Samstag, 9. Juni 2012

Ist die Musik im Internet schlecht?

Ich habe heute morgen im Wochenend-Feuilleton der WR ein gutes Interview mit dem Rock- u. Countrymusiker Neil Young gelesen. Das war spannend. Zumal ich ähnliche Positionen vertrete wie er. Neil war ja bis her nie mit dem CD Format zufrieden gewesen. Er suchte immer nach einer besonderen Klangfülle und Qualität. Klingt verrückt für einen Rocker. Als damals die CD auf den Markt kam, war ich sehr skeptisch. Die LP wurde künstlich verdrängt und führte ein Nischendasein auf den Flohmärkten und Börsen. Die CD versprach mehr Speicherplatz. Aber die Musiker wurden ja nicht automatisch innovativer und kreativer. Zusätzlich wurde der Preis auf über 15 € erhöht (sprich gefühlte 30 DM). Dann wurden schnell "alte" Aufnahmen auf die CD geschmissen. Die Klangqualität war bescheiden bis ganz schlecht. Es gab wenige gute Aufnahmen. Der einzige Vorteil für den Verbraucher war, dass schnelle Erstellen einer Raubkopie unter Freunden. Das war früher bei den LP schwieriger und mittlerweile sind ja auch Kassettenaufnahmen (bis auf Hörspiele) verschwunden. Im Prinzip ist die Musikindustrie ihr eigener Totengräber - wieder mal aus Gier gehandelt. Ich wehre mich bis heute für eine CD mehr wie 15 € auszugeben. Irgendwann werden sie nach ein paar Jahren billiger und man bekommt manches (nicht alles: JAZZ, BLUES) für 7,99 € im Supermarkt nachgeschmissen. Was soll das für eine Politik sein? In den Niederlanden geht das auch anders. Manche kleinen Läden (kein Saturn, kein Mediamarkt) verkaufen 3 CD´s nach einer bestimmten Auswahl für 15 oder 20 €. Das ist okay und ich freue mich immer wieder auf meinen manchmal jährlichen Besuch in den Niederlanden. Die Jungen Leute von heute schwören auf Downloading der Musik. Das empfinde ich eher als unpersönlich, aber der Genuss sofort steht dabei im Vordergrund. Als Sammler empfinde ich da total anders. Es ist schon spannend wenn man nach einigen Jahren ein bestimmtes gesuchtes Exemplar als Platte und CD erstanden hat. Leichtes Fingerjucken....aber jetzt schweife ich ab. Das Interview mit Neil Young habe ich bisher im Internet nicht gefunden, nur den kleinen nachfolgenden Vermerk der "Süddeutschen Zeitung".

 

Neil Young: Die Musik im Internet ist schlecht

Es sind nicht die illegalen Kopien aus dem Internet, die die Musikindustrie bedrohen, sondern CDs und MP3-Dateien. Das findet der Rockmusiker Neil Young. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, die technische Qualität dieser Datenträger sei so schlecht, dass sie das gesamte Hörerlebnis ruinierten. Auf einer CD würden nur 15 Prozent der aufgenommenen Daten auch tatsächlich abgespeichert, bei MP3-Dateien seien es sogar nur fünf Prozent. Jeder Mensch, der zwei gesunde Ohren habe, würde da nicht mitmachen. Vollständige Aufnahmen gebe es derzeit nur auf der klassischen Schallplatte oder im unkompromierten Digitalformat Blue Ray.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Gregg Allman Biografie

Meine Frau verschlingt gerade die Biografie über das Leben von Gregg Allman. Ist schon faszinierend mit anzusehen, da ja meine Frau nicht unbedingt mit den Allman Brothers groß geworden ist. Aber wir hatten im vergangenen Jahr Gregg Allman auf seinem Konzert in Bonn erlebt, bevor er aus gesundheitlichen Gründen die weitere Tournee hat absagen müssen.

Die Biografie kommt direkt aus den USA. Da mein Englisch nicht so dolle ist, muss ich mich noch gedulden. Hoffentlich erscheint die Biografie auch bei uns irgendwann in deutscher Sprache.

Dorfkirche Brescello

Dorfkirche von Brescello (vor dem Erdbeben)
In den vergangenen Wochen gab es Erdbeben in Norditalien, die bis zum Gardasee zu spüren waren. In einem Zeitungsartikel von heute las ich, dass auch die Dorfkirche von Brescello durch das Erbeben beschädigt worden ist. Diese Kirche war in den 50er Jahren der Schauplatz von den "Don Camillo & Peppone" Filmen gewesen. Leider fand ich im Netz kein Foto der beschädigten Kirche. Die Größe des Schadens lässt sich von hier aus nicht ermitteln.

Beschädigt wurde auch die Dorfkirche von Brescello, die als Schauplatz der Filmserie "Don Camillo und Peppone" international berühmt geworden war.
In der nahe dem Epizentrum gelegenen Stadt Finale Emilia stürzte der obere Teil der Fassade der Stadtpfarrkirche ein. Ein ähnliches Bild boten zahlreiche Kirchen in den Provinzen Modena, Ferrara und Bologna. In der Gemeinde Mirabello wurde das Dach der örtlichen Kirche vollständig zerstört, in San Felice sul Panaro fiel zusätzlich ein großer Teil des Gemäuers dem Beben zum Opfer. In der Ortschaft Sant'Agostino brach ein historischer Turm ein.
(aus: KATH.NET)

Montag, 4. Juni 2012

Chapterfeier "JESUS has risen"

Unser Chapter "JESUS has Risen" der CMA-Germany hatte sich ein eigenes Zelt (3x3 m) besorgt, dass demnächst auf den unterschiedlichsten Events zum Einsatz kommen soll.
Innenansicht und Infotisch

Aufbau und Ausstattung unseres Zeltes
nach getaner Arbeit - Grillen
Vor gut einem Monat hatten wir einen Termin für diesen Aufbau des Zeltes vereinbart. Sorgen machte uns das miese und kalte Wetter.
Als Christ darf und kann ich beten. Unser Vater im Himmel hat auch Einfluss auf das Wetter. Ist schließlich seine Erfindung. Natürlich darf er frei entscheiden. Aber er sorgte hervorragend für uns. Das Wetter war super. Sonnig und es ließ sich toll aushalten. Ab dem Sonnenuntergang brauchte ich dann doch einen Pullover. Aber bis dahin war doch alles klasse. Nach gut einer Stunde war das Zelt aufgebaut und ausgestattet. Findige Member hatten auch Leuchtmittel gebastelt, die später ihre Bewährungsprobe auch bestanden.








Anschließend wurde geklönt und gegrillt. Der Kaffee floß in Strömen und wir waren alle guter Dinge.





Gespannt warten wir auf unsere ersten Einsätze. Ziel ist es ja, für den christlichen Glauben Werbung zu machen und mit Motorradfahren bzw. Clubs ins Gespräch zu kommen.
unsere Mopeds

Sonntag, 3. Juni 2012

James Hudson Taylor

Heute möchte ich an einen Menschen und Christen erinnern, den GOTT überwältigend gebraucht hatte.
Oft ist das erst im Nachhinein zu beurteilen. Ich möchte behaupten, dass die heutigen Christen in China, alle auf sein erstes Wirken als Missionar in China zurückgehen. Ich rede von Hudson Taylor.

James Hudson Taylor (* 21. Mai 1832 in Barnsley, Yorkshire, England; † 3. Juni 1905 in Changsha, Kaiserreich China) war einer der ersten christlichen Missionare, die ins Innere Chinas vorgestoßen sind. Er wurde auch Pionier im verbotenen Land genannt. Er stammte aus einer gläubigen Apotheker-Familie. Sein geistlicher Hintergrund war der erweckte Methodismus. Hudson Taylor ist eines der wichtigsten Glieder der Kette der großen Glaubensmänner in China, wie z. B. Karl Gützlaff, Robert Morrison, William Chalmers Burns, Watchman Nee, Josef Freinademetz und Dr. John Sung. (aus Wikipedia)

Bereits 1853 reiste er das erste Mal nach China aus. Sein Frau starb 1870 in China an den großen Strapazen.  Hudson Taylor nahm sich aber ein Wort von Apostel Paulus zu Herzen. Der schrieb damals: "Den Griechen, ein Grieche werden". Hudson Taylor kleidete sich wie die  Chinesen vor Ort und ließ sich auch einen langen Zopf wachsen, wie es damals so üblich war. Er erreichte die Menschen.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Dudley Taft - Left for Dead

Ich habe im vergangenen Jahr in der "BluesNews" eine positive Kritik zu dem ersten Werk von Dudley Taft gelesen. Ein Bluesgitarrist aus Texas. Jetzt endlich habe ich die CD ergattert. Komisch ist das schon, wenn ich z.B. diese CD über ebay in den Staaten bestelle und diese dann nach 12 Tagen bei mir ankommt. Die CD wurde "Made in Germany" hergestellt und dann in die Staaten exportiert und jetzt für mich zurück, und das ganze ist einiges preiswerter, als wenn ich die Produktion z.B. bei Amazon gekauft hätte. Verrückte Welt. Auf meiner Ausgabe ist noch ein 13. Song drauf und zwar "When the levee Breaks" (7:23 min.) im Original von den legendären Led Zeppelin. Anbei eine weitere gute Kritik über diese Produktion fand ich bei "Rocktimes" im Internet.
P.S. Das Cover gefällt mir auch ganz gut - eine Erinnerung an die Pionierzeit.


Dudley Taft / Left For Dead


Spielzeit: 52:46
Medium: CD
Label: Big Woody Music

(Eigenproduktion),
2010
Stil: Power Blues


Review vom 11.08.2010



Line-up:
Dudley Taft (vocals, guitars)
Evan Sheeley (bass)
Scott Vogel (drums)

Gäste:
Billy Stapleton (National- and slide guitar - #6, 7)
Frank Holman (Hammond organ - #4, 5)
Lee Gregory (keyboards - #1, 3, 9, 11, 12)
Patrick Napper, Jeff Miller (horns - #2)
Pedro Bartes (percussions - #8, 9)
Tracklist
01:Ain't No Game (5:59)
02:Back Door Man (3:05)
03:Broken Down (4:17)
04:Have You Ever Loved A Woman (7:34)
05:Left For Dead (3:41)
06:When Your Way Gets Dark (3:11)
07:Devil's Crown (4:22)
08:Long Way Down [Left For Dead II] (3:57)
09:Blue Lady (3:59)
10:Drifting (5:10)
11:Seventh Son (3:33)
12:If You'll Come Home (3:49)

»ZZ Top meets SRV meets Joe Bonamassa«. Hui, denke ich bei dieser vollmundigen Promotion, darf es vielleicht auch eine Nummer kleiner sein? Um das Fazit einmal vorweg zu nehmen: Mr. Dudley Taft ist zweifellos nahe an diesen großen Namen dran, aber selbstredend fehlt dadoch noch ein kleines Stückchen. Ob man sich allerdings mit dieser, von großem  Selbstbewusstsein zeugenden Ankündigung einen Gefallen getan hat?

Die Type mit dem mächtigen Bart (dafür gibt es einen augenzwinkernden Bonuspunkt von mir) hat im Alter von 44 Jahren bereits einen Coast-to-coast-Trip hinter sich. Geborgen in Washington D.C., wuchs Dudley Taft irgendwo im weiten mittleren Westen der US auf. 1990 zog es den jungen Mann in die quirlige Musikmetropole Seattle. Hier gründete er die Bands Sweet Water und Second Coming, mit denen er jeweils ein Album aufnahm. Durch seine musikalischen Beiträge zu Filmen wie "Smoke Signals" und "The Sixth Sense" kam er gar zu einem Eintrag in Wikipedia. Nun versucht er es mit seiner Dudley Taft Band in klassischer Trio-Manier. Obwohl: Wenn sich der Mann für nahezu jeden Song einen Gast-Keyboarder sucht, könnte er sein Trio-Konzept auch gleich für einen fest angestellten Tastendrücker öffnen.

Gleich der Opener, "Ain't No Game", macht keine Gefangenen. Dieser Slow Blues knallt nach Art der ZZ Top voll auf die Zwölf. Willie Dixons "Back Door Man" flutscht eingängig durch die Gehörgänge  und bereitet den Weg für einen Shuffle, der Stevie Ray Vaughan bestens zu Gesicht gestanden hätte:

 "Broken Down" - die Vocals klingen wie von einer Reinkarnation des großen Meisters gesungen. Wer hat sich nicht alles an Freddie Kings "Have You Ever Loved A Woman" versucht? Dudley Taft steht Eric Clapton & Co. in nichts nach. Trotz all dieser Hochkaräter bildet das 'Duo' "Left For Dead" und "Long Way Down", Letzterer quasi ein Reprise des Ersten, die Spitze dieses Albums.

Bei "Devil's Crown" finden wir auch den Dritten im Bunde der vollmundigen Ankündigung wieder. Dieser Song hätte auch fraglos aus der Feder eines Joe Bonamassa stammen können. "Blue Lady" veranlasst mich zu der Stil-Neuschöpfung 'Bar Blues' - lässig, cool und sehr entspannt führt uns die Strat zum nächsten Cocktail. Peter Greens "Drifting" ist ein ebenso seelenvoller Slow Blues wie das Original geworden. "Seventh Son", ein weiterer Willie Dixon-Song, 'shuffelt' uns erneut SRV um die Ohren. Der 'Rausschmeißer' "If You'll Come Home" besticht durch eine sehr melodische Melodieführung, lässigen Charme und ein wirklich wunderschön aufgebauten Gitarrensolo.

Respekt, Mr. Taft. Der Dudley Taft Band ist ein wirklich gutes Debüt gelungen. Natürlich sehr wertkonservativ angelegt, darf man nichts spektakulär Neues erwarten. Aber damit rechnen die Liebhaber blauer Töne ohnehin nicht wirklich ...


Bäume, Teil 2

Ich hatte in der vergangenen Woche ein paar Tage frei und so war ich zu einem Besuch in Warstein unterwegs. Das Wetter war wunderschön, sonnig, warm, mit einem erfrischenden Wind. Es war Zeit genug auch für einen Spaziergang. So entdeckte ich den angelegten Park der LWL Klinik in Warstein.
Besonders zu erwähnen ist das parkartige Gelände der großen psychiatrischen Klinik am Stillenberg (Ortsteil Suttrop). Die Kliniken wurden 1907 auf großer Fläche angelegt, die Bereiche zwischen den einzelnen Abteilungen gärtnerisch gestaltet. So bietet der Park unterschiedliche Bäume auf, die stellenweise schon über eine stattliche Größe bzw. Umfang verfügen. Das hat mich sehr beeindruckt. So sind auch nachfolgende Fotos dort entstanden.

So hoffe ich auch, dass die tolle Parklandschaft auch den Patienten bei ihren Sparziergängen gut tut.


Eine dicke riesige blühende Kastanie

Eine kleine Allee

Eine kleine Kapelle im Park