Riding fpr the son

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Riding for the Son...unterwegs

Montag, 17. August 2009

WOODSTOCK

Gedenkwochenende für Woodstock. Die Rockzeitschrift "Eclipsed" widmete bereits in der Juni Ausgabe "Woostock-40 Jahre" diesem damaligen Ereignis einige gute Artikel. Das Magazin "Good Times" zog nach. Am letzten Wochenende starteten an vielen Orten Erinnerungspartys. Natürlich auch vor Ort in der Nähe von Bethel (1, 5 Std. von New York weg). Auch ein 3-Tage Festival mit guten, aber auch unbekanntem Programm. Oasis, Walter Trout, Joa Bonamassa, King of Leon sind wohl vor Ort. Selbst unser WDR 2 brachte am Sonntag (habe leider nur Abends Radio gehört) endlich wieder einmal gute Songs und nicht diesen kommerziellen Quatsch, der stellenweise heute plärrt. Das Musikbuisiness hat sich natürlich auch ganz anders kommerzialisiert, als es damals war. Rockige-, Bluesige- oder gar Punkige- Musiksendungen kommen im Radio und TV sehr spät oder gar nicht. Eine Alternative ist dann noch das Internet Radio mit allen stilistischen Möglichkeiten. Natürlich ist aber die Luft von damals raus und verbraucht. Die Menschen wirken und geben sich wie Schablonen. Kein gegen den Strom schwimmen! Viele, fast alle sind angepasst hier in Deutschland. Damals im Spätsommer der freien Liebe (war eigentlich schon 1968) waren Musik rebellisch und auch kritisch, es gab haufenweise Drogen, man war auch gegen oder gerade gegen den Vietnamkrieg der regierenden Amerikaner. Make Love not War!!



Wo war ich da gerade? Ich war im zarten Alter von 9 Jahren und 9 Monaten. Meine Eltern waren streng konservativ und bis zu meinem 18. Lebensjahr gab es immer Theater wegen dem Friseurtermin. "Willst de´ nicht mal auf Krankenschein zum Friseur gehen?", das waren gepflügelte Worte. Ich hatte in dem Alter, so glaube ich eine Heino Single 1968 von meinen Eltern zu Weihnachten bekommen. A-Seite weis ich nicht mehr, B-Seite hieß "Fernweh" - was zumindest meine spätere Leidenschaft auch erklären konnte. Ich war gerade ins 5. Schuljahr auf die Realschule gekommen. Aber jetzt schweife ich ab. Aber ich kann mich noch an das 7. Schuljahr erinnern, wo ich mir das PEACE Zeichen auf die Aktentasche gemalt hatte. Viel Ahnung hatte ich sicherlich nicht, aber ich wollte dazugehören. Und so hörte ich dann irgendwann nur noch Rockmusik. Die klassischen Sachen der Woodstockzeit lernte ich aber erst 1979/80 bei der Bundeswehr kennen. (Habe schon an anderer Stelle davon berichtet).




Ein paar nachträgliche Infos zu damals:
186.000 Eintrittskarten sind wirklich verkauft worden. Als das Chaos überall größer wurde, war es dann irgendwann ein FREE Konzert, mit annähernd 500.000 Menschen (eine Stadt wie Dortmund auf den Beinen).
Man stelle sich das auch vor: 600
Toilettenhäuschen für soviele Menschen. Die Nationalgarde warf Lebensmittel ab, da der Ausnahmezustand erklärt worden war.
Die damals "großen" Bands wie The Beatles, The Rolling Stones, The Doors, Bob Dylan, Joni Mitchell und The Kinks fehlten gar.
Andere machten revollutionär sich einen großen Namen: Die junge Band um Carlos Santana, Canned Heat, Grateful Dead, Janis Joplin, Crosby-Stills-Nash & Young und natürlich Joe Cocker mit "With a little help for my friends", Ten Years After mit Alvin Lee an der Gitarre und "I´m going home" und last but not least: Jimi Hendrix mit der US-Hymne kriegs- und vietnamverzehrt "Star spangled Banner".
John Sebastian sagte dazu:" Es fühlte sich an, als ob auf einmal alles möglich wäre. Wir waren eine Generation, die sich ausgeschlossen fühlte, und nun waren wir alle zusammen in Woodstock und wurden eine Einheit. Wir schafften das Unmögliche."
Was ist übrig geblieben, aus dieser Zeit? Die Welt ist kein bißchen friedlicher geworden.
Ich, der ich nicht dabei war, ich liebe immer noch die Musik von Neil Young, Joan Baez, Santana (bis 80er Jahre), The WHO, Jimi Hendrix, C.C.R., Janis Joplin und Canned Head. Drogen waren für mich nie ein Problem, da ich mit 17 Jahren mir das Rauchen abgewöhnte. Alkohol war da vor 20 Jahren eher schon eine Gefährdung.
Give Peace a Chance

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