Freitag, 12. Januar 2018

Helmut Matthies - 40 Jahre IDEA

In der neuen idea Spektrum Ausgabe (1/2 2018) wird darauf hingewiesen, dass der langjährige Leiter des Magazins, Helmut Matthies mit  67 Jahren in den Ruhestand geht. Fast 40 Jahre stand er an der Spitze des christlich konservativen Magazins.
 
Der idea-Redaktionsleiter Wolfgang Polzer beschreibt in der Würdigung des Lebenswerkes die Stationen von Helmut Matthies als Journalist, Theologe, Brückenbauer, Chef und Prophet. Ein guter und dankbarer Artikel für mich, da ich nicht immer Einblick in die Arbeit und das Leben von Helmut Matthies hatte.
Vor ein paar Jahren erlebte ich ihn einmal als Referent in einer ev. freikirchlichen Gemeinde in Werdohl. Das Thema habe ich leider nicht mehr parat - aber als Redner war er brilliant und auch scharfzüngig.
 
Als ich Mitte der 80er Jahre zum christlichen Glauben kam, war mir ein Hauskreis zur Heimat geworden. Dort hatte ich auch meine erste Begegnung mit dem idea Magazin. Damals war es noch lange nicht so umfassend an Seiten wie heute, aber es regte sich in mir Widerstand. Ich lebte damals meine "grünen" Ideale aus und fand mich sehr weit links politisch wieder. Ganz im Gegensatz zu idea - die auf mich wie ein rechtslastiges Hetzblatt wirkte. Idea warnte damals zurecht vor dem neuen Erstarken des Marxismus bis in die ev. Landeskirche hinein. Es wurde auch vor den "Grünen" gewarnt.
 
Seit ein paar Jahren lese ich in meinem Haushalt idea Spektrum regelmäßig. Ich bin durch den christlichen Glauben sehr verändert worden und kann heute viele politische christliche Positionen des Blattes verstehen und auch gutheißen.
 
Ich kann nur hoffen, dass Herr Helmut Matthies sich nicht ganz zur Ruhe setzt - denn er hat einiges zu sagen. Gleichzeitig hoffe ich auch, dass idea Spektrum weiterhin seine Finger in Wunden der Gesellschaft und Kirche legt. Auch wenn ich vermutlich durch das Magazin begünstigt, kein Kirchenmitglied mehr bin und mich einer Freikirche zugewandt habe.

Donnerstag, 11. Januar 2018

We´re all in this together (Album)


Seit über 50 Jahren steht der mittlerweile 66-jährige Walter Trout nun auf den Brettern, die die Welt bedeuten und spielte in dieser Zeit u. a. in den Bands von John Lee Hooker, John Mayall und bei Canned Heat. Als Virtuose auf der Bluesgitarre hat er seine Fans unter älteren wie jüngeren Bluesfans. Leider steht er immer im Schatten von Joe Bonamassa - der eine ganz andere Karriere hinlegt.  Nach seiner schweren Lebererkrankung mit anschließender Lebertransplantation im Jahre 2014, für die auch viele Fans Geld spendeten,   verarbeitete er seine beinahe tödlich verlaufende Erkrankung auf den beiden eher etwas düster wirkenden  Alben „The Blues Came Calling“ (2014) (erschreckend auch die Fotos über seinen Zustand) und „The Battle Scares“ (2015). Nun legt er nach mit „We’re All In This Together“ wieder eine neue Scheibe vor, die förmlich vor Spiel- und Lebensfreude strotzt.
Und wieder hat er für dieses Album, genau wie für sein 2006’er Projekt „Full Circle“ zahlreiche namhafte Gastmusiker unterschiedlicher Bluesspielarten um sich geschart. Die Liste liest sich wie das „Who is Who“ der Bluesmusik: dabei sind Veteranen wie John Mayall, Charlie Musselwhite und Edgar Winter aber auch „jüngere“ Talente wie z. B.Mike Zito, Joe Bonamassa  und Trouts Sohn Jon und viele mehr.
Für jeden seiner 14 Gastmusiker hat Walter Trout einen Song sozusagen passend auf den Leib geschrieben. Dank moderner Technik wurden die Titel allerdings nicht gemeinsam im Studio eingespielt, sondern jeweils separat aufgenommen und im Nachhinein mit Trouts Band bestehend aus Sammy Avila, Johnny Griparic und Mike Leasure im Studio zusammengefügt.  Lediglich Joe Bonamassa lies es sich nicht nehmen für die Aufnahmen bei Walter Trout im Studio höchstpersönlich aufzukreuzen.
Es beginnt mit einem flotten, rhythmisch stampfende Blues-Shuffle „Gonna Hurt Like Hell“ mit dem noch relativ jungen US-Blues-Talent Kenny Wayne Sheperd, einem Song über im weitesten Sinn Genuss und Reue, über weite Strecken getragen von einem schönem Gitarrenwechselspiel zwischen Trout und Shepherd. Der für seine ungewöhnliche Slide-Grifftechnik bekannte Sonny Landreth, dessen musikalische Wurzeln im Jazz und Rhythm and Blues des Mississippi Deltas liegen, ist Gastmusiker auf dem nächsten Song des Albums: „Ain’t Going Back“ kommt herrlich groovend und gute Laune verbreitend daher.
Zu Charlie Musselwhite, dem Urgestein,  muss man eigentlich nichts sagen. Er ist ein Meister auf der Bluesharmonika und zeigt dies auch im folgenden Stück „The Other Side Of The Pillow“, einem etwas schwermütigen Stück, bei dem sein Mundharmonikaspiel die Verzweiflung, die aus Trouts Stimme und seiner Gitarre schreit, perfekt unterstreicht.
„She Listens To The Blackbird Sing“ mit Mike Zito (Mitbegründer der „Royal Southern Brotherhood“) an der Gitarre ist wiederum recht melodiös und vom Stil her irgendwo zwischen den späten Allman Brothers und Lynyrd Skynyrd angesiedelt. Für das folgende, im Stil des viel zu früh verstorbenen Freddie King gehaltene Gitarreninstrumentals „Mr. Davis“ hat Walter Trout niemand geringeres als als den Jazz-Blues-Fusion-Gitarristen Robben Ford, mit dem er auch zusammen bei „The Supersonic Blues Machine“ spielt, verpflichtet.
Auch der im nächsten Song „The Sky Is Crying“ kraftvoll performende Warren Haynes ist ein musikalisches Schwergewicht, ist er doch langjähriges Mitglied der „Allman Brothers Band“. Ganz anders das nächste Stück „Somebody Goin’ Down“, im Gegensatz zu den bisherigen Songs des Albums ist es ein im funkiges, aber auch recht heavy angelegtes, von Eric Gales interpretiertes, Stück. Eher melodiös und mit schönen Bläsersätzen arrangiert bietet „She Steals My Heart Away“ dem Texaner Edgar Winter (Bruder des bereits verstorbenen Johnny Winter) den nötigen Rahmen seine Saxofonkünste unter Beweis zu stellen.
„Crash And Burn“ wiederum ist ein typischer Chigaco-Blues mit Joe Louis Walker an der Gitarre. Von der Mundharmonika getragen und ebenfalls aus der Ecke des Chicago-Blues stammend, ist der folgende Track „Too Much To Carry“ mit dem  John Németh. „Do You Still See Me At All“ ist eine feine, melodiös komponierte, von Vater Walter Trout und Sohn Jon gespielte Bluesperle.
Härter, aber durchaus tanzbar, geht‘s dann wieder mit Randy Bachman (ehemals „Guess Who“ und „Bachmann-Turner-Overdrive“) auf „Got Nothin‘ Left“ zur Sache. Alle Songs sind auf ihre Art grandios, ist das ruhige, unplugged dargebotene Delta-Blues Stück „Blues For Jimmy T.“ mit John Mayall an der Mundharmonika. Einfach klasse. Bei dem letzten Titel des Albums, der gleichzeitig auch der Titelsong ist und stilistisch an „Electric Mud“ von Muddy Waters erinnert, hat Joe Bonamassa tatkräftig in die Saiten gegriffen.
Fazit: „We’re All In This Together“ ist ein abwechslungsreiches Blues-Album. Zu etwas besonderem wird es natürlich auch dadurch, dass Walter Trout hier zu seiner alten Energie und Lebensfreude zurückgefunden hat. Thank you, Lord.
Ich bin dankbar, dass ich für diese Aufnahmen wieder auf das Format der Langspielplatte (Do-LP) zurückgekommen bin.



Review: Jörg Schneider (Auszüge) www.sounds-of-south.de

Sonntag, 7. Januar 2018

One to one - Carole King

Vor viele Jahren habe ich die Singer/Songwriterin Carole King (* 1942) entdeckt mit ihrem Superalbum "Tapestry", das bereits 1971 erschienen war.
 
Die Folkszene war mit Beginn Mitte der 60er Jahre bis Anfang der 80er Jahre fast schon "in".
 
Am Samstag entdeckte ich dann eine LP bei meinem Secondhandler des Vertrauens. "One to one" aus dem Jahre 1982. Gleich vor Ort hörte ich mir 2 Songs auf der Anlage beim Kaffee an.
 
"One to one" und "It´s a war". Eine gute und einfühlsame Stimme der Sängerin, aber  auch eine tolle Stimmung als gesamte Platte, wie ich später zuhause feststellte.
 
 
3Sat brachte an Silvester u.a. auch ein Konzert mit Carole King aus dem Hydepark in London (2016). Sehr bewegend, der mittlerweile 74 jährigen Dame beim Musizieren am Klavier und singen zu zusehen. Eine Perle.

Samstag, 6. Januar 2018

Komm in unsre stolze Welt

"Komm in unsre stolze Welt, / Herr mit deiner Liebe Werben. / Überwinde Macht und Geld, / lass die Völker nicht verderben. / Wende Hass und Feindessinn / auf den Weg des Friedens hin."

Dieses Lied nimmt alle Lebensbereiche von der weiten Welt bis zum engen Herzen vor Gott ins Gebet. Hans Graf von Lehndorff, der Autor des Liedes, stammte aus altem preußischem Adel und wuchs auf Gütern in Ostpreußen auf, unter anderem in Trakehnen, wo sein Vater ein berühmtes Gestüt leitete. Nach dem Medizinstudium in Paris, Genf und München arbeitete er als Arzt in Berlin und Insterburg. Im Zweiten Weltkrieg war er aktives Mitglied der Bekennenden Kirche und wurde in die Attentatspläne gegen Hitler eingeweiht. Sein Mitwissen blieb unentdeckt. Nach dem Krieg arbeitete er weiter als Arzt in Ostpreußen. 1947 kam er nach Westdeutschland, war bis zu seinem Ruhestand als Arzt in Bonn und danach als Krankenhausseelsorger tätig.

(aus: Neukirchener Kalender, 6.1.2018)

Hans Graf von Lehndorff erhielt 1972 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
Am 4.9.1987 verstarb er in Bonn.

Freitag, 5. Januar 2018

50 Jahre Hardrock

1968 gilt als Jahr der Entstehung des Hardrock, ein spezielles Genre in Sachen Rockmusik.

Ich würde mich nicht als durchgängigen Hardrock Fan outen, obwohl ich auch in den 70er Jahren ein Hardrock Kuttenträger war. Ich hätte eher das Jahr 1970 als Entstehung favorisiert, denn da wurde "In Rock" von Deep Purple veröffentlicht. Alle Zutaten zum heutigen Hardrock waren vorhanden, auch wenn sich bis heute die Szene weiterentwickelt hat. Grundlegend scheint die Erfindung des "Marshall" Verstärkers zu sein.

1977
1972
Sympathisch empfinde ich die Stilrichtung bis heute, da sie alle Modetrends ausgesessen hatte. Für 2-3 Jahre schien diese Musik gefährdet zu sein, als der Grunge herauskam. Angeblich soll dieser Stil tanzbarer gewesen sein. Aber wer spricht heute noch über den Grunge. Kurt Cobain hat vermutlich mit seinem Selbstmord die ganze Grunge Szene aufgelöst.

1968 hat sich zwar die Band Deep Purple gegründet, aber Rifflastige Songs gab es auch schon viel eher. 1964 kam von den Kinks "You really got me" heraus, dessen Riff Jahre später erst Jimmy Page von Led Zeppelin zugeschrieben worden ist. Oder ich denke an "My Generation" von The Who (1965).

Aber ich bin kein Musikredakteur und so nehme ich das Entstehungsjahr 1968 dankbar an. Ohne Deep Purple, Led Zeppelin und Black Sabbath (Die großen Drei), ist die heutige Szene nicht denkbar und viele Musiker geben diese Bands als stilprägend an.

Vermutlich aufgrund meines Alters oder auch meiner späteren Vorliebe zum Blues ist es zu verdanken, dass mich die 2. Generation der Hardrockbands nicht mehr erreicht haben (Motörhead, Guns N´Roses, Metallica, Judas Priest, Iron Maiden).

Wobei mich die 4. Generation wie z.B. Blues Pills, Wucan, Simo, Siena Root wieder erreicht.

Aber am Ende faszinieren die frühen Songs wie z.B.: "Smoke on the water" (Deep Purple), "Black Dog" (Led Zeppelin), "Radar Love" (Golden Earring), "This Flight tonight" (Nazareth) und "You ain´t seen nothin´ yet" (Bachman, Turner-Overdrive) immer noch.
 

Günther Maria Halmer wird 75

Günther Maria Halmer, der Charakterschauspieler feiert seinen 75. Geburtstag.
Seit ein paar Jahren mag ich diesen, manchmal auch kauzig schrägen Typen, in deutschen Filmen.


Am 10.5.2017 in Menden
Im vergangenen Jahr erlebte ich ihn live bei einer Dichterlesung im heimischen Sauerland. Er stellte seine Biografie vor.



Es hatte schon einige Jahre gedauert, bis er seinen, schon in der Jugendzeit gefundenen Traum, ein Schauspieler zu werden, ausleben konnte.

Viele  Umwege, sogar als Minenarbeiter in Kanada, führten in schließlich zum Theater und später zum Film. Er gehört auch zu den wenigen deutschen Schauspielern, die es bis nach Hollywood geschafft haben. Aber das war eher eine schöne Zwischenepisode. Heute ist er am deutschen Theater und im Filmgeschäft zu hause.

Ich mag auch seine humorvolle Seite. Gut sichtbar in dem Film, "Liebe hat Vorfahrt" (2005) als er mit Suzanne von Borsordy eine Mopedtour durch Wind und Wetter macht, oder die Szene mit Michaela May in "Eine Sennerin zum Verlieben" (2010) , als er einen kritischen Bullen einfangen will.
Ihnen einen schönen und gesegneten Geburtstag!

Mittwoch, 3. Januar 2018

QSP

Drei Musiker der 70er Glamrock Phase tun sich zu einem gemeinsamen Projekt zusammen.
 
Suzi Quatro (Bass, Vocals), Andy Scott (The Sweet - Gitarre, Vocals) und Don Powell (The Slade - Drummer) geben ein interessantes Trio ab.

Am 6.12. erschien das Album als Do-LP und ich bin im Moment auf dem Langspielplatten Trip (?), so dass ich mir diese zulegte.

Eigene Songs wechseln mit relativ guten Coverversionen ab, wobei nur ganz vereinzelt eine Spur des Glamrocks der 70er Jahre auftaucht. Ich würde die Musik des Albums auch nicht als Hardrock bezeichnen, da es ruhiger von statten geht.

Samstag, 30. Dezember 2017

Jahresabschluss / Lobpreisabend

 
Traditionell findet schon seit einigen Jahren zwischen Weihnachten und Silvester ein Jahresabschlusstreffen der christlichen Bikergruppen statt.
In diesem Jahr hatten der HOLY RIDERS MC ins Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde nach Lüdenscheid-Brüninghausen eingeladen.
Das Treffen begann gegen 18.00 h und endete kurz nach 23.00 h. Es gab eine Zeit zum Ankommen bei einer Tasse Kaffee, bevor gegen 18.30 h der Lob- und Dankgottesdienst begann. Viele Lieder hatten dafür Raum und die Band der HOLY RIDERS bestehend aus 2 Gitarristen, einem Bassisten und einem Cajonspieler begleitete den Gottesdienst. Henning steuerte eine Andacht zur Jahreslosung 2018 bei:
GOTT spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offenbarung 21,6)
Zwischen den Liedern war immer wieder Raum um persönliche Erlebnisse und Gedanken weiterzugeben. Die unterschiedlichsten Erfahrungen wurden gemacht und miteinander geteilt - Höhen und Tiefen- und es gab viel Ermutigung für das kommende Jahr und Wirken innerhalb der Bikerszene. Aber herausragend ist einmal mehr der Dank an unseren Heiland Jesus Christus.
Durch IHN leben wir und sind mit IHM unterwegs.
Zwischendurch war auch noch genügend Zeit für ein gemeinsames Abendessen und der Feier des
Abendmahls am Schluss des Abends.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Teilnehmende Gruppen: CMA Germany, Flying Angels, MoGo Team Freudenberg, CGW-Mot,
CVJM-Westbund, Ambassadors for Jesus Christ MM und der HOLY RIDERS MC.



Abendmahl



Mittwoch, 27. Dezember 2017

DFB-Museum

Am 27.12. war ich mit einem Freund in Dortmund unterwegs. Einmal rauskommen, abschalten, etwas anderes sehen.
 
 
Am 23.10.2015 wurde das Deutsche Fußballmuseum von der DFB-Stiftung eröffnet in Dortmund eröffnet. 
Wir waren gut drei Stunden im Museum (Eintritt 17 € Erwachsene) - mehr war zeitlich nicht möglich und somit ein Grund nochmals das Museum anzusteuern. Es dreht sich um Fußball, aber nicht immer um die Nationalmannschaft.
So kann man hautnah vor dem DFB Pokal und der Meisterschale stehen.
 
Der WM Pokal ist sogar einiges kleiner als der DFB Pokal.
 
Es wird auch die Nationalmannschaft der DDR dargestellt. Es gibt gute Hinweise zu Fußballern, die aus der DDR damals geflüchtet sind. Zu diesem Thema hatte ich mir vorher gar keine Gedanken gemacht.
Fußball im 3. Reich und Adolf Hitler ist ein Thema. Von Trainer Sepp Herberger ist vieles zusammengetragen worden. Es gibt also viel zu entdecken.
Das 3D Kino ist ein wenig enttäuschend - da hatten wir mehr erwartet.

Dienstag, 26. Dezember 2017

Meine Zeit steht in deinen Händen


Bereits 2015 ist die Lebensbiografie von Peter Strauch erschienen. Jetzt bei der dritten Auflage des Buches hat dieses auch den Weg unter unseren Weihnachtsbaum geschafft.

Bekannt ist er meiner Frau und mir schon seit vielen Jahren. Nicht nur wegen seiner Lieder, die er komponiert hat und die wir stellenweise sehr gerne singen. Aber da wir jetzt selbst Mitglieder in einer FeG sind, deren geistlichen Hintergrund er auch hat, interessiert uns seine Biografie sehr.

Das Buch umfasst gut 570 Seiten und ist in 7 große Kapitel unterteilt. Wir lesen gerade das 3. Kapitel, seine Zeit als junger Pastor in einer FeG in Hamburg (1966-1973).
 


Meine Zeit steht in deinen Händen: Biografie, SCM Hänssler, Holzgerlingen 2015, ISBN 978-3-7751-5608-0.

Samstag, 23. Dezember 2017

Einziger Trost im Leben und Sterben?

"Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?"


Dass ich mit Leib und Seele
im Leben und im Sterben nicht mir,
sondern meinem getreuen Heiland
Jesus Christus gehöre.

Er hat mit seinem teuren Blut
für alle meine Sünden vollkommen bezahlt
und mich aus aller Gewalt des Teufels erlöst;
und er bewahrt mich so,
dass ohne den Willen meines Vaters im Himmel
kein Haar von meinem Haupt kann fallen,
ja, dass mir alles zu meiner Seligkeit dienen muss.

Darum macht er mich auch
durch seinen Heiligen Geist
des ewigen Lebens gewiss
und von Herzen willig und bereit,
ihm forthin zu leben.



Die Sprache klingt ein wenig alt und man sollte genau lesen. Hier handelt es sich um den so genannten ersten Artikel des Heidelberger Katechismus, der vor gut 450 Jahren als Folge der Reformation in Deutschland entstand.
Unser Zeitgeist geht vermutlich davon aus, das nach dem Tod alles aus ist. Viele Menschen stellen sich auch nicht mehr die Frage, was kommt nach dem Sterben und Tod? Wer genau liest, stellt fest, dass die Frage sich auch mit dem diesseitigem Leben auseinandersetzt und eine Antwort erwartet. Wer oder was tröstet uns in Lebenskrisen, die so vielfältig sein können?

Was nun, Kirche?

Passend zum zu Ende gehenden Feierjahr zur Reformation vor 500 Jahren, hat Pastor Ulrich Parzany ein kritisches Buch herausgebracht.
 
Er gehört nicht zu den Christen, die jubelnd im Chor zu diesem Jahr miteinstimmen.
 
Natürlich ist er dankbar über die damalige Reformation und deren Erkenntnisse; aber die jetzige ev. Landeskirche in Deutschland hat sich sehr von diesen tragenden Wurzeln entfernt.

Er macht eine Bestandsaufnahme.
 
Es ist nicht nur der Zeitgeist, der dieser Kirche zusetzt, sondern auch die allgemeine Entwertung von biblischen Aussagen in Lehre und Ethik.

www.scm-haenssler.de 
ISBN 978-3-7751-5792-6