Freitag, 17. April 2015

Frauen mit Blues

Der Ursprung des Blues liegt im Gospel und Soul, der Musik der "Schwarzen" aus Amerika. Das ist jetzt überhaupt nicht rassistisch gemeint. Stimmlich ist das erst einmal wundervoll festzustellen. Was wäre eine Entwicklung ohne Sängerinnen wie Ella Fitzgerald, Aretha Franklin, Bessie Smith, Odetta, Billie Holiday, Etta James, Nina Simone und später natürlich auch Tina Turner. Natürlich gab es in der Entwicklung der Rock/Bluesmusik dann weibliche Ausnahmeerscheinungen. Allen voran, die bis heute sehr verehrte Janis Joplin. Im deutschsprachigen Raum wurde Inga Rumpf (Ex Atlantis, Ex Frumpy) sehr bekannt. Dann wurde diese Genre nicht mehr gepflegt bzw. war vermutlich kommerziell auch nicht so interessant. Aber seit Beginn der 90er Jahre beobachte ich einen neuen Trend. Frauen singen den Blues und greifen zur Gitarre. Die Masse der Musikerinnen kommt nicht aus dem vielleicht typischen "schwarzen" Background. In den 90er Jahren stieß ich als erstes auf Sue Foley, aber auch auf Bonnie Raitt (die aber schon seit den 70er Jahren aktiv ist). Später auf Rory Block, die viele Songs und Alben über die "alten" Väter und Pioniere des Blues herausbringt. Anfang des neuen Jahrhunderts stieß ich auf Ana Popovic aus Serbien, die ich einmal beim Bluesfestival in Balve erlebte.
Sue Foley

Rory Block

Ana Popovic
Beth Hart
Aber das ist ja noch nicht alles. In den vergangenen 10 Jahren stellte ich fast eine kleine Invasion fest. Samantha Fish, Dana Fuchs, Beth Hart, Dani Wilde, Layla Zoe, Susan Tedeschi, Erja Lyytinen, Beverly Joe Scott, Joanne Shaw Taylor, Jessy Martens und Elin Larssons (Blues Pills). Manche haben sich nur auf den Gesang spezialisiert wie z. B. Beth Hart (gelegentlich am Piano), Dana Fuchs, Layla Zoe und Elin Larssons. Von der Fingerfertigkeit an der Gitarre überzeugen mich bis heute sehr, Bonnie Raitt, Ana Popovic und Rory Block.
Dana Fuchs


   
Susan Tedeschi
Ja, und dann fällt mir noch Cassie Taylor (Vocals, Bass) ein, die ich im AltWerdohl erlebt habe. Aber vermutlich habe ich sogar noch neuere Künstlerinnen übersehen.

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