Mein 66. Lebensjahr neigt sich dem Ende zu
Im vergangenen Jahr wurde ich 66 Jahre alt. Udo Jürgens lässt grüßen mit seinem Song. Aber es wäre verrückt zu meinen, dass mein Leben erst jetzt begonnen hätte. Im Gegenteil: ich hatte vorher schon ein sehr schönes Leben. Manchmal gab es schwierige bis schwere Strecken - so mein Empfinden. Aber alles ohne Krieg, Hungersnot und Arbeitslosigkeit. Dem HERR JESU sei Dank.
Morgen werde ich ein Jahr älter. Also etwas zurückblicken.....
Höhepunkte gab es manche. Im Januar konnten wir für 5 Tage in 🇩🇰 Dänemark sein. Meine Schwester und ihr Mann hatten uns in ihr Ferienhaus eingeladen. Ich war zwar etwas kränklich vor Ort. Hatte mich kurz vorher auf einer Beerdigung infiziert. Aber das Wetter war an der Nordsee toll und an einem Abend konnte ich erstmals Nordlichter sehen. Auf der Rückfahrt machten wir einen schönen Stop in Flensburg. Im Februar konnte meine Frau für acht Tage auf Bildungsreise mit dem Bibelseminar Bonn nach 🇮🇱 Israel fliegen. Ich brachte sie nach Düsseldorf und konnte danach noch eine Freundin in Gerresheim besuchen.
Im April waren wir für 8 Tage am Comer See mit einer christlichen Freizeit. Eine sehr schöne Zeit, aber das Laufen fiel mir oft sehr schwer. Die linke Hüfte macht zeitweise Probleme.
Geistlich meinte unser Prediger am letzten Abend am Comer See: "Wenn ihr nach Hause kommt, dann fangen Schwierigkeiten und Anfechtungen wieder an". In der Tat - das war wirklich so.
Am 1. Mai hatte ich meinen Motorradunfall, der meinem Leben eine Wendung gab. Ich musste zur Kenntnis nehmen, dass JESUS andere Pläne für mich hatte. Ein Hobby und Lebensgefühl war plötzlich weg. Das Motorrad war Schrott. Natürlich lerne ich das zu akzeptieren. Die Physio und Rehamassnahmen dauerten bis Mitte September an.
Körperlich wird es ja im Älterwerden schlechter. Aber das das so schnell manchmal geht!
Wir bekommen auch hautnah mit, wie es um meinen Schwiegervater steht. Seit letztem Weihnachten baut er massiv ab. Pflegestufe 4 - aber er darf noch zu Hause sein. Manchmal passen wir auf ihn auf, wenn Mama mal eine Pause haben muss oder einkaufen geht.
Dankbar bin ich, dass meine Frau seit ein paar Tagen wieder eine Arbeit hat. Meine Rente reicht ja nicht bei dieser Preisexplosion. Eigentlich vorher auch schon nicht. Sollte ich mir einen Minijob suchen?
Dafür sind wir sehr dankbar für unsere Gemeinde (EFG), in die wir gut hineinwachsen. Wir hatten ein sehr schönes und fröhliches Gemeindewochenende in Wölmersen.
Die körperliche Arbeit rund herum um unser Haus, gelang noch recht gut. Aber die Pausen beim Rasen mähen, Büsche und Bäume beschneiden und dem Heckenschnitt werden länger. Am nächsten Tag hatte ich meistens Muskelkater.