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Dienstag, 15. August 2023

Mach´ hinne

"Mach´ hinne" oder "Hinnemach"

Wir mussten heute morgen sehr lachen, da dieses Wort "Mach´ hinne" aus dem Munde meiner Frau kam. Da wir noch einiges im Ort zu erledigen hatten....

Ich würde es mit der Beschreibung so auf den Punkt bringen: Ein "Hinnemach" ist der Zeitraum zwischen dem geäußerten Wort (Bitte)  meiner Frau,  bis zu deren Umsetzung meinerseits. 

Also "mach´ hinne". Kommt aus dem dt. Platt und heißt "Beeile dich".

Sonntag, 19. April 2020

Arno Pötzsch, verstorben am 19.4.1956

"Ohn dich wir hätten keinen, der uns hier trägt und hält.
Wir aber sind die Deinen vom Anbeginn der Welt.
Du bist der große Treue im Leben und im Tod.
Wir bergen uns aufs Neue in dir, du unser Gott!"

                                      .-.

"Lass uns tiefer dir vertrauen und getroster gehen!
Kann kein Auge, Gott, Dich schauen, kann´s doch Spuren sehen.
Spur von Schritten, die zur Nacht still vorübergingen ,
Strahlen, die mit Übermacht durch das Dunkle dringen."

                                     .-.

"Wir werden nie ergründen Tag, Leben, Tod und Nacht,
wir können nur verkünden den, der ob allem wacht,
die Wunder nur erzählen zum Preis des HERRN der Welt
und ihm uns anbefehlen, der Erd und Himmel hält."


Diese Verse aus Lieder und Gedichten, über die ich in den vergangenen Wochen gestolpert bin, sind alle ausnahmslos von Arno Pötzsch, der am 19.04.1956 bereits im Alter von 56 Jahren verstorben ist.
Hintergründe seines frühen Todes sind nicht auszumachen. Der Liederdichter wurde am 23.11.1900 in Leipzig geboren. Nach Fabrik- und Landarbeit sowie Kriegsdienst im ersten Weltkrieg kam er nach Herrnhut, wo er als Erzieher und Fürsorger arbeitete. Mit dreißig Jahren entschließt er sich zu einem Studium der Theologie. 1935 findet er seine erste Pfarrstelle in Wiederau, Sachsen. Während des zweiten Weltkrieges war er Marinepfarrer, später Pfarrer in Cuxhaven. 




Sonntag, 11. November 2012

"Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden."

Die Überschrift ist dem Psalm 90 entnommen - dem Tagestext von heute. Die Luther Bibel wählt die Überschrift: Zuflucht in unserer Vergänglichkeit. In jungen Jahren nehmen wir unsere Vergänglichkeit gar nicht oder kaum wahr. Endlich 16 werden, endlich 18 Jahre alt werden u.s.w.
In den Medien zählt oft die Jugend - in der Mode sowieso. In zwei Wochen feiert die Kirche den "Ewigkeitsonntag", früher auch "Totensonntag" genannt. Bedingt durch die vielen unterschiedlichsten Religionen, Kulte und dem Evolutiongedanken in Deutschland, befassen sich vermutlich relativ wenig Menschen mit dem Weiterleben nach dem Tode oder einem möglichen Gericht, d.h. sie stehen vor GOTT und sollen ihr Leben verantworten oder bewerten lassen. Das scheint alles soweit weg. Aussagen aus dem Mittelalter? Damals drohte die Kirche mit dem baldigen Ende oder dem Gericht.
 
Als Christ nehme ich diesen Vers 12 dankbar wahr und freue mich, dass ich glauben kann, auch wenn das nicht modern erscheint.
 
Zitat: In zwei Wochen gehört der zwölfte Vers unseres Psalms zur Liturgie vieler Gottesdienste. Damit wird ins Gedächtnis gerufen: Wirkliche Klugheit und Weisheit findet sich darin, in rechter Weise die eigene Begrenztheit gegenüber der Ewigkeit Gottes zu erkennen. Keine Zeit hat so viel Wissen und Erkenntnis über Natur und Wissenschaft gesammelt wie die unsere. Längst kann kein einzelner Mensch mehr alle Wissensgebiete überschauen. Und trotzdem gab es wohl kaum eine Zeit, in der so permanent die Ewigkeit und die Frage, nach dem, was nach unserem Tod passiert, ignoriert wird. In dem Maße, wie Wissen und Erkenntnis gestiegen sind, ist scheinbar die geistliche Weisheit verloren gegangen. Das Wissen um den HERRN der Ewigkeit und unser Glaube an ihn schenkt uns Geborgenheit auch in Zeiten größter Undurchsichtigkeiten unseres Alltages. (Johannes Ott, Schmalkalden)

Mittwoch, 4. Juli 2012

Ich bin Rocker

In den letzten Monaten häuften sich die Berichte über Razzien im Rockermilieu. Die Erfolge der Polizei waren unterschiedlich. Dann gab es noch einen Bericht über eine angebliche Ermordung eines Members aus einem MC, dessen Namen ich einfach mal nicht nennen möchte. "Drohender Rockerkrieg" so  hießen die Überschriften in den Tageszeitungen. Am Ende stellte sich die Ermordung als Selbstmord heraus. Seriöse Berichterstattung in der Tageszeitungen sieht eigentlich anders aus. Das BILD-Zeitungsniveau macht mittlerweile viel kaputt. Es verbreitet Halbwahrheiten und schafft Panik. Ich kann mir auch vorstellen, dass einzelne Rocker kriminell sein können, aber wir können doch nicht alle über einen Kamm scheren!
Ich war am Wochenende auf einer Sommerparty eines MC. Hat mir sehr gut gefallen. Viel Fröhlichkeit und Herzlichkeit. Da war die Presse natürlich nicht anwesend. Die 1% Raute kann Ernst gemeint sein, aber sie kann auch nur als Provokation gegenüber dem Lebensstil der großen Mehrheit in dieser Republik dienen. Feucht fröhlich wurde stellenweise gefeiert, aber das tun doch die so genannten Bürger bei jedem Schützenfest und bei jeder Karnevalsveranstaltung auch. Der eine übergibt sich evtl. vor seinem Clubhaus und der andere vor seinem Reihenhaus, wie auch immer.
Mir fiel ein Song ein, den Udo Lindenberg in den 70er Jahren mal geschmettert hat. Der Text ist Klasse - es gibt solche und solche. Aber vielleicht liegt auch manche Berichterstattung und mancher Aktionismus an dem Wahljahr in Deutschland.


Ich bin Rocker, ich bin Rocker
meine Gang nennt sich "Lucifer Mob"
am Tage bin ich Schlosser
das ist 'n ziemlich mieser Job
aber abends hol' ich dann meiner Ofen aus dem Stall
in den Lederjackentaschen dicke Feuerwasserflaschen
und zwischen den Knien der Tank voll Benzin
Ich war früher viel allein
da war ich oft ganz schön down
dann stieg ich ein in den Verein
jetzt hab' ich viele Kumpels
und da gibts's auch Wahnsinnsfrauen
die sitzen auf dem Sozius
und sagen: Alter, nun heiz mal schön!
Und dann geben sie mir 'n Kuß
bei Tempo 110
Ich bin Rocker, ich bin Rocker
doch ich hätt' noch viel mehr Spaß dabei
wenn's unter uns
nicht immer wieder so 'n paar Ochsen gäb'
immer geil auf 'ne Schlägerei
oder gestern in 'ner U-Bahn
haben sie wieder so 'nen Scheiß gebracht
sie meinten zu 'ner Mutter:
Schmeiß dein Baby weg, es wird dir sofort
'n schönes neues gemacht!
Manchen Rentner haben sie ausgenockt
und ihm die Kohle abgenommen
und jede Menge alte Frauen
sind auch schon voll auf den Horror gekommen
Ich bin Rocker, ich bin Rocker
doch ich steh' nicht auf Gewalt
ich bin nicht so 'n primitives Schwein
und schlag 'nem Schwachen die Fresse ein
wir sind Rocker, wir sind Rocker
doch ohne amputiertes Gehirn
und wenn man uns nicht dumm
von der Seite anquatscht
dann kann auch nichts passieren...!
Wir sind Rocker, wir sind Rocker
und wir stehen nicht auf Gewalt...!
       

Montag, 23. Januar 2012

Was mein Glaube sein soll

Martin Luther:

Was mein Glaube sein soll

Mir ist es bisher wegen

angeborener Bosheit und Schwachheit

unmöglich gewesen,

den Forderungen Gottes zu genügen.

Wenn ich nicht glauben darf,

dass Gott mir um Christi willen

dies täglich beweinte Zurückbleiben vergebe,

so ist's aus mit mir.

Ich muss verzweifeln.

Aber das lass ich bleiben.

Wie Judas an den Baum mich hängen,

das tu ich nicht.

Ich hänge mich an den Hals

oder Fuß Christi wie die Sünderin.

Ob ich auch noch schlechter bin als diese,

ich halte meinen Herrn fest.


Dann spricht er zum Vater:

Dieses Anhängsel muss auch durch.

Es hat zwar nichts gehalten

und alle deine Gebote übertreten.

Vater, aber er hängt sich an mich.

Was will's! Ich starb für ihn.

Lass ihn durchschlupfen.

Das soll mein Glaube sein.