Sonntag, 19. April 2020

Arno Pötzsch, verstorben am 19.4.1956

"Ohn dich wir hätten keinen, der uns hier trägt und hält.
Wir aber sind die Deinen vom Anbeginn der Welt.
Du bist der große Treue im Leben und im Tod.
Wir bergen uns aufs Neue in dir, du unser Gott!"

                                      .-.

"Lass uns tiefer dir vertrauen und getroster gehen!
Kann kein Auge, Gott, Dich schauen, kann´s doch Spuren sehen.
Spur von Schritten, die zur Nacht still vorübergingen ,
Strahlen, die mit Übermacht durch das Dunkle dringen."

                                     .-.

"Wir werden nie ergründen Tag, Leben, Tod und Nacht,
wir können nur verkünden den, der ob allem wacht,
die Wunder nur erzählen zum Preis des HERRN der Welt
und ihm uns anbefehlen, der Erd und Himmel hält."


Diese Verse aus Lieder und Gedichten, über die ich in den vergangenen Wochen gestolpert bin, sind alle ausnahmslos von Arno Pötzsch, der am 19.04.1956 bereits im Alter von 56 Jahren verstorben ist.
Hintergründe seines frühen Todes sind nicht auszumachen. Der Liederdichter wurde am 23.11.1900 in Leipzig geboren. Nach Fabrik- und Landarbeit sowie Kriegsdienst im ersten Weltkrieg kam er nach Herrnhut, wo er als Erzieher und Fürsorger arbeitete. Mit dreißig Jahren entschließt er sich zu einem Studium der Theologie. 1935 findet er seine erste Pfarrstelle in Wiederau, Sachsen. Während des zweiten Weltkrieges war er Marinepfarrer, später Pfarrer in Cuxhaven. 


Ich habe heute am 19.4.2026 aus dem Neukirchener Kalender Gedanken zu Arno Pötzsch gefunden:

Unvergessen

Heute vor 70 Jahren starb Arno Pötzsch, Pfarrer und Liederdichter. Das bekannteste Lied beginnt mit den Worten "Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand". Arno Pötzsch wurde 1900 geboren und war im Ersten Weltkrieg bei der Kriegsmarine. Später wurde er Pfarrer und als solcher im Zweiten Weltkrieg Marinepfarrer im besetzten Den Haag. Zu seinen Aufgaben gehörte die seelsorgerliche Begleitung der Inhaftierten , zu denen auch Männer gehörten, die wegen "Wehrkraftzersetzung" einsaßen. Reihenweise wurden Todesurteile gefällt. Und Arno Pötzsch stellte für jeden einzelnen von Ihnen ein Gnadengesuch. Alle wurden abgelehnt, die Männer wurden hingerichtet. Seine Tochter erzählt, dass er sich die Namen und Todestage notiert hatte und nach dem Krieg begann, in jedem Jahr an jedem Todestag an jede der angehörigen Familie einen  Gruß zu schicken. Über 200 waren es, die er nicht vergessen wollte. 

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