Montag, 12. April 2010

Kevin Costner als Musiker?

Es war vielleicht im vergangenen Juni als ich im GOOD TIMES eine Musikkritik über die CD "Untold Truths" las. Kevin Costner macht also Musik - so in Richtung Country. Nach den Aussagen des Artikels musiziert er schon einige Jahre, aber sein "Schaffen" ging bisher an Europa vorbei. Bei Hastings in Helena/Montana fand ich dann die CD. Sehr Preiswert, da es in Montana keine MwSt gibt. Bei der Weiterfahrt kam die CD gleich in den Player. Ungewohnt die Stimme, da ich die dt. Synchronstimme von Kevin Costner im Kopf hatte. Aber der Sound kam flott, rockig und countrymäßig daher. Stellenweise rockten bis zu 4 Gitarren ab und dann wieder wurde es ruhiger und war mit Violine unterlegt. Mancher Song klingt ein wenig nach Bruce Springsteen. Für die Autofahrt durch Montana und Wyoming absolut passend. Fast hätten wir ein Konzert von ihm und seiner Band besuchen können, aber der Zeitplan passte hinten und vorne nicht. 
Im März war er jetzt bei uns in Deutsch- land auf Tour. Er gastierte in Essen in der Gruga. Aber die erstaunlich hohen Eintrittspreise von ca. 60 € hielten uns ab. Meine Frau äußerte auch den Verdacht, dass vielleicht viele Frauen die Konzerte nur besuchen würden, um Kevin mal hautnah zu sehen. Die Countrymusik könnte dann zweitrangig sein. Verrückterweise fand ich einen Artikel im www, der genau diese Befürchtung aussprach. So kann ich Kevin Costner nur aus der Konserve genießen. Dafür fiel mir dankensweise seine "neue" Produktion (Turn it on) bei uns im Real für 14,90 € in die Hände. Auch wieder klasse.

Sonntag, 11. April 2010

Arbeitseinsatz

Der Countdown läuft. An "Christi Himmelfahrt" soll unser neues Gemeindezentrum eingeweiht
werden. Gestern war der erste große Einsatz für die entstehenden Außenanlagen. Wer konnte, traf sich um 9.00 h zum Arbeitseinsatz. Martin hielt eine Andacht, bevor es losging. Wir arbeiten "zu GOTTES Ehre" und erst an 2. Stelle für uns selbst als christliche Gemeinde. Das Wetter war toll. Trocken, zeitweise etwas windig, aber unsere Gebete für gutes Arbeitswetter waren erhört worden.


Wir waren knapp über 20 Personen. Ein paar von uns hatten im Haus noch Malerarbeiten zu verrichten. Eine Küchenzeile für den Jugendraum musste auch noch aufgebaut werden.
Die meisten Personen wurden aber bei den ersten Pflasterarbeiten benötigt. Die ersten ca. 100 qm sollten gestern gelegt werden. Da meine handwerklichen Fähigkeiten ein wenig begrenzt sind, habe ich mich zu den Pflasterarbeiten gemeldet. Die Arbeit ging gut voran - immer mit Witz und einem Lachen unterbrochen.




Die Handlangerarbeiten gingen irgendwie auf die Knochen. Einfach ungewohnte Arbeit. Aber alle waren fröhlich bei der Sache. Splitt herankarren, Steine stapeln und weiterreichen.
Gegen Mittag war schon viel erreicht.





Das Mittagessen hatte Anja vorbereitet. Es gab eine leckere Gulaschsuppe und eine tolle Kürbissuppe. Dazu frische Brötchen und einen abschließenden Joghurt.

Im Laufe des Tages gingen die einen und andere "frische Kräfte" kamen dazu. Gegen 16.00 h war für mich Feierabend. Ich war müde und kaputt, aber wir hatten viel geschafft. Die letzten Geschwister blieben bis gegen 19.00 h. Vermutlich werden die nächsten Samstage gebraucht um die restlichen Quadratmeter zu schaffen.

Freitag, 9. April 2010

Sachsen


Im vergangenen Oktober (hatte ich schon an anderer Stelle beschieben) hatten wir eine kleine Ferienwohnung für eine Woche in Herrnhut im Freistaat Sachsen. Uns hat es so gut dort gefallen, so dass wir für den Herbst wieder eine Tour geplant haben. Bautzen ist sehr schön renoviert worden. Wir wollten uns noch dort das berüchtigte Stasigefängnis ansehen, aber leider ist Montags Ruhetag.

(vor dem Stasigefängnis)

Hier sind wir auf dem sogenannten "Gottesacker" der Herrnhuter Brüdergemeine, die durch den Graf N. von Zinzendorf gegründet worden war. Von darher wollte ich mir schon länger einmal Herrnhut ansehen. Ich hatte 2 wundervolle Biografien von dem Graf und seiner Frau gelesen.

In Großraum Zittau gibt es eine wundervolle Eisenbahnstrecke (die wir allerdings noch fahren müssen), die einige kleine Orte abklappert. Ein uriges Gefühl im Bahnhof zu stehen und die dampfenden Loks ankommen zu sehen. Ich selbst kann mich noch daran erinnern, dass in den 60er Jahren viele Dampflokomotiven unterwegs waren.




Zeit ist Gnade. Der Freistaat Sachsen hat noch ein christliches Gepräge. Alles konnte die DDR-Regierung nicht vernichten. Zeit ist Gnade - eine Botschaft auf der Kirchturmuhr. Jeder Tag ein Geschenk GOTTES an uns.


Görlitz an der polnischen Grenze ist stellenweise auch wunderbar restauriert worden.
Allerdings wirklich nur stellenweise. Hier genießen wir die schlesische Küche im kleinen
Restaurant "Zum Faltenrock".


Filmwechsel in Görlitz. Ich bin selbst noch nicht digitalisiert - nur meine Frau.










Todestag von Dietrich Bonhoeffer

Das Ende ist ganz anders
Heute vor 65 Jahren wurde der evangelische Pfarrer Dietrich Bonhoeffer im Alter von 39 Jahren durch die Nationalsozialisten hingerichtet. Im Gefängnis hat er geschrieben: "Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen. Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen." Dietrich Bonhoeffer nahm sein Hirtenamt bewusst in enger Bindung an Jesus Christus wahr und widerstand den Bestrebungen, nationalsozialistischem Gedankengut in den Kirchen Raum zu geben. Vor dem Galgen stehend, sprach er bereits von seinem persönlichen Ostern: "Dies ist das Ende - für mich der Beginn des Lebens."

Quelle: Neukirchener Kalender

Dienstag, 6. April 2010

im Alt Werdohl:

Steve Schuffert und Brandon Giles liefern sich musikalische Duelle
(Werdohl, 05.04.2010, Harald Rösner, WR)
Werdohl. Gleich doppelt bekamen es Ostersonntag im „Alt Werdohl” die Freunde gut gespielter Live-Musik auf die Ohren. Mit Gitarrist Steve Schuffert und Klavierspieler Brandon Giles gastierten zwei ausgewiesene Topadressen in Sachen Rock- und Bluesmusik in der Musikkneipe.

(Foto: Harald Rösner)
Die aus Nashville/Tennessee stammenden Musiker sind allein schon eine Klasse für sich. Im „Alt Werdohl” begeisterten sie aber nicht nur mit ihren Soloauftritten, sondern vielmehr noch, wenn sich Klavier und Gitarre mit schweißtreibenden Rhythmen musikalische Duelle vom Allerfeinsten lieferten.
Zählt Steve Schuffert unbestritten zu den besten Gitarristen der „Music City USA” Nashville, wo er bereits mit Größen wie Stevie Wonder, Johnny Winter, Bon Jovi, Hooters und anderen auf der Bühne rockte, wird Brandon Giles als Shooting Star der Rock'n'Roll-Szene der USA gehandelt. Eine Auszeichnung, die sich der Pianist mit seinen oftmals völlig abgedrehten Konzerten (er selbst nennt seine Musik: „Little Richard meets AC/DC – on steroids”) redlich verdient hat.
Akrobatik am Klavier
Auch das Publikum im Alt Werdohl stand ob der dort am Piano abgelieferten Hochleistungsakrobatik Kopf. Boogie-Woogie im Stile eines Jerry Lee Lewis in seinen besten Tagen – Show, Bühnenpräsenz, grandiose Stimme und ungeheuer viel Energie begeisterten bis zur letzten Minute.
Steve Schuffert und seine Musiker standen dem nicht nach. Gitarrenriffs à la Jimi Hendrix, Elemente von Rock und Blues im ureigenen Schuffert-Gewand, erfrischend und aufregend gepaart mit dem Straight Rock aus dem heißen Süden der USA schallten durch die Musikkneipe. Jede Schweißperle wert präsentierten Schuffert und Giles ihre eigenen musikalischen Vorstellungen von Rock und Blues dem Werdohler Publikum – energiegeladen, groovend und ehrlich.

Montag, 5. April 2010

Mit einem irrsinnigem Tempo

WERDOHL ▪ Es tropfte von der Decke, so heiß war der Auftritt des Pianisten Brandon Giles am Ostersonntag im Alt Werdohl. An der Gitarre wurde Giles vom Bluesgitarristen Steve Schuffert begleitet, der nach der Pause drei seiner eigenen Songs beisteuern durfte und selbst schon einmal bei Pöngse aufgetreten war.

Brandon Giles „bearbeitete“ sein Piano mit allem, was ihm zur Verfügung stand.
Pete Tomarakos (Bassist der Steve-Schuffert-Band) griff auch an diesem Abend in die Saiten und war – wie immer – glücklich, auf der Bühne zu stehen. Das Publikum im Alt Werdohl dankte es ihm und der Band, die komplettiert wurde durch Drummer John Searcy. Der Schlagzeuger steht nach eigener Aussage im Guiness-Buch der Rekorde, als schnellster seiner Zunft.
Ein irrsinniges Tempo hatten auch die Songs von Giles, der mit nahezu jeder Stelle seines Körpers spielte: Er haute die Tasten seines Pianos mit allem – von den Haar- bis zu den Schuhspitzen seiner extrem eng zulaufenden Stiefeletten oder spielte mit verbundenen Augen.
Rock'n Roll – das war sein hitziges Repertoire. Brandon Giles aus Arkansas spielte „Whole lotta shakin' goin' on“ und als Zugabe „Great balls of fire“ (beide von seinem Idol Jerry Lee Lewis) sowie „Johnny B. Goode“ von Chuck Berry.
Als Giles und seine Band nach gut einer Stunde die Bühne zur Pause verließen, fühlte es sich an, als hätten die Musiker gerade vor einer Viertelstunde erst die Instrumente eingestöpselt. Doch nach der Unterbrechung wurde es nur noch energetischer. „Hell on heels“ (Die Hölle auf hohen Hacken), so der Titel eines selbst komponierten Stückes. Und immer wieder erzählte er in seinen Songs lange Geschichten, etwa wie er seiner Mutter versprach, den Boogie nie „dirty“ (schmutzig) zu spielen. Doch dann schaute Giles grinsend ins begeisterte Publikum: „Aber meine Mama ist heute Nacht nicht hier“ – und legte noch einmal so richtig los. ▪ kol
(Süderländer Völksfreund)

Rock´n´Roll...






...kann unbeschreiblich erfrischend, echt und jung sein.
BRANDON GILES & THE TRICKY TWO feat. STEVE SCHUFFERT gastierten am Ostersonntag Abend im Alt-Werdohl. Steve Schuffert hatte mit seiner Bluesband bereits vor einiger Zeit in Werdohl gastiert. Er war also kein Unbekannter.
Steve brachte zum erstenmal seinen Kumpel mit nach Europa. Brandon Giles spielt Piano, bzw. manchmal traktiert er das Musikgerät mit Händen und Füßen. Sein großes Vorbild ist Jerry Lee Lewis. Das Konzert begann zwar erst gegen 21.20 h. Den Musikern fehlte vermutlich
noch die Betriebstemperatur. Aber dann begann die Band mit Orkangewalt. Ein geniales Konzert, das die Zuschauer mitriß. Rock´n´Roll mit Blueseinflüssen und Boogie-Woggie.
Zwischendurch gab es eine kleine Pause und Steve Schuffert begann dann den 2. Teil mit 3 Songs aus seinem Repertoir. Rasiermesserscharfer harter Bluesrock.
Der letzte Song war dann "The Great Balls of Fire" , das Original von Jerry Lee Lewis.
Kurz nach Mitternacht war der wundervolle Abend zu Ende.
P.S. Wer einmal die Gelegenheit hat Brandon und Steve zu erleben, sollte sich vor Ort auch gleich mit CD´s eindecken. Offiziell ist von Brandon erst eine Produktion in Deutschland erhältlich (bei Amazon als Import für 26,00 €).

Donnerstag, 1. April 2010

Wo bleibt der Frühling?

Urlaub. Meine Frau war schon früh auf den Beinen. Sie wollte heute ihre Führerscheinprüfung fürs Motorrad machen. Schneetreiben war für heute angesagt. Kalt war es auch noch. + 3 Grad.










Kurz nach 10.00 h machte ich mich auf den Weg in den Wald. Dick eingepackt mit Hut, Kaffeebecher, Kamera und Minibibel ging es los. Ich wollte heute mal einen anderen Weg machen. Am besten so weit wie möglich den Berg hoch. Mein Hausberg ist knapp 500 m hoch.






















Schon nach vielleicht 500 m fiel mir der erste Macdoof Becher auf, der am Wegesrand lag. Dann noch einer und dann unter den hohen Fichten eine Chipstüte. Das nervte. Ich nahm mir vor, diese Dinge (Zeichen unserer
Zivilisation) auf dem Rückweg aufzusammeln.

Am Anfang war es noch trocken gewesen. Dann setzte ab und an Schneetreiben ein. Kalt war es mir nicht, nur zeitweise etwas ungemütlich, da auch der Wind zunahm.

Aber es war leise im Wald. Keine Menschenseele zu sehen. Ich war alleine - auch mit meinen Gedanken. Doch da, in der Ferne vernahm ich eine Motorsäge. Mindestens ein Waldarbeiter war unterwegs.

Ich kam an einem Hang vorbei, wo der Kyrill linkerHand alles damals platt gemacht hatte. Wurzelteller standen noch schief herum. Es war schon aufgeforstet worden. Mittendrin eine einzelne hohe Lärche und eine kleine Gruppe jüngerer Fichten. Auf einmal sprangen 3 Rehe aus den Fichten hervor und rannten in unterschiedlichen Richtungen davon. Sie mussten mich gewittert haben. Es war schön ihnen nachzusehen. Ihre weißen Spiegel hüpften auf der Flucht hin und her.








Oben auf der Höhe angekommen, hatte ich einen tollen Blick über das Lennetal. Ich setzte mich auf einen Baumstumpf. Trank meinen Kaffee leer - freute mich an der tollen Aussicht und begann kurze Zeit später einen spontanen Text in der 2. Chronik im Alten Testament der Bibel zu lesen. Interessante Geschichte mit der Frage in die heutige Zeit hinein. Wer sagt im Auftrag Gottes die Wahrheit?

Aber so langsam wollte ich mich auf dem Rückweg machen. Rechts ging noch ein Weg leicht in die Höhe. Vermutlich in Richtung Affeln. Auf dem Weg nach unten kam ich an der Stelle vorbei, wo im vergangenen Frühjahr ein Mann aus Affeln tödlich bei der Waldarbeit verunglückt war.
Ein Kreuz stand an dieser Stelle. Der Mann war nur 41 Jahre alt geworden. Ich bin jetzt schon 50 Jahre alt und jeder Tag ist ein Geschenk Gottes, auch wenn ich das leider nicht immer so registriere.
In dem Bachlauf bergab lagen 2 Flaschen - Plastik und Glas. Also fing ich an den Müll einzusammeln. Doch worin transportieren? Jesus, ich brauchte eigentlich eine Mülltüte.
Aber es kam besser. Ich fand einen leeren 20 l Eimer Neutralseife mit Deckel. Tolle Sache.
Jetzt konnte ich alles heimwärts tragen.









Zu Hause bin ich nach gut 2 Stunden angekommen. Schnell noch ein Foto der Beute, bevor alles in die gelbe Tonne kam.

P.S. Meine Frau hat die Motorradprüfung bestanden!!

Heute morgen (2.4.) staunte ich nicht schlecht, dass schon wieder Schnee oder Graupel auf dem Grundstück verteilt waren. Fast Null Grad. Wo bleibt nur der Frühling?




Freitag, 26. März 2010

Männliche Gesangsakkrobaten

Ich bin eigentlich durch einen "Queen" Song, den ich heute morgen am Arbeitsplatz hörte, auf die Idee gekommen, einmal zu überprüfen, welche Männerstimme mir aus der Rockmusik gefällt?! Eine der Ausdrucksstärksten Stimmen war die von dem viel zu früh verstorbenen Freddie Mercury. Ohne die anderen Musiker von Queen schmälern zu wollen - Queen lebte durch die "starke" Stimme von Freddie Mercury. Mir haben gerade die Produktionen der 70er bis Anfang 80er Jahre gefallen. Dann wurde mir der Stil zu poppig. Erst bei der Produktion "Innuendo" fand ich zum Hören der Band zurück. "Made in Heaven" -stellenweise schon am Sterbebett von Freddie gesangstechnisch aufgenommen - ist bis heute wunderbar zu hören. Das große Plus von Freddie war seine klassische Gesangsausbildung. (* 5.9.1946 in Farrokh Bulsara/Sansibar, + 24.11.1991 in Kensington, London)
Am Abend kam ich auf einer Hüttenfete mit jemandem ins Gespräch, der auch ein großer Rockmusik Fan ist. Er vermisse einen Künstler sehr, da dieser schon mit 46 Jahren verstorben sei. Er meinte zwar nicht Freddie Mercury, aber an den Beispielen merkte ich, dass Künstler mit ihrer Musik mehr oder weniger das Leben eines Menschen beeinflussen und prägen können. Der Schmerz ist dann plötzlich da, wenn der Künstler verstirbt. Freddie wird vielen Queen Fans fehlen!
Als ich die ersten Auf-
nahmen vom Woodstock
Festival sah, beein-
druckte mich damals sehr stark die Vorstellung von Joe Cocker.
Wie er den alten Beatles Klassiker "With a little help from my friends" interpretierte, einfach genial. Seine späteren Produktionen haben mich nicht mehr gefesselt, bis auf "Mad Dog + Englishmen" (1970). Viele nachfolgende Produktionen waren mir auch einfach zu poppig. (* 20.05.1944 in Sheffield, England) Für mich war in Sachen Prog Rock Peter Gabriel (* 13.02.1950 in Chobhan/Surrey), der Frontmann von Genesis bis 1976, die Stimme schlechthin. Live konnte ich ihn damals nicht erleben, denn die Möglichkeiten waren noch zu gering um an Karten zu kommen. Aber wie er seine Auftritte inszenierte! Verkleidung, Make Up, seine Stimme - alles stimmte. Nach seinem Weggang übernahm der frühere Drummer Phil Collins den Gesangspart. Vielleicht etwas zu kommerziell, aber die große Prog Rock Zeit war wohl auch vorbei. "Selling England by the Pound" ist für mich immer noch hervorragend.
Wer mir eigentlich seit vielen Jahren sehr gefällt, ist der Sänger Paul Rodgers. Geboren wurde er am 17.12.1949 in Middelsbrough/England. Seine musikalischen Stationen waren die Gruppe FREE, Bad Company, viele Soloprojekte und seit gut 2 Jahren ist er Sänger bei der Gruppe Queen. Er wollte Freddie Mercury auch nicht ersetzen.
Paul Rodgers
Da sich Paul Rodgers dem Blues verschrieben hatte, enthällt die "neue" Queen Produktion große rockige und bluesige Anteile. Mir gefällts sehr. Überhaupt hat mich seine Musik immer begleitet.
Wer kennt nicht den Song "Alright now" aus den FREE Zeiten Anfang der 7
0er Jahre!
Den Gesang in Sachen HardRock prägte eigentlich
Steve Perry
Ian Gillian, der in zwei unterschiedlichen Perioden Sänger von der Band Deep Purple war. Geboren wurde er Ian am 19.08.1945 in Hounslow/Middlesex. Die Eltern hatten eine kirchliche Prägung und so sang er schon früh im kirchlichen Kinderchor die Sopranstimme. Einen späteren Gesangsunterricht hatte er so nicht nötig. Am meisten bewegt mich seine Interpretation von dem Song "Child in Time" auf dem Album "In Rock" - ein Wegbereiter in Sachen Hard Rock.
Ian Gillan
Mitte der 70er Jahre gründete sich die Band JOURNEY. Hervorgegangen war sie aus Musikern, die eine zeitlang bei Santana musiziert hatten. (Greg Rolie, Neal Schon). Der kommerzielle Erfolg begann aber erst mit dem 4. Album "Infinity" als der Sänger Steve Perry dazu kam. Er wurde am 22.1.1949 in Hanford, Kalifornien geboren. Bis Mitte der 80er Jahre prägte er die Musik der Band. Dann stieg er aus, versuchte sich an Soloprojekten, bis er sich aufgrund gesundheitlicher Probleme (Hüfte) in das Privatleben zurückzog. Gern habe ich früher die Musik von Journey über Kopfhörer genossen.
Robert Plant ist vielleicht die größte Gesangstimme im Hardrockbereich gewesen. Geboren wurde er am 20.08.1958 in West Bromwich/Staffoshire. Groß rausgekommen ist er als Sänger bei der Band LED ZEPPELIN. Bei seinen Auftritten kamen auch eine Menge Sexappeal dazu.
Sein Gesang z. B. bei "Whole loddha love" brachte Anfang der 70er Jahre manche Sittenwächter auf die Barrikaden, zumal ja textlich eindeutig klar ist, um was es in dem Song geht. Bis Ende der 70er Jahre waren Led Zeppelin die stilprägende Band in Sachen HardRock. Mitte der 80er Jahre löste sich die Band auf. Es gab zwar immer wieder ein paar Reunionkonzerte, aber Robert Plant machte inzwischen auch rockige Soloprojekte mit Ausflügen in die Weltmusik. Völlig überraschend bekam er vor 2 Jahren den Grammy für eine Countryproduktion mit Alison Krauss "Raising Sands".
Eine Band hat mich in den 70er Jahren und bis in die 80er Jahre hinein begleitet und das war die amerikanische Band KANSAS mit dem Sänger Steve Walsh (* 15.06.1951 in St.Louis, Missouri). Steve war ein begnadeter Songschreiber, Sänger und Keyboarder der Band.
Sie machten eine amerikansiche Version vom ProgRock, der damals Erupoa sehr faszinierte.
Neben Keyboard- und Gitarrenlastigen Elementen kam die Violine dazu. Mitte der 80er Jahre entwickelte die Band sich aber in Richtung Mainstream Rockmusik und ich verlor das Gefallen an ihr. Steve Walsh stieg aus - aber kommt bis heute immer wieder zu Reunion Konzerten (gerade in der U
SA) dazu.
Peter Nicholls ist ein Sänger der jüngeren Generation. Er ist Sänger bei der englischen ProgRock Band IQ. Bei seinen Liveauftritten erinnert er sehr stark an den jungen Peter Gabriel aus der Genesis Zeit. Ab und an legt er auch eine Gesichtsmaske auf. Diese Band ist vermutlich weniger bekannt in Deutschland. Sie gastiert aber jährlich in kleinen Klubs und Hallen bei uns. Die Auftritte der Band habe ich sehr schätzen gelernt. Bei meinem Kennenlernen in der "Zeche" in Bochum bin ich eigentlich nur einem Freund zuliebe mitgefahren. Toller Effekt. Heute mag ich die Musik der Band sehr.
Peter Nicholls
Den Abschluss bildet Roger Hodgson, der der langjährige Sänger der Band Super-
tramp war.
Die Band löste sich Anfang der 90er Jahre auf. Roger ist heute solo unterwegs und ich konnte ihn 2008 auf dem ProgRockFestival auf der Lorelei
geniesen. Roger wurde am 21.03.1050 in Portsmouth, England geboren und spielt Klavier und Gitarre.

Für immer...

... gehör ich zu dir
Mit Absicht hast du mich zum Menschen geschaffen, ich bin nicht rein zufällig hier, kein einsames Staubkorn im eisigen Weltall. Für immer gehör ich zu dir. Persönlich hast du mich beim Namen gerufen, so lieb wie ein Vater sein Kind. Bei dir lernte ich meinen Wert zu begreifen, weil Leben durch Liebe beginnt. Du hast mich begabt mit Talenten und Kräften, beschenkt, doch für mich nicht allein. Du gabst meinem Leben die hohe Berufung, ein Segen für andre zu sein. Ich habe dein Wort, denn du hast mir versprochen, dass mich keine Macht von dir trennt. Und neu wirst du Himmel und Erde erschaffen, wo Freude kein Ende mehr kennt.

(Jörg Swoboda / Theo Lehmann) im http://www.neukirchener.de/

Donnerstag, 25. März 2010

Der Wisent ist auch wieder da

Die Schlagzeile heute in meiner WR war, dass gestern die ersten Wisente in Bad Berleburg in dem kleinen Begrüß-
ungsge-
hege ange-
kommen sind. In naher Zukuft kommen die Tiere dann in das Auswilderungsgehege (80 Hektar groß). Wisent "Egnar" büchste auch gleich nach dem Verlassen des Transporters aus. Aber nach einer Stunde wurde er schlafend gefunden und nach dem Einsatz des Betäubungsgewehres zurück transportiert. Das Projekt der langfristigen Auswilderung der Wisente im Rothaargebirge ist auch umstritten. Aber mir gefällt diese Idee der Auswilderung sehr. Im letzten Jahr konnte ich den Yellowstone NP besuchen und die Artverwandten Bisons bewundern.

Ich war immer davon ausgegangen, das die amerikanische Art des Bisons, die viel größere sein müsste. Aber unter guten Bedingnungen tun sich Bison und Wisent nicht viel. Der Bison könnnte eine kleine Idee größer und schwerer sein. Der amerikanische Bulle kann bis 3,80 m Körperlänge großwerden. Der europäische Vertreter um die 3,00 m. Beide kommen aus der Familie der "Hornträger" und gehören zu den "Wiederkäuern". Als Gattung gehören sie beide zu der des Bisons. Das amerikanische Bison gab es in 2 Unterarten, dem Präriebison und dem Waldbison. Stellenweise haben sich beide Unterarten schon vermischt. Unser europäisches Wildrind, der "Wisent" war Ende der 20 Jahre des vorhergehenden Jahrhunderts in Freier Wildbahn ausgestorben. Der letzte freie Wisent wurde im Kakasus erjagdt. Die heutigen freilebenden Tiere in Europa stammen aus Züchtungen der Zoologischen Gärten.
Der amerikanische Bison hat auch nur überlebt, da 1872 der Yellowstone NP gegründet worden war und die Tiere diesen Park als Rückzugsgebiet nutzen konnten. Die Bisonherden wurden damals gnadenlos abgeschlachtet um die Indianervölker in die Reservation zu treiben. So freue ich mich sehr darüber das beide Arten im Moment wieder gute Überlebungschancen haben.
Ich bin sehr gespannt, wann ich die europäischen Wildrinder in freier Wildbahn mal sehen werde!

http://www.wisente-rothaargebirge.de/