Freitag, 14. Januar 2011

Motorradfilme

Der klassische Motorradstreifen ist ja "Easy Rider" mit Peter Fonda und Dennis Hopper. In einer Nebenrolle brillierte Jack Nicholson. Da meine Frau seit einem 3/4 Jahr Motorrad fährt und ich mehr oder weniger, mit ihr zusammen in die Motorradszene eintauche, versuchen wir manchen Motorradstreifen zu finden. Gestern Abend haben wir gemeinsam in einem größeren Kreis einen wundervollen Streifen gesehen. Im Kino wohl ein flopp - aber das heißt ja nichts. "Mit Herz und Hand" ist ein Film von Roger Donaldson, der im Jahre 2005 erschienen ist und im Original den Titel trägt: "The World´s Fastest Indian". Der englische Titel macht deutlich, um was es gehen könnte. Im Film geht es um den Motorradenthusiasten H.J. "Burt" Munro aus Neuseeland (geb.: 25.3.1899; gest.: 6.1.1978) der mit seiner umgebauten alten Indian (Jahrgang 1920) einen Geschwindigkeitsweltrekord aufgestellt hatte, der bis heute noch seine Gültigkeit hat. Hört sich ein wenig trocken an. Aber der Schauspieler Anthony Hopkins füllt diese Persönlichkeit fantastisch aus. Mit viel Charme und Witz verkörpert er diesen Motorradfreak. Der Film spielt in den 50er und 60er Jahren. Eine starke Szene ist ganz am Anfang, als der schon in die Jahre gekommene Bastler am Strand ein Rennen gegen die Dorfjugend fährt. Sehenswerte Aufnahmen - mehr will ich gar nicht verraten. Als "Burt" endlich in den USA landet, natürlich umständlich als Schiffskoch auf einem Frachter, entwickelt sich der Streifen zu einem Routemovie. Interessante menschliche Begegnungen und eine grandiose Filmkulisse werden sichtbar, bis er endlich in Bonneville / Utah zur Speed Week ankommt. Zwei wundervolle unterhaltsame und stellenweise urkomische Stunden erlebten wir. Ich sollte mir den Film auf DVD zulegen.

Nun noch ein paar Fakten zu Burt Munro. 1962 stellte er mit 288 km/h einen Weltrekord für 850 cbm Motorräder auf. 1967 stellte er mit dem umgerüsteten Motor (natürlich in Handarbeit) den offiziellen Weltrekord mit einer 1000 cbm Indian auf: 295,44 km/h. Dieser Rekord steht bis heute. Bei mehreren anderen Versuchen auf der Strecke in der Salzwüste soll er sogar bis 321 km/h schnell gewesen sein.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Allianzgebetswoche

Ab Montag

: Gebetswoche der Evangelischen Allianz

(Plettenberg, 06.01.2011, DerWesten-WR)

(Am Donnerstag spricht Hartmut Steeb im Sozialzentrum Allerlei.)


Plettenberg. In den Tagen vom 10. bis 16. Januar findet die internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz in Deutschland statt, auch vor Ort in Plettenberg. Das Leitthema lautet: Gemeinsam beten und dienen.

Folgende Teilnehmer organisieren die täglichen Abendveranstaltungen (Be­ginn jeweils 19.30 Uhr): Ge­meinschaft Eiringhausen, Ev. Freikirchliche Ge­meinde Plettenberg-Wiesenthal, Ev. Freik. Gemeinde Plettenberg-Weide sowie die Ev. Landeskirchliche Gemeinschaft Holthausen.

Als Höhepunkt wird am Donnerstag, 13. Januar, Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, im Sozialzentrum Allerlei in der Hechmecke (Schubertstr.) zu Gast sein. Der Abschlussabend findet am Sonntag, 16. Januar, im Gemeindezentrum der Ev. Landeskirchlichen Gemeinschaft Holthausen statt. Es singt der EC-Chor Holthausen.

Fahrmöglichkeit
Die einzelnen Veranstaltungen im Überblick:

10. Januar, Johanniskirche Eiringhausen (Opfer zu Gunsten der Ev. Allianz); 11. Januar, Gemeindehaus der Ev. Freik. Gemeinde Wiesenthal (In den Hofwiesen, Opfer: Plettenberger Tafel); 12. Januar, Gemeindehaus der Ev. Freik. Gemeinde Auf der Weide (Steinmetzstr., Opfer: Kinderheimat Oesterau); 13. Januar, Sozialzentrum Allerlei (Opfer: Plettenberger Tafel); 14. Januar, Gemeindehaus der Ev. Landesk. Gemeinde Holthausen (Lehmweg, Opfer: Kinderheimat Oesterau); 15. Januar, keine Veranstaltung; 16. Januar, Gemeindehaus der Ev. Landesk. Gemeinde Holthausen (Lehmweg, Opfer: Ev. Allianz).

Zu allen Veranstaltungen wird ein Fahrdienst angeboten. Interessierte können sich un­ter s 0 23 91/1 44 45 an Henning Hirschfeld wenden.



Am Montag und Dienstag war ich auch unterwegs zum Gebetstreffen. Natürlich ist es schön die einzelnen, auch liebgewonnen Geschwister einmal wieder zu sehen. In Plettenberg treffen sich Christen aus den einzelnen evgl. freikirchlichen Gemeinden und den Landeskirchlichen Gemeinschaften zum Beten. Gestern Abend habe ich mich sehr darüber gefreut, dass wir knapp über 50 Christen waren, die sich in den EFG Wiesenthal trafen.

Sonntag, 9. Januar 2011

Matthäus Zell

heute möchte ich dem Todestag von Matthäus Zell gedenken: (auch: Mathias Zell; * 21. September 1477 in Kaysersberg (Haut-Rhin); † 9. Januar 1548 in Straßburg)Er war lutherischer Theologe und Reformator in Straßbourg. 1518 wurde er Leutpriester am Straßburger Münster. Von Luthers Schriften stark beeindruckt und geprägt, begann er 1521 das Evangelium in volkstümlicher Weise zu predigen und schrieb 1523 seine "Christliche Verantwortung", die erste Reformationsschrift Straßburgs. In seinem Pfarrhaus gewährten er und seine Frau (s. auch Blog vom 5.9.2010) vielen Menschen Zuflucht, die um ihrers Glaubens willen verfolgt wurden und fliehen mussten. (Quelle: Neukirchener Kalender vom 9.1.2011)
Reges Interesse zeigte er für den christlichen Unterricht. Seine Katechismusarbeiten erschienen 1534/36; beachtenswert war vor allem seine „Kurtze schriftliche Erklärung für die Kinder und angohnden“. Er wie seine Frau Katharina Zell hatten für die Jugend viel übrig und unterstützten sie reichlich. Als er starb, wurde er von der ganzen Stadt Straßburg betrauert. Er war ein Mann von lebendigem Glauben und tätiger Liebe, der für Straßburg mehr bedeutet hatte, als weithin angenommen wurde.





Anmerkung aus Wikipedia zum Begriff des Leutpriesters:
Ein Leutpriester (übersetzt aus lat. plebanus; mhd. luit für lat. plebs) oder Pleban war ein Geistlicher, der eine Stelle mit pfarrlichen Rechten (plebes, Pfarrkirche od. Pfründe) tatsächlich besetzte. Er konnte Pfarrer sein, die Seelsorge im Auftrag des Besitzers der Pfarrrechte ausführen oder den (amtsunfähigen) Pfarrer vertreten. Er war in der Regel Weltgeistlicher (vgl. Weltpriester), unterstand also im Gegensatz zu Geistlichen, die einem Kloster oder einer Herrschaft dienten und von diesen abhängig waren, dem Bischof.


Samstag, 8. Januar 2011

Joan Baez wird 70

Joan Baez (* 9. Januar 1941 in Staten Island, New York/USA als Joan Chandos Báez) ist eine US-amerikanische Folk-Sängerin, die vor allem durch ihre starke, klare Sopran-Stimme und ihr politisches Engagement gegen den Vietnamkrieg und die Rassentrennung bekannt wurde. Sie wird auch als „das Gewissen und die Stimme der 1960er“ bezeichnet. http://de.wikipedia.org/wiki/Joan_Baez

Diese Joan Baez wird somit morgen 70 Jahre alt und eine Tageszeitung brachte heute die Schlagzeile mit den Worten "Der Kampf geht weiter" heraus. Musik macht sie immer noch, obwohl es zwischenzeitlich auch sehr still um sie geworden war. Andere Musikrichtungen bestimmten die Charts und die Radiosender. Aber ihr politisches Engagement geht weiter. Vietnam ist vorbei - aber es gibt genügend ungelöste Schlachtfelder auf der Welt, wie z.B. der Irak und Afghanistan, die Todesstrafe in den USA. In den 60er Jahren wurde sie zur Ikone der Friedensbewegung. Mit Dr.Martin Luther King war sie 1963 auf dem Marsch nach Washington. Zweimal saß sie in den Staaten im Gefängnis wegen passivem Widerstand gegen die Staatsgewalt. Ihr damaliger Ehemann saß 3 Jahre im Gefängnis, da er die Einberufung als Soldat nach Vietnam verweigert hatte. Sie war 1972 über Weihnachten in Hanoi (Nordvietnam), als die US-Soldaten die Stadt in Schutt und Asche bombten. Sie begleitete die sanfte Revolution in Prag und sang im zerbombten Sarajevo. Sie gründete eine Menschenrechtsbewegung, sang gegen jegliche Diktatur und trat zu Gunsten der Homosexuellen Bewegung ein.
Heute fehlt es an glaubhaften Politikern und anderen Persönlichkeiten, die sich für Aussöhnung, Frieden und echte Gerechtigkeit einsetzen.
Musikalisch begann ihr Weg bereits 1959, der sie Anfangs durch kleine Clubs führte. Gerade ihre frühen Songs aus den 60er Jahren sind vielen Menschen im Gedächtnis. In den 80er Jahren kamen auch Live Aufnahmen heraus, auf denen sie einzelne Songs in Deutsch sang. Sie war in Deutschland zusammen mit Konstantin Wecker und Mercedes Sosa auf Tournee.
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und ein herzliches Dankeschön für Ihr Wirken, sei es musikalisch oder politisch.
"We shall overcome" - das wäre schön!

Puhdys, oder was?

Da sitze ich doch am Freitagabend am Tresen bei einem Arbeitskollegen im Wohnzimmer und wir genehmigen uns ein Krombacher. Wer hat schon einen Tresen im Wohnzimmer? Nach all der Charts- und Diskomucke horche ich auf: "Alt wie ein Baum möchte ich werden, genau wie der Dichter es beschreibt. Alt wie ein Baum mit einer Krone, die weit,weit,weit,weit,die weit über Felder zeigt. Alt wie ein Baum möchte ich werden, mit Wurzeln,die nie ein Sturm bezwingt. Alt wie ein Baum,der alle Jahre so weit, weit,weit,weit kühlende Schatten bringt. Alle meine Träume, fang ich damit ein, YEAH, alle meine Träume, YEAH, zwischen Himmel und Erde zu sein, zwischen Himmel und Erde zu sein." Ein Lachen huscht mir durchs Gesicht. Ich erkenne die Band sofort. Die Puhdys aus der damaligen DDR. Überrascht war ich dann, als mir der Kollege bestimmt 8 Lp´s in die Hand drückte und diese noch sein Eigen nannte. Einmal im Jahr machen sie einen Langspielplattenabend. Toll. Puhdys hatte ich schon irre lange nicht mehr gehört. Am Samstag zu hause kramte ich die LP´s heraus. Puhdys 1, 3 und 5 hatte ich. Die erschienenen Originale der DDR Zeit hatten andere Titel. In Westdeutschland vertrieb das HANSA Label über Ariola die Langspielplatten. Die ersten Scheiben wurden einfach mit 1 bis 6 nummeriert. Puhdys 1 wurde 1976, Puhdys 3 wurde 1977 und Puhdys 5 1979 veröffentlicht. Im Moment bin ich überhaupt am Grübeln, durch wen oder durch was ich die Band in den 70er Jahren kennengelernt hatte. Persönliche Kontakte nach Ostdeutschland hatte ich nicht. Ich komme einfach nicht darauf? War es vielleicht der Michael, der auch schon vor ein paar Jahren verstorben ist?! 

Donnerstag, 6. Januar 2011

Gerry Rafferty gestorben

(Musik und Konzerte, 05.01.2011, DerWesten-Westfälische Rundschau)


London. Der schottische Musiker Gerry Rafferty ist tot. Der Sänger ist nach langer Krankheit im Alter von 63 Jahren verstorben. Mit dem Lied „Baker Streeterlang Rafferty 1978 Weltruhm.

Der Musiker und Songschreiber Gerry Rafferty ist tot. Der Sänger sei nach langer Krankheit im Alter von 63 Jahren verstorben, sagte sein Agent Paul Charles am Dienstag. 1978 stieg Rafferty mit „Baker Street“ weltweit in die Charts ein, nachdem er bereits zuvor mit „Stuck in the Middle With You“ Erfolge gefeiert hatte.

In den US-Charts erreichte „Baker Street“ Platz zwei, in Großbritannien kam er unter die besten drei. Seinen Hit „Stuck in the Middle With You“ schrieb er bereits 1972, damals noch als Sänger der schottischen Folk-Rock-Band Stealers Wheel. Auf dem Soundtrack zu Quentin Tarantinos Film „Reservoir Dogs“ erlebte der Titel eine Renaissance.

Jahrelang gegen Alkoholsucht gekämpft

In den vergangenen Jahren machte Rafferty allerdings vor allem durch seine persönlichen Probleme Schlagzeilen. So kämpfte er jahrelang gegen seine Alkoholsucht und wurde wegen Leberversagens behandelt. Im Februar 2009 wandte Rafferty sich an seine Fans und versicherte ihnen, es gehe ihm gut. Zuvor hatte ein ehemaliger Bandkollege sich besorgt über ihn geäußert. Im gleichen Jahr veröffentlichte Rafferty das Album „Life Goes On“.

Der Musiker hatte häufiger mit negativer Presse zu kämpfen. So stritt er sich mit Stealers Wheel öffentlich um seinen Vertrag, sein Bruder griff ihn im Internet scharf an und kritisierte seinen Charakter. Mitarbeiter seiner letzten Plattenfirma beschrieben ihn als einen Mann, der für sich blieb und das Rampenlicht mied. (dapd)


Beim blättern in der WR heute morgen, blieb ich an obigem Artikel hängen. Das Musikgeschäft wird immer schnelllebiger, Stars von einmal verschwinden schnell von der Bühne. Als Gerrys Album "City to City" 1977/78 rauskam wurde es ein Welthit. Gerade habe ich noch einmal seine LP aufgelegt, die ich schon lange nicht mehr gehört hatte. Erinnerungen werden wach. Für mich war das damals eine fantastische Schmusemusik - mehr will ich nicht dazu sagen oder schreiben. Das Saxophonsolo in dem Song "Baker Street" hinterließ große Spuren. Vielleicht war es sogar der Einstieg für mich in die Jazzmusik, da ich vorher mit dem Saxophon nichts anfangen konnte. Ich muss gestehen, dass es ist immer noch eine tolle Scheibe ist. Folklorische Elemente treffen auf die Pop- und Rockmusik, dazu Gerrys sanfte Stimme - Einfach klasse. Es ist unendlich schade, dass er so viel Schiffbruch in seinem Leben hatte. Am 4.1.2011 verstarb Gerry Rafferty.

Montag, 3. Januar 2011

Missouri


(Hier stehe ich oberhalb des ersten Falls)



Beeindruckend empfinde ich auch manche großen Wasserläufe, sprich Flüsse. In Deutschland sind ja alle großen Flüsse schiffbar gemacht und stellenweise stark begradigt worden. Die jährlichen Hochwasser grüßen dann immer die Ortschaften und schädigen Häuser, die zu nah am Strom stehen. Entlang des Rheines ist es oft sehr romantisch, dank der Weinberge und der alten Burgen. Ein wenig kenne ich noch den Lauf der Weser und des Mains. Im letzten Urlaub war ich im Elbsandsteingebirge in Sachsen und konnte an manchen Stellen auf die Elbe sehen. Richtig fasziniert hat mich vor vielen Jahren die Wildheit des Yukons. An einer weniger gefährlichen Stelle sind wir auch ein paar Stunden mit dem Kanu gefahren. Aber die wirklich großen Ströme, wie z. B. der Amazonas, der Nil, der Mississippi und auch der Missouri hatte ich noch nicht zu Gesicht bekommen.



Im Sommer 2009 waren wir u.a. in Montana unterwegs und hatten ein Motel in GREAT FALLS für eine Nacht gebucht. Das Städtchen ist mit fast 60.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in Montana. Den Namen verdankt sie den Wasserfällen am Missouri, der durch die Stadt fließt. Dank der Wasserfälle, von denen wir nur die ersten Beiden, aus Zeitgründen sehen konnten, endet hier die Schiffbarkeit des Flusses.

Ab hier wird der Fluß in Richtung Quelle wieder wilder. Der Missouri besteht aus 3 Quellflüssen, dem Jefferson River, dem Beaverhead River und dem Red Rock River. Der Missouri ist mit 4.130 km der längste Strom der USA, obwohl er hinterher in den Mississippi (The old man) mündet. Wegen des hohen Schlammanteils den der Fluß mit sich zieht, hat er vor Ort den Spitznamen "Big Muddy" bekommen.



Unweit des Flusses liegt außerhalb der Stadt das Lewis and Clark National Historic Trail Interpretive Center. Hier handelt es sich um ein modernes Museum zur Geschichte der Erforschung des Westens durch die Expedition von 1804 bis 1806. Wichtiger Schwerpunkt sind die Great Falls, die Erkundung Montanas sowie die Indianerstämme der Prärien. Die Expedition von Lewis & Clark musste damals hier den Fluß verlassen und sehr aufwendig alles mitgenomme Material ect. um den Fluß herumschleppen.