Sonntag, 29. März 2026

Mike Vernon (1944-2026) Produzent

(R) Manhaton Records

Mike Vernon verstarb bereits am 2. März

Bereits Anfang März verstarb Mike Vernon im Alter von 81 Jahren. Die Nachricht hatte ich zwar mitbekommen, aber mich erst heute, dank der neuen bluesnews Ausgabe, damit beschäftigt.
In den 60er Jahren begann sein Aufstieg. Er hatte sein Studium abgebrochen um 1963 als Laufbursche beim Decca Label zu beginnen. Sein damaliger Chef akzeptierte gar seinen Wunsch, einmal ein Bluesalbum produzieren zu dürfen. Man fragt sich jetzt automatisch, woher hatte er das technische Wissen dafür? Sein Erstlingswerk lief unter dem Titel "Curtis Jones in London". 
Bereits 1965 gründete er mit dem Mitarbeiter und Bluesfan Neil Slaven das Label Blue Horizon, das auch bei Decca angeliedert wurde. Ein wichtiges Label bei der aufkommenden Bluesleidenschaft in England 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿. Erste Künstler waren Hubert Sumlin und Howlin Wolf. Später kamen Ten Years After und Peter Green´s Fleetwood Mac  hinzu. Aber Blues war für ihn nicht alles. Auch das Debutalbum von David Bowie im Jahre 1967 produzierte er. Mit dem Focus Album "Hokus Pokus" gelang ihm später auch ein Welterfolg. 
Im Jahre 1971 folgte das eigene Tonstudio. Der erste bekannte und erfolgreiche Song war "Baker Street" von Gerry Rafferty, der darin aufgenommen wurde.
Im Jahr 2020 erhielt er gar den Orden MBE in England für seine Verdienste in der Musikindustrie und Branche. 
Ab 2010 kümmerte er sich um Nachwuchskünstler wie Sari Schorr, Oli Brown und Dani Wilde. 

Infos von Michael Seitz / bluesnews und Ulrich Grunert / eclipsed 

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