jetzt haben wir einen Platten. Als wir den Wagen umrundeten waren die Reifen okay. Dann sahen wir die Bescherung. Ein Stein war unter den Motorblock geschlagen und hatte die hier übliche Verkleidung aus der Verankerung gerissen und diese lag zur Hälfte fast auf der Straße. Wir blieben innerlich ruhig und beteten. Mit einem Schnürsenkel bewaffnet versuchte Natascha die Verkleidung an der Stoßstange hochzubinden. Sah gar nicht mal so schlecht aus. Aber nach ein paar weiteren KM lag diese wieder auf der Straße. So ging es nicht weiter. Mit unserem Handy versuchte Natascha Alamo in Calgary zu erreichen (ca. 200 km im Norden). Man versprach uns, in ca. 2 Std. einen Ersatzwagen zu schicken. Also saßen wir im Auto und es wurde total heiß. Kein Schatten weit und breit. Die Prärie war voller Rindviecher. Der Zeitplan würde durcheinander kommen. Würden wir noch bis 18.00 h im Waterton NP beim Hotel sein? Nach 1,5 Stunden kamen 2 sympathische Mitarbeiter von Alamo und brachten uns einen "neuen" Ford Fusion. Alles war sehr unbürokratisch. Wir waren glücklich und dankbar und es ging weiter zum Waterton NP. Wir kamen pünktlich an. JESUS läßt Unglücke manchmal auch zu, damit wir daraus lernen, ja sogar gestärkt daraus hervorgehen. JESUS bewahrt nicht immer, führt aber durch die Not hindurch. Wir wissen nicht immer im voraus wie wir uns in Krisen bewähren, aber wir möchten weiterhin glauben und ihm die Treue halten. Nach weiteren 3 Tagen, hatten wir einen wundervollen und schönen Waterton NP erlebt. Dann ging es weiter in Richtung Great Falls (Montana). Am Straßenrand machten wir Rast. Wir tankten das Fahrzeug auf, kauften Lebensmittel in der Station. Als wir zum Auto zurück kamen, sahen wir die nächste Bescherung. In der Windschutzscheibe war ein Sprung. Den Einschlag eines kleinen Steines konnten wir noch sehen. Wie würde das jetzt weitergehen? Würde der Sprung wachsen? Würde die Scheibe undicht werden oder gar rausfallen? Ach, JESUS, was hast du mit uns vor? Wir beteten und überlegten.... In Great Falls holten wir uns Rat in einer Ford Werkstatt. Der dortige Verkäufer (er erinnerte mich an Kevin Costner, dieser Charme) beruhigte uns und sagte, der Riß wird weiterwachsen, aber die Scheibe bleibt in sich stabil. Und in der Tat, der Riß wuchs quer über die Windschutzscheibe, aber die Scheibe hielt, bis wir den Wagen am 21.7. in Calgary bei Alamo wieder abgaben.
JESUS hat sein Bibelwort an uns auf dieser Tour erfüllt. Halleluja.

Leni Stern

Leni Stern wurde am 28.04.1952 in München als Magdalene Thora geboren. 1977 ging sie in die Staaten um am Berklee College of Musik in Boston zu studieren. Dort lernte sie ihren spätern Ehemann Mike Stern (auch ein bekannter Jazzgitarrist) kennen.



Ich lernte die Musik von Leni Stern durch ein kleines Konzert in der OT von Lennestadt-Grevenbrück 1994
kennen. Ein kleines Konzert mit großer Wirkung für mich. Vielleicht waren wir 100 Leute in dem kleinen Raum. Aber es war ein unvergessener Jazzabend mit einer sehr liebevollen und begabten Gitarristin, Pianistin und Sängerin. 1995 kam ihre Produktion "Words" raus. Leider war die CD in meiner Nähe nirgends zu kriegen. Eine Freundin aus Pforzheim, die auch den Jazz mochte, besorgte mir schließlich diese wunderbare, auch manchmal zarte und ruhige Produktion. Dann verlor ich Leni Stern, dank meines Blueswahns aus den Augen. Bis vor einer Woche! Ich surfte bei Ebay herum und eine innere Stimme sagte mir, gib doch mal Leni Stern ein. Überrascht ersteigerte ich dann für wenig Geld ihre Produktion von 2005 "...when evening falls". Vorhin saß ich fast ergreifend im Schaukelstuhl mit einem Kaffee und hörte die Songs. Wow. Ein paar Stücke sind auch mit Saxophon eingespielt. Das letzte Lied "abke hum bichere" hört sich ungewöhnlich, ja indisch (nicht spanisch) für meine Ohren an. Aber die CD ist mir gleich ins Ohr und ins Blut gegangen.....Wow.

Mittwoch, 26. August 2009

Natascha & Uli

Am 24. Mai 2003 wurden wir in Werdohl in der Kreuz-Kirche von Pastor M. Kämper getraut. Jetzt im Rückblick, da wir im 7. Ehejahr sind (dem sogenannten "verflixten"), war es einfach ein wunderschöner fröhlicher Tag für uns. Wir denken gerne an diesen Tag zurück. Verwandte und Freunde aus Nah und Fern waren dabei. Uns ist es bis heute unendlich wichtig, das JESUS als unser Helfer und Heiland der Mitgestalter in der Ehe ist. Ohne seinen Beistand hätten wir nicht den Mut aufgebracht, die Ehe einander zu versprechen. Ehe soll ja kein kurzfristiges Vergnügen sein, sondern über lange Zeit gestaltet werden. Wir sind natürlich auch dankbar, dass sich die Belastungsproben bisher in Grenzen hielten, bzw. wir sie bestehen konnten.
Da meine Frau nicht unbedingt in "weiß" heiraten wollte und ich auch etwas "alternatives" gesucht habe, bot sich dann eine Country- & Westernhochzeit an. Wir mögen Cowboys und Indianer, mögen die Countrymusik (nur amerikanische) und auch den Kleidungsstil. Wir sind mit Westernfilmen großgeworden und meine Urlaubsreisen (bevor ich Natascha kennenlernte) gingen oft in den sogenannten "wilden Westen" der USA. Unsere Feier fand bei unserem Lieblingsgriechen in Ohle statt. Die Musik steuerte mein damaliger Gitarrenlehrer Frank bei. Er spielte Countrysongs, aber auch Lieder von Maffays "Tabaluga".
Wer wollte,der konnte sich als Cowboy verkleiden (haben auch manche gemacht) - war sehr spaßig und schön. Den Kindern hat es natürlich besonders gut gefallen.
Wir hatten uns auch ein Pseudonym zugelegt. Natascha war Calamity Jane und ich war Wild Bill Hikock.
Auf Hochzeitsreise ging es über Pfingsten nach Süddeutschland in ein Gästehaus der Liebenzeller Mission ins schöne Monbachtal. Desweitern nutzten wir die Zeit dort, um Freunde zu besuchen. Sehr schön waren auch die Technik- und Automobilmuseen in Sinsheim und Speyer. Einen nachmittag konnten wir noch auf einem Countryfestival in Neubulach sein. Einfach toll!!

Dienstag, 25. August 2009

unser beider Lieblingswasserfall....


.... heißt -TAKAKKAW-FALL .
Der Name kommt aus der
Sprache der Cree (Natives) und heißt im englischen übersetzt: "This is marvellous". Im dt. würden wir vielleicht sagen, das ist grandios, oberhammertoll oder ähnliches.














1990 war ich das erste Mal hier. Damals regnete es total und ich konnte den Fall und die ganze Gegend gar nicht wahrnehmen. 2004 war ich mit Natascha zusammen hier. Wunderbares Wetter, aber die Zeit war zu knapp, da wir mit einer Reisegruppe unterwegs waren. Dieses Mal waren wir alleine. Wir konnten den liebgewordenen Fall von fast allen Seiten betrachten, die umliegenden Gletscher bestaunen und auch manche flinken Hörnchenarten entdecken.





Der Wasserfall liegt im Yoho National Park, der mit 1313 qkm relativ klein ist. Der Wasserfall wird von dem Daly Gletscher gespeist und fällt über dessen Kante 254 m in die Tiefe. Spektakulär ist auch schon der letzte Anfahrtsweg von ca. 6 km, bevor man diese Stelle erreicht. In engen Serpentinen windet sich die Yoho Valley Road den Berg hoch.
In den engen Kurven müssen Wohnmobile zurücksetzen. Für besonders lange oder breite Fahrzeuge ist die Auffahrt allerdings gesperrt.

Buffalo Bill und Cody

Vom Yellowstone aus ging es über den Sylvan Pass (8541 ft) in Richtung Osteingang des Parkes. Gute 2 Stunden dauerte die Fahrt von Grant Village nach Cody, ca. 130 Meilen entfernt. Wir kamen am Buffalo Bill Dam und Wasserreservoir vorbei, der vom Shoshone River gespeist wird. Auf dem Rückweg machten wir dort einen Halt. Im ersten Moment sah Cody flächenmäßig wie eine ganz normale weitläufige amerikanische Stadt aus.

Als erstes kam linker Hand das Stampede Stadion. Dann Motels, Malls, einige Tankstellen. Das große Buffalo Bill Museum mit insgesamt 6 Unterabteilungen lag ziemlich zentral in der City.

Bill Cody war sicherlich nie ein großer Indianerfreund, eher Feind, aber vielleicht hatte er sich auch zum Ende seines Lebens hin anders besonnen... Im Eingangbereich wurden wir von einem älteren Herrn begrüßt, der in Stil und Kleidung Bill Cody ähnelte. Toll. Er stellte sich für Fotoshootings zur Verfügung.

2 Museen in dem Haus befassen sich direkt mit Bill Cody. Dann gibt es noch eine Waffenausstellung, Naturkundemuseum und 2 Museen über Prärie- bzw. die Waldindianer und deren ausführliche Lebensweise. Zeitlich konnten wir uns leider nicht alle Museen ansehen. Aber wir konnten uns in die damalige Zeit (ca. 1860-1917) gut zurückversetzen. In einem Museum wurde ein alter Film gezeigt, der einen tollen Eindruck von der damaligen, auch in Europa aufgeführten Wild West Show gab.


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Anschließend gingen wir noch durch die City in Richtung Hotel Irma, in dem Bill Cody damals eine ganze zeitlang gelebt hatte. Ein optisch noch sehr schönes Motel im Westernlook, wie eigentlich alle anderen Gebäude auch. Ein kräftiger Gewitterregen trieb uns in einen schönen Saloon, der in der 2.Etage war. Wir tranken unseren obligatorischen IceTea.

Das Geburtshaus von William Frederick Cody wurde hierhin transportiert.


William Frederick Cody (* 26. Februar 1846 bei LeClair, Scott County, Iowa; † 10. Januar 1917 in Denver, Colorado) bekannt als Buffalo Bill, war ein berühmter Bisonjäger (bzw. Büffelschlächter) und Showman.

William Frederick Cody wuchs in der Nähe von Fort Leavenworth in Kansas auf. Seine Eltern hatten 1840 geheiratet und sich in Le Claire niedergelassen. Nach Martha, Julia und Samuel folgte der Sohn William, auf ihn noch Eliza, Helen, May und Charlie. Nach dem Tod des ältesten Sohnes, der im Alter von zwölf Jahren nach einem Sturz starb, verließ die Familie Le Claire und zog nach Salt Creek Valley. Da Cody sen. gegen die Sklaverei eintrat, wurde er zweimal angegriffen und musste sich verstecken. Er zog nach Lawrence und konnte nur sporadisch Kontakt zu seiner Familie halten. 1857 starb er. Der nunmehr älteste Sohn, William, sorgte für Mutter und Geschwister.
Bereits als Kind arbeitete er für das Unternehmen Russel & Majors (später Russel, Majors & Waddell) als Zugführer, Wagon Master, Pony-Express-Reiter und Kutscher. Als junger Mann nahm er am Goldrausch in Colorado teil. Später arbeitete er beim Pony-Express und anschließend als Scout für die Union sowohl im Amerikanischen Bürgerkrieg als auch in Kriegen gegen die Indianerstämme der Kiowa und Comanche in Kansas. Zwischen 1867 und 1868 versorgte er die Arbeiter der Kansas Pacific Railway mit Fleisch. Hierbei tat er sich als sehr erfolgreicher Bisonjäger hervor und erhielt seinen Übernamen Buffalo Bill. Von 1868 bis 1872 beschäftigte ihn die US-Armee als Kundschafter (Scout). 1876, nach der Schlacht am Little Bighorn stellte er sich der US-Armee erneut als Kundschafter für einen Rachefeldzug gegen die Indianer zur Verfügung. Im Gefecht am Warbonnet Creek tötete er den Unterhäuptling Yellow Hand (eigentlich Yellow Hair) und skalpierte ihn mit dem Ausruf: "Der erste Skalp für Custer!". Yellow Hand blieb, neben seinem Pferd, das einzige Opfer des Gefechtes, welches von den Zeitungen im Osten als große Schlacht aufgebauscht wurde.


Ned Buntline, ein US-amerikanischer Journalist aus New York, begann nach einer Begegnung mit Cody, Theaterstücke, Berichte und Groschenhefte über „Buffalo-Bill“ zu veröffentlichen, die sehr erfolgreich wurden. Etliche Episoden wurden damals erheblich übertrieben und waren wesentlich an der Bildung der noch heute gültigen Klischees über den Wilden Westen verantwortlich.
Cody, der sich 1872 bereits Künstlergruppen angeschlossen hatte und in den Stücken von Ned Buntline aufgetreten war, erkannte seine wirtschaftliche Chance, trennte sich von Buntline und gründete 1883 seine eigene Buffalo Bill's Wild West Show, die ganz dem unrealistischen Stil der Veröffentlichungen von Ned Buntline und anderen entsprach (vgl. auch Völkerschau). Die Show stellte ein riesiges Aufgebot an Menschen und Tieren dar und es gelang ihm, berühmte indianische Häuptlinge wie Sitting Bull als Mitwirkende zu engagieren.
Cody exportierte seine Show sogar nach Europa. 1889 gastierte er mit seiner Show in der Karlsruher Südstadt. Die Einwohner des Stadtteils erhielten daraufhin, zunächst abwertend, den Spitznamen „Südstadtindianer“, den sie noch heute tragen.
Im Sommer des Jahres 1890 campierte Cody vom 16. bis 21. Juli in Braunschweig auf dem Leonhardplatz. Der Tross bestand aus 30 Eisenbahnwaggons, „mit Hunderten von Indianern, Cowboys, Pferden, Büffeln …“. Die Chronisten meldeten damals in den Braunschweiger Stadtanzeigen Zuschauerrekorde: 13.634 Zuschauer am 16. Juli, 15.937 am 17. Juli, 18.316 am 18. Juli, 18.536 am 19. Juli, 17.743 am 20. Juli und 12.000 am 21. Juli. Überschattet wurde das Ereignis von zwei Unglücksfällen, vom Tod eines Sioux-Indianers („auf dem Braunschweiger Zentralfriedhof mit großer Zeremonie beerdigt“) und von der Verletzung eines Jungen durch Büffelhörner.

Die Stadt Cody
Bei den mehrmaligen Versuch, eine eigene Stadt zu gründen, verlor William Cody sehr viel Geld. Der Ort Cody im US-Bundesstaat Wyoming wurde 1896 von ihm und einigen Investoren gegründet und nach ihm benannt. Dort befinden sich das hierher umgesetzte Geburtshaus von Cody, das historische Irma Hotel mit der alten Cody-Bar, das Buffalo Bill Historical Center, das Blockhaus des Original Buffalo Bill Museums und das Monument Buffalo Bill Cody - the Scout aus dem Jahr 1923 von Gertrude Vanderbilt Whitney, der Begründerin des Whitney Museum of American Art in New York City. Das Buffalo Bill Historical Center enthält verschiedene Museen: The Buffalo Bill Museum, The Plains Indian Museum, The Whitney Gallery of Western Art und The Draper Museum of Natural History. In The Whitney Gallery of Western Art befinden sich neben Skulpturen auch zahlreiche Bilder bekannter Maler des Wilden Westens, beispielsweise von George Catlin, Karl Bodmer, Albert Bierstadt, Thomas Moran, Charles M. Russell und Frederic Remington. Der Buffalo Bill Dam wurde ebenfalls nach ihm benannt.

Buffalo Bill posthum
Der „Legende Buffalo Bill“ (und damit dem Andenken William Frederick Codys) gewidmet sind heutzutage unter anderem
eine seit 1992 zwei mal täglich im Disneyland Resort Paris im Disney Village aufgeführte Buffalo Bill's Wild West Show,
zwei – Indianerköpfe darstellende – Brunnen in der Karlsruher Südstadt, die vom Besuch Codys mit seiner Show 1889 in der Stadt zeugen,
„eine kleine Sonderausstellung zum Thema“, die im Braunschweiger Gerstäcker-Museum eingerichtet werden und an den Besuch Codys 1890 in der Stadt erinnern soll,
der Name der „Buffalo Bills“, eines American-Football-Vereins aus Buffalo in New York (der Name der Stadt ist allerdings eine Abwandlung aus dem französischen beau fleuve [schöner Fluss], hat also weder etwas mit Codys Spitznamen noch mit Büffeln zu tun),
eine kleine liebevoll gestaltete Westernstadt in Bretsch (Altmark) mit dem Namen "Cody", alljährlich findet hier zum 4. Juli ein Westerntreffen statt bei welchem Buffalo Bill und andere Westernlegenden auftreten und
eine einmal täglich aufgeführte Buffalo Bill's Wild West Show in der sich im Harz befindenden Westernstadt Pullman City.

Filme
Zahlreiche Filme beleuchten das Leben einer der schillernsten Figuren des Wilden Westen. Seit den 1970er Jahren wendete sich dabei auch der Blickwinkel auf das Schicksal der indianischen Urbevölkerung - so mit dem 1976 vom Regisseur Robert Altmann produzierten Film Buffolo Bill and the Indians, or Sitting Bull's History Lesson.



Sonntag, 23. August 2009

Lokschuppen....

Musikalische Reise ins Blues-Paradies
Herscheid, 23.08.2009, Ai-Lan Na-Schlütter (WR)

Hüinghausen. Auf eine Reise durch den Blues ließen sich am Samstag gut 300 unternehmungslustige Musikfreunde mitnehmen. Die Gemeinde Herscheid als Reiseveranstalter und die Märkische Museumseisenbahn (MME) als Reisebegleiter hatten erneut eine hörenswerte Route erarbeitet.
Die Reiseführung übernahmen Route 45 und die Blues Company, die den Mitreisenden im Land des Zwölf-Takt-Schemas und der Blue Notes zahlreiche Hörenswürdigkeiten nahe brachten.
„Einsteigen, Türen schließen und Musik genießen!”, hieß es am MME-Haltepunkt Köbbinghausen. Die Blues Company hieß die Reisegäste musikalisch willkommen, die sich in einen Zug durch die Baumwollfelder im Süden der USA versetzt fühlten. Ein nostalgischer Eisenbahnwaggon als Bühne – das ist auch für die weit gereisten Musiker der Blues Company etwas Besonderes. „Dieses Erlebnis in Hüinghausen ist für uns einzigartig. Es ist immer wieder schön”, schwärmte Schlagzeuger Florian Schaube auch beim vierten Ausflug der Blues Company in die Ebbegemeinde.

Am Zielbahnhof übernahm die Lüdenscheider Formation Route 45 die Einweisung in die Blues-Welt. Michael Auth, Uwe Gellhaus, Arnd Jünemann, Knut Platte, Detlef Sodenkamp und Peter Würzbach durften kurzfristig auf den Zug springen und waren hoch erfreut, für ihre Vorbilder von der Blues Company den Kessel anheizen zu können. „Wenn Toscho und seine Jungs in der Nähe auftreten, bin ich dabei”, erzählte Keyboarder und Sänger Arnd Jünemann. Das Pech der Meinerzhagener Band, die wegen ihrer defekten Anlage absagen musste, war das Glück für Jünemann & Co. Entsprechend engagiert gingen er und seine Mitstreiter zu Werke, sehr zur Freude der Gäste im Hüinghauser Lokschuppen.

Eine gute Stunde lang präsentierte Route 45 gekonnt Blues- und Rockklassiker, die genau den Geschmack der im Schnitt gut über 40-jährigen Reisegesellschaft traf. Dann ging's über die „Route 66” direkt hinein ins Blues-Paradies.
Dort fühlen sich Toscho Todorovic und seine Kompagnons schon seit 1976 zu Hause. Virtuos wandeln sie das an sich einfache Bluesschema immer wieder neu ab, beherrschen die rockigen Töne genauso wie die kühlen Klänge a la B. B. King. Den Ton auf der Bühne gibt ganz klar Bandleader Toscho als Sologitarrist, Sänger und Entertainer an, doch auch die weiteren Kompaniemitglieder glänzen als Ensemble wie als Einzelkönner.
So lieferte Florian Schaube ein wundervolles Schlagzeugsolo ab, unterhielt Arnold Ogrodnik mit frappierender Ähnlichkeit mit Helge Schneider sowie seinem Bass- und Keyboardspiel und die Fabulous BC Horns Robert Kretzschmar (Saxofon) und Uwe Nolopp (Trompete) gaben den Vorträgen eine imposante Klangfülle. Als kongenialer Gitarrist und Sänger zu Toscho spielte sich Mike Titré in die Herzen der Zuhörer. Als mit „Red Blood”, einem Lied, das Toscho über den Krieg in seinem Mutterland Jugoslawien schrieb, die Reise zu Ende ging, nahmen alle Teilnehmer einen Koffer voll guter Erinnerungen mit.
„Bis zum nächsten Jahr!”, rief Toscho zum Abschied. Keine Frage: Alle werden wieder dabei sein, wenn es erneut heißt: „Einsteigen, Türen schließen, Musik genießen!”

Samstag, 22. August 2009

Blues Party im Lokschuppen

(Foto: Route 45)


Kansas City, Mustang Sally, Route 66


Was haben die miteinander gemein?


Auf jedenfall standen wir gegen 18.30 h in Köbbinghausen am Bahnhof der MME (Märkische Museumseisenbahn). Die Diesellok von Krupp erbaut (30er Jahre) kam mit zwei Anhängern langsam angefahren. Von Köbbinghausen über Seissenschmidt sollten wir nach gut einer 1/2 Std. im Bahnhof Hüinghausen ankommen. Die Band Blues Company spielte schon 2 Songs im Waggon unplugged. Hörte sich klasse an. Wie würde der Abend werden? Das Wetter war sonnig und warm. Das Bier gut gekühlt, die Würstchen auf dem Grill für relativ wenig Geld. Der Erlös fliest in die Kasse der MME. Die Vorgruppe Route 45 heizte gut für etwa eine Stunde ein mit bekannten Bluessongs. Nach einem kurzen Umbau des Mischpultes kamen die Blues Company kurz vor 21.00 h auf die Bühne. Nach der Auflösung von PeeWee Blues Gang sind sie vermutlich die älteste dt. Bluesband, gegründet 1976. Die 6-Mann Combo heizte toll ein. Eine wunderbare Stimmung. Stilistisch erinnerte manches an B.B. King. Am Ende gab es aber auch einen Ausblick in Richtung Rock´n´Roll. Das Tanzbein wurde auch geschwungen. Wir machten uns aber schon um 23.20 h auf den Heimweg, obwohl das Konzert noch vermutlich länger lief. Am Sonntag mussten wir auch früh raus. Gemeindeparty am Kettling.

Großartiger Abend mit belebendem Blues.

(Foto: Blues Company)

Der "Tower" in Calgary

Der Tower in Calgary ist ca. 200 m hoch und wurde 1969 in den Dienst gestellt. Die Aussicht war grandios, da das Wetter auch genial war. Dieses erste Foto sieht ein wenig schwindelig aus. Aber war halb so wild. Auf der Besucherplattform gibt es an einer Stelle einen Glasfußboden, auf den man sich dann legen kann. So entstehen coole Fotos.
Im Hintergrund links das "Stampede" Gelände mit dem Stadion "Saddle Dome".








Freitag, 21. August 2009

Red Willow Guest Ranch, T. 3



Jetzt sind wir schon wieder genau 4 Wochen in Deutschland. Ich habe schon meine 3. Arbeitswoche hinter mir. Natascha hat jetzt die erste Woche bewältigt, aber wir denken noch sehr oft an die Wochen in den Staaten und natürlich besonders auch an die Zeit auf der Ranch bei Elke Hirsch in Lone Butte, in der Nähe von 100 Mile House.
Das schöne beim ausreiten, auch wenn es oft nur in der langsamsten Gangart war, ist die Nähe zur Natur. Der Blickwinkel vom Pferd aus, aber auch die Nähe zum Tier, einfach Klasse. Satteln, striegeln und Hufe reinigen, alles Tätigkeiten, die wir zu hause nicht erleben. Im Urlaub haben wir sie genossen. Beim Rhythmus auf der Ranch kommen wir total zur Ruhe.
Wir hoffen sehr, dass Elke die Ranch alleine halten kann. Aber es fällt ihr sehr schwer nach dem Tod ihres lieben Mannes Chris.

Ein Winter auf der Ranch würde mich auch interessieren. Wir haben vor Ort Fotos gesehen, die auch klasse aussahen. Aber die mögliche Kälte von über -30 Grad sind wir überhaupt nicht gewohnt. Brrrr....

Meine Flower Power



Zu den Fotos muß ich eigentlich nicht viel sagen und
schreiben. Unsere wilden Margeriten blühen auf der Wiese hinterm Haus immer sehr schön. Ich lass die Blumen stehen, bis das sie ausgeblüht haben.
Natascha ist meine Flower Power....



Hospital "Diospi Suyana"

Vor gut 2 Jahren haben Birgit und Jörg bei uns im Haus gewohnt. Es war nur eine Übergangsphase für die Beiden, denn es stand für sie beide fest, dass sie langfristig nach PERU wollten, um dort in einem Hospital für die Quechuas (Indianer) mitzuarbeiten. So lernten wir ihre Motivation und ihren christlichen Glauben kennen, der sie dazu trieb - alles, einfach alles - in Deutschland aufzugeben und nach Peru zu ziehen. Im August 2007 folgte die Ausreise. Sie arbeitet als Ärztin und er als Physiotherapeut.

Das Herausragende dieses ganzen Krankenhauses ist, das es ein sogenanntes "Glaubenswerk" ist, d.h. GOTT sorgt für diese Klinik, weil er dieses Projekt ins Leben gerufen hat. So wird der ganze Klinikbau durch Spenden finanziert. Die Mitarbeiter und die benötigte Medizin wird aus Spendenmitteln bestritten. Für meine Frau und mich war es dann gar keine Frage mehr, das wir diese Arbeit mitfinanzieren und unterstützen wollten. Das Elend der in Peru benachteiligten Quechuas ist einfach viel zu groß.

Mehr Infos unter: http://www.diospi-suyana.org/
info@diospi-suyana.org


Mittwoch, 19. August 2009

"Wir brauchen einen Systemwechsel"

.... das war das Schlagwort in einem Interview mit dem Vorsitzenden von VERDI, Herrn Bsirke.
(WR v. 19.08.2009)

Und in der Tat, denke ich irgendwie ähnlich. Es kann nicht sein, dass marode Banken, die ihre Krise selbst mitverschuldet haben, durch Milliarden von Steuergeldern saniert oder gestützt
werden. Kaum werden aber wieder Gewinne erwirtschaftet, reden die Manager von neuen Bonizahlungen an sich selbst. Was ist mit einer Rückzahlung der Steuergelder an den Staat? Meine kleinen Steuergelder stecken da auch drin und ich bin mir keiner Schuld in dieser Krise bewusst. Ich werde Abstand nehmen vom Aktienmarkt und nur noch mit Banken wie z.B. der Sparkasse oder der evgl. Kreditkasse (EKK, Kassel) zusammenarbeiten, die noch ethische Prinzipien im Hintergrund haben. Es kann eigentlich auch nicht sein, das wir "kleinen" Leute für einen Zinsvorteil von 0,5 - 1,0 % uns den Raffgiers der Deutschen Bank ect. aussetzen. Der globalisierte Aktienmarkt muss dringend kontrolliert werden (wie auch immer). Es kann auch nicht sein, dass die Kurse steigen, sobald in irgendeinem Konzern von Arbeitsstellenabbau geschrieben oder geredet wird. Die Zeche bezahlt dann wieder unser Staatshaushalt und die "hohen Herren" bringen ihr Geld im Ausland in Sicherheit.

Bei der kommenden Bundestagswahl wird das ein großes Kriterium für mich sein, welcher Partei ich meine Stimme geben werde. Für die CDU, SPD und die FDP wird es dann schlecht aussehen.

Warum nicht auch ich?

In den letzten Tagen habe ich immer wieder viel an meinen verstorbenen 44 jährigen Kollegen und an seine Familie denken müssen. Ich merke wie groß das Geschenk ist, Leben zu können und noch zu dürfen!!

Habe dazu heute eine passende Andacht von Pastor Parzany, (Kassel) gefunden:

"Die junge Frau, gut dreißig Jahre alt, war Jüdin, die JESUS als ihren Messias bekannte. Sie erzählte von ihrem Weg zum Glauben. Sie sprach auch über die plötzliche Krebsdiagnose, die sie überraschend mit dem Sterben konfrontiert hatte. Sie habe nicht gefragt: Warum lässt GOTT das zu? Warum trifft es gerade mich?
Freunde hätten befürchtet, dass sie durch diesen Schlag in ihrem jungen Glauben an JESUS, den Messias, erschüttert werden würde. Ihr sei aber direkt der Gedanke gekommen: Wenn diese schlimme Diagnose so viele Menschen trifft, die JESUS nicht kennen, warum sollte GOTT sie mir nicht zumuten, die ich doch den Halt und Trost in dem auferstandenen HERRN JESUS CHRISTUS habe? -
Wir Zuhörer lauschten wie gebannt. Das war völlig logisch: Nur wer die Not erleidet wie andere Betroffene, kann ihnen Mut und Hilfe zusprechen. Das ist wahr. Aber die Lektion wird nur in der harten Wirklichkeit des Leidens gelernt.

Dienstag, 18. August 2009

Prog Rock auf der Lorelei


Durch unseren gemeinsamen Freund Bernd sind Christoph, Natascha und ich zum ProgRock auf dem Musikfelsen Lorelei gelandet. 2007 für 2 Tage und 2008 reichte es für einen Tag. In diesem Jahr fiel das Konzert nicht aus, aber wir waren in dieser Zeit im Urlaub.
Gar nicht weit vom Gelände (10 Minuten Fußmarsch) hatten wir uns in einem kleinen schönen Hotel eingemietet.
Die Zeiten des Zeltens sind vorbei, obwohl vor Ort eine große Zeltstadt entstand.


Pro Festivaltag standen bis 7 Bands auf dem Programm. Meistens ging es gegen 14.00 h los und endete gegen Mitternacht, vorausgesetzt man hielt so lange aus. Der Service war vor Ort sehr gut. Fotoapparate und für jeden 1 l Saft im TetraPak konnten mit hinein genommen werden. Vor Ort gab es auch genug Imbisse und Getränkestände. Das Festivalgelände konnte auch verlassen werden, da unterhalb auch die Rheinterrasse war. Nicht nur ein schönen Blick. Es reichte auch zu einem kleinen aber guten Abendbrot mit Weizenbier. Wunderbar waren auch die CD- und LP Stände auf dem Gelände. Preislich okay. In den Umbaupausen zwischen den einzelnen Bands gaben manche Künstler bereitwillig Autogramme und verkauften ihre T-shirts. Happy Feeling.





Ian Anderson mit Jethro Tull waren einmal dabei. Klasse und witzig seine Bemerkungen. Er ist immer noch in einer blendenden Form. "Aqualung", "Locomotive Breath" und ab geht die Post.
Asia, Pendragon, The Watch, Fish (obwohl uns seine sexistischen Kraftausdrücke nicht gefielen),
IQ, Ray Wilson, Neal Morse, Roger Hodgson (Ex-Sänger Supertramp)...und ...und ...und








Zwischen den einzelnen Konzerten ist immer genug Zeit um andere MusikFreaks kennenzulernen, sich auszutauschen und vermutlich sich im kommenden Jahr wieder zu sehen.

Wir sind gespannt was im kommenden Jahr abgeht!!


The Brandos "Over the Border"

Der Musikmarkt ist ja ziemlich unübersichlich geworden und dank diverser Musikzeitschriften, die sich unser Haushalt leistet bekommt man manchmal gute Produktionen empfohlen und probiert so auch mal was neues aus.
Meine Musikpfade sind mit Rock der 60er und 70er Jahre, dem Blues, stellenweise dem JAZZ, etwas ProgRock und Country oft ausgereizt.
So las ich vor ca. 3 Monaten das erste Mal etwas von der Band THE BRANDOS. Bluesmusik mit Texmex und irischen Einflüssen. Eine total verrückte Mischung, an der ich mich im Moment gar nicht leid höre. Die Produktion ist bereits 2006 veröffentlicht worden, weist 10 Stücke aus, darunter das Schmankerl "Guantanamera", das man von anderen Interpreten schon auf vermutlich vielen Partys gehört haben wird.

Already Free

Vor ca. 3 Jahren bin ich auf den noch relativ jungen Musiker
und Gittaristen Derek Trucks aufmerksam geworden. Wo? Bei einem Clapton Konzert in Dortmund spielte er die 2. Gitarre und glänzte auch bei manchem Solo. Butch Trucks von den Allman Brothers an den Drums ist sein Onkel - auch dort ist er immer wieder mit von der Partie. Derek ist mit der Bluesgitarristin und Sängerin Susan Tedeschi verheiratet.
Durch meine Blues Zeitschrift "BLUES NEWS" bin ich bei den Rezensionen auf seine neueste Produktion "Already Free" aufmerksam geworden. Da ich ja nur noch selten mehr wie 15 € für eine einfache CD ausgeben will, musste ich Geduld aufbringen. Dank EBAY bekam ich eine Original verschweißte CD für 9 €. Gerade läuft die CD, während ich einen Kaffee schlürfe.
Schon nach dem 5. Stück - geniale Bluesmusik mit Weltmusikeinflüssen. Klares gutes und stellenweise hartes Gitarrenspiel. 12 Songs sind auf der Produktion und mit knapp über 50 Minuten Spielzeit geht die Produktion in Ordnung. Maik Mattison gefällt mir als Sänger auch total gut. Ein Gewinn für meinen CD-Schrank.

Montag, 17. August 2009

Freunde...

...sind wichtig, manchmal auch überlebenswichtig in Krisenzeiten ect. Mit Freunden kann man diskutieren, lachen und herum albern, auch beten....
Jahreswechsel Silvester 2008 auf 2009! Über Nacht waren Joey und Rosie bei uns. Sie kommen eigentlich aus Lüdenscheid, daß ist nur eine halbe Stunde Autofahrt weg. Jetzt wohnen sie am Stadtrand von Altena. Kennengelernt habe ich beide vor ca. 8 Jahren in Lüdenscheid durch meine jetzige Ehefrau. Es tut unendlich gut zusammen zu sein, mit einander zu essen, reden und zu lachen. Am Ende vielleicht noch eine DVD reinschieben, etwas lustiges wie die "alten" Dick & Doof Filme oder einen Western gucken. Silvester sahen wir nach Mitternacht (eigentlich Neujahr) den Film "Hildago". Wir sollten uns bald mal wieder treffen? Vielleicht auch mal zusammen in den Urlaub fahren?


Wir sollten auch mal wieder zusammen Grillen und Wunderkerzen brennen lassen.....

WOODSTOCK

Gedenkwochenende für Woodstock. Die Rockzeitschrift "Eclipsed" widmete bereits in der Juni Ausgabe "Woostock-40 Jahre" diesem damaligen Ereignis einige gute Artikel. Das Magazin "Good Times" zog nach. Am letzten Wochenende starteten an vielen Orten Erinnerungspartys. Natürlich auch vor Ort in der Nähe von Bethel (1, 5 Std. von New York weg). Auch ein 3-Tage Festival mit guten, aber auch unbekanntem Programm. Oasis, Walter Trout, Joa Bonamassa, King of Leon sind wohl vor Ort. Selbst unser WDR 2 brachte am Sonntag (habe leider nur Abends Radio gehört) endlich wieder einmal gute Songs und nicht diesen kommerziellen Quatsch, der stellenweise heute plärrt. Das Musikbuisiness hat sich natürlich auch ganz anders kommerzialisiert, als es damals war. Rockige-, Bluesige- oder gar Punkige- Musiksendungen kommen im Radio und TV sehr spät oder gar nicht. Eine Alternative ist dann noch das Internet Radio mit allen stilistischen Möglichkeiten. Natürlich ist aber die Luft von damals raus und verbraucht. Die Menschen wirken und geben sich wie Schablonen. Kein gegen den Strom schwimmen! Viele, fast alle sind angepasst hier in Deutschland. Damals im Spätsommer der freien Liebe (war eigentlich schon 1968) waren Musik rebellisch und auch kritisch, es gab haufenweise Drogen, man war auch gegen oder gerade gegen den Vietnamkrieg der regierenden Amerikaner. Make Love not War!!



Wo war ich da gerade? Ich war im zarten Alter von 9 Jahren und 9 Monaten. Meine Eltern waren streng konservativ und bis zu meinem 18. Lebensjahr gab es immer Theater wegen dem Friseurtermin. "Willst de´ nicht mal auf Krankenschein zum Friseur gehen?", das waren gepflügelte Worte. Ich hatte in dem Alter, so glaube ich eine Heino Single 1968 von meinen Eltern zu Weihnachten bekommen. A-Seite weis ich nicht mehr, B-Seite hieß "Fernweh" - was zumindest meine spätere Leidenschaft auch erklären konnte. Ich war gerade ins 5. Schuljahr auf die Realschule gekommen. Aber jetzt schweife ich ab. Aber ich kann mich noch an das 7. Schuljahr erinnern, wo ich mir das PEACE Zeichen auf die Aktentasche gemalt hatte. Viel Ahnung hatte ich sicherlich nicht, aber ich wollte dazugehören. Und so hörte ich dann irgendwann nur noch Rockmusik. Die klassischen Sachen der Woodstockzeit lernte ich aber erst 1979/80 bei der Bundeswehr kennen. (Habe schon an anderer Stelle davon berichtet).




Ein paar nachträgliche Infos zu damals:
186.000 Eintrittskarten sind wirklich verkauft worden. Als das Chaos überall größer wurde, war es dann irgendwann ein FREE Konzert, mit annähernd 500.000 Menschen (eine Stadt wie Dortmund auf den Beinen).
Man stelle sich das auch vor: 600
Toilettenhäuschen für soviele Menschen. Die Nationalgarde warf Lebensmittel ab, da der Ausnahmezustand erklärt worden war.
Die damals "großen" Bands wie The Beatles, The Rolling Stones, The Doors, Bob Dylan, Joni Mitchell und The Kinks fehlten gar.
Andere machten revollutionär sich einen großen Namen: Die junge Band um Carlos Santana, Canned Heat, Grateful Dead, Janis Joplin, Crosby-Stills-Nash & Young und natürlich Joe Cocker mit "With a little help for my friends", Ten Years After mit Alvin Lee an der Gitarre und "I´m going home" und last but not least: Jimi Hendrix mit der US-Hymne kriegs- und vietnamverzehrt "Star spangled Banner".
John Sebastian sagte dazu:" Es fühlte sich an, als ob auf einmal alles möglich wäre. Wir waren eine Generation, die sich ausgeschlossen fühlte, und nun waren wir alle zusammen in Woodstock und wurden eine Einheit. Wir schafften das Unmögliche."
Was ist übrig geblieben, aus dieser Zeit? Die Welt ist kein bißchen friedlicher geworden.
Ich, der ich nicht dabei war, ich liebe immer noch die Musik von Neil Young, Joan Baez, Santana (bis 80er Jahre), The WHO, Jimi Hendrix, C.C.R., Janis Joplin und Canned Head. Drogen waren für mich nie ein Problem, da ich mit 17 Jahren mir das Rauchen abgewöhnte. Alkohol war da vor 20 Jahren eher schon eine Gefährdung.
Give Peace a Chance

Samstag, 15. August 2009

"mein" Plettenberg





Fairerweise schreibe ich gleich zum Anfang, dass nachfolgende Gedanken nur meine Gedanken sind. Vielleicht sehen das viele Menschen anders!
Ich bin kein "alter" Plettenberger, sondern ein


(Foto: Uli Fleger; Blick auf Eiringhausen)
Zugezogener. Seit Juni 1997 wohne ich im Ortsteil Ohle. Es war eine Herzenentscheidung nach Plettenberg zu ziehen. Ich bin vom Ort meiner Arbeitsstelle (Finnentrop) nach Plettenberg gezogen, wegen meiner christlichen Gemeinde, der landeskirchlichen Gemeinschaft in Plettenberg-Holthausen. Ich wollte näher an der Gemeinde und den Freunden sein. Jetzt fahre ich dafür jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit, ab und an auch mit dem Zug. Aber ich habe eine Fahrgemeinschaft mit Walter, der auch aus Herzensgründen nach Plettenberg gezogen war.



(Foto: Walter Hageböck)

(und aus dem Tunnel raus in RI Eiringhausen)

Plettenberg, ist die südlichste Stadt im Märkischen Kreis. Die Stadt hat 28 bis 29.000 Einwohner. Sie hat ein eigenes Krankenhaus, viel mittelständische Industrie im Stahl- und Automobilbereich, ein Kino, Burgruine Schwarzenberg, den Hestenbergtunnel (ca. 800 m) um den Innenstadtbereich zu entlasten, das Aqua Magis mit der Loopingrutsche, viele nette Speiselokale (müsst ihr mich fragen), das "StadtLeben" mit vielen Fußballübertragungen, das jährliche P-Weg Wochenende, viele Schützenfeste, die Oestertalsperre, die christliche Bücherstube, die Stadtbücherei (wirklich gut),viel Natur, 3 große Windkraftanlagen, je nach Zählweise 5-6 Kreisverkehre und die höchste Lebensmitteldiskounterdichte im Sauerland (haha). 2x Lidl, 2x Aldi, 1x Real, 1x Toom, 1x Kaufpark und 1x Netto. Dann haben wir auch noch 8 Dönerbetriebe (die Zahl kann natürlich stündlich sich ändern), so dass wir hier nicht hungern werden. Ich gehe aber sehr gerne zu einem griechischen Grill im Eiringhauser Bahnhof.
(Foto: Uli Fleger, Schulzentrum Böddinghausen mit Circus)





Plettenberg heißt auch, die 4-Täler Stadt, da sie auf 4 Täler verteilt ist. Dem Lennetal, dem Elsetal, dem Grünetal und dem Oestertal. Das ist eigentlich auch ein weiterer Grund, warum ich gerne in Plettenberg bin.



Die vielen Hügel und Täler - der viele Wald. Der Blick in die nahe Natur - das tut so gut. In Ohle wohne ich direkt am Waldrand und kann gleich loslaufen.



Manche Jugendliche oder jüngere Menschen werden natürlich vielleicht eine Partymeile oder modische Geschäfte vermissen, aber in der heutigen Zeit sind ja viele motorisiert und grasen die Städte in der Umgegend ab (Attendorn, Siegen, Lüdenscheid, Dortmund). Das gefällt natürlich den anderen wieder nicht, die gerne die Innenstadt belebt hätten.

(gelungen ist auch die Renovierung des Plettenberger Bahnhofs im Ortsteil Eiringhausen)