Elisabeth Schwarzhaupt, geb. 7.1.1901 in Frankfurt
Ich stolpere heute morgen über einen Namen, der mir gar nichts sagte. Beim Nachforschen staune ich, denn dieser Mensch gehört zur politischen Geschichte des Deutschland 🇩🇪 nach dem Zweiten Weltkrieg.
Sie kommt aus einem liberalen Elternhaus, Demokratischer Prägung der Freien Reichsstadt Frankfurt. Nach ihrem Abitur 1920 will sie Theaterkriterin werden. Das lehnt der Vater ab. Sie soll Lehrerin werden. Sie will aber dann gerne Jura studieren. Frauen waren damals als Juristen noch nicht anerkannt. 1930 besteht sie ihr zweites Staatsexamen. Aufgrund fehlender Lebenserfahrung bekommt sie nur eine Anstellung als Gerichtsassessorin. Das Buch "Mein Kampf" von Adolf Hitler fällt ihr in die Hände. Sie ist beim Lesen erschüttert über das geplante Frauenbild der NSDAP. Sie begeehrt auf und informiert. Wegen diesem Hintergrund verliert sie ihre Anstellung. Ihr Vater ist bereits Mitglied der Bekennenden Kirche. Sie verlobt sich mit einem Juden, der später in die USA emigriert. Der Verlobung wird gelöst, da Elisabeth für sich keine Perspektive in den 🇺🇸 USA sieht.
1936 bewirbt sie sich bei einer Kirchenkanzlei der ev. Kirche in Berlin. Hier fällt ihr bei ihrer Arbeit auf, wie benachteiligt die Frau gegenüber dem Manne wird. Nach dem Krieg geht sie wieder nach Frankfurt. Sie will die ev. Jugend- und Frauenarbeit organisieren. 1949 soll sie zur ersten Wahl in Deutschland nach dem Krieg die CDU vertreten. Sie lehnt ab. Erst zur zweiten Wahl des Bundestages 1953 kandidiert sie für die CDU.
1957 wird sie Direktkandidatin für Wiesbaden. Sie ist als Abgeordnete Mitglied im Rechtsausschuss. Hier wirkt sie bei der Reform im Familienrecht mit.
1961 wird sie Gesundheitsministerin im neu erschaffenen Amt. Sie ist die erste Frau im Kabinett der Gegierung der CDU unter Kanzler Konrad Adenauer. 1966 stellt sie Kurt Georg Kiesinger ihr Amt zur Verfügung. Sie bleibt einfache Abgeordnete innerhalb der Koalition zwischen CDU und SPD. 1969 kandidiert sie nicht mehr für den Bundestag. Sie ist im Vorstand des dt. Ev. Frauenbundes, des Frauenrates und des dt. Juristenbundes.
Sie stirbt am 29. Oktober 1986 in Frankfurt.
Ihr ganzes Leben hat sie für die Gleichberechtigung der Frau gegenüber dem Mann gestritten!

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