Riding fpr the son

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Riding for the Son...unterwegs

Mittwoch, 16. September 2009

? (Neal Morse)

Neal Morse kreativer Kopf der ProgBands Spock´s Beard und Transatlantic fing vor ein paar Jahren an, auch als Solist Musik zu schreiben. Er hatte sich dem christlichen Glauben zugewandt und dann die Feststellung gemacht, dass er manche "neuen" Gedanken mit den früheren Bands nicht herausbringen konnte, da manche Gegensätze einfach zu groß waren. Neben der sogenannten Lob- und Anbetungsmusik (für Gottesdienste) machte er aber auch weiterhin Rockmusik im progressiven Gewand mit christlichen Inhalten.

Die erste Produktion, auf die ich von ihm aufmerksam wurde, hieß schlicht "?".
Das Vordercover zeigt die Stiftshütte (jüdisches Heiligtum der Wüstenwanderung) . Der Qualm des Rauch- und Brandopferaltares steigt gen Himmel. In diesem Rauch schwingt das "?" mit.
Vielleicht heißt das: "Hört uns unser GOTT Jahwe?"


Die ganze Produktion ist ein thematisch geordnetes Gesamtkunstwerk. Das textliche Hauptthema "The Temple of the living God" zieht sich durch die gesamte Produktion und taucht mehr oder weniger immer wieder auf. Der erste Song beginnt mit einem sanften Säuseln, einer leisen Stimme (so kann GOTT auch reden!) und dann setzt das Klavier sanft ein. Aber zwischendurch steigert sich der Sound in Richtung Orkan. Hart und rockig. Textlich findet gerade der gläubige Christ viele Verweise auf Bibelstellen (Mose, Psalmen, Korintherbriefe...) in der Produktion. Neal Morse (Keyboards, Gitarre, Vocals) betreibt Werbung für den christlichen Glauben. Das wird vermutlich natürlich auch manchen ProgRockfan abschrecken. Mir gefällt es.
Unter anderem unterstützen ihn: Mike Portnoy (drums) und Steve Hackett (git.)
Beim ProgRockFestival auf der Lorelei 2008 war Neal Morse auch mit seiner Band dabei. Tolles Konzert mit einer wunderbaren Stimmung.


Seit meiner Pubertät höre ich eigentlich Rockmusik. Als ich 1985 zum Glauben kam und dann in meiner jetzigen Gemeinde landete, musste ich auch die Erfahrung machen, das Rockmusik auch Menschen in der Gemeinde trennen kann. Vor gut 20 Jahren war man noch der Ansicht, das Rockmusik vom Teufel wäre. An der Pinnwand in der Gemeinde hing damals ein Zettel, der vor bestimmten Musikgruppen warnte, da diese vom Teufel wären. Oh, was war ich damals geschockt. Klang eher nach einer Art von christlicher Manipulation. Also nachdenken und prüfen. Werde jetzt aber keine Musiker- oder Bandnamen nennen. Ich hatte einige Produkte dieser Namen zuhause im Schrank. Dann kam aber auch die Erkenntnis, das J.S. Bach, als er damals auf der sogenannten weltlichen Orgel eindrosch, auch Christen zu seinen Gegnern hatte. Damals waren Bach, Mozart und Beethoven modern und fast übernatürlich begabt. Das gleiche gilt aber auch, wenn ich z.B. an John Lennon und Paul McCartney von den Beatles denke und die waren in manchen christlichen Kreisen auch umstritten.
Natürlich habe ich auch gemerkt, welche Produktionen mir nicht gut tun, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Der christliche Glaube beteutet Gnade und Freiheit für mich.

Laßt uns GOTT loben mit Zither, Harfe und Pauke, mit Trompete, Schlagzeug, Saxophon und Gitarre.

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