Montag, 28. März 2011

Ein Wahnsinniger

Hitler - ein Wahnsinniger... ich bin im nachhinein immer sehr dankbar, wenn ich immer wieder, wenn auch vereinzelt, von Menschen höre, die im III. Reich unter Adolf Hitler Widerstand geleistet haben. Ich hatte früher ja oft den Eindruck, das das ganze dt. Volk dem Adolf auf dem Leim gegangen war. Vereinzelt wußte ich um Bonhoeffer, v.Staufenberg oder die "weiße Rose", aber das erschien mir als sehr wenig. Um so dankbarer wurde ich, als ich letztens im meinem Kalenderblatt von Theodor Roller las.

Neukirchener Kalender 2011 vom 18.3.: Es ist Februar 1939. Hitler ist nahezu auf dem Zenit seiner Macht. Er wähnt sich unanfechtbar. Er bekommt den Brief eines 24-jährigen Buchhalters der Tübinger Kreissparkasse. Theodor Roller schreibt: "Ich will Ihnen die Verlogenheit Ihrer Grundlage unbarmherzig aufdecken und nun deutsch mit Ihnen reden: Als Christ nenne ich Sie einen Lügner und als Deutscher den größten Volksschädling, der je deutsche Erde betrat!". Am 18. März wird Roller von der Gestapo verhaftet. Von einem Sondergericht wird er "freigesprochen" und bis Kriegsende in eine psychiatrische Klinik verbannt. Er, der Hitler mit einem Wort zutreffend als "Wahnsinnigen" charakterisierte, wird als wahnsinnig weggesperrt. Hans-Joachim Lang schreibt über Roller: "Eine Bombe hätte er nicht gebaut. Sein Prinzip lautete Offenheit, seine Waffe war das Wort, seine Entschlossenheit ruhte in Gott."

Hans-Joachim Lang: "Als Christ nenne ich Sie einen Lügner" - Theodor Rollers Aufbegehren gegen Hitler. (Hoffmann & Campe Verlag, Hamburg) -Ein junger Mann protestiert gegen die Nazidiktatur - und überlebt sie in der Psychiatrie. Aus Aktenmaterial, Gesprächen und Briefen rekonstruiert der Autor die Geschichte eines Mannes, der den möglichen Tod in Kauf nahm, um seinem Glauben treu bleiben zu können.

Theodor Roller stirbt am 30.10.2008.


Antoine Court

Antoine wurde am 27.3.1695 in Villeneuve im Département Ardèche in Frankreich geboren. Andere Quellen schreiben sein Geburtsjahr auf 1690 fest. Er bleibt in dankbarer Erinnerung der Reformierten Kirche, da er sich als Hugenottenführer sah und maßgeblich dafür sorgte, dass diese Kirche der Reformation in Frankreich doch nicht von der kath. Kirche zerstört werden konnte. Ja sicherlich, die Hugenotten, wie sich die "Evangelischen" in Frankreich nannten, wurden gnadenlos verfolgt. Ihre Kirchen wurden geschleift. Viele Christen landeten auf dem Scheiterhaufen, im Gefängnis oder als Sklave auf den Galeeren. Viele andere konnten und mussten fliehen in die Schweiz, nach Holland, England, Hessen oder Brandenburg. Es sollen ca. 1 Million Christen auf der Flucht gewesen sein, zu großen Teilen auch die Oberschicht und die Elite des Landes. Zwischenzeitlich gab es auch gewaltsamen Widerstand der Evangelischen gegen die Katholische Kirche und Politik. Aber das war ein falsch eingeschlagener Weg, auch wenn man diese Schritte 300 Jahre später leicht kritisieren möchte. JESUS selbst sagte zu den Jüngern: "Wer das Schwert ergreift, der wird durch das Schwert umkommen." Antoine begann schon als junger Mann damit, die nach langer Verfolgungszeit zerstreute reformierte Kirche in Frankreich wieder zusammen zu bringen. Er zog - um sich vor den Verfolgern zu verbergen meist des Nachts - umher, predigte und leitete Gemeindeversammlungen. 1715, als Ludwig XIV. den Protestantismus in Frankreich gerade für tot erklärte, trat in einem Steinbruch in Südfrankreich unter seiner Leitung die erste Synode (altgriech. für „Zusammenkunft”)zusammen. 1718 wurde er heimlich als erster ev. Prediger der "Wüstenkirche" ordiniert. Seit 1685 war das wegen der Verfolgungszeit nicht mehr möglich gewesen. 1729 reiste er dann aber mit seiner Familie endgültig nach Lausanne (Schweiz), wo ein Seminar für französische Prediger nach seinem Plan gegründet worden war. Antoine starb † 1760 in Lausanne.

Donnerstag, 24. März 2011

Die letzte Hollywood-Diva ist tot

Elizabeth Taylor – Die Hollywood-Diva ist tot 

Film, 23.03.2011, Arnold Hohmann (Westfälische Rundschau) Essen. 
Einst galt sie als die schönste Frau der Welt. Mit „Cleopatra“ machte sie den Schritt vom Filmstar zum Weltwunder. Gestern ist Elizabeth Taylor, im Alter von vielen Krankheiten heimgesucht, mit 79 Jahren in Los Angeles gestorben. Nicht selten war ihr Privatleben interessanter und ungestümer als ihre Filme. Elizabeth Taylor ging insgesamt acht Mal eine Ehe ein (davon gleich zweimal mit Richard Burton), machte zeitweilig durch Alkohol- und Medikamentenmissbrauch von sich reden, litt an Fettsucht und reihte einen Krankenhausaufenthalt an den nächsten. Die zweifache Oscar-Preisträgerin lebte ein beispiellos bewegtes Dasein, das nun ein plötzliches Ende fand: Im Alter von 79 Jahren starb Dame Elizabeth Rosemond Taylor, wie sie sich nach der Erhebung in den britischen Adelsstand nennen durfte, in einer Klinik in Los Angeles an Herzproblemen. Liz Taylor ist tot Für die Kinogänger jedoch wird sie trotz späterer Unförmigkeit immer „die schönste Frau der Welt“ bleiben, als die sie zu ihrer Glanzzeit galt – ein Mythos aus leidenschaftlicher Sinnlichkeit, aus Romantik und körperlicher Perfektion, eine schillernde Figur mit erotischem Geheimnis. Überraschend mühelos gelang ihr auf der Leinwand der Übergang vom Kinderstar (etwa im Lassie-Film „Heimweh“, 1943) zur reifen Frau. Es waren vor allem die Filme zwischen 1956 („Giganten“) und 1960 („Telefon Butterfield 8“), in denen sie an einem Image feilte, das sie schließlich nicht nur be-rühmt machte, sondern geradezu eine Ikone der Erotik hervorbrachte. Hier ist sie, in Arbeiten wie „Land des Re-genbaums“ oder „Die Katze auf dem heißen Blechdach“, der Inbegriff der „Southern Belle“, der Südstaatenschönheit im Sinne eines Tennessee Williams, bestrickend verführerisch und mit einem eruptiven Temperament gesegnet. Den Schritt vom bloßen Filmstar zu einer Art Weltwunder vollzog Liz Taylor mit der Titelrolle in dem für damalige Begriffe sündhaft teuren Kino-Prunkstück „Cleopatra“ (1963), für die sie als erste Darstellerin in Hollywood eine Gage von einer Million Dollar erhielt. Das Ergebnis war nicht nur ein steifes Historienspektakel, sondern auch die Heirat mit ihrem trinkfesten Partner Richard Burton. Die Affäre der beiden sorgte für moralische Entrüstung selbst von Seiten des Vatikan, denn beide waren zu dieser Zeit noch verheiratet – die Taylor gerade mit dem Sänger Eddie Fisher.

Als Cleopatra erhielt sie als erste Frau eine Millionegage in Hollywood. Foto: AP/dapd Foto: dapd Wie eine Wassermelone

1964 endlich konnten Taylor und Burton heiraten, was den Hunger des Publikums auf dieses seltsame Paar und ihr turbulentes Eheleben nicht minderte. Vor allem aus ge-schäftlichen Erwägungen standen die frisch Getrauten deshalb in den nächsten Jahren fast nur gemeinsam vor der Kamera. Über Kassenerfolge wie „Hotel International“ oder „...die alles begehren“ tastete man sich zum Höhepunkt vor: Das quälende Ehedrama „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ (1967) galt vielen als konkrete Beschreibung der Partnerschaft Taylor/Burton. Dass sie es zehn Jahre miteinander aushielten, gilt vielen als ein Wunder. Der einjährige Nachschlag kurz darauf als überflüssiger Epilog. Die Schauspielerin begann mit diesem Film das nächste Kapitel in ihrer Karriere. Fort-an konzentrierte sich ihre Rollenwahl auf vitale Schlampen mittleren Alters und, wie es ein Kritiker höchst unfein ausdrückte, „zerzauste Vetteln auf dem Höhepunkt der Midlife Crisis“. Das Weibsbild auf der Leinwand mit Übergewicht und Spaß am Leben näherte sich dabei immer stärker der privaten Taylor an. Auf dem Höhepunkt ihrer Fettleibigkeit hatte sie einen Zentner zu viel am einst so begnadeten Körper und fühlte sich „rund wie eine Wassermelone“. Die Ehen der Diva Kommen und Gehen Elizabeth Taylor (drei eigene Kinder, eine Adoptivtochter) war achtmal verheiratet: Conrad Hilton Jr. (5/1950 - 2/1951) / Michael Wilding (2/1952 - 1/1957) / Michael Todd (2/1957 - 3/1958, verwitwet) / Eddie Fisher (5/1959 - 3/1964) / Richard Burton (3/64 - 6/74 und 10/75 - 7/76) / John Warner (12/76 - 11/82) / Larry For-tensky (10/91 - 10/95). Es entbehrt nicht einer gewissen Faszination, wie lange dieser Körper all die Alkohol-, Kalorien- und vor allem Krankheitsattacken überstanden hat. Nach Herzproblemen, Hüftoperationen, Luftröhrenschnitten und der Entfernung eines gutartigen Ge-hirntumors wirkte sie bei ihrem letzten Kinoauftritt als Schwiegermutter in „Familie Feuerstein“ (1994) so vital, als sei nichts geschehen. Den Ruf der Unsterblichkeit konnte sie danach noch 17 weitere Jahre mit Zähigkeit pflegen. Im Rückblick verwundert es, dass dieses einstige Traumgebilde männlicher Wunschvorstellung auch die Verehrung Homosexueller genoss. Ihre Freundschaft mit Roddy McDowall, Montgomery Clift und Rock Hudson künden da-von, wiederholt spielte sie in Filmen nach Vorlagen schwuler Autoren. Und dass sie sich schon sehr früh für Aidskranke engagierte und mehr Spendengelder warb als irgendein anderer Prominenter, zeigt, dass sie selbst in eigener Not immer noch ein weites Herz für andere besaß.

Meine eigenen Gedanken zu ihrem Leben und Tod:

Mir hat Elizabeth Taylor in jungen Jahren auch sehr gefallen. Ein wunderschönes Gesicht mit herzlichem Lächeln - da stimmte einfach alles. Ich erinnere mich gerne an alte Filme wie z.B.:"Vater der Braut" oder deren Fortsetzung "Ein Geschenk des Himmels" mit dem liebevollen und auch sorgenvollen Spencer Tracy in der Hauptrolle. Tolle Komödien. "Giganten" mit Rock Hudson und James Dean und dann "Cleopatra", wo sie in Eselsmilch badet. Es ist schade, dass beim damaligen großen Hollywood Glanz viele Schauspieler menschlich auf der Strecke blieben. Ihre 8 Ehen hatte sie garantiert nicht geplant - zeigte aber auch ihre große Hilflosigkeit und ihre inneren Nöte.

Dienstag, 22. März 2011

Atomkraft? - NEIN DANKE


In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sah man diesen Aufkleber an vielen Autos. Die Bewegung gegen die Atomkraft war groß - hatte aber im Parlament fast keine Lobby. Die Partei "Die Grünen" musste erst gegründet werden, um den Umweltschutzgedanken und alle damit verbundenen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Ich kann mich noch an einen "Atomminister" in Hessen erinnern, der die Umweltschützer mit einer Dachlatte niederstrecken wollte. Aber die Macht der Atomlobby wurde eigentlich bis heute nicht beendet. Sicherlich wollten die SPD und Die Grünen, als sie das letzte Mal an der politischen Macht in Deutschland waren, langfristig aussteigen. Aber bei der nächsten Bundestagswahl spielte das Atomthema keine Rolle mehr. Es wurde die CDU/CSU und die FDP in die Verantwortung gewählt. Leider muss ich feststellen, das der "mündige" Bürger im allgemeinen sehr naiv erscheint. Denn es war die Konsequenz, das die dt. Atomkraftwerke längere Restlaufzeiten genehmigt bekamen. Wir haben eine "strahlende" Bundeskanzlerin. In manchen Dingen erinnert sie mich schon an den früheren Bundeskanzler Kohl, der auch vieles aussitzen konnte. "Tschernobyl" bewirkte damals politisch fast gar nichts. Die Wiedervereinigung kam und andere Themen waren dran. Jetzt muss unsere Bundeskanzlerin handeln, weil die Ereignisse in Japan uns überrollen.
Wenn ich an den Amtseid denke, das unsere Politiker "Schaden vom dt. Volk" fernhalten wollen, dann muss ich feststellen, das gerade diese jetzigen Politiker, die die Regierung stellen, mein Leben schädigen wollen. Kann man diese Politiker eigentlich verklagen?
Die Atomenergie ist keine "billige" Energie, denn die Endlagerung ist bis heute nicht geklärt und die damit entstehenden Kosten trägt die Allgemeinheit und nicht die Energiewirtschaft.
Die Atomenergie ist auch nicht sicher, denn Menschen machen Fehler und die Konsequenzen sind erschreckend und strahlen noch tausende von Jahren. Hier beziehe ich mich erst einmal auf ganz normales menschliches Versagen. Ganz davon zu schweigen, wenn beim Bau gepfuscht wird oder Planungsmängel offenkundig werden. Das sieht man jetzt an den Ereignissen in Japan. Warum sind eigentlich unsere "christlichen" Volksparteien so Atomfreundlich? Leider hilft es meinem Gewissen überhaupt nicht, dass ich seit meiner Pubertät und dem einsetzenden politischen Nachdenken, von Anfang an gegen die Atomkraft war.

Samstag, 12. März 2011

Wie lange bleibt uns noch Zeit?

Ich habe heute morgen lange erschüttert die Berichte der Tageszeitung über das schwere Erdbeben in Japan studiert. Gestern Abend hatte ich schon ein Video bei Facebook mir angesehen. Wassermassen überall und Autos wirken wie Spielzeugautos aus dem Kinderzimmer hin und hergeworfen. Das macht Angst. Der Mensch ist hilflos ausgeliefert in solchen Naturkatastrophen. Mit Geld lässt sich wenig helfen, denn soviel Geld gibt es gar nicht, um alle Nöte zu lindern und neue Perspektiven zu schaffen. Gleichzeitig nehme ich wahr, dass die Naturkatastrophen sich häufen. Zu allem Überfluss dann die politischen Umwälzungen, Bürgerkriege in Afrika und Arabien. Die politische Führung Europas hat keine Antworten oder spricht mit einer gespaltenen Zunge. Wie geht es weiter? Wie lange bleibt uns noch Zeit? Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass der christliche Glaube zu meinem Leben gehört, wie das tägliche Brot. Auch wenn die Gefahr besteht, das meine Antwort für den einen oder die andere zu platt ist, so habe ich automatisch an ein Wort von Jesus Christus gedacht, das uns im Matthäusevangelium überliefert worden ist. Matthäus 24, 4 folgende: Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen (den damaligen Jüngern): Seht zu, dass euch nicht jemand verführe. Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: ich bin der Christus, und sie werden viele verführen. Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei seht zu und erschreckt nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es wird ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort. Das alles aber ist der Anfang der Wehen..... Jetzt kann man natürlich erwidern, Kriege und Naturkatastrophen hat es schon immer gegeben. Das stimmt natürlich. Aber Jesus vergleicht das mit einer in Wehen liegenden Frau. Am Ende werden die Wehen immer heftiger, bis das Kind auf die Welt kommt. Die starken und auch zunehmenden Wehen können ein Gerichtswort Gottes über diese im allgemeinen gottlose Welt sein. Um Wahrheiten wird heute nicht mehr gestritten. Alles soll friedlich unter einen Hut passen. Was ist, wenn sich der herrliche Gott nicht daran hält? Ich glaube an JESUS CHRISTUS und das sich sein Wort ganz erfüllen wird. An was glauben Sie?

Mittwoch, 9. März 2011

Next-Blues-Generation

Durch einen Freund aus der christlichen Motorradarbeit haben wir die Einladung bzw. den Hinweis zu einem Benefiz Konzert im Forum Wiedenest, Bergneustadt bekommen. Michael spielt da am Bass. Also ging es am Sa., den 5.3.11 Abends nach Bergneustadt. Dort sollten NEXT-BLUES-GENERATION u.a. auftreten.


Wir kannten die Band gar nicht. Aber sie sollte die Rock- u. Blueswurzeln auf ihre Fahnen geschrieben haben. Fast 3 Generationen sind in der Band vertreten.






Stilistisch kann man die Vorbilder bei Eric Clapton, ZZ Top oder Albert King vermuten.
Vereinzelt werden Songs nachinterpretiert, aber es werden auch eigene Songs dargebracht,
in Englisch und Deutsch. Den Musikern ist der christliche Glaube sehr wichtig, und so beinhalten manche Texte auch die Botschaft von JESUS CHRISTUS. Wir erlebten kein komplettes Konzert, aber die 8 oder 9 Songs haben uns sehr gefallen.

http://www.next-blues-generation.de/




Sam Backhaus - Lead Guitar; Vocals
Jürgen Raffelsieper - Rhythm Guitar
Hans-Werner Backhaus - Rhythm Guitar; Vocals
Michael Seibel - Bass
Frank Backhaus - Drums; Vocals
Thomas Golda, Dietmar Hof - Sound

Low Country Blues

Wenn man einigen Berichten in diversen Musikzeitschriften glauben darf, dann hat dieses Projekt im vergangenen Jahr Gregg Allman sehr geholfen über seine gesundheitlichen Probleme hinweg zu kommen.
Durch den Musiker und Soundtüftler T-Bone Burnett kam dieses Projekt ins Rollen. Die Idee war, schlichte einfache Bluessongs neu zu interpretieren. So sind bei diesen Aufnahmen Songs von B.B.King, Otis Rush und Muddy Waters dabei. Songs die vermutlich Gregg schon in der Kindheit begleitet haben. Aber das wäre eine andere Geschichte! Dann kam der Termin zur Lebertransplantation. Die war wohl dringend nötig. Viele Jahre auf Drogen und Alkohol hatten seine Spuren hinterlassen. 12 Songs mit schlichter und ruhiger Musikbegleitung - 52 Minuten. Schon während dem Hören des ersten Songs wollte mein Fuß nicht stillstehen - wippen war angesagt. Die Whiskeygeschwängerte Stimme von Gregg fasziniert mich sehr.
Wer den Südstaatensound erwartet, der wird vielleicht enttäuscht sein. Nichts ist davon dabei.
Jetzt wollen wir noch hoffen, dass sich Gregg von den Auswirkungen der OP ganz erholt. Im Sommer stehen Tourneetermine in Deutschland an.

Montag, 7. März 2011

Winterberg im nahenden Frühling


Am letzten Wochenende sind wir an dem Samstag (5.3.) zu dritt nach Winterberg gefahren. Das Wetter war toll. Die Sonne war kräftig. Zu unserer Überraschung hatten wir nicht einkalkuliert, das die Holländer Krokusferien hatten und so war der Ort voll mit Menschen. Dank der Schneekanonen wurde auch noch auf einigen Pisten Ski gefahren. Ski und Rodel gut! Es wirkte für uns zwar ungewohnt - der künstliche Schnee....
Sei es drum - es kommt gut an.




Winterberg hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Tourismusmagneten im Hochsauerland entwickelt. Nach dem Bummel durch die Stadt und einem gemeinsamen Mittagessen fuhren wir noch zum "Kahlen Asten", unserem Höchsten Berg. Wird im allgemeinen so gesagt, obwohl der "Langenberg" fast 2 m höher ist. Der Langenberg misst eine Höhe von 843,2 Metern, während der Kahle Asten nur mit 841,9 Metern verzeichnet ist. Aber er ist halt in NRW unser bekanntester Berg. Am Kahlen Asten angekommen, war der Wind so schneidig und eisig, dass wir uns schnell ins Cafe im Aussichtsturm zurückzogen. Schade um die ausgefallene Wanderung. Ein ander Mal.







"Du, mir ist kalt - Dir auch?"
"Ja, komm lass uns ins Cafe gehn"





Sonntag, 6. März 2011

Martin Niemöller


In meiner Reihe "bekannter und geistlicher Persönlichkeiten" möchte ich heute an den Todestag von Martin Niemöller (14.1.1892 - 6.3.1984) erinnern. Im ersten Weltkrieg war er ein U-Boot-Kapitän. Die Marine verließ er später, weil zu Reparationszahlungen an England U-Boote abgegeben werden sollten. Dazu war Niemöller nicht bereit. Danach wurde er Pfarrer. Am Anfang unterstütze er auch die aufkommende NSDAP. 1933 wurde er aber Mitglied des "Pfarrernotbundes". Aus diesem Notbund entwickelte sich die "Bekennende Kirche" im 3. Reich. Christen mit jüdischen Wurzeln sollten in der dt. Christenheit ausgeschlossen werden. Wegen seines Widerspruchs gegen Hitlers Größenwahn wurde er von 1937 bis 1943 in verschiedenen KZs gefangen gehalten. 1945 arbeitet er an der Erstellung des "Stuttgarter Schuldbekenntnisse " mit, die das Versagen der ev. Kirche von Deutschland im 3. Reich zugibt und Buße tun will. Von 1947 bis 1964 war er Kirchenpräsident der ev. Kirche in Hessen und Nassau. Er war für viele ein unbequemer, aber aufrichtiger Geist. Sein Lebensmotto ist auch heute gültig: "Was würde Jesus dazu sagen?". 1950 legte er sich mit Konrad Adenauer an und dessen Wunsch zur Wiederbewaffung des dt. Volkes. Niemöller wollte auch zum Beginn des Kalten Krieges politisch vermitteln. 1958 nimmt er am zum ersten Mal am Ostermarsch teil. Der Verteidigungsminister Strauß verklagt in 1959, da Niemöller die neu auszubildenen Soldaten als "Berufsverbrecher" angreift. Bis zum Schluß seines Lebens setzt er sich auch politisch für den Frieden ein. Er fordert einseitige Abrüstungsschritte der Nato. Er gehörte zur Friedensbewegung der 80er Jahre. Niemöller starb vor 27 Jahren.

Freitag, 4. März 2011

Mahnmal in Pirna

Das Wetter war bedeckt und frostig kalt und so machten wir in unserem Urlaub in Sachsen im letzten Oktober eine Tagestour nach Pirna. Spontan, die alte Stadt an der Elbe besichtigen. Gleich vorab: Es hat sich gelohnt.
Aber dann standen wir plötzlich vor einem Mahnmal in der Altstadt von Pirna. Das Mahnmal der grauen Busse. Die Geschichte unseres deutschen Volkes hatte uns überraschend eingeholt. Unvorbereited.
In Pirna Sonnenstein gab es ein Vernichtungslager im 3. Reich, in dem 14751 Menschen den Tod fanden. Sie waren körperlich oder psychisch behindert. Nach dem Programm "Aktion T4" sollte alles lebensunwerte Leben ausgelöscht werden.
In grauen Bussen (ähnliche Größe des Mahnmals) wurden die Menschen aus Heimen und Kliniken abgeholt und verschwanden für immer.

Wer gibt eigentlich vor, was lebenswertes oder unlebenswertes Leben ist? Wer sieht in einen kranken Menschen hinein? Ich bin da sehr dankbar, das unser Grundgesetz noch formuliert, die Würde des Menschen ist unantastbar. Sicherlich nimmt der "gesunde" Mensch viel Not und Krankheit bei anderen Menschen wahr, aber wie kommt man dann zu solchen Handlungen, wie im 3. Reich? Das soll sich nie wieder wiederholen!! Vom Standpunkt des christlichen Glaubens gesehen, ist jeder Mensch ein Geschöpf Gottes und Einzigartig. Das Leben beenden behält sich GOTT alleine vor. http://www.stsg.de/cms/pirna/denkmal_graue_busse

Donnerstag, 3. März 2011

zu Guttenberg

Auch in dem Wissen, dass ich selbst keinen großen Einfluss auf Menschen habe, so möchte ich doch ein paar Gedanken äußern über den Rücktritt des Ministers zu Guttenberg. Ich gehöre sicherlich nicht zu den CDU Wählern. Aber mich hatte an dem Minister fasziniert, dass er endlich den Begriff "Krieg" in dem Einsatz in Afghanistan aussprach. Er sprach endlich DAS aus, was wir eh schon vielleicht alle dachten. Das machte ihn für mich ehrlicher. Aber jeder Fehlschlag unserer Soldaten wurde dann in aller Öffentlichkeit diskutiert. Als wenn es einen Krieg ohne menschliche Opfer geben würde. Dann hätte man erst gar nicht unsere Soldaten losschicken dürfen. Aber ich hatte da schon das Gefühl, dass gegen ihn eine Kampagne losgetreten würde. Er wirkt für mich heute noch glaubwürdig. Die Frage, die ich mir stelle, ist, dürfen Politiker im öffentlichen Amt keine Fehler mehr machen? Gibt es ein Leben ohne Fehler und Fehlentscheidungen? Wenn ich mein Leben betrachte, dann stelle ich fest, das ich nicht nur Fehler am Arbeitsplatz begehe.
Der Vorbildcharakter setzt es voraus, dass z.B. auch deutlich wird, wie ich mit meinen Fehlern umgehe und wie ich zu meinem Versagen stehe.
So war es für mich nur eine Frage der Zeit, wann mehr gegen zu Guttenberg hervorgeholt worden wäre. Wer lange genug sucht, wird bei jedem Menschen fündig.

Nach eigenem Durcharbeiten vieler Artikel im Internet (besonders Tageschau.de) zu den Plagiatsvorwürfen gegenüber dem Minister zu Guttenberg, komme ich zu der Überzeugung, dass er am Anfang, als die ersten Vorwürfe aufkamen, vielleicht falsch gehandelt hatte. Es sind einfach zu viele Tage ins Land gegangen, bevor er angabt, in Zukunft auf den Titel verzichten zu wollen. Es sind ihm sicherlich Fehler im Hinblick auf seine Dr. Arbeit unterlaufen - aber das er bewusst hatte die Menschen täuschen wollen, das kann ich nicht glauben. Sicherlich schaue ich keinem Menschen ins Herz. Vielleicht bringen da die Gerichte noch mehr zum Vorschein - jetzt wo er seine Immunität aufgegeben hat. (Die verliert man, wenn man das Bundestagsmandat zurückgibt).

Das politische Leben geht ohne ihn weiter und ich frage mich: welche Art von Politikern wollen wir eigentlich? Dürfen sie sich keine Fehler leisten? Welche Rolle spielt dabei unsere Medienwelt? Sie macht zu Stars und stößt zu Boden. Soll das so sein?
Ich wäre verrückt, wenn ich mich öffentlich politisch engagieren würde.