Montag, 22. Dezember 2014

Manfred Mann´s Earth Band


Robert Hart (voc.)
Die große Zeit hatten Manfred Mann´s Earth Band für mich Mitte der 70er Jahre. Gerade die Veröffentlichungen "Solar Fire" (1973) und "Nightingales & Bombers (1975) waren progressive geprägt. Dann kam 1978 die Produktion "Watch" heraus, die eine Studioseite und eine Liveseite beinhaltete. Herausragend die Live Versionen von "Mighty Quinn" (Bob Dylan) und "Davy´s on the Road again".
Mick Rogers (git. voc.)

Manfred Mann (key.,voc.)

Ich habe die Band Anfang der 80er Jahre 2x in der Dortmunder Westfalenhalle erlebt. Damals vermutlich auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Allerdings noch mit Chris Thompson und dem leider inzwischen verstorbenen Steve Waller (git, voc.). 

Seit ein paar Jahren existiert die Band wieder und auch das ehemalige Gründungsmitglied Mick Rogers ist mit von der Partie.

So war ich doch sehr gespannt, wie mir das Konzert in der Schützenhalle Lüdenscheid gefallen würde. Zu meinem Geburtstag bekam ich eine Eintrittskarte geschenkt. Ich war mehr als angenehm überrascht. Mick Rogers glänzte mit seiner Fingerfertigkeit an der Gitarre. Manfred Mann hielt sich wie immer hinter den Keyboards verdeckt. Nur im Zugabenteil kam er nach vorne. Große Hits und Songs wurden gespielt. "Davy´s on the Road again", "Father of Day, Father of Night" (!!), "Mighty Quinn", "Blinded by the Light", "For you" und "Don´t kill it Carol".  Zu einem Höhepunkt wurde ein Hit aus den 60er Jahren. "Do wah Diddy Diddy", den Mike Rogers zusammen mit dem Publikum interpretierte. 


Steve Kinch (bass) und Jimmy Copley (drums) vervollständigten die Band. Robert Hart kam als Shouter von u.a. Bad Company. 
Leider standen nur knappe 2 Stunden Zeit für das Konzert zur Verfügung. Zuhause fielen mir nach andere wundervolle Songs ein, die ich gerne gehört hätte.

CC-Smokie

Robin Stone besticht durch seine Erscheinung

Es ist immer eine undankbare Aufgabe, einen Konzertabend als Vorgruppe zu bestreiten. CC-Smokie, eine Coverband der Gruppe Smokie um den Sänger Chris Norman, machte ihre Sache aber sehr gut. Die Schützenhalle in Lüdenscheid war mit gut 1700 Besuchern voll. Ich bin im allgemeinen ja eher ein Fan der härteren Gangart. Aber es wurden Erinnerungen an meine Sturm- und Drangzeit wach. Kann mich noch gut daran erinnern, dass ich die ersten beiden Singels der Band Smokey gekauft habe. Nach einem Rechtsstreit mit dem US-amerikanischen Künstler Smokey Robinson, musste die Band sich in Smokie umtaufen lassen. So waren die Erinnerungen bei den Songs "If you think you know how to love me" und "Don´t play the Rock´n´Roll to me" auf einmal da.

Die Band um den Sänger Robin Stone spielte auch Songs von der Band CCR und dem Musiker Albert Hammond ("It´s never Rains to southern California"). Nach gut einer Stunde war der Gig zum Anheizen vorbei. Aber hörens- und sehenswert.

Carsten Preuss (git, voc.), Joe Mizzi (voc., perc.), Steve Stevens (git, backgr. voc.), Lee Romeo (bass) und Wosch Cutter (drums).  
Steve Stevens (git)

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Manfred Mann

Am Samstag, den 20.12. gibt es Christmas Rock in Lüdenscheid. Als Headliner gastieren Manfred Mann´s Earth Band in der Schützenhalle in Lüdenscheid (20.00 h). In den 80er Jahren habe ich die Band 2x live in Dortmund erlebt. Eine große Zeit von für Manfred Mann und seine Musiker, die zu Beginn der 70er Jahre auf den Progressive Rock Pfaden wandelten. Anfang der 80er Jahre ging es dann in Richtung Mainstream. Aber ich habe auch eine Erwartungshaltung an das Konzert. Mal wieder "Davy´s on the Road again", "Mighty Quinn", "Spirits in the Night" oder "Blinded by the Light" hören.




Den Auftakt machen die "Smokie" Coverband CC-Smokie. Den Konzertabend beschließen dann THE QUEEN KINGS, die schon so etwas wie eine Hausband in Lüdenscheid sind.

Montag, 15. Dezember 2014

Jimmy Cornett.....

Manche Wege sind schon interessant, wie ich an die Musik einer für mich "neuen" Band kam. Jimmy Cornett spielte mit seiner Band auf der CUSTOM BIKE in Bad Salzuflen auf. Ein Kumpel von mir war total begeistert, so dass er mir gleich einen Videoclip mit dem Song "Feels like coming home" postete. Tolles Video mit einer 6er Motorradtruppe, die durch eine tolle Gebirgslandschaft fuhr. Ein bisschen gute Werbung für die Marke Triumph. Mir gefiel es total gut und ich habe mind. 5x hintereinander das Video angesehen.

Also zügig die CD besorgen und bestellen....

Ein klein wenig erinnert mich der Sound an den jungen Bruce Springsteen und an die legendären CCR. Allerdings eine 4er Combo, die sogar mit einem Uprightbass Spieler vertreten ist. Rockige, Bluesige und Countreymässige Wurzeln... und das alles aus Deutschland.

Jimmy Cornett (vocals, Git), Dennis Adamus (Leadgit), Frank Jäger (Uprightbass) und Thomas Raabe (Drums).
http://www.jimmycornett.de/?page_id=5

Samstag, 13. Dezember 2014

Rev. Gary Davis

Ab und an bin ich über den Namen von Reverend Gary Davis gestoßen. Spurensuche in Sachen der Bluesmusik. Ich hatte keine Ahnung. Ist ja auch kein Wunder, denn 1972 ist der Musiker bereits verstorben. Da fing gerade meine Pubertät an.
Also der Reihe nach:

Am 30.4.1896 wurde er in Laurens, South Carolina geboren. Schon in seiner Kindheit erblindete er. Trotzdem gab er nicht auf und lernte Gitarre, Banjo und Mundharmonica spielen. Eigentlich brachte er sich als blinder Jugendlicher alles selbst bei - d.h. er konnte ja auch keine Noten lesen. Er lebte als Straßenmusiker und wurde 1927 Baptistenprediger. So kam es dann auch zu seinem Namenszusatz.
In den 30er Jahren kam es zu ersten Aufnahmen. Ab 1942 lebte er mit seiner 2. Frau in New York. Ab Mitte der 50er Jahre nahm er viele Songs für die unterschiedlichsten Label auf. Er starb am 5.5.1972 an einem Herzinfarkt auf dem Weg zu einem Konzert.

Es ist vielen späteren Musikern aus dem Rock und BluesGenre zu verdanken, dass das Erbe von Reverend Gary Davis nicht verloren gegangen ist. Er hinterlies eine Unmenge von Songs und Gospels. Bob Dylan, Jerry Garcia (Grateful Dead) und Ry Cooder entdeckten sein Werk. Der Song von Hannes Wader "Kokain" heißt im Original "Cocaine Blues" und ist vom Reverend.
Rory Block (eigentlich Aurora, geb. 6.11.1949) ist eine Bluesmusikerin, die ich Anfang der 90er Jahre kennengelernt habe. Eher zufällig in einem Hinweis des Kataloges von 2001.

Aber sie ist eine feste Größe in meinem Bluesmusikleben. Ihr "neuestes" Werk erinnert an den Rev. Gary Davis. Alle Songs sind von ihm und sie lebt die Songs aus. Soloaufnahmen mit Rory an den verschiedenen Gitarren und dem Gesang. Sie widmet sich bis heute dem Country Blues und damit auch manchem verstorbenen und vielleicht vergessenen Künstlern.
2012 erschienen

Montag, 1. Dezember 2014

Steinhude / Steinhuder Meer

Schöne Hausfassaden
Viele Jahre lang bin ich daran vorbei gefahren in Richtung Norden (Hannover, Bremen).

Es muss schon einige Jahre her sein, als ich auf einer Rücktour beschloss einmal die Autobahn (A 2) zu verlassen um nach Steinhude zu fahren und um dort evtl. Abendbrot zu essen.


Steinhude gehört zur Stadt Wunstorf und hat fast 5000 Einwohner.

Direkt am Ufer des Steinhuder Meeres
Der Ort mit manch schönen Hausfassaden aus Fachwerk und Klinkerstein gefiel mir sofort. Natürlich ein Ferienort. Aber ich kam mir vor als direkt an der Küste der Nordsee gelegen. Möwengeschrei, Fischbuden und Restaurants mit vielen Fischmenues auf der Speisekarte.

Möwengeschrei

Bis auf einem Tag im Sommer, als Freunde diesen Ort als Feriendomizil gebucht hatten, war ich immer im Spätherbst in Steinhude. Der Ort liegt dann still, dass Wetter ist ungemütlich windig und kühl - aber erfrischend anziehend.







Der See ist gut 8 km lang und 4,5 km breit. Das Steinhuder Meer gehört zum Herzstück des gleichnamigen Naturparks Steinhuder Meer.
Es gibt viele Hochmoore und Feuchtwiesen.
Als ich letztens mit einem Freund dort unterwegs war, landeten am Spätnachmittag Wildgänse. Ein riesiger Schwarm, vermutlich in Richtung Winterquartier.

im Naturpark

Die Insel Wilhelmstein wurde künstlich in den Jahren 1761-1765 angelegt. Auf ihr liegt eine kleine Festung, an der ab 1765 gebaut wurde. Allerdings war ich noch nicht auf der Insel.



Das komplette Steinhuder Meer ist von einem Radfahrweg umgeben.
Insel Wilhelmstein

Wildgänse



Sonntag, 30. November 2014

Alexander Roussel

Einmal mehr entdeckte ich heute einen mir bisher unbekannten Märtyrer der Kirchengeschichte.
Alexander Roussel auch bekannt durch den Zusatz "Prediger in der Wüste" wurde am 30.11.1728 in Montpellier am Galgen hingerichtet. Er starb im Alter von 26 Jahren als junger reisender Prediger der evangelischen (Hugenotten) Bewegung in Frankreich. Die Katholische Kirche vertrat damals die Ansicht doch eher alle möglichen Heiligen (Menschen) im Gebet anzurufen, als GOTT den Vater selbst. Manches hat sich allerdings bis heute in der katholischen Kirche nicht verändert. Aber das ist ein  anderes Thema.
Wikipedia hat einen interessanten Lebenslauf über Alexander Roussel verfasst. siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Alexandre_Roussel

Samstag, 29. November 2014

Celle

 Celle - knapp 68000 Einwohner.....

In den letzten Jahren bin ich fast regelmäßig zum Beginn des Weihnachtsmarktes in Celle, mit  Ausnahme von 2013. In diesem Jahr beginnt der Weihnachtsmarkt ab dem 27.11.


Celle, eine wunderschöne Stadt, in derem Zentrum es unendlich viele schöne Fachwerkhäuser gibt. Überall kleine Läden mit Handwerk, kleine gemütliche Kneipen und Restaurants. Eine Altstadt zum wundervollen Flanieren. Kein Supermarkt weit und breit - eher in den Außenbezirken zu finden. Selbst die Fassade von  2 großen Geschäftshäusern wie C & A und Saturn haben eine wohltuende roten Klinkerfassade.



Die Stadtväter haben wohlwollend ein wunderschönes Zentrum erhalten.


Celle gilt als südliches Tor zur Lüneburger Heide und ist eine Stadt mit einer pittoresken Altstadt mit über 400 Fachwerkhäusern und einem Schloss im Stil der Renaissance und des Barocks.

Automatisch habe ich mich gefragt, warum die Stadt im 2. Weltkrieg nicht große Zerstörungen erlebt hat. Es wird nur von einem Angriff auf den Bahnhof und die Gleisanlagen berichtet. Die Stadt ist dann 1945 kampflos den Alliierten übergeben worden.
Wie schon erwähnt - mich fasziniert die Stimmung am Weihnachtsmarkt und die vielen Lichter und Gerüche.

Sonntag, 23. November 2014

Durchs wilde Deutschland

Das Buch "Durchs wilde Deutschland" ist bereits 2012 im Piper Verlag erschienen. Jetzt halte ich seit ein paar Wochen die Taschenbuchausgabe von 2014 bei Malik/National Geographic in meinen Händen.
Andreas Kieling ist ein ganz interessanter Typ. Die Bücher und Berichte von ihm gefallen mir - auch sein Schreibstil. Manche behaupten gar: "Andreas Kieling ist der neue Bernhard Grzimek". Auf den 351 Seiten berichtet er in 13 Erlebnissen von kleinen oder großen Tieren. Es geht um Steinböcke, Wölfe, Seeadler, aber auch um Welse und Feldhamster.
Die im vorliegenden Buch beschriebenen Geschichten sind bereits als TV Produktionen erschienen. Einen Teil habe ich auch schon genossen.                                                                                     
  
 

Samstag, 22. November 2014

Auftankstationen

Ich lese im Moment in einem Buch von Andreas Kieling "Durchs wilde Deutschland". In einem Unterpunkt beschäftigt er sich mit so genannten "magischen" Orten weltweit, um aber dann am Beispiel "Externsteinen" hängenzubleiben.

Er macht am Beispiel des heutigen Menschen deutlich, wo und wie er zur Ruhe kommen kann. Der Alltag ist voll mit Informationen (brauchbare oder auch nicht), Unruhe, Hektik und manchmal auch Überforderung. Wie bekommen wir den Kopf frei? Kommen wo und wie zur Ruhe?

Mir gefallen seine Gedanken total gut. Ich habe inzwischen auch mehrere Orte wo ich zur Ruhe kommen kann. Ich würde diese nicht "magisch" nennen, obwohl diese eine große Anziehungskraft für mich haben.

Kirche vom Glaubenszentrum
So freue ich mich auf die kommenden Tage im Geistlichen Rüstzentrum Krelingen (GRZ-Krelingen). Ich finde ein kleines Zimmer mit Waschgelegenheit vor. Toiletten und Dusche sind auf dem Gang. Ich könnte auch eine andere Kategorie buchen, aber mir gefällt der einfache Standard. Ich kann auf dem Bett liegen, lesen, nachdenken, als Christ beten. Einkehr pur. Meine innere Festplatte fährt runter. Ich habe kein TV, keinen Laptop, morgens evtl. die vor Ort erscheinende Tageszeitung - das wars. Ich kann zur Morgenandacht gehen oder einfach die Ruhe in der stillen Kirche suchen. Ich kann durch die nahe Heidelandschaft wandern. Ich freue mich total!!!


Eingangsbereich

Donnerstag, 20. November 2014

Wittenberge

Bildunterschrift hinzufügen


Nachdem wir eine schöne Zeit u.a  am Plauer See verbracht hatten, hieß es Abschied nehmen. Da ja die Gegend um die Müritz nicht direkt über eine Autobahn zu erreichen ist, stellte sich uns wieder die Frage, welche Strecke fahren wir? Auf dem Hinweg ging es bis Magdeburg über die Autobahn - dann weiter über Stendal (Bundesstraßen) und Wittenberge dem Ziel entgegen. Zurück ging es wieder über Wittenberge, aber dann in Richtung Salzwedel, in Wolfsburg auf die Autobahn und dann über Braunschweig weiter in Richtung Ruhrgebiet. Auf der Hinfahrt ist uns die Elbe aufgefallen, die wir über eine sehr lange Brücke passierten. Die Gegend sah für mich wie ein mögliches Hochwassergebiet aus. Sehr flach und die Elbe prägt dann die Landschaft.
Stepenitz im Vordergrund

Elbe (li) im Hintergrund

So nahmen wir uns auf dem Rückweg Zeit, die Altstadt von Wittenberge zu erkunden. Wittenberge gehört zum Landkreis Prignitz, hat knapp unter 20000 Einwohner und gehört zum Bundesland Brandenburg. Nach der Wiedervereinigung begann in diesem Städtchen der wirtschaftliche Aderlass. Ein Nähmaschinenwerk, eine Ölmühle und ein Zellstoffwerk mussten geschlossen werden. Knapp über 10000 Menschen wanderten wegen der fehlenden Perspektive ab. Um die evangelische Kirche herum bis zum Hafen erstreckt sich die kleine und beschauliche Altstadt. Ein paar Lokale, aber kaum Geschäfte. Eine ruhige und gepflegte kleine Altstadt. Sehr schön restauriert. 
Steintor, das älteste Gebäude

Mittwoch, 19. November 2014

Bäume, Teil 3

Bäume sind Leben. Ich liebe Bäume und halte gerne Ausschau nach besonderen Exemplaren. Vor ein paar Jahren habe ich schon einmal eine Seite unter dem Titel "Bäume" verfasst. Jetzt folgt der Teil 2.





Es scheint im Moment "in" zu sein, Bäume, aber auch andere Gegenstände zu umwickeln. Häckeln und Stricken - dadurch wird dieser Baum gerade in der grauen Jahreszeit anziehend.
Er steht in Malckow (Müritz).

Kölpinsee

Sumpfzypresse

Im Umfeld der Parkanlage des Schweriner Schlosses sind mir mind. 4 Sumpfzypresse aufgefallen. Sie stehen und Naturschutz vor Ort und haben auch schon eine stattliche Größe erreicht.



Auch fand ich eine "dicke" Weide - die Art ist mir nicht klar, aber das Fotomotiv lohnte sich.
Ich war einige Tage in Mecklenburg Vorpommern unterwegs und mir fielen die vielen Alleen sofort ins Auge. Manche Straßen wurden auch relativ neu mit jungen Alleebäumen bestückt. Das gefällt mir total gut. Aber, das finde ich in meiner Heimat dem Sauerland so nicht vor. Das so genannte Begleitgrün wird leider regelmäßig im Herbst gestutzt - aus Sicherheitsgründen. Manches kann ich aber nicht nachvollziehen. Vielleicht wurde auch günstiges Brennholz benötigt.
Sumpfzypresse



Landzunge Schweriner See

Allee in Meck Pom.




Die alte Birke - schätze sie auf 40 bis 50 Jahre. Sie steht in der Nähe meines Arbeitsplatzes. Birken gefallen mir wegen den zarten Blättern und der interessanten Stammfarbe sehr. 
     
Weide in Plau am See
alte Birke