Sonntag, 24. Mai 2026

Bob Dylan wird 85

Bob Dylan feiert seinen 85. Geburtstag 

Was soll man über Bob Dylan schreiben, was nicht schon erwähnt worden ist? Er gilt als der wichtigste Musiker des 20. Jahrhunderts. Lyrisch, aber auch musikalisch, denn vom Folk kam er zur Rockmusik und dem Blues.

Geboren als Robert Allen Zimmerman in Duluth, erhielt er bereits 1961 seinen ersten Plattenvertrag. Kurz vorher hatte er noch sein Idol Woddy Guthrie im Krankenhaus besucht. Sein Künstlername kam vom Walisischen Lyriker Dylan Thomas her. Anfangs schrieb er Gedichte. Dann kam er zum Folk, der  durchaus politisch links war. Ab 1962 tauchte er in die Fokkszene ein. Politisch gehörte er zur Bewegung um Dr. Martin Luther King. 1963 war der Marsch für die Rechte der Farbigen in den USA, der Marsch nach Washington. Joan Baez begleitete ihn. 

1963 entstand der Song "Blowin' in the Wind", der zuerst von Peter, Paul & Mary veröffentlicht wurde. 

1963 Marsch nach Washington (wikipedia)
Aber es war sein Werk. Es wurde zur pazifistischen Hymne einer ganzen Bewegung.

1963 war sein Auftritt beim Newport Folk Festival, das im Zeichen der Kubakrise stand. 

Aber bereits 1965 wechselte er die musikalische Richtung beim Newport Festival. Er saß auf dem Folk- und Protestthron; aber war er dem schon überdrüssig geworden? Vorher war er solo mit Gitarre und Harp aufgetreten. Jetzt hatte er die Paul Butterfield Bluesband mit im Gepäck. Er spielte auf einmal eine elektrische Gitarre. Es kam zu Tumulten hinter der Bühne, aber auch im Publikum. Der Rest ist Geschichte. Drei wichtige veränderte Alben erschienen von ihm: "Bringing it all back home", "Highway 61 Revisited" und "Blonde on Blonde".

Die Jahre 1966 bis 1973 waren bei aller Musikalität aber ein Rückzug ins Privatleben. Er machte immer sein Ding und eine Verehrung als Idol war ihm wohl fremd. 

In den 70er Jahren begann seine Ehe zu bröckeln. Die Scheidung folgte prompt. Dylan hatte von zu Hause aus eher jüdische Wurzeln. Aber er wandte sich entschieden dem christlichen Glauben zu. Wieder Unverständnis bei den Fans. Drei Alben erscheinen mit christlichen Texten. Diese Alben werden bis heute von Redakteuren in aller Welt niedergemacht. PS.: Mir gefallen sie aber auch. 

1984 holte Fritz Rau Bob Dylan, zusammen mit Joan Baez, Santana und Wolf Maahn ins Kölner Müngersdorfer Stadion. Selbst damals friedensbewegt, genoss ich das Konzert. Bob Dylan wirkte aber gegenüber der Fans, wie so oft, mürrisch.

Ich höre heute noch seine Musik und es ist ihm auch gelungen, dass fast in jedem Jahrzehnt seiner Karriere ein Toppalbum ablieferte. 

Im Oktober 2016 erhielt er gar als Musiker den Nobelpreis für Literatur. Er war aber bei der Verleihung nicht anwesend. 

Immer noch eine eigenwillige, aber kreative Persönlichkeit. Alles Gute!

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