Sonntag, 12. Februar 2012

Whitney Houston verstorben

Ein Star mit Engelsgesicht – früh verglüht

Trauer um die mit 48 Jahren gestorbene Whitney Houston, ein überragendes, aber frühzeitig ausgebranntes Talent.


Ich war sicherlich kein großer Fan von ihr. Die Musik mit der sie in den 80er Jahren erfolgreich wurde, war nicht mein Fall. Der Soul war mir zu popig. Aber das gleiche Problem hatte ich auch mit Tina Turner. Aber Whitney hatte eine begnadete Stimme... gerne sehe ich mir auch immer wieder einen Spielfilm von ihr an. 1996 herausgekommen zusammen mit Denzel Washington. "Rendezvous mit einem Engel". Toller Musikfilm.


 

Die Celebrities in Los Angeles standen unter Schock. Am Tag vor der Grammy-Verleihung war Whitney Houston in einem Hotelzimmer im Beverly Hilton Hotel tot aufgefunden worden. Sie wurde nur 48 Jahre und hätte am Samstagabend bei der berühmten Pre-Grammy-Party ihres Entdeckers und Mentors Clive Davis auftreten sollen.Sie war atemberaubend. Wenn sie ins Mikrofon seufzte oder die Liedzeilen nur hauchte, war’s sogar in Stadien mucksmäuschenstill. Wenn sie mit Pop, Blues oder Gospel losrockte, waren alle wisch und weg. Und wenn sie mit ihren großen Augen etwa in "Bodyguard" neben Kevin Costner von der Leinwand blickte, begannen Millionen im Kino zu träumen.

Ein Welttalent

Die Musik war ihr, am 9. 8. 1963 in Newark bei New York geboren, in die Wiege gelegt. Ihre Mutter sang im Chor von Elvis Presley. Ihre Cousinen Dionne und Dee Dee Warwick wurden Soul-Stars. Aretha Franklin war ihre Patentante.
Die Produzenten-Legende Clive Davis erkannte 1983 sofort ihr Potenzial: eine große, damals schon divenhafte Soul-Stimme, die in einer jungen Schönheit wohnte.
Mit ihrem Debüt "Whitney Houston" (1985) samt Nummer-eins-Hits wie "Saving All My Love for You", "How Will I Know" und "The Greatest Love of All" gab sie den fröhlichen Singvogel, der im richtigen Moment gefühlsduselig wurde.
Das Album brachte ihr den ersten von insgesamt sechs Grammys und war zugleich Signatur der schwülstig-naiven 80er-Jahre. Bis weit in die 90er hinein regierte sie die Charts. Nie zuvor – und dabei übertraf sie sogar Michael Jackson – gab es derart weißen Pop von einer schwarzen Sängerin.
Ihre Überballade "I Will Always Love You" für den Soundtrack "Bodyguard" wurde zur Liebeshymne einer ganzen Generation und ist weltweit die meistverkaufte Single einer Sängerin.

Selbstzerstörung

Mit Bobby Brown kam der Absturz. 1992 heiratete Whitney den Rüpel mit Bad-Boy-Allüren, hielt auch dann noch zu ihm, als er sie schlug und betrog.
Der Boulevard machte sich lustig über die Queen of Pop mit dem Sauberfräulein-Image und spielte die Ballade vom kaputten Leben.
Sie schlingerte mit Eheproblemen, Streit ums Sorgerecht für die Tochter Bobbi, Alkohol, Marihuana, Crack und Kokain durch die Klatschblätter wie ein Dreimaster, an dessen Steuer keiner mehr steht. 2002 gestand sie ihre Drogenprobleme erstmals öffentlich ein und sagte: "Ich bin mein schlimmster Feind."

(Quelle: Kurier.at)

Jordan Wells Band

Es hat mich gestern Abend (und das bei der Kälte) nach Siegen-Seelbach verschlagen. Die Jordan Wells Band hatte einen Benefizauftritt im ev. Gemeindezentrum. Ich hatte die Band im vergangenen Jahr auf dem Edersee Meeting wahrgenommen. Jetzt war ich gespannt auf ein ganzes Konzert mit ihnen. Aber erst gab es eine Vorgruppe, die 5-6 eigene Songs zum Besten gab. Shepherd´s Warning -auch eine Band aus dem heimischen Raum. Stimmt so nicht, da ich aus dem Sauerland kam und ins Siegerland vordrang. Wie soll ich den Stil beschreiben? Rockig mit New Wave Einflüssen - manches wirkte ein´wenig folkig und keltisch so in Richtung Iona und Enya. Sphärenhalfter Gesang der Frontfrau und bei 2 Songs kam die Flöte tragend hinzu. Nicht schlecht. Aber ich wartete auf Jordan Wells.
Ja und dann kam die Hobby Combo (hat aber mittlerweile auch 2 eigene CD´s rausgebracht). Guter Blues und Bluesrock mit Southerneinflüssen. Das ging da mir sofort in die Füße und traf meine Stimmung. Dann gab es auch noch eine Unplugged Session. Zwischendurch kamen befreundete Gastmusiker auf die Bühne (aber eine Bühne gab es ja nicht - nur so ein Ausdruck). Der Harpspieler war klasse und der 2. Sänger kam  für einen Song nach vorne. Einfach Klasse. Die Band würde ich gerne öfters hören und erleben. Empfehlenswert. Ja und bei dem Song "Judgement Day" gab der Gitarrist Uli Metzger ein Erlebnis weiter, worüber der Konzertbesucher nachdenken sollte. Was trägt, wenn alles an Fundament zusammenbricht?

Freitag, 10. Februar 2012

Hohe Gebäude

Harbour Center
Euromast Rotterdam
(R) 1982



Ich habe letztens mir noch einmal ein paar Urlaubsfotos angesehen. Ich fand ein Foto, dass meine Frau von mir auf dem Euromast in Rotterdam 2008 geschossen hatte. Tolles Wetter und eine grandiose Aussicht und Fernsicht. Der Euromast ist 185 m hoch. Unwillkürlich stellte ich mir die Frage: War ich schon einmal auf einem höheren Gebäude oder Turm?
Ich staunte beim Nachdenken und Nachschlagen nicht schlecht, dass der Eiffelturm in Paris eine Höhe von 324,82 m hat. Das höchste Gebäude, auf dem ich bis jetzt war!

Funkturm Stuttgart                 216,61 m
Tower Calgary                       190,80 m
Euromast Rotterdam              185,00 m





Kölner Dom                           157,38 m
Harbour Center Vancouver     147,00 m
Funkturm Berlin                      146,78 m
Prater Riesenrad, Wien            64,75 m
Coit Tower, San Francisco       64,00 m

Donnerstag, 9. Februar 2012

Eis und Kalt


I
ch hatte am letzten Freitag frei und wollte den Tag nutzen, und ein wenig durch den Wald zu wandern.
Morgens um 8.00 h zeigte das Thermometer -13 Grad an. Heftig kalt.

Nüchtern betrachtet: In Osteuropa erfrieren Menschen bei dieser Kälte und ich will wandern gehen. Klingt schon makaber. Wobei es in Osteuropa noch einige Grade kälter ist. Aber ich werde auch nicht übernachten und bin dann gut eingepackt gegen 10.00 h losgestiefelt. Es war auch nicht mehr ganz so kalt. Nur noch -10 Grad. Allerdings war an meiner Haustüre von innen Eis gewachsen. 
Anfangs war der Himmel noch bedeckt. Erst gut eine Stunde später riss die Wolkendecke auf und es wurde freundlicher. Es war total ruhig anfangs im Wald. Kein Laut zu hören. Der Förster überholte mich und fuhr seine Strecke im Wald ab. Die meisten Wege waren gut begehbar. Aber an manchen Stellen war der Weg dann doch spiegelglatt. Es ist schon erstaunlich wieviele Rinnsale sich auftun und jetzt einfach erfrieren. Eis - viele Meter lang. Also vorsichtig am Rand vorbei. Dann machte ich einen längeren Abstecher vom Wegesrand und ging einen Bachlauf aufwärts. Dort ist obiges Foto entstanden. Überhaupt gab es Dank des Frostes schöne Fotomotive.  Als die Sonne so gegen 11.00 h die Gegend in ein schönes Licht tauchte, wurden auch die Vögel wieder stimuliert. Zaghaftes Pfeifen und Singen wurde hörbar. Schön. Zum Ende der Wanderung hörte ich auch einen Specht im Buchenwald. Ich legte mich sprichwörtlich auf die Lauer, um ihn zu entdecken. Fehlanzeige. Dann schreckte mich ein Eichelhäher auf und ich verließ meine schlechte Deckung und es ging durch den Buchenwald Talwärts. Hier konnte ich schön quer Feld ein gehen. Angenehm war das raschelnde Laub unter den Schuhen. Nach gut 2 Stunden war ich wieder in der Wohnung. Die Kalte Luft und die Bewegung hatten gut getan. Schön, einen Tag frei gehabt zu haben.      

Sonntag, 5. Februar 2012

P.J. Spener

PHILIPP JAKOB SPENER (13.1.1635 - 5.2.1705):
Er ist der Vater des Pietismus. Als die evangelische Kirche in starren Lehrsystemen einzufrieren drohte, rief er alle, "so mit Ernst Christen sein wollen", zu einem Christentum des Herzens und der Tat. Er wirkte in Straßburg, Frankfurt/Main und Dresden. Wurde er von seinen Gegnern verächtlich "Frömmler" (Pietist) genannt, so haben er und die Seinen diesem Namen einen guten Klang verliehen. Er starb vor 307 Jahren.

Ich bin dankbar für seine Prägung, die mich durch die Gemeinschaftsbewegung erreicht hat. Leider stirbt auch heute manches in dieser Bewegung. In Sachsen, Franken und Baden-Württemberg ist sie noch gut vertreten.

Dienstag, 31. Januar 2012

Augsburger Puppenkiste

Von ein paar Wochen wurde in meiner Tageszeitung verkündet, dass die ARD Sendeanstalten die "Augsburger Puppenkiste" - 50 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen - endgültig aus dem Programm genommen haben. Das Puppenspiel ist für die heutigen Sehgewohnheiten der Kinder zu langsam. "Gut gebrüllt, Löwe" möchte man fast sagen. Vielleicht ist weniger Geschwindigkeit manchmal mehr. Aber ich bin kein Pädagoge und kein Therapeut, auch gehöre ich nicht zum Klientel der Elterngruppe. Sollten Eltern sich dafür entscheiden, doch genauer hinzusehen, was ihre Kinder denn im TV glotzen - dann können sie den Stecker ziehen oder sich für andere Alternativen entscheiden. Die "Augsburger Puppenkiste" gibt es ja auch auf DVD.
Ab 1953 wurde die Puppenkiste in der BR Deutschland bekannt. Am 21. Januar 1953 fand die erste Fernsehsendung mit der Geschichte "Peter und der Wolf" statt. Die großen Renner waren natürlich die beiden Geschichten um Jim Knopf, dem Lokomotivführer (61/62), Kater Mikesch (64), die Löwe Trilogie (65-67) und Urmel aus dem Eis (1969). Meine Eltern haben erst Mitte der 60er Jahre den ersten TV-Apparat gekauft. So haben meine Schwester und ich erst die ersten Wiederholungen der Puppenkiste im TV sehen können. Natürlich haben wir die Geschichten genossen und den Ausstrahlungstagen entgegengefiebert. Highlights unserer Kindertage.   

Sonntag, 29. Januar 2012

British Blues-Rock Pionier Keef Hartley, RIP

Die Lancashire Evening Post Zeitung berichtet, dass der britische Blues-Pionier Keef Hartley am Samstag, 26 November, 2011 im Alter von 67 Jahren, verstarb.  Die Todesursache muss noch erarbeitet werden.
Ich habe eigentlich erst am Wochenende aus der neuen Ausgabe von "eclipsed-Febr 12" erfahren, dass der Drummer und Bandleader Keef Hartley am 26.11.2011 an den Folgen einer OP verstorben ist. Da Keef sich schon Ende der 80er Jahren aus dem Musikgeschäft als Musiker zurückgezogen hatte, ist natürlich in der täglichen Presse nicht von seinem Tod berichtet worden. Woodstockveteranen kannten noch seine Musik. Britíscher Blues mit Jazzeinflüßen. Klasse gemacht. Ich selbst habe seine Produktionen auch erst Anfang der 80er Jahre entdeckt. Am Ende muss Keef wohl als Gitarrenbauer gearbeitet haben. Ein Markenzeichen von ihm war seine Vorliebe für die Indianerkultur. Die  Cover seiner Produktionen waren dem entsprechend gestaltet.

Zitat:
Hartley ist eine wenig bekannte (stateside), aber integrales Mitglied der britischen Blues und Blues-Rock-Szene der 1960er Jahre. Keith wurde am 8.4.1944 in Preston, Lancashire geboren. Als 15 Jähriger junger Drummer verließ er sein zu hause und lernte Ringo Starr kennen und wurde dessen Nachfolger . Er begann im  Merseybeat bei der Band Rory Storm &the Hurricanes. Später wurde er Drummer bei den John Mayall´s Bluesbreakers, dem Pionier der britischen Blues- u. Rock Szene schlechthin. 1968 machte Keef sich selbständig mit seiner Hartley Band. Ein großer Auftritt kam für die Band bei Festival 1969 in Woodstock. In seiner Band verschmolzen Blues und Jazzrhythmen zu einem einzigartigen Big Band Sound. Aber seine Musik war immer auch eine Musik für Insider und weniger für die große Masse.

1969 - Halfbreed
1970 - Battle of N.W. Six
1970 - The Time is near
1971 - Overdog
1971 - Little Big Band
1972 - Seventy Second Brave


http://blues.about.com/b/2011/12/02/british-blues-rock-pioneer-keef-hartley-r-i-p.htm