Montag, 2. Februar 2026

Ursula von Münsterberg

Eine Nonne verlässt das Kloster 


Ursula von Münsterberg, geboren zwischen 1491 und 1499, gestorben am 2. Februar 1534. Über den möglichen Sterbeort gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie war Herzogin von Münsterberg und Gräfin von Glatz (Schlesien). Allerdings war sie nie in Schlesien gewesen. 

Um 1508/10 trat sie auf Wunsch ihrer Tante Sidoni von Böhmen ins Kloster der Magdalenerinnen in Freiberg ein. Das Ordensgelübte legte sie ab. Der aus Leipzig vertriebene Magister Andreas Bodenschatz war Prediger in dem Kloster geworden. Er war evangelisch reformatorisch gesinnt. Luthers Schriften wurde ins Kloster geschmuggelt. 

Am 6.10.1528 flohen Ursula von Münsterberg, sowie zwei weitere Nonnen aus dem Kloster nach Sachsen. Sie hatte vorher in 69 Artikeln begründet, warum sie das Kloster verlassen musste. Damals sind ja viele Frauen wegen fehlenden Besitz ins Kloster gegangen. Eine weitere Motivation war, dass man in den Gelübten sich das Heil miterarbeiten konnte. Das sah sie geistlich jetzt ganz anders.

Bis 1532 hat sie dann in Liegnitz gelebt, was auch so dokumentiert ist. Sie wurde zu einer ev. Schriftstellerin. Die Versorgung von ehemaligen Nonnen war damals sehr schwierig bis ungewiss. Es ist nicht überliefert, ob sie evtl. verheiratet war. 


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