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Freitag, 5. Juni 2026

WDR in der Leserille

Der WDR zu Gast in der "Leserille".



Wie auch immer der Kontakt zur Leserille entstand; aber heute kurz nach 12 Uhr war der WDR mit drei Personen vor Ort, um sich die Leserille und das Treiben vor Ort anzusehen. 


Kameramann, Tonaufzeichner und ein Interviewer waren mit von der Partie. Letztendlich mussten 40 Minuten Material erstellt werden, um später vielleicht 4 Minuten Sendezeit zu haben. 




Hans-Georg stand im Mittelpunkt und gab Antwort zum Entstehen der Leserille, aber auch zum entstandenen Stammtisch und die viel gepriesene Gemeinschaft am Freitagnachmittag bei Kaffee und Kuchen. 

 

Selbst wurde ich auch noch interviewt, aber ob das mit eingebaut wird in die Sendung?

Aber es war doch sehr interessant. 

Dienstag, 19. Mai 2026

Alexander Held ist tot

Alexander Held (67) ist tot

Er verstarb bereits am letzten Dienstag den 12. Mai, an einer Lungenentzündung, bzw. an deren Folgen.
 
Alexander Held wurde in den letzten Jahren sehr bekannt durch zwei Krimserien im TV. "Stralsund" (ab 2010) und "München-Mord" (ab 2014) wurden von ihm geprägt, gerade auch wegen seiner besonderen Eigenwilligkeit. Auch in der Besetzungsliste beim "Tatort" tauchte er immer wieder auf. 
Aber er spielte auch in einem Welterfolgt wie "Schindlers Liste" mit. Verrückterweise war das damals sein erster Kinofilm. 
(R) Jürgen Olczyk
In der Jugend sang er gar Solo bei den Regensburger Domspatzen. Für die Jugend des TSV 1860 München stand er im Tor. Fünfmal wurde er mit der Mannschaft Jugendmeister. Eine spätere Verletzung beendete den Traum einer möglichen Profikarriere im Fußball.
Aber er begann im Theaterfach auf der Bühne zu spielen. Seit 1980 war er aktiv. In den 90er Jahren spielte er gar bei den Salzburger Festspielen. 
Sein kurzes Glück fand er mit der Frau Patricia Fugger, die einen adligen Hintergrund hatte. Von 2005 bis 2014 waren sie verheiratet. Ihr früher Tod setzte ihm sehr zu. Bis zuletzt lebte er in Tirol. 

Mich erschreckt sein plötzlicher Tod, zumal er nur ein wenig älter ist, wie ich es bin. 

Besondere Filme:

Der Schuh des Manitus (2001)
Der Bulle von Tölz (2003-2009) 6 Folgen
Napola - Elite für den Führer (2004)
Der Untergang (2004)
Sophie Scholz - die letzten Tage (2005)
Die Gustloff (2008) 2-Teiler
Die Päpstin (2009)
Eine Sennerin zum Verlieben (2010)
Maria Mafiosi (2017)
Geheimkommando Familie (2022)


Freitag, 15. Mai 2026

Günther Maria Halmer ist tot

Günther Maria Halmer (83) ist verstorben


Bereits am 10. Mai ist der beliebte Schauspieler im Alter von 83 Jahren verstorben. Die Nachricht wurde heute erst veröffentlicht. 
Selbst habe ich ihn mit seinen Filmen (oft Komödien) vor gut 15 Jahren entdeckt. Im Jahre 2017 erlebten wir ihn bei einer Dichterlesung zu seiner Biografie in Menden. Am Anfang des Abends damals, versagte die Technik, was aber Günther Maria Halmer nicht hinderte schon mal loszulegen. Beim Gang durchs Publikum erzählte er aus seinem Leben. Harte Erziehung und er wollte gerne Musiker werden. Bundeswehrzeit und dann ein Ausreißen nach Kanada. Er arbeitete damals hart in einer Mine. Die Biografie haben wir später mit großem Gewinn gelesen. 
Das er im Jahre 1982 in einem Welterfolg mitspielte, war mir gar nicht bewusst. "Gandhi" mit Ben Kingsley. Er drehte später auch mit Meryl Streep. Aber vermutlich war er am liebsten auf der Bühne im Theaterfach unterwegs.
(R) Picture Alliance

Seine letzten Filme habe ich geliebt: "Weißt du noch" (2023 mit Senta Berger) - Kinofilm, "Trapps Sommer" (2024) und "Mein Vater, der Esel und ich" (2023).
Er verstarb durch eine Krebserkrankung.

Ich werde ihn sehr vermissen! 😤

Freitag, 10. April 2026

Mario Adorf starb mit 95 Jahren

Mario Adorf, Schauspieler, ist tot

Mario Adorf, der letzte Weltschauspieler aus Deutschland verstarb am 8.4. 26 nach kurzer Krankheit in Paris, wo er auch eine Wohnung hatte. Er wurde 95 Jahre alt. 

Am 8. September 1930 wurde er in Zürich geboren. 1954 begann seine Karriere mit den Kinofilmen und 1956 erfolgten erste Filmarbeiten für das neue TV, in der Bundesrepublik.  Es gab ja erst nur das "Erste", eine Vorstufe des späteren ARD. 
2005 auf Wikipedia

Ich hatte ihn immer als Bösewicht in den Karl May Filmen in der Erinnerung, aber das stimmt so überhaupt nicht. Nur bei Winnetou 1. (1963) spielte er mit. 

Er hat auch bei einigen Welterfolgen mitgewirkt, die ich teilweise nicht gesehen hatte oder mir nicht gefallen haben.
Filme:  "Die Blechtrommel" (1979), "Momo" (1986), "Franziskus" (1989), und "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" (1997).

Der Film "Franziskus" (Franz von Assisi) war sehr bewegend. "Fräulein Smillas...." kam langsam in die Gänge und am Ende war der Film sehr gut. 

Im Jahre 1963 wurde für das dt. TV die "12 Geschworenen", im Original mit Henry Fonda, nachverfilmt. Vor ein paar Jahren hatte ich zufällig diesen guten Film bei youtube entdeckt. 

Weitere Erfolge im TV waren "Via Mala" (1985) und "Kir Royal" (1986). 

Mario Adorf war zweimal verheiratet und hat eine Tochter aus der ersten Ehe mit Lis Verhoeven. Es folgte auch eine große Anzahl von Auszeichnungen für sein Wirken. Dreimal erhielt er den Bambi. 

Samstag, 10. Januar 2026

Ron Ely verstorben

Schrei der schwarzen Wölfe (1972)

Tarzan Darsteller Ron Ely ist tot


Vielleicht liegt es am eigenen Älterwerden, dass man sich an die Kinder- und Jugendzeit gerne (?) erinnert. Heute morgen dachte ich an den Schauspieler Ron Ely, der mich mehr oder weniger länger begleitet hatte. Traurig überrascht war ich dann darüber, daß er bereits im Sept. 2024 verstorben war. Hatte ich nicht mit bekommen - vielleicht war es  auch keine große Nachricht wert gewesen.
In den späten 60er Jahren wurde meines Wissens die Tarzan Serie samstags gegen 18 Uhr ausgestrahlt im ZDF. Leider kam in der ARD um 18 Uhr die Sportschau. Da wir nur ein TV Gerät hatten und das noch in s/w, sah mein Vater die Sportschau. Papa war der Herr im Haus. Also hatte ich ein Nachsehen. Wenn er bei der Post Schichtdienst hatte oder ich bei einem Freund war, dann konnte ich Tarzan mit meinem geliebten Ron Ely sehen. Wir versuchten auch den Tarzanschrei nachzumachen. Vermutlich haben wir damit genervt!

Tarzan (60er Jahre)
Den Abenteuerfilm "Schrei der schwarzen Wölfe" habe ich dann 1972 im Finnentroper Kino gesehen. Vielleicht ist dadurch meine Liebe zu Alaska entstanden. Viele Jahre später habe ich erst erfahren, dass der Film in Österreich 🇦🇹 gedreht worden war. Der viel zu früh verstorbene Raimund Harmstorf (58 Jahre - 1998) spielte darin auch mit. Die Wölfe waren aber Schäferhunde gewesen.
Den Western "100 Fäuste und ein Vater Unser", auch aus dem Jahre 1972 mit Uschi Glas, kenne ich bis heute nicht.

Geboren wurde Roland Pierce "Ron" Ely am 21.06.1938 in Hereford / Texas. Die Rolle als Tarzan entstand in den Jahren 1966 bis 1969. 57 Folgen wurden mit ihm gedreht. Im Jahr 1972 war er in der BRAVO der beliebteste Schauspieler für den Goldenen Otto. 2001 ging er als Schauspieler in den Ruhestand.
1984 heiratete er ein zweites Mal. Valerie Landeen war zwar rund 20 Jahre jünger als er. Drei Kinder, ein Sohn und zwei Töchter wurden ihnen geschenkt. Die Familie lebte in Santa Barbara. Am 15. Oktober 2019 kam es zur Tragödie. Der Sohn erstach seine Mutter und wurde anschließend von der Polizei erschossen. Es kam noch zu Untersuchungen, da das Erschießen des Sohnes als unverhältnismäßig angesehen wurde. Es kam aber zu keiner Klärung.
Ron Ely verstarb am 29. September 2024 im Alter von 86 Jahren in  Los Alamos / Santa Barbara - Kalifornien.

Sonntag, 28. Dezember 2025

Peter Sattmann ist tot

Peter Sattmann, Schauspieler, Bühnenautor und Theaterregisseur, starb am 25. Dezember

Am 26.12.1947 kam er in Zwickau zur Welt. Rechtzeitig vor dem Mauerbau siedelte seine Familie mit ihm 1957 zum Bodensee um. In Friedrichshafen ging er zum Gymnasium. Brach aber vor dem Abitur ab, um sich der Musik zu widmen. Er spielte Gitarre. Aber er landete im Schauspielfach und absolvierte eine Ausbildung in München an der Neuen Schauspielschule. 
Jens Ressing/dpa
1967 heiratete er - aber die Ehe wurde schon nach einigen Jahren geschieden. Eine Tochter wurde 1970 geboren. Von 1990 bis 1998 lebte er mit der Schauspielerin Katja Riemann zusammen, die er bei gemeinsamen Dreharbeiten kennengelernt hatte. Die Ehe wurde in Deutschland nicht anerkannt, da sie auf Mauritius nach einem indischen Ritual abgehalten worden war. 1993 wurde Paula Riemann geboren, die später auch ins Schauspielfach ging. 2019 veröffentlichte Peter Sattmann seine Biografie mit dem Titel "Mein Leben ist kein Drehbuch". 
Man übersieht schnell, das er seinen letzten Film im Jahre 2020 abgedreht hatte. Er starb am 1. Weihnachtstag, einen Tag vor seinem 78. Geburtstag nach langer schwerer Krankheit in Brandenburg.

Im Jahre 1975 stand er das erste mal für eine TV-Produktion vor der Kamera. Rund 160 TV-Produktionen sind mit ihm verzeichnet. Er sah sich selbst als Eigenbrötler oder Egozentriker. 

Donnerstag, 25. Dezember 2025

Uwe Kockisch ist tot

Der Schauspieler Uwe Kokisch ist tot.


Er verstarb bereits am 22. Dezember in Spanien im Kreise der Familie. Er wurde 81 Jahre alt und litt an Lungenkrebs. 

Sehr bekannt wurde er durch die "Donna Leon" Verfilmungen. Er spielte den Commissario Brunetti in Venedig. 16 Jahre verkörperte er diese Rolle in der ARD Serie. Julia Jäger spielte seine Ehefrau. Die Serie lief von 2003 bis 2019. 

Er war auch des öfteren im "Polizeiruf 110" unterwegs. 

Dpa/Bernd Settnik

Geboren wurde er am 31.01.1944 in Cottbus. Zuletzt lebte er seit einigen Jahren in Madrid.

Im Jahre 1961 versuchte er mit Freunden auf einem Kutter über die Ostsee aus der DDR zu fliehen. Sie wurden geschnappt und er saß ein Jahr in Cottbus in Haft. Von Beruf her war er Tagebaumaschinist. 

Er ging nach Ostberlin und wollte Schauspieler werden. Ab 1971 spielte er am Maxim Gorki Theater und später auch an der Schaubühne. Bei rund 15 Filme spielte er für die DEFA mit, bevor es 1989 zur Wiedervereinigung kam. Seine Karriere ging nahtlos im Gesamtdeutschland weiter. 

Dienstag, 18. November 2025

Felix Eitner verstorben

Der Schauspieler Felix Eitner ist tot

Bereits am 8.11. ist der Schauspieler Felix Eitner verstorben. Die Nachricht wurde aber erst gestern veröffentlicht. Er wurde nur 58 Jahre alt und verstarb in Memmingen. Weitere Hintergründe wurden nicht genannt. 

Marlies Henke / NDR

Ich lass eine Trauerbekundung über ihn, worin der Schreiber ihn und seine Spielweise  mit dem legendären Heinz Rühmann verglich. Da ist was dran. Er war ein Schauspieler der leisen Töne, aber auch mit Humor gewürzt. 

Als Schauspieler habe ich ihn erst in den letzten Monaten schätzen gelernt, da mir die Vorabend Serie "Alles Klara" über den Weg lief. Eine Serie, die von 2012 bis 2017 ausgestrahlt wurde. In der Mediathek ist sie noch zu finden (Ard/ZDF). 

In TV-Rollen tauchte er auch im Tatort und im Polizeiruf 110 auf. Desweiteren spielte er auch Theater. 


Donnerstag, 20. Februar 2025

Ein Dorf rockt ab

Ein Dorf rockt ab (Film)
Amalia Film (Fotos)

Der Film stammt aus dem Jahr 2017 und wurde von der Amalia Film GmbH für das ZDF umgesetzt. Drehorte waren in Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg.




Ich habe den Film schon ein paar Mal genossen und im Moment steht er noch in der Mediathek vom ZDF zur Verfügung.
Die Handlung ist schnell erklärt. Landwirtin Caro und ihr Mann Paul sind überschuldet. Wie die Schulden überwinden, damit andere Pläne realisiert werden können? Die Tochter Antonia ist ein Metalfreak und der kleinere Sohn  Mo hat einen imaginären Freund. Caro singt im Kirchenchor und der Metalsound der Tochter geht ihr eher auf den Geist. Eine Dorfidylle in Bayern mit Pastor und konservativem Background der Bewohner.
Die Tochter hängt in ihrer Freizeit auswärts in einer Rockkneipe ab und bekommt mit, dass dem Veranstalter, gespielt von Hannes Jaenicke, Termine abgesagt worden sind. Eine Örtlichkeit für eine Heavy Metal Festival fehlt dringend. Die Tochter bringt die Wiese ihrer Eltern ins Spiel. Die spätere Situation eskaliert zwischen den Dorfbewohnern und den Rockern. Bis, ja bis eine Lösung daherkommt. 
Heavy Metal und Komödie.



Mike Berger  - Hannes Jaenicke
Caro Leonard - Christina Große 
Paul Leonard - Roman Knižka
Mo Leonard - Leo Knižka 
Antonia Leonard - Amelie Harres
Roxy - Lara Mandoki
Pulle - Daniel Zillmann


Montag, 15. Januar 2024

Uschi Nerke wird 80


Uschi Nerke
feiert am 14. Januar ihren 80. Geburtstag. 

Lang ist es her, dass sie in mein Leben moderiert hat. Moderiert im musikalischen Sinne. Sie moderierte den "Beat Club" von 1965 bis 1972. Meine Pubertät setzte erst gegen 1973 ein. So lernte ich sie als hübsche Moderatorin im "Musikladen" kenne, der von 1972 bis 1979 von Radio Bremen im "Ersten" ausgestrahlt worden ist. 

Ihre Minikleider schneiderte Sie selbst. Bis ins Jahr 2013 moderierte Sie eine Musiksendung für Radio Bremen. Sie lebt heute in Seevetal.


Samstag, 18. Dezember 2021

Der kleine Lord (Film 1980)

Alle Jahre, meistens kurz vor Weihnachten, läuft ein Film in ARD: "Der kleine Lord". Der britische Fernsehfilm trägt dort den Titel "Little Lord Fauntieroy". Es ist eine romantische, manchmal nachdenkliche, aber auch fröhliche Verfilmung. 

Ich habe den Film erst am Ende der 80er Jahre durch eine liebe Freundin entdeckt. Die war immer am schwärmen über den "kleinen Lord". Vermutlich lag es auch an der tollen Rolle von Alec Guinness, der einen alten griesgrämigen Earl spielt. Er hatte drei Söhne, die alle schon verstorben sind und sucht nach seinem Nachfolger. Der Anwalt Mr. Havisham, sein wirtschaftlicher Vertrauter, fährt 1872 mit dem Schiff nach New York um in der etwas heruntergekommenen Hesterstreet die Mutter des 8jährigen Cedric aufzusuchen. Das Ziel ist, Cedric zum Earl zu bringen, damit er dort zum zukünftigen Earl aufgebaut werden soll. Allerdings soll seine liebe Mutter nicht in dem Schloss wohnen. Der Earl war damals gegen die Heirat seines Sohnes mit der amerikanischen Frau gewesen. Sie soll mit ihrer Freundin in einem Landhaus in der Nähe wohnen, aber Cedric kann sie höchstens 2 Stunden am Tag sehen.

(R) Imago
Der Earl plante den jungen Cedric in einer aristokratischen Kälte zu erziehen, aber.....


Aber das Hauptaugenmerk ist die natürliche Liebe von Cedric und wie er relativ schnell das Herz des "alten" Earl of Dorincourt zum Guten wendet. Das ist einfach sehenswert. 


Der Film vermittelt gute passende Werte zur Weihnachtszeit. 

Gestern Abend konnte ich den Film wieder einmal genießen, vielleicht zum 10. Mal.

Donnerstag, 2. Juli 2020

Jan Vedder-unsterblich

Es passt ziemlich zu unserem Urlaub in Norddeutschland - zwischen Weser und Elbe. Gestern war es regnerisch, aber wir nutzten die Regenpause am Vormittag um in Walsrode etwas zu Bummeln. Wir durchstöberten zwei Buchläden und im zweiten wurden wir dann fündig. Jan Fedder, der große Schauspieler aus Hamburg starb bekanntlich am 30.12.2019. Gegen Weihnachten war der Prototyp der autorisierten Biografie von Tim Pröse fertiggestellt worden. So konnte Jan auf dem Sterbebett noch darin lesen. Ich kann gar nicht einmal sagen, dass ich viele Filme mit ihm als Schauspieler gesehen habe, aber er spielte liebevoll trocken und er blieb als Typ bei mir hängen.
250 Seiten, 22 €
Tim Pröse schreibt, dass Jan der letzte Volksschauspieler war. Das ist heute auch schwierig bei dem Kommerz im TV- und Filmgeschäft. In den 30er bis 60er Jahren war das in Deutschland Heinz Rühmann gewesen.
 
Auf jedenfall lese ich jetzt diese Biografie über Jan Fedder - Unsterblich.
 
Seine Beerdigung habe ich sogar im TV verfolgt und war beeindruckt; hatte aber auch Tränen in den Augen.
 
Ein echtes Original ist von uns gegangen.


Nächste Woche wollen wit nach Hamburg, speziell St. Pauli - passt irgendwie.
 
 

Dienstag, 9. April 2019

Letzte Ausfahrt Sauerland

Ich mag Roadmovies und ab und an gelingt es auch in Deutschland ansprechende Filme dieses Genre zu produzieren.
Sicherlich, in diesem Fall ein stiller Film mit dem Thema Streit und Versöhnung in der Familie und der nahe Tod bei einem Akteur. 
Foto: Degeto/Frank Dicks
Heiner Lauterbach (Horst) und Fritz von Thun (Johann) sind kauzig und knorrig. Beide leben an einem See im Sauerland. Wohnwagen und Hüttenidylle. Horst wartet am Todestag seiner Frau auf seine Tochter, die er damals nach dem Tod der Frau zu Oma und Opa in die Fürsorge gegeben hatte. Es wird schnell deutlich, dass die Beziehung zur Tochter keine gute und harmonische  ist. Aber die Tochter kommt nicht und Horst bekommt ihren Sohn ans Telefon, der aber auch sehr reserviert ist. Die Mutter sei angeblich in Frankfurt im Krankenhaus. Eine Aktion, um Horst zu einer Untersuchung ins Krankenhaus zu bekommen. Der Postbote hatte der Tochter mitgeteilt, dass Horst stark hustet und wohl Lungenprobleme hätte. Es kommt auch zur Untersuchung, aber das Ergebnis ist niederschmetternd. Großer Tumor in der Lunge - keine Heilungsmöglichkeit. Johann eilt auf Zuruf nach Frankfurt und beide stehlen einen britischen Leichenwagen vor dem Klinikum und nehmen den Sohn der Tochter einfach mit. Jetzt startet der Roadmovie in Richtung Sauerland mit Übernachtung im Freien. Manches wirkt wie eine schwarze Komödie. Horst schläft im leeren Sarg des Wagens. Der Sensenmann baumelt als Maskottchen am Spiegel. Horst lernt seinen Enkel, wenn auch wiederwillig, kennen. Ein Happyend gelingt nur teilweise - aber ich möchte nicht vorgreifen.
Passend zum Film singt Johnny Cash einige Songs.
Nikolai Müllerschön hat den Film 2015 gefertigt.

Freitag, 16. März 2018

Eine halbe Ewigkeit (Film)

Habe vor ein paar Tagen einen deutschen Liebesfilm aus dem Jahre 2011 in der ARD Mediathek entdeckt.
"Eine halbe Ewigkeit" - ist ein deutscher Liebesfilm, aber das greift zu kurz. Ein wenig sentimental kommt die Biker Romantik, aber auch der christliche Glaube ins Spiel.
 
Die beiden Biker
Die Zeitreise beginnt in den späten 50er Jahren, als zwei junge Halbstarke bei einem Bill Haley Konzert in Hamburg spontan als Roadie mithelfen. Obwohl, der eine glücklich verliebt ist, verschlägt es ihn mit seinem Kumpel nach Kalifornien. Sie arbeiten als Roadie auf vielen Konzerten, später hat der eine eine kleine Konzertagentur und der andere einen Mopedzubehörladen. Jetzt sind beide um die 70 Jahre alt (Matthias Habbich, Peter Franke) und es treibt sie wieder in die Heimat nach Deutschland. Harry Berg sucht nach seiner ehemaligen großen Liebe, die mittlerweile als Äbtin in einer ev. Kommunität lebt und arbeitet.
 
Seelisch, eine ganz harte Szene
(R) Fotos: Degeto (3x)
Behutsam, aber auch mit Witz wird die Vergangenheit und manche unglücklichen Umstände beackert. Wir erleben viel von dem Leben in einem ev. Kloster. Erleben, wie eine junge Frau ins Kloster geht um ihren Glauben auszuleben. Der christliche Glaube und manches Bibelwort schwingt für mich als Christ, wundervoll mit. Nichts aufdringliches, aber realistisches. Cornelia Froboess spielt die Elli (Äbtin) schlicht und überzeugend.

Der Film hat mir wundervoll gefallen, so dass ich ihn einen Tag später mir noch einmal angesehen habe.       

  Eine halbe Ewigkeit
Degeto / Fernsehfilm / Melodram, Drama
EA: 30.3.2012, 20.15 Uhr (ARD)
Mit Cornelia Froboess, Matthias Habich, Peter Franke, Anna Maria Sturm, Lambert Hamel, Ulrike Grote, Elisabeth Schwarz und Liv Lisa Fries
Drehbuch: Volker Krappen
Regie: Matthias Tiefenbacher
Kamera: Klaus Merkel
Schnitt: Dagmar Pohle
Produktionsfirma: Krebs & Krappen             
 

Dienstag, 5. September 2017

100 Jahre UfA

Habe gestern Abend eher beiläufig bemerkt, als ich mir einen sehr alten Film auf Arte ansah, dass die UfA in Berlin 100 Jahre alt geworden ist.
 
Ich sah mir den Filmklassiker "Der Mann, der Sherlock Holmes war" mit Hans Albers und Heinz Rühmann aus dem Jahre 1937 an. Natürlich noch in schwarz-weiß. Aber Schattenspiele wirken dabei famos.
Dieser Film ist auch in den Studios der UfA entstanden.
 
Die UFA GmbH (bis 1991 Universum Film AG und kurz Ufa; bis 2013 UFA Film & TV Produktion GmbH) ist ein deutsches Filmunternehmen aus Potsdam, Stadtteil Babelsberg.
Die Filmgesellschaft wurde am 18.12.1917 gegründet. Es gab glanzvolle Zeiten und auch tragische Zeiten. 1933 wurde die UfA zur NSDAP angegliedert. Sie wurde damit auch für Propagandazwecke missbraucht. 1942 kamen in den Kriegswirren auch die Konkurrenten Tobis, Wien- und Bavaria Film hinzu. 1945 wurde das gesamte Gelände von der Roten Armee besetzt.
Im Mai 1946 wurde durch die Sowjetische Besatzungsmacht daraus die DEFA gegründet. 1956 wurde von den westlichen Alliierten die Bavaria aus der DEFA ausgegliedert und kam nach Berlin-Tempelhof. 1961 wurde die Filmproduktion eingestellt. 1964 kaufte Bertelsmann die  Universum-Film AG und damit auch die Restrechte an UfA.
 
Ich habe einige Filme aus der Historie von UfA aufgeführt. Die große Zeit war zwischen 1930, als der Tonfilm erwachte und 1940.
 
 
 
  • 1922: Dr. Mabuse, der Spieler (Regie: Fritz Lang)
  • 1924: Die Nibelungen (Regie: Fritz Lang)
  • 1927: Metropolis (Regie: Fritz Lang)
  • 1928: Spione (Regie: Fritz Lang)
  • 1929: Melodie des Herzens (Regie: Hanns Schwarz; der erste Ufa-Tonfilm)
  • 1930: Der blaue Engel (Regie: Josef von Sternberg)
  • 1930: Die Drei von der Tankstelle (Regie: Wilhelm Thiele)
  • 1931: Der Kongreß tanzt (Regie: Erik Charell)
  • 1931: Der Mann, der seinen Mörder sucht (Regie: Robert Siodmak)
  • 1931: Bomben auf Monte Carlo (Regie: Hanns Schwarz)
  • 1931: Meine Frau, die Hochstaplerin (Regie: Kurt Gerron)
  • 1932: Es wird schon wieder besser (Regie: Kurt Gerron)
  • 1935: Das Mädchen vom Moorhof
  • 1935: Triumph des Willens (Regie: Leni Riefenstahl)
  • 1935: Einer zuviel an Bord (Regie: Gerhard Lamprecht)
  • 1937: Der Mann, der Sherlock Holmes war (Regie: Karl Hartl)
  • 1941: Frauen sind doch bessere Diplomaten (Regie: Georg Jacoby; der erste deutsche Spielfilm in Farbe)
  • 1942: Die große Liebe (Regie: Rolf Hansen, kommerziell erfolgreichster Film im Dritten Reich)
  • 1943: Münchhausen (Regie: Josef von Baky; der Spielfilm in Farbe zum 25. Jubiläum)
  • 1944: Die Feuerzangenbowle (Regie: Helmut Weiss)
  • 1945: Kolberg (Regie: Veit Harlan; monumentaler Propagandafilm kurz vor dem Zusammenbruch des Dritten Reiches)
  • 1946: Unter den Brücken (Regie: Helmut Käutner)
  • Freitag, 2. Juni 2017

    Heinz Sielmann wäre 100 geworden

    Am 6. Oktober 2006 verstarb Heinz Sielmann - Pionier in Sachen Tierfilme. Aber das wäre jetzt für mich persönlich viel zu kurz gegriffen.
    Die Liebe zur Natur lehrte mich schon etwas mein Vater, aber danach kam schon Heinz Sielmann mit seiner Sendung: Expeditionen ins Tierreich. Er war nicht nur ein großer Kenner der heimischen Tierszene, sondern es trieb ihn  auch weit in die Welt hinaus. Kann mich noch an eine Sendung in Nordamerika bei den Grizzleys erinnern. Bei allen tollen Filmaufnahmen dokumentierte er aber auch, wie gedankenlos wir als Menschen mit dieser Natur und der Erde umgehen. Durch seine Filme bin ich hinterher ein kleiner Unterstützer des WWF geworden.
    Zwischen 1965 und 1991 wurde 170 Sendungen von ihm ausgestrahlt in der ARD. Seine Ehrungen und Auszeichnungen sind zahlreich. Zu seinem 100. Geburtstag erscheint eine Briefmarke von ihm.
     
    Auf einem Bücherflohmarkt habe ich einen gleichnamigen großen  Bildband zu seiner Sendung erhalten.  
     
    Hoffentlich hat er noch viele Menschen mit seinen Filmen und Aussagen geprägt?
     

    Montag, 21. Juli 2014

    Manfred Sexauer

    Der "Musikladen" von Radio Bremen
    Manche Nachrichten sind eher klein gehalten in der Tagespresse. Aber ich bin über diese nachfolgende Nachricht gestolpert....

    Manfred Sexauer (geb. 2.8.1930 in Baden-Baden) ist gestern am 20.7. in Saarbrücken verstorben. In einer Zeit in der es noch keine CD´s , DVD´s und MP3 gab, war er dafür zuständig, dass rockige Klänge die jungen Menschen erreichte. Er brachte die Rockmusik ins Fernsehen, wo vorher nur Schlager angesagt war. Von 1972 bis 1985 veranstaltete er zusammen mit Uschi Nerke den Musikladen. Wenn ich mich recht erinnere kam der immer Mittwochs ab 21.00 h. Aber ich kann mich auch irren. Aber ich habe viele Sendungen am TV-Gerät miterlebt.
    Manfred Sexauer und Uschi Nerke
    Aber es ging schon Mitte der 60er Jahre mit ihm im Radio los. Seine erste Sendung hieß "Hallo Twen". Aber ich war damals erst 5 Jahre alt und habe bis heute noch nichts von dieser Sendung gehört.

    Aber vermutlich war er damals für viele bürgerliche Kreise ein Rebell und ein rotes Tuch.

    Freitag, 4. April 2014

    Die Bergretter

    
    Im August 2012 war ich im Urlaub in Ramsau am Dachstein. Die ganze Region hat mir sehr gut gefallen. Das Dachsteinmassiv, die vielen Klettersteige und Wanderpfade. Eine schöne Welt. Ein Einheimischer erzählte uns, dass im Ort und in der Umgegend die Serie "Die Bergretter" gedreht wird. Das sagt mir überhaupt nichts. Vor ein paar Wochen habe ich eher zufällig einen TV-Film entdeckt und mir den Abend damit vertrieben.
    Die Bergrettung - Originalaufnahme 08/2012
    Es gibt vermutlich bessere und spannendere Filme - aber manches war interessant mitzuerleben. Ob es authentisch war, dass kann ich nicht beurteilen. Aber positive Erinnerungen kamen doch wieder zutage. Muss doch mal wieder dringend nach Ramsau a. Dachstein in den Urlaub. 

    Dienstag, 9. April 2013

    Belmondo wird 80 Jahre

    Jean-Paul Belmondo, die Franzosen nennen ihn liebevoll "Bébel", wurde am 9.4.1933 in Neuilly-sur-Seine geboren. Er wird 80 Jahre alt. Einer der ganz großen französischen Filmschauspieler. Seine berufliche Laufbahn beginnt Ende der 50er Jahre. Durch den Film "Außer Atem" (1960), eine Regiearbeit von Jean-Luc Godard, wird er zum Star. Entdeckt habe ich Jean-Paul durch seine Filme "Cartouche, der Bandit" (1962) und "Abenteuer in Rio" (1964) Ende der 60er Jahre im TV mit meinen Eltern - natürlich noch in schwarz/weiß.
    Dann kam seine große Zeit in den 70er Jahren - er wurde zum erfolgreichsten Schauspieler des französischen Films. Angebote aus den Staaten hatte er immer abgelehnt. "Der Greifer" (1976), "Angst über der Stadt" (1975), "Ein irrer Typ" (1977), "Der Puppenspieler" (1980), "Der Profi" (1981) und "Fröhliche Ostern" (1984) haben es mir persönlich sehr angetan. Jean-Paul war ein toller Komödiant, aber auch ein riskanter Actionspezialist. Er drehte seine Rollen selbst, ohne Stuntmänner. Er sparzierte über die Dächer fahrender S-Bahnen. Hing an Helikoptern, kletterte den Eiffelturm hoch und wurde erst 1985 ruhiger, als er sich bei den Dreharbeiten zu dem Film "Der Boß" Kopfverletzungen zu zog.

    Mittwoch, 6. Juni 2012

    Dorfkirche Brescello

    Dorfkirche von Brescello (vor dem Erdbeben)
    In den vergangenen Wochen gab es Erdbeben in Norditalien, die bis zum Gardasee zu spüren waren. In einem Zeitungsartikel von heute las ich, dass auch die Dorfkirche von Brescello durch das Erbeben beschädigt worden ist. Diese Kirche war in den 50er Jahren der Schauplatz von den "Don Camillo & Peppone" Filmen gewesen. Leider fand ich im Netz kein Foto der beschädigten Kirche. Die Größe des Schadens lässt sich von hier aus nicht ermitteln.

    Beschädigt wurde auch die Dorfkirche von Brescello, die als Schauplatz der Filmserie "Don Camillo und Peppone" international berühmt geworden war.
    In der nahe dem Epizentrum gelegenen Stadt Finale Emilia stürzte der obere Teil der Fassade der Stadtpfarrkirche ein. Ein ähnliches Bild boten zahlreiche Kirchen in den Provinzen Modena, Ferrara und Bologna. In der Gemeinde Mirabello wurde das Dach der örtlichen Kirche vollständig zerstört, in San Felice sul Panaro fiel zusätzlich ein großer Teil des Gemäuers dem Beben zum Opfer. In der Ortschaft Sant'Agostino brach ein historischer Turm ein.
    (aus: KATH.NET)