Riding fpr the son

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Riding for the Son...unterwegs

Sonntag, 16. Juni 2013

Zurück zu den Wurzeln

KIERSPE ▪ „Back to the Roots – zurück zu den Wurzeln“ mit diesem Anspruch an sich und ihre Fans stand die deutsche Rockröhre der frühen 1970er Jahre Inga Rumpf am Samstagabend auf der Bühne des PZ und ließ so manches Herz höher schlagen. Doch bevor sie ihre Fans begeistern konnte, wurden diese von der heimischen Formation XL-Meier mit der Gastsängerin Pearl C. auf Temperatur gebracht. Eingeladen waren beide Bands von KuK.
Inga Rumpf, ausdrucksstark, cool, bluesig und immer am Puls des Publikums. ▪
© Goldbach
Inga Rumpf, ausdrucksstark, cool, bluesig und immer am Puls des Publikums. ▪
Krautrock nannte sich der Musikstil in den frühen 1970er Jahren und das waren auch die Jahre, die die Hamburgerin Inga Rumpf ganz nach oben brachten. Sie trat mit Udo Lindenberg am Schlagzeug in der Folk-Rock-Gruppe The City Preachers 1965 auf, traf auf ihn noch einmal 1972 und 1982, schrieb auch einen Song für Tina Turner, „Wrote a Letter“ oder machte 1976 auf der Bühne gemeinsame Sache mit Peter Herbolzheimer.
Reich sind die Erfahrungen von Inga Rumpf und das spiegelte sich in ihrem Repertoire wieder. „Eines morgens wurde ich wach und musste feststellen, dass ich schon 65 Jahre alt bin“, begann sie den Song „Woke up this morning“ einzuleiten und sang über ihr Befinden. „Ich bin jetzt alt, aber ich bin lebendig. Einige gute Freunde und meine Familie gratulieren mir. 65 bin ich, ein wenig faul, aber ich lebe“.
 
Doch auch über andere Lebenserfahrungen hat sie Songs geschrieben, über Erfahrungen, die Künstler am Anfang ihrer Karriere machen oder die Wilde Ehe. Eintauchen in ihre großen Songs konnten ihre Fans im zweiten Teil des Konzertes. Merklich gefüllter war nun die Tanzfläche vor der Bühne und in so manchem Tänzer kam das Lebensgefühl der wilden 60er wieder zurück. Auch wenn das Gros der Fans locker um die 60 Jahre alt waren, jüngeres Publikum hatte sich auch ins PZ getraut.
Soul, Blues und Rock der frühen 1970er, das sind die stilistischen Ausdrucksmittel von Inga Rumpf.
Cool stand die Sängerin auf der Bühne, schlug Akkorde auf ihrer Slidegitarre und bezog Stellung zu den Themen, die ihr wichtig waren. Ausdrucksstark, mit einer Stimme, die den Zuhörer gefangen nahm. Dennoch gab sie auch ihrer Band viel Raum sich darzustellen. Unüberhörbar und faszinierend anzuhören war Joe Dinkelbach, Keyboarder der Band. Es war nicht nur die grandiose Geschwindigkeit, mit der seine Finger über die Tasten flogen, es war auch der Sound, den er aus dem Instrument holte. Thomas Biller an der Gitarre stand seinem Bandkollegen nicht nach. Weiter standen mit Inga Rumpf noch auf der Bühne Matthias Pogoda am Bass und Helge Zumdieck am Schlagzeug.
Vielen Besuchern hat es gut getan, die Sängerin wieder einmal zu hören. Noch dazu mit einer so hervorragenden Besetzung. Schade war es nur, dass bei der Werbung zu dem Konzert nicht klar genug herausgekommen ist, dass die heimische Formation XL-Meier mit Specialguest Pearl C. bereits um 19 Uhr das Vorprogramm bestritt und so haben viele Besucher von diesem ebenso hörenswerten Teil des Abends nur wenig mitbekommen. ▪ GeG (aus: Come-on.de)

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