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Donnerstag, 13. Juni 2013

Boxenstop beim lieben Gott

Motorradgottesdienst lockte hunderte Biker an


Boxenstopp beim lieben Gott



Foto: Jürgen Sommer 
Besinnung und Action gab es für über 500 Motorradfahrer auf dem Waldbröler Marktplatz. Motorradgottesdienst mit Rahmenprogramm

... Vor der Bühne dominierten Menschen in ihrer Motorradkluft und PS starke Maschinen das Bild. Auf der Bühne predigte Pfarrer Jochen Gran.

»Waldbröl. (js) Als die Jordan Wells Band vergangenen Sonntag beim 15. Motorradgottesdienst (Mogo) auf dem Waldbröler Marktplatz losrockte, hatten sich rund 500 Biker - Solo oder mit Beifahrer/in - versammelt.
Auf den ersten Blick erinnerte nur das schlichte Holzkreuz auf der Bühne an den Grundgedanken, der hinter der Veranstaltung steht, nämlich Biker zum Innehalten zu bewegen und ihnen Gottes Wort, in die ihnen eigene Sprache zu übersetzen. Vor der Bühne dominierten Menschen in ihrer Motorradkluft und PS starke Maschinen das Bild. Dort präsentierte auch Seitenwagen Vize-Weltmeister 2012, Jörg Steinhausen, sein über 200 PS starkes Rennsportgerät. Mit Spitzengeschwindigkeiten von 270 Stundenkilometern ist er auf den Rennstrecken der Welt unterwegs.

Im Interview betonte Steinhausen, dass es auf absolutes Vertrauen zwischen Fahrer und Beifahrer ankommt, um mit Entschlossenheit ein Ziel zu erreichen.

"Vertrauen ist auch die Basis unserer Zusammenarbeit", betonte Stuntfahrer Dirk Manderbach, der mit seiner Partnerin Wiebke Landwehr halsbrecherische Kunststücke auf dem Krad vorführte. Vom einfachen Wheelie bis zu einem Überschlag mit einer Spezialmaschine, reichte sein Repertoire. In der Predigt, die der motorradbegeisterte Pastor Jochen Gran thematisch geschickt in die Welt der Biker verlegte, war auch das gegenseitige Vertrauen Gegenstand seiner Botschaft. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn man sich als Beifahrer auf die Künste und den Fahrstil des "Piloten" einlässt.

So übersetzte Gran das Wort "Glauben" mit einer einfachen Formel in die Bikersprache: "Glauben heißt auf dem Soziusplatz Gottes Platz nehmen!" Am Ende seiner Predigt erinnerte Gran an die Menschen die zurzeit in Teilen der Republik in überfluteten Gebieten um ihr Leben und ihr Hab und Gut fürchten.

Gran rief zu einer spontanen Spende auf. In einer Schweigeminute wurde an die im letzten Jahr tödlich verunglückten oder schwer verletzten Biker gedacht. Nach dem Mittagessen bestand die Möglichkeit in einem Korso nach Bielstein zur MotoCross Rennstrecke zu fahren. Beendet wurde der Gottesdienst mit dem schon traditionellen "Motorrad Halleluja". Vom Einzylinder bis zum Vierzylinder drehten die Fahrer im Stand den Gashahn auf und für Sekunden erzitterte der Marktplatz vom Gebrüll der Motoren, bevor die Jordan Wells Band an diesem- auch vom Wetter begnadeten - Sonntagvormittag wieder den Rhythmus vorgab.
(aus: www.extra-blatt.de)

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