Freitag, 26. März 2010

Männliche Gesangsakkrobaten

Ich bin eigentlich durch einen "Queen" Song, den ich heute morgen am Arbeitsplatz hörte, auf die Idee gekommen, einmal zu überprüfen, welche Männerstimme mir aus der Rockmusik gefällt?!



Eine der Ausdrucksstärksten Stimmen war die von dem viel zu früh verstorbenen Freddie Mercury. Ohne die anderen Musiker von Queen schmälern zu wollen - Queen lebte durch die "starke" Stimme von Freddie Mercury. Mir haben gerade die Produktionen der 70er bis Anfang 80er Jahre gefallen. Dann wurde mir der Stil zu poppig. Erst bei der Produktion "Innuendo" fand ich zum Hören der Band zurück. "Made in Heaven" -stellenweise schon am Sterbebett von Freddie gesangstechnisch aufgenommen - ist bis heute wunderbar zu hören. Das große Plus von Freddie war seine klassische Gesangsausbildung.
(* 5.9.1946 in Farrokh Bulsara/Sansibar, + 24.11.1991 in Kensington, London)
Am Abend kam ich auf einer Hüttenfete mit jemandem ins Gespräch, der auch ein großer Rockmusik Fan ist. Er vermisse einen Künstler sehr, da dieser schon mit 46 Jahren verstorben sei. Er meinte zwar nicht Freddie Mercury, aber an den Beispielen merkte ich, dass Künstler mit ihrer Musik mehr oder weniger das Leben eines Menschen beeinflussen und prägen können. Der Schmerz ist dann plötzlich da, wenn der Künstler verstirbt. Freddie wird vielen Queen Fans fehlen!






Als ich die ersten Auf-
nahmen vom Woodstock
Festival sah, beein-
druckte mich damals sehr stark die Vorstellung von Joe Cocker. Wie er den alten Beatles Klassiker "With a little help from my friends" interpretierte, einfach genial. Seine späteren Produktionen haben mich nicht mehr gefesselt, bis auf "Mad Dog + Englishmen" (1970). Viele nachfolgende Produktionen waren mir auch einfach zu poppig.
(* 20.05.1944 in Sheffield, England)

Für mich war in Sachen Prog Rock Peter Gabriel (* 13.02.1950 in Chobhan/Surrey), der Frontmann von Genesis bis 1976, die Stimme schlechthin. Live konnte ich ihn damals nicht erleben, denn die Möglichkeiten waren noch zu gering um an Karten zu kommen. Aber wie er seine Auftritte inszenierte! Verkleidung, Make Up, seine Stimme - alles stimmte. Nach seinem Weggang übernahm der frühere Drummer Phil Collins den Gesangspart. Vielleicht etwas zu kommerziell, aber die große Prog Rock Zeit war wohl auch vorbei. "Selling England by the Pound" ist für mich immer noch hervorragend.
















Wer mir eigentlich seit vielen Jahren sehr gefällt, ist der Sänger Paul Rodgers. Geboren wurde er am 17.12.1949 in Middelsbrough/England. Seine musikalischen Stationen waren die Gruppe FREE, Bad Company, viele Soloprojekte und seit gut 2 Jahren ist er Sänger bei der Gruppe Queen. Er wollte Freddie Mercury auch nicht ersetzen.
Da sich Paul Rodgers dem Blues verschrieben hatte, enthällt die "neue" Queen Produktion große rockige und bluesige Anteile. Mir gefällts sehr. Überhaupt hat mich seine Musik immer begleitet.
Wer kennt nicht den Song "Alright now" aus den FREE Zeiten Anfang der 70er Jahre!
Den Gesang in Sachen HardRock prägte eigentlich
Ian Gillian, der in zwei unterschiedlichen Perioden Sänger von der Band Deep Purple war. Geboren wurde er Ian am 19.08.1945 in Hounslow/Middlesex. Die Eltern hatten eine kirchliche Prägung und so sang er schon früh im kirchlichen Kinderchor die Sopranstimme. Einen späteren Gesangsunterricht hatte er so nicht nötig. Am meisten bewegt mich seine Interpretation von dem Song "Child in Time" auf dem Album "In Rock" - ein Wegbereiter in Sachen Hard Rock.

Mitte der 70er Jahre gründete sich die Band JOURNEY. Hervorgegangen war sie aus Musikern, die eine zeitlang bei Santana musiziert hatten. (Greg Rolie, Neal Schon). Der kommerzielle Erfolg begann aber erst mit dem 4. Album "Infinity" als der Sänger Steve Perry dazu kam. Er wurde am 22.1.1949 in Hanford, Kalifornien geboren. Bis Mitte der 80er Jahre prägte er die Musik der Band. Dann stieg er aus, versuchte sich an Soloprojekten, bis er sich aufgrund gesundheitlicher Probleme (Hüfte) in das Privatleben zurückzog. Gern habe ich früher die Musik von Journey über Kopfhörer genossen.
Robert Plant ist vielleicht die größte Gesangstimme im Hardrockbereich gewesen. Geboren wurde er am 20.08.1958 in West Bromwich/Staffoshire. Groß rausgekommen ist er als Sänger bei der Band LED ZEPPELIN. Bei seinen Auftritten kamen auch eine Menge Sexappeal dazu.
Sein Gesang z. B. bei "Whole loddha love" brachte Anfang der 70er Jahre manche Sittenwächter auf die Barrikaden, zumal ja textlich eindeutig klar ist, um was es in dem Song geht. Bis Ende der 70er Jahre waren Led Zeppelin die stilprägende Band in Sachen HardRock. Mitte der 80er Jahre löste sich die Band auf. Es gab zwar immer wieder ein paar Reunionkonzerte, aber Robert Plant machte inzwischen auch rockige Soloprojekte mit Ausflügen in die Weltmusik. Völlig überraschend bekam er vor 2 Jahren den Grammy für eine Countryproduktion mit Alison Krauss "Raising Sands".
Eine Band hat mich in den 70er Jahren und bis in die 80er Jahre hinein begleitet und das war die amerikanische Band KANSAS mit dem Sänger Steve Walsh (* 15.06.1951 in St.Louis, Missouri). Steve war ein begnadeter Songschreiber, Sänger und Keyboarder der Band.
Sie machten eine amerikansiche Version vom ProgRock, der damals Erupoa sehr faszinierte.
Neben Keyboard- und Gitarrenlastigen Elementen kam die Violine dazu. Mitte der 80er Jahre entwickelte die Band sich aber in Richtung Mainstream Rockmusik und ich verlor das Gefallen an ihr. Steve Walsh stieg aus - aber kommt bis heute immer wieder zu Reunion Konzerten (gerade in der USA) dazu.
Peter Nicholls ist ein Sänger der jüngeren Generation. Er ist Sänger bei der englischen ProgRock Band IQ. Bei seinen Liveauftritten erinnert er sehr stark an den jungen Peter Gabriel aus der Genesis Zeit. Ab und an legt er auch eine Gesichtsmaske auf. Diese Band ist vermutlich weniger bekannt in Deutschland. Sie gastiert aber jährlich in kleinen Klubs und Hallen bei uns. Die Auftritte der Band habe ich sehr schätzen gelernt. Bei meinem Kennenlernen in der "Zeche" in Bochum bin ich eigentlich nur einem Freund zuliebe mitgefahren. Toller Effekt. Heute mag ich die Musik der Band sehr.
Den Abschluss bildet Roger Hodgson, der der langjährige Sänger der Band Super-
tramp war.
Die Band löste sich Anfang der 90er Jahre auf. Roger ist heute solo unterwegs und ich konnte ihn 2008 auf dem ProgRockFestival auf der Lorelei
geniesen. Roger wurde am 21.03.1050 in Portsmouth, England geboren und spielt Klavier und Gitarre.

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