Samstag, 20. Juni 2026

Als Indigene die USA besiegten

Am 25. Juni wird man der Schlacht am Little Bighorn gedenken - 150 Jahre ist das her

Die Wochenendausgabe des "Süderländers" brachte heute 2 Artikel, die sich über eine ganze Zeitungsseite erschlossen, zur Schlacht am Little Bighorn (Montana).  Die Artikel hatte Nils Sandrisser erarbeitet. In diesem Zusammenhang fand ich auch ein Buch von ihm mit dem Titel: "Zerbrochenes Rad". Habe allerdings noch nicht gelesen. 

Das Schicksal der nordamerikanischen Ureinwohner hat mich schon seit vielen Jahren interessieret. Zumal auch  da wieder der "weiße" Mann mit seiner Geld- und Goldgier sich als bösartiger Eroberer geoutet hat. Ein ähnliches Schicksal erlebten die Ureinwohner Süd- und Mittelamerikas nur 200 Jahre früher - durch die Spanier. 

Im Falle der Dakota und Lakota sprach ein amerikanisches Gericht vor ein paar Jahren ihnen 105 Millionen US-$ zu, als Entschädigung. Das Geld wurde bis heute nicht von ihnen angenommen, da sie zu großen Teilen lieber wieder in ihrem angestammten Gebiet (South- und Northdakota)  leben wollen. Die Geldsumme wird im Moment verwaltet. 

Der Vertrag von 1868, der Ihnen das angestammte Land (Souhdakota und Teile von Nordwyoming) zusprach. wurde einige Jahre später von der US-Regierung gebrochen, da man Gold in Dakota (Black Hills) gefunden hatte. Das war 1874.

Anfangs wurde General Custer und seine Soldaten noch glorifiziert und die damalige US-Regierung ersann schnell einen Racheplan. Aber in den letzten rund 40 Jahren wurde das Schlachtfeld untersucht und man kam zu einem ganz anderen Ergebnis. Custer traf auch taktische Fehlentscheidungen, die zu diesem Massaker führten. Vermutlich gepaart mit der "weißen" Arroganz. 
ein Motel der Blackfeet, Montana 2009


Im Jahre 2009 waren meine Frau und ich rund 3,5 Wochen in Montana, Idaho und Wyoming unterwegs. Wir besuchten Orte der Blackfeet und auch von Buffalo Bill. Zum Mahn- und Denkmal um die Schlacht am Little Bighorn war es leider noch zu weit entfernt. 

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