Posts mit dem Label Christlicher Glaube werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Christlicher Glaube werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 8. März 2026

Mathilda Wrede "Engel der Gefangenen"

Mathilda Wrede, geb. 8.3.1864

Der Neukirchener Kalender informiert mich heute über Mathilda Wrede - zwar kurzgehalten, aber zum Nachforschen sehr interessant.

Sie wurde in Vaasa geboren und verstarb am 25.12.1928 in Helsinki. Ihr Vater war Carl Gustav Wrede af Elimä und ihre Mutter hieß Sofia, die aber schon verstarb, als Mathilda 9 Monate alt war. Ihr Vater war Gouverneur in der Provinz Vaasa, mit deutschen Wurzeln. Mathilda wurde von den älteren Geschwistern und dem Kindermädchen erzogen.
Im Sommer stand noch ein zweites Haus in Osterbotten zur Verfügung. Adlig und sehr begütert. Finnland wurde damals von Schweden geprägt. Deswegen musste Mathilda erst noch finnisch lernen. Später gehörte das Land zu Russland und wurde erst im Dezember 1917 unabhängig. 
Das wichtige Datum für Mathilda war der Beginn des Jahres 1883. Sie fühlte sich müde, depressiv und matt. Kopfschmerzen plagten sie stark. In dieser Zeit besuchte sie aber Veranstaltungen des Schwedischen Missionsbundes. Der Laienprediger Carl Orest sprach in ihr Leben. Es kam zu einem geistlichen Erweckungserlebnis. Sie kam zum Glauben und mied seitdem die Zerstreuung und Tanzveranstaltungen. Sie las viel in der Bibel und die Gesundheit wurde besser. 
Auf dem Hof ihres Vaters arbeiteten zu der Zeit auch Gefangene. Sie kam mit einem ins Gespräch über den Glauben. Der Gefangene bat sie doch mit ins Gefängnis zu kommen und von JESUS zu reden. Ihr Vater erlaubte es ihr und mit einem Wächter an ihrer Seite ging sie als Missionarin ins Gefängnis. Später bekam sie gar die Erlaubnis in allen finnischen Gefängnissen predigen zu dürfen. 
Aber neben diesem Einsatz wollte sie auch die Bedingungen in den Gefängnissen verbessern helfen. Die medizinische Versorgung und Betreuung der Gefangenen war sehr schlecht. Es kam zu einem gesellschaftlichen Skandal als diese Informationen an die Öffentlichkeit kamen.
Als sie 23 Jahre alt war, schenkte der Vater ihr ein Haus, damit sie entlassenen Strafgefangene betreuen konnte.
Ab 1900 kippte die Stimmung ihr gegenüber in den Gefängnissen. Später folgte der Bürgerkrieg kurz nach der Unabhängigkeit. Die Oktoberrevolution in Russland 🇷🇺  ließ viele Menschen in Armut fallen. 
Ein Portrait von 1896

Viele Flüchtlinge kamen im "jungen" Finnland 🇫🇮 an und brauchten Hilfe. 

Über Ihr späteres Lehen habe ich nichts herausgefunden. 


Mittwoch, 4. März 2026

Gertrud Dorothea Freiin von Massenbach, Missionarin

Gertrud D. Massenbach, verstorben 1975


Heute morgen stolpere ich über einen Namen von einer Frau, die in der christlichen Missionsgeschichte vermutlich viel bewegt hatte. Die Hinweise im weltlichen Netz sind aber sehr spärlich. 

Geboren wurde sie am 6.1.1883 auf Schloss Pine in Posen. Sie war das 6. von 10 Kindern des Freiherrn, Georg von Massenbach. Die Eltern starben schon, als sie erst 15 Jahre alt war.
Sie kam aus einer frommen Familie und auf dem Schloss wurden immer wieder Missionsfeste veranstaltet. Mit 19 Jahren, das war 1902, legte sie ihr Examen als Lehrerin ab. Ein paar Jahre arbeitete sie als Hauslehrerin. Danach meldete sie sich bei der SPM zum Missionsdienst an. Warum? Da ist nichts von ihrer inneren Haltung überliefert worden. Die SPM (Sudan Pioniermussion - heute EMO Evangeliumsgemeinschaft mittlerer Osten) sandte sie dann nach Assuan zu einer Missionsschule aus. Sie erteilte Mathematikunterricht und die Schulanfänger wurden in der arabischen Schrift unterrichtet.
Zum Beginn des ersten Weltkrieges musste sie 🇪🇬 Ägypten verlassen. Sie nutzte die Zeit in Deutschland 🇩🇪, um sprachwissenschaftlich sich in Kunuuzi Nubisch weiterzubilden. Die nubische Geschichte wurde ihr wichtig. Nach dem Kriegsende kehrte sie zurück. Ihre Arbeit wurde wieder praktisch. In den Häusern gab sie Handarbeitsunterricht. Durch die Erhöhung des Assaunstaudamms wurden viele Nubier zwangsumgesiedelt. Viel Elend, zumal die meisten Nubier Analphabeten waren. Mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges musste GvM wieder Ägypten verlassen.  Sie kehrte nach Posen zurück und wurde Vikarin. Dann wurde sie von den Russen vertrieben und flüchtete bis nach Löhne in Westfalen, wo Familienmitglieder lebten. 1952 konnte sie noch einmal ausreisen. Aber manches war inzwischen erschwert. 1956 wurde nach vielen Unruhen der 🇸🇩 Sudan gegründet. Nubien war von Ägypten unabhängig geworden. 
Im Rückblick kann man sagen, das sie zusammen mit Samuel Ali Hiseen alle 4 Evangelien ins Kunuuzi Nubisch übersetzt hatte. 
Im Jahre 1964 zog sie ins Altersheim in Espelkamp. Da war sie bereits 81 Jahre alt. Am 5. März 1975 verstarb sie 92jährig. Selbst kurz vor ihrem Tode waren ihr noch sprachwissenschaftliche Arbeiten möglich. 
In Nubien nannte man sie "Sitte Masmas".
Sie brachte auch ein Büchlein mit dem Titel "Nubien unter dem Kreuz" heraus, das Dr. Roland Werner 1984 überarbeitet hatte. Leider ist das Buch vergriffen. 

Dienstag, 3. März 2026

Biker Gottesdienst am 1.Mai 2026 in Köln-Ostheim

Biker Gottesdienst am 1. Mai 2026

Bereits zum dritte Male veranstaltet die Ev. Freikirche in Köln-Ostheim einen Gottesdienst für Biker und auch alle anderen Interessenten. Treffpunkt ab 13 Uhr auf dem Gelände der Freikirche. 

Erstmals gibt es auch eine Ausfahrt für Mopeds und Motorräder mit 125 cbm und weniger. 

Der Holy Rider MC und die CMA-Germany werden auch wieder Infostände vor Ort haben. 

Eine herzliche Einladung an alle Biker zum Treffen! ♡

Alle weiteren Infos entnehmt bitte dem Flyer. 

P.S. Andrew James wird auch wieder mit dabei sein.
 

Samstag, 28. Februar 2026

Israel-Wochenende in der Gemeinde

Der Freitagabend und der ganze Samstag standen für ein Seminar zum Thema: ISRAEL, in der Gemeinde, zur Verfügung.

Ein wichtiges Thema für uns Christen, da unser RETTER JESUS CHRISTUS selbst Jude war. Paulus argumentiert in der Bibel, das wir Heidenchristen (die Christen aus den Heidenvölkern) in den Weinstock Israel eingepfropft wurden (Röm. 11, Verse 17-18). Ohne die Wurzel Israel-kein christlicher Glaube. Bettina H. Hakius vom efi (Evangeliumsdienst für Israel e.V) war als Referentin eingeladen worden. 


Am Freitagabend fand eine Schabbat-Feier statt, um über den jüdischen Brauchtum zu informieren. Wie begehen wir unseren Sonntag (Auferstehungstag des HERRN) ?
Am Samstagmorgen ging es z.B. um die unterschiedlichen Bünde (z.B.: Noahbund, Sinaibund) im AT, die GOTT mit seinem erwählten Volk, festgelegt hatte.
Was hat das mit uns Christen zu tun?

Ein spannendes Referat für uns Christen. Wir haben biblisch die Aufgabe das Volk der Juden zu segnen!


Am Nachmittag ging es um die Staatsgründung Israels 1948 und die damit aufkommenden Feindschaften der Muslime gegen dieses Land mit der jüdischen Bevölkerung. 

Auf einmal waren wir in der Tagespolitik angekommen. Der Iran unterstützt viele Terrorbewegungen, damit sie gegen Israel losschlagen können. Im frühen Morgengrauen haben die Armeen von Israel und den USA den Iran angegriffen und wichtige Orte in Teheran bombardiert. 


Dienstag, 24. Februar 2026

Gemeindeversammlung der EFG Wiesenthal

Gemeindeversammlung in der EFG Wiesenthal

Seit Januar 2025 besuchen meine Frau und ich die Ev. Freikirchliche Gemeinde Wiesenthal, die im Plettenberger Ortsteil Kückelheim liegt. Durch meine Taufe im September 2025 bin ich automatisch Gemeindemitglied geworden. Bei dem Thema: Gemeindemitgliedschaft sind die Freikirchen unterschiedlich aufgestellt und geprägt worden. 
In den beiden Volkskirchen (Kath., wie ev.) ist man ja praktisch durch die Kindertaufe Mitglied geworden, ob man wollte oder nicht. Bestätigung fand das dann später in der  Kommunion bzw. Konfirmation.

unser Pastor
Im freikirchlichen Spektrum sind das ganz freiwillige Entscheidungen für den einzelnen Menschen. Voraussetzung ist eine persönliche Bekehrung zu JESUS CHRSTUS hin und eine gelebte Nachfolge.

In der Gemeinde Wiesenthal findet in der Regel einmal jährlich eine Gemeindeversammlung statt. Meistens im Frühjahr, da der Kassierer entlastet werden sollte, nach der erfolgten positiven Kassenprüfung. 

So war ich im Vorfeld des vergangenen Sonntagabend gespannt in welchem Rahmen die Gemeindeversammlung stattfinden wird. 

Nach Begrüßung und einer Andacht entlang dem Gemeindeprofil kam es zu einer längeren Gebetsgemeinschaft unter den Anwesenden. Das ist erst einmal ganz positiv. Man bekommt JESUS und seinen Willen in den Blick. 
Anschließend erklärte uns unsere Kassiererin die Finanzlage. Einnahmen und Ausgaben - wir finanzieren uns ja selbst und freiwillig. Auch da darf man dankbar staunen, wieviel Geld im Laufe eines Jahres zusammengelegt wurde. 
Das Zusammensein war entspannend und fröhlich. Welche besonderen Events sollen in diesem Jahr noch stattfinden? Gibt es dafür genügend Mitarbeiterschaft?
Nach 1,5 Stunden waren alle Punkte abgearbeitet. 

Montag, 9. Februar 2026

Neue Mitarbeiter in der CMA-GERMANY

Aufnahme von neuen Membern im FeG Gottesdienst



Der gestrige Sonntag war für uns CMAler durchaus ein Freudentag. Schon gegen 9.30 Uhr trafen sich die ersten CMAler und Freunde im Foyer der FeG Siegen-Mitte. Der Gottesdienst begann aber erst um 10.30 Uhr. Ein Infotisch wurde noch aufgebaut, der die Arbeit der CMA darstellte.

Pünktlich begann der Gottesdienst mit einer Einleitung, wobei die Einleitende passend zum Hintergrund, ihre Lederjacke angezogen hatte. 😂
Nach dem Lobpreis kam die Predigt von der Pastorin Julia Bothe zur Situation von Jona im Bauch des Fisches. Gebet, Umkehr und Buße eines Mitarbeiters Gottes. Danach leitete sie gekonnt über zur Aufnahme der "neuen" Member. Axel und Uli aus der Leitung des Chapters, gaben persönliche Bibelworte, an Stefan und Tanja weiter. Danach berichteten die beiden Neuen, wie es zu ihrer Mitarbeit in der CMA kam und was JESUS, unser HERR, schon alles bewirkt hatte.

Daran anschließend kamen alle Member und Prospects aus dem Chapter "Jesus has risen" nach vorne und es kam zur Kuttenübergabe und zum segnenden Gebet.


(R) Karl Heinz Kasper








Nach dem Gottesdienst gab es noch einen längeren Stehkaffee mit vielen Gesprächen und Glückwünschen. 


Danach luden Stefan und Tanja zum Mittagessen ins Café ein, dass zur Gemeinde gehört. Wir hatten eine  gute Stimmung mit rund 35 Gästen.
Meet & Greet

Danke HERR JESUS. Du tust uns so gut.
 

(R) ein Foto von Karl Heinz Kasper

Montag, 2. Februar 2026

Ursula von Münsterberg

Eine Nonne verlässt das Kloster 


Ursula von Münsterberg, geboren zwischen 1491 und 1499, gestorben am 2. Februar 1534. Über den möglichen Sterbeort gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie war Herzogin von Münsterberg und Gräfin von Glatz (Schlesien). Allerdings war sie nie in Schlesien gewesen. 

Um 1508/10 trat sie auf Wunsch ihrer Tante Sidoni von Böhmen ins Kloster der Magdalenerinnen in Freiberg ein. Das Ordensgelübte legte sie ab. Der aus Leipzig vertriebene Magister Andreas Bodenschatz war Prediger in dem Kloster geworden. Er war evangelisch reformatorisch gesinnt. Luthers Schriften wurde ins Kloster geschmuggelt. 

Am 6.10.1528 flohen Ursula von Münsterberg, sowie zwei weitere Nonnen aus dem Kloster nach Sachsen. Sie hatte vorher in 69 Artikeln begründet, warum sie das Kloster verlassen musste. Damals sind ja viele Frauen wegen fehlenden Besitz ins Kloster gegangen. Eine weitere Motivation war, dass man in den Gelübten sich das Heil miterarbeiten konnte. Das sah sie geistlich jetzt ganz anders.

Bis 1532 hat sie dann in Liegnitz gelebt, was auch so dokumentiert ist. Sie wurde zu einer ev. Schriftstellerin. Die Versorgung von ehemaligen Nonnen war damals sehr schwierig bis ungewiss. Es ist nicht überliefert, ob sie evtl. verheiratet war. 


Sonntag, 28. Dezember 2025

Jahresabschluss der christlichen Bikergruppen







Alle Jahre wieder.... kommt das Christuskind auf die Erde nieder..... ja und weil das so ist und unser auferstandener HERR JESUS mit seinem Geist in uns lebt, feiern wir Weihnachten und sind unter den Menschen unterwegs, um auf das Licht JESUS hinzuweisen. 

Jahresabschluss der christlichen Bikergruppen


In diesem Jahr waren die Flying Angels aus Essen, die Ausrichter der Veranstaltung am gestrigen 27.12. Das Treffen begann offiziell um 18 Uhr in den Räumen der Baptistengemeinde in Essen-Altenessen. Aber schon gegen 17 Uhr kamen die ersten Gäste aus Nah und Fern an. Wiedersehensfreude, Herzliche Begrüßung, Gespräche und einen Kaffee. Für die Ankommenden aus dem Süden von NRW und Hessen war die Anreise endlich wieder zeitlich kürzer ausgefallen, da die neue Brücke auf der A 45 bei Lüdenscheid endlich eröffnet worden war.
Hans Jürgen, der Presi der Flying Angels begrüßte alle ganz herzlich. Eine Lobpreisband bestehend aus dem Gesang, Piano, Gitarre und Bass spielte vorzüglich auf. 
Zum Abendessen gab es eine Gulasch- und Käselauchsuppe. Vorzüglich! Nach dem Essen begann der Gottesdienst mit vielen Lobpreisliedern, einer Predigt von Fischi (Holy Riders MC) und einzelnen Berichten aus den unterschiedlichsten Gruppen. 
Fischi hielt eine nachdenkliche Predigt, die aber auch mit Humor gewürzt war. Er verglich die Suche der drei heiligen Könige nach dem neuen König (JESUS) mit unserer missionarischen Arbeit. Unterwegs mit dem Morgenland MC. JESUS persönlich finden und in einem nächsten Schritt JESUS bezeugen und weitergeben. 
Die anschließenden persönlichen Berichte bewegten und gingen unter die Haut. JESUS CHRISTUS ist auch bei schweren Wegstrecken an unserer Seite. ER schenkt Trost und Hoffnung. Der Abend schloss mit dem Segen gegen 22 Uhr. Gegen 22.30 Uhr waren viele schon auf dem Heimweg oder auf dem Weg ins Hotel. 
Danke, HERR JESUS, das du auch 2025 an unserer Seite warst und unseren Dienst an Bikern und anderen Menschen gesegnet hast!!!

Anwesende Gruppen: Holy Riders MC, Sons of God MC, CMA-Germany, CMG Königssteele aus Essen, Flying Angels und auch einzelne Freunde der Arbeit.

Mittwoch, 10. Dezember 2025

Karl Barth, Theologe

Karl Barth, Theologe, verstorben am 10.12.1968

Er gilt als der bekannteste und einflussreichste ev. Theologe des 20. Jahrhunderts. Geboren wurde er  am 10. Mai 1886 in Bern/Schweiz 🇨🇭. 

Über eine persönliche Hinwendung zu Jesus Christus in Form der Buße finde ich nichts bei ihm. Die Konfirmation war ihm wichtig.

1904 machte er seine Matura (Abitur) und studierte bis 1908 in Bern, Berlin, Tübingen  und Marburg. In Marburg war er Mitarbeiter in der christlichen Zeitung "Christlichen Welt", ein weltoffenes, aber auch liberales Blatt. Es kam auch zu Begegnungen mit dem religiösen Sozialismus. Das prägte auch sein Denken.

(R) aus der NZZ




Im Jahre 1911 wurde er Hilfsprediger in der Bauern- und Arbeitergemeinde in Safenwil (Aargau). Daraus erfolgte auch eine soziale Seelsorge an den Menschen.
Im Sommer 1916 begann seine Arbeit an einen Kommentar zum "Römerbrief". 1922 kam er als Dozent nach Göttingen, ab 1925 nach Münster.
Bereits 1933/1934 bekam er Einfluss in den innerkirchlichen Kampf mit dem aufkommenden Nationalsozialismus. Der Entwurf zur "Barmer Theologischen Erklärung" stammt von ihm. Er wurde vom Dienst suspendiert, da er den Diensteid auf Adolf Hitler ablehnte. Ab März 1935 bekam er Redeverbot und ab Juni 1935 Berufsverbot. In dieser Zeit ging er zurück nach Basel an die Universität. Dort lehrte er bis 1962. Aber so ist auch durch sein Wirken die "Bekennende Kirche" im Dritten Reich in Deutschland entstanden. Auch aus der Schweiz heraus, wollte er ideell den Widerstand gegen das Hitler-Regime prägen. 
Als Gastdozent konnte er in den Jahren 1946/1947 in Bonn sein. 

Er war gegen eine Wiederbewaffnung der Deutschen nach dem Krieg und gegen das Einbinden in die Nato. Nach den Atombombenabwürfen auf Japan, trieb ihn die Sorge um, dass Atomwaffen in Deutschland lagern könnten. Er sprach sich gegen den Vietnamkrieg aus und war der Studentenschaft da näher als den evangelikalen Christen in Deutschland (Bekenntnisbewegung "Kein anderes Evangelium"). Er warnte auch vor dem Erstarren des "Kalten Krieges" zwischen dem Warschauer Pakt und der Nato.

Von den Hintergründen seines Todes habe ich nichts in Erfahrung gebracht. 

Das reiche Wirken des Karl Barth lässt sich für mich kaum ergründen. Vermutlich denke ich auch zu wenig theologisch. Mehr Infos würden diese Seite auch sprengen. ☆

1968 dt. Briefmarke



Dienstag, 9. Dezember 2025

Ida Scudder, Missionarin und Ärztin

Ida Scudder, geb. 9.12.1870, gest. 23.05.1960

Heute morgen bin ich bei meiner Andacht über einen Namen gestolpert, von dem ich noch nichts gehört hatte. Also einmal Zeit nehmen und Dank dem weltweiten Netz, auf Spurensuche gehen. 

Ihre Eltern waren John und Sophia Scudder. Er war Missionsarzt in Indien, wie bereits sein Vater. So kam Ida auch in Indien zur Welt. Der Ort hieß Ranipet. Sie erlebte als Kind schon sehr viel Not auf den Dörfern. Armut und viele Krankheiten beutelten die Menschen. Mit 8 Jahren kehrte sie mit der Familie  in die USA zurück. 

Ein Lehrer mit dem Namen D.L.Moody begeisterte Ida. Moody verkündete den Christus als Erlöser. Ida fand zum persönlichen Glauben. Aber sie verspürte den Drang, den armen Menschen in Indien zu helfen. Man kehrte nach Indien zurück. Die Mutter erkrankte und benötigte pflegerische Hilfe. 

1899

In einer Nacht kam es zu einem weiteren Wendepunkt in dem Leben von Ida. In dieser Nacht kamen drei hichschwangere Frauen mit ihren Männern zum Arzt. Die Sitte in den Kasten machte ihrem Vater, als Mann unmöglich,  eine Behandlung vorzunehmen. Alle drei Frauen starben bei der Geburt ihrer Kindern. 

Ida musste Ärztin  werden, um Menschenleben, speziell der Frauen zu retten. Sie kehrte in die USA zurück, um Medizin zu studieren. Mit 30 Jahren kehrte sie als Ärztin nach 🇮🇳 Indien zurück. Mit finanzieller Unterstützung der Freunde aus den 🇺🇸 USA, konnte sie eine kleine Klinik gründen. Das Krankenhaus wuchs durch die vielen Spenden und eine medizinische Hochschule zur Ausbildung  von Ärztinnen kam hinzu. Diese Klinik in Vellore ist eine christliche Klinik mit mittlerweile gut 2000 Betten. Sie ist weltweit die größte Klinik dieser Art. 

Mit 89 Jahren starb Ida in ihrem Haus in Kodaikanal.

In Vellore wurde zur Dankbarkeit eine lebensgroße Statue von Ida aufgestellt. Die indische Post brachte auch zwei Briefmarken über Ida und die Klinik heraus.

Sonntag, 7. Dezember 2025

Das Magnificat

Da wir heute beide kränkelten, gab es keinen Gottesdienstbesuch für uns. Meine Frau hörte eine Predigt aus Hannover von Pastor Nestvogel. Dort ging es um das Magnificat der Maria - ein Text für die Advents- und Weihnachtszeit. 

Das Wort ist Lateinisch und bedeutet Lobgesang. Hier besonders der Lobgesang der Jungfrau Maria (Lukas 1, 46-55). "Meine Seele erhebt die Größe des HERRN". Rein menschlich klingt das für nichtchristliche Ohren unmöglich. Ein Engel erscheint der Maria und kündigt ein Baby bei ihr an, obwohl sie mit keinem Mann geschlafen hat. Man schätzt, dass Maria damals um die 14 Jahre alt war. Sie hatte einen Freund, den Josef, und war mit ihm verlobt. Aber Sie war noch nicht in seinen Haushalt geholt worden. Also noch nicht verheiratet und somit gab es keinen Verkehr. 

Trotzdem lobt Sie ihren GOTT JAHWE und betet ihn an. Einen ähnlichen Gesang finden wir bei 1. Samuel 2, 1-10 im Alten Testament. Hanna lobt GOTT, dass ER nach vielen Jahren des Bittgebetes Hanna, ihr ein Kind geschenkt hatte. Hanna galt bis dahin als unfruchtbar. Eine Schande in der damaligen Zeit. Aus Dankbarkeit gibt sie ihren Sohn Samuel beim Priester Eli am Tempel später ab. Aus dem Knaben Samuel wurde ein gewaltiger Prophet und Priester für Israel. 

Das Magnificat der Maria ist auch klassisch vertont worden. 

Samstag, 29. November 2025

Weihnachten im Wiesenthal (Bericht)

Freiwillige Feuerwehr, Ortsgruppe Oestertal

3. Weihnachten im Wiesenthal

Bereits zum 3. Male findet das "Weihnachten im Wiesenthal" statt. 

Gegen 15 Uhr war der Platz vor dem Gemeindehaus schon rappelvoll mit Menschen. 

Pastor Veit Claesberg und der "neue" Bürgermeister Beßler von Plettenberg hielten eine kurze Begrüßungsansprache. 
Stände für das leibliche Wohl wechselten mit Bastel- und Handarbeiten ab. 

In der Cafeteria der Gemeinde konnte man ruhig verweilen und sich an dem reichhaltigen Kuchenbüffet gut gehen lassen. Die Preise waren mehr als zivil. Eine Bratwurst draußen am Stand kostete umgerechnet 2,50 € an Wertmarken, ein Kaffee 1 € und ein Glühwein 2 €. 
 

 Ortsansässige Vereine hatten auch Stände aufgebaut. Aber der   Einzugsbereich der Besucher ging weit über das Oestertal hinaus. 




 Es gab Tanzvorführungen von Kindern, die aus einem örtlichen Verein kamen und zwei Feuerlöschübungen der Freiwilligen Feuerwehr. Bogenschießen war möglich und im Gemeindehaus stand eine Hüpfburg für Kinder.

Das Wetter blieb bis zum Abend trocken. 



Feuerschutzübung
Probleme gab es einmal mit dem Strom. Die Leitungen waren überlastet und in der Küche wurde es dunkel. Zeit für eine kleine Pause. 

Spüldienst


Da meine Frau und ich zur Gemeinde im Wiesenthal gehören, hatten wir uns auch zur Mitarbeit einteilen lassen. Für 1,5 Stunden war die Spülküche unser Zuhause. 


Zum Abschluss gab es noch für uns eine Bratwurst, bevor wir kurz nach 19 Uhr nach Hause fuhren. Das Fest ging noch bis 21 Uhr, bevor es an das Aufräumen ging. 

Ein Dankeschön gilt der Ev. freikirchlichen Gemeinde Wiesenthal für die erneute Veranstaltung!

C.S. Lewis, Schriftsteller

C.S. Lewis - ein christlicher Schriftsteller 


Geboren wurde Clive Staples Lewis am 29.11.1898 in Belfast. Er verstarb am 22.11.1963 in Oxford.

Als ich in den 80er Jahren zum christlichen Glauben fand, war dieser gelehrter Herr in meiner Gemeinde sehr bekannt und beliebt. Seine Bücher wurden gerne gelesen. Die "Dienstanweisungen an einen Unterteufel" aus dem Jahre 1958 erschienen fast als Pflichtlektüre. 

1908 verstarb seine Mutter, als er 9 Jahre alt war. Das geschah am Geburtstag des Vaters. Ein traumatisches Erleben für den Jungen, der von allen "Jack" genannt wurde. 
Sein Vater schickte den jungen Sohn auf mehrere Internate und dieser bekam dann später auch Privatunterricht.
Zum 1. Weltkrieg musste er zur Armee und ließ sich als Offizier ausbilden. Er wurde früh verletzt durch eine irrgeleitete Granate. So blieb er im Lazarett bis zum Ende des Krieges.
1919 begann seine Studienlaufbahn in Oxford. Bereits 1920 Abschluss in Griechisch und Latein. 1922 Abschlussprüfung in Philosophie und antiker Geschichte. Bis Mai 1925 arbeitete er als Philosophiedozent. In dieser Zeit lernte er auch J.R.R. Tolkien kennen. Zu dieser Zeit sah sich Lewis als einen Atheisten. Es kam oft zu nächtelangen Diskussionen zwischen Tolkien, Hugo Dyson und Lewis. Am 28. September 1938 bekehrte sich Lewis zum christlichen Glauben und dem Retter Jesus Christus. Tolkien war katholisch geprägt; Lewis blieb in der anglikanischen Kirche. 
Von 1933 bis 1947 trafen sie sich in einem Freundeskreis, der sich "Inklings" nannte. Es wurde über Literatur gesprochen und allgemein philosophiert.
Lewis erlangte die Ehrendoktorwürde für Literatur und Theologie. Artikel vom ihm wurden in vielen Zeitungen veröffentlicht. Ab 1954 erhielt er den Lehrstuhl für Literatur des Mittelalters und der Renaissance. Im Jahre 1956 heiratete er überraschend Joy Davidman aus den USA. Kaum ein Jahr später erkrankte sie an Krebs. Jetzt erst erwachte eine wirkliche Liebe von Lewis zur Joy. Leider verstarb sie bereits 1960 im Alter von 45 Jahren. 
Lewis starb später an Nierenversagen. Sein Tod wurde kaum bemerkt, da am selben Tag das Attentat auf Kennedy erfolgte und auch Aldous Huxley verstarb.
C.S.Lewis hat sehr viele Werke im Bereich der Lyrik, Literaturwissenschaft, christlichen Apologethik geschrieben. Romane kamen auch hinzu, wie die "Geschichten von Narnia" und die "Perelandra-Trilogie". 
Im Jahre 1993 wurde seine Liebesgeschichte zur Joy von Attenboroughs unter dem Titel "Shadowlands" verfilmt. Debra Winger und Anthony Hopkins spielten die Hauptrolle.

Montag, 24. November 2025

Weihnachten im Wiesenthal


„Weihnachten im Wiesenthal“ in Kückelheim

Aller guten Dinge sind drei – Vereine und Institutionen laden zum Familienevent am 1. Advent

„Wir wagen es wieder und freuen uns auf die dritte Auflage“, sagt Claudia Gierling, eine der Koordinatorinnen von Weihnachten im Wiesenthal. Das zweitägige Weihnachtsevent findet vom 29.11.-30.11.2025 zum dritten Mal statt. „Unser Wunsch ist es wieder Menschen aus dem Oestertal näher zusammenzubringen. Dafür haben sich noch mehr Vereine und Institutionen vernetzt als letztes Jahr. Das freut uns sehr!“

Weihnachten im Wiesenthal besteht aus einem zweitägigen Event. Am Samstag, von 15:00-21:00 Uhr, findet ein Charity-Weihnachtsmarkt der Vereine und Institutionen für die ganze Familie auf dem Gelände der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wiesenthal in Kückelheim statt. Neben Imbiss- und Getränkeständen, Kaffee, Kuchen und Waffeln gibt es eine Indoor-Hüpfburg für Kinder, eine Laser-Schießsportanlage des SV Oestertal, einen Weihnachtsbasar mit Geschenk- und Deko-Artikeln, Stände des Familienzentrums Oesterau und des Kindergartens Himmelmert und mehr. Außerdem präsentiert die Freiwillige Feuerwehr Oestertal ihr Löschfahrzeug und erstmalig mehrere Feuervorführungen. Um 19:00 Uhr findet ein offenes Weihnachtsliedersingen unter der Leitung von Graca Matondo und Veit Claesberg statt. Weitere Höhepunkte sind der Besuch des Nikolauses der Silvestersänger und die beiden Tanzaufführungen des Skiklubs Oestertal um 16:00 und 17:45 Uhr. Bei Regenwetter findet der Weihnachtsmarkt innen statt.

Die Erlöse aus dem Markenverkauf der Vereins- und Kirchenstände kommen dem gemeinnützigen Zweck der Vereine und Institutionen zugute oder werden weitergespendet.

Am Sonntagmorgen um 10:30 Uhr geht es mit einem Adventsgottesdienst für die ganze Familie weiter. In ihm steht das eigentliche Anliegen des Weihnachtsfestes im Mittelpunkt. Das sich anschließende Mittagessen aus der Feldküche der Feuerwehr Plettenberg wird kostenlos angeboten und bildet den Abschluss des zweitägigen Events.

Verantwortlich für das Event ist eine Gruppe von Organisationen aus dem Oestertal. In alphabetischer Reihenfolge sind dies die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Wiesenthal K.d.ö.R. (offizieller Veranstalter), der Förderverein der Grundschule Oestertal, die Freiwillige Feuerwehr Löschgruppe Oestertal, die Silvestersänger Kückelheim, der Skiklub Oestertal e.V., der Städtische Kindergarten Himmelmert, das Städtische Familienzentrum Oestertal und der SV Oestertal e.V.

Weitere Information, Flyer und das Programm gibt unter www.weihnachten-im-wiesenthal.de.

Ort des Events: Gelände der EFG Wiesenthal, In den Hofwiesen 1, 55840 Plettenberg


 

Dienstag, 11. November 2025

Søren Kierkegaard, 1855 verstorben

Dänischer Theologe und Philosoph Søren Kierkegaard

Er lebte vom 5.5.1813 bis zum 11.11.1855. Der Dichter kam aus Dänemark 🇩🇰 und war auch ein großer geistlicher Vordenker. Er bekämpfte leidenschaftlich das "offizielle Christentum" seiner Zeit. Es wirkte auf ihn erstarrt. Er wollte die Hörer und Leser als Nachfolger Christi erneuern. Erniedrigung und Nächstenliebe sollte diese prägen. So hat Kierkegaard das Denken in Theologie und Philosophie nachhaltig beeinflusst. Er starb heute vor 170 Jahren. 

Im Jahre 1837 begegnete der junge Kierkegaard der damals 15 jährigen Regine Olsen. Er fühlt sich zu ihr hingezogen. Oftmals ist er in ihrer Familie zu Besuch. Es kommt zur Verlobung. Aber danach kommen ihm Zweifel auf, ob er einen Menschen tief lieben kann. Eine innere Zerrissenheit wird bei ihm deutlich. 1840 löst er die Verlobung mit Regine Olsen auf und schickt ihr den Ring zurück. Danach nähert er sich nie wieder einer Frau an und bleibt zeitlebens Junggeselle. 
Am 2. Oktober 1855 erlebt er auf der Straße einen Schlaganfall. An den Folgen verstirbt er mit 42 Jahren. 

Samstag, 1. November 2025

Reformationsabend in Wiesenthal


Das Reformationsfest

Seit drei Jahren feiert die EFG Wiesenthal in Kückelheim am Abend das Reformationsfest. Ein fröhliches Beisammensein in der Gemeinde. In diesem Jahr begann das Treffen gegen 17.30 Uhr. Der Aufbau begann schon einiges früher durch das Team. 

Für die Kinder war eine Art Olympiade entwickelt worden und die Erwachsenen konnten die Zeit zum Gespräch nutzen. Heute heißt das "Meet and Greet". 

Nach der Begrüßung wurde das Lied von Martin Luther gesungen: "Eine feste Burg ist unser GOTT". Martin erzählte aus seinem Leben und wie dieses Lied entstanden war. Er hatte viele innere und äußere Kämpfe zu bestehen und da waren ihm diese Zeilen wichtig geworden. 

Als der Grillmeister die Würstchen und Steaks fertig hatte, wurde zum Abendessen gerufen. Das Tischgebet kam nach Lutherart von einem verkleideten Mönch aus unseren eigenen  Reihen. Lecker war es. 

Danach wurden 9 Teams gebildet, die an einem Bibelquiz teilnehmen konnten. Die Teams mussten sich erst einmal einen Namen geben und einen Schlachtruf erarbeiten. Ja es wurde zwischendurch fröhlich laut. Die 12 Fragen aus dem Quiz hatten es stellenweise in sich. Fragen zur Bibel, aber auch zu Martin Luther. Vermutlich sind mögliche eklatante Schwächen bei dem einen oder der anderen aufgetaucht. 

Wir haben heute Religionsfreiheit. Das gab es zur Zeit Martin Luthers noch nicht. Selbst gehe ich immer dankbar auf Spurensuche in der Kirchengeschichte. Vieles lässt mich dankbar werden und auch staunen. 

Der Abend endete mit der Siegerehrung aus dem Quiz. 

Danach sangen wir die vierte Strophe aus dem Lutherlied. Luthers Abendsegen beschloss den schönen Abend. 

Montag, 22. September 2025

Die Christliche Taufe



Mein Zeugnis im Interviewstil


Die christliche Taufe ist für manchen Menschen oder gar Christen ein heikles Thema. Im Blick auf die Kirchengeschichte, seit fast 2000 Jahren, ist da manches geschehen,  was unser HERR JESUS kritisch sehen würde.
Im Neuen Testament taucht die Taufe bei Johannes dem Täufer auf. Er predigte gegen die Sünde im Leben der Menschen. Es war eine Bußtaufe mit dem Blick auf eine Veränderung des Menschen nach der Taufe (Lukas Evangelium, Kapitel 3).
kurz vor der Taufe
JESUS CHRISTUS ließ sich von Johannes taufen. Er hätte keine Buße nötig gehabt. Johannes wollte das auch erst abweisen (Matthäus Evangelium Kapitel 3, Verse 13-17). JESUS stellte sich unter die Taufe,  weil ER später durch sein  Sterben am Kreuz, Versöhnung und Vergebung für alle Menschen schafft, die umkehren und glauben wollen!
Bevor JESUS nach seiner Auferstehung zum Vater in den Himmel zurückkehrt, gibt er den Auftrag an seine Jünger weiter. (Matthäus Kapitel 28, Verse 16 -20)
JESUS hat selbst nie getauft - erst seine Jünger, nach dem Ereignis von Pfingsten (Apostelgeschichte Kapitel 2, 14 - 38). Nach der Predigt von Petrus an Pfingsten, kommen viele Menschen zum Glauben. Die Konsequenzen sind die Veränderungen durch den Heiligen Geist im Menschen und es folgt die Taufe. Der biblische Text ist da klar. 

Eine Kindertaufe lässt sich in der Bibel so nicht finden. Es gibt Passagen mit dem Ausspruch "Er ließ sich und sein ganzes Haus taufen" (Apostelgeschichte 16, Vers 33) . Vom jüdischen Hintergrund wurden die Kinder frühestens ab dem 6. Lebensjahr biblisch unterwiesen. 
Ab wann tauchte die Kindertaufe auf? In den ersten beiden Jahrhunderten wird das nicht der Fall gewesen sein. Weil der Glaube entscheidend für die Taufe war! Das könnte sich in der Folge der Christianisierung unter Kaiser Konstantin geändert haben. 
In der Reformationszeit unter Luther, Calvin und Zwingli wurde der christliche Glaube neu belebt und biblisch begründet. Die kath. Kirche schien nicht reformierbar und so entwickelte sich die ev. Kirche. Relativ schnell wurde in der Reformationszeit auch von manchen Gläubigen die Kindertaufpraxis hinterfragt. Erste Gruppen der späteren Täuferbewegung entstanden. Die Kindertaufe wurde abgelehnt und die Glaubenstaufe praktiziert. Diese Gruppen sind dann auch von der ev. Kirche später verfolgt  worden und es gab  viele Märtyrer in der Täuferbewegung. 
Im deutschen Hintergrund wurde die Kindertaufe unter Luther bestehen gelassen. Einzig, der Theologe Karlstadt,  war sein großer Gegner. Allerdings hatte er keine Lobby und keine namhaften Unterstützer, die ihm halfen.

Ich bin als Kind (Nov. 1959) getauft worden, weil meine Eltern sich traditionell zur ev. Kirche hielten. Aber es war kein Glaube, der den Alltag unserer Familie durchdrang. Beim sonntäglichen Kindergottesdienst habe ich manche gute biblische Geschichte gehört und mir auch behalten. Die spätere Konfirmation, als Bejahung der Taufe, hatte nichts bei mir bewirkt. 
Erst im Frühjahr des Jahres 1985 lernte ich Christen kennen, die mir den Glauben erklärten und mir bezeugten, wie man denn überhaupt Christ wird und mit JESUS lebt. Bei mir tat sich damals zeitgleich eine Lebenskrise auf und ich habe Buße wegen meiner Schuld getan. So wie es Johannes der Täufer gepredigt hatte. Allerdings ohne Taufe. Ich kam zum Glauben an JESUS (Nov. 1985) und fand mich dann viele Jahre in einer Landeskirchlichen Gemeinschaft wieder. Stellenweise war das eine sehr gute Zeit gewesen. Aber die Kindertaufpraxis wurde dort nicht oder kaum hinterfragt, vermutlich wegen der Nähe zur ev. Landeskirche. 
Ich befand, es muss ja Segen auf meiner Kindertaufe gelegen haben, sonst hätte ich keine Bekehrung erlebt. 
Im  Jahr 2011 traten meine Frau und ich aus der Kirche aus. Die ev. Landeskirche war zu politisch und für uns zu wenig biblisch gegründet. Im Jahr 2013 lies sich meine Frau spontan auf einem christlichen Bikertreffen in Dänemark taufen. Sie war ja auch bereits als Kind getauft worden.  Ich war irritiert. Was hieß das für mich?
Seit dieser Zeit habe ich mich mehr oder weniger an diesem  Thema gerieben. Ich bin jetzt fast 40 Jahre im Glauben an JESUS CHRISTUS mit IHM verbunden. Warum sollte ich mich noch einmal taufen lassen? Was würde sich dadurch ändern? Die Unruhe blieb auch in diesem Jahr. 
Seit Januar 2025 sind wir Besucher der Ev. Freikirchlichen  Gemeinde Wiesenthal. Die Kindertaufe wird dort  nicht praktiziert. Allerdings wird die Kindertaufe akzeptiert, wenn "neue" Gemeindemitglieder das gerne so belassen möchten. Das schien für mich okay zu sein.
Meine Frau und ich waren dann ab März für mehrere Monate im "Rooted Kurs" (Glaubenskurs) unterwegs. Das Thema Taufe wurde auch behandelt und ich erzählte von meinen Nöten und meinem Hintergrund. Ich erlebte eine Ermutigung zum weiteren Nachdenken und zu meiner persönlichen Glaubenstaufe. 
Totale Freude und Dankbarkeit
Gestern wurde ich mit drei weiteren Geschwistern getauft. "Danke HERR JESUS"! Ich erlebte eine große Freude! Die Lasten sind von mir abgefallen. Die innere Qual hat für mich endlich ein Ende. 

Der Apostel Paulus bezeugt im Römerbrief, dass der "alte" Mensch bei der Taufe in den Tod gegeben wird und beim wiederauftauchen "neues" (symbolisch) Leben empfängt (Römer Kapitel 6, ab Vers 3).

Mittwoch, 10. September 2025

European Bike Week in Faak

European Bike Week in Faak am See


Seit dem Jahre 1998 gibt es das Europaweite Harleytreffen in Faak am See (Kärnten). Man muss eigentlich nicht die Harley als Motorrad sein eigen nennen, aber trotzdem ist die Bikeweek anziehend. 

Seit rund 15 Jahren sind wir in der Bikerszene unterwegs und in den letzten Jahren wuchs der Wunsch, einmal wenigstens einen Tag auf diesem Event zu sein. 


In diesem Jahr sind wir für 13 Tage am Millstätter See im Urlaub und das passte dann perfekt. 


deftige Küche

am Harley Davidson Blvrd

Am 3. 9. waren wir ab 10 Uhr unterwegs. Es gab viele Stände zum Abklappern, aber bis auf zwei Patches haben wir eigentlich nichts erstanden. 

Während der Bikeweek ist die komplette Hauptstraße um den Faaker See als Einbahnstraße deklariert. So ist da immer viel Bikeverkehr unterwegs. Selbst in die Innenstadt von Villach dürfen Biker hineinfahren, um günstiger an die Cafés und Restaurants heranzukommen. "Bikers Wellcome"!


Geplant war auch einen Kumpel zu besuchen, der mit den Ambassadors for Jesus Christ MM einen Stand auf der Händlermeile betreibt. Auch hier soll das rettende Evangelium von JESUS CHRISTUS an den Mann und an die Frau gebracht werden. Leider kam der Kumpel erst am späten Nachmittag an. 

Wir waren wegen der Hitze und dem fehlenden Schatten schon nach Villach in die Altstadt gefahren. 



Stand der Ambassadors 

Am Samstag ist dann immer der Tag der großen Parade. Fast 10000 Biker sind mit ihren Maschinen parademäßig unterwegs. In diesem Jahr gab es an dem Tag 8 Unfälle mit einem Toten.  

Aber wir haben schon darüber gestaunt, aus welchen Ländern die Biker angereist waren. Auch war es für mich spannend, mir die abgestellten Bikes anzusehen und evtl. zu bewundern. 

Wir sind dann später noch zu Louis nach Villach gefahren. Dort haben wir das gefunden, was wir eigentlich an den Ständen der Händlermeile finden wollten. 

Kreisverkehr in Faak am See