Samstag, 31. Januar 2026

Johnny Rotten wird 70

Der Hauptpunker wird 70 Jahre alt


Johnny Rotten war sein Künstlername als es 1975 mit den Sex Pistols losging. Eigentlich heißt er John Lydon und wurde am 31.1.1956 in London geboren. 
Eigentlich konnte er auch nicht gut singen. Eher wütend schreien! Aber das reichte für die Abrechnung mit dem Establishment in Sachen Politik und Musik. Er trug damals z.B. ein T-shirt von Pink Floyd, das eingerissen war und er hatte eigenhändig "Hate" (Hass) draufgeschrieben. Grüne Haare zum Irokesenkamm getrimmt - sein Erkennungszeichen. Der Punk rechnete mit allem ab. Die Band existierte nur drei Jahre und brachte ein Album heraus. 
"Never mind the bollocks, here's the Sex Pistols" kam 1977 auf den Markt. P.S. Habe die Platte auch noch irgendwo stehen. Aber ich war nie ein Punker.
Sid Vicious, der Gitarrist, starb früh am Heroin. 1978 gründete John PIL (Public Image Ltd.), eine Post-Punk Band. Im Sommer ist er auf Tournee in Deutschland.
Von Gerard Way


Aber durch die Songs "Anarchy in the U.K." und "God save the queen" wurde er auch vom MI5 beobachtet. Es kam auch zu einigen Hausdurchsuchungen bei ihm. Er verließ später England in Richtung 🇺🇸 USA.

1977 heiratete er Nora Forster, die 2023 an Alzheimer verstarb. John pflegte sie bis zum Tode. 

Donnerstag, 29. Januar 2026

Aufnahme in die CMA-Germany

Leitungsdreigestirn

Prospectsaufnahme in die CMA


Am vergangen Wochenende hatten wir von unserem CMA Chapter "Jesus has risen" unser jährliches Treffen im BK-Freizeitheim Beienbach.
In den vergangenen Jahren haben wir durch Tod und anderer Priotätensetzung Mitarbeiter verloren. 
Wie leistungsstark sind wir noch? So musste am Freitag bereits die Entscheidung getroffen werden, dass wir nur noch einen Mogo ab 2027 jährlich ausrichten werden. Wenden-Elben fällt dann leider weg. Mit 6 bis 8 Leuten lässt sich so eine Arbeit nicht stemmen. Zumal immer wegen Wochenendarbeit oder Krankheit Mitarbeiter ausfallen können.
Am Samstag Mittag durften wir zwei neue Prospects einführen, die seit rund 13 Monaten in unserem Umfeld als Freunde geführt worden waren.

Der nächste Schritt wird die Memberschaft sein. Aber bis dahin wird wieder rund ein Jahr der Bewährung vergehen.

Aber die Freude und Dankbarkeit überwog.
 

Dienstag, 27. Januar 2026

Holocaust Gedenken in Plettenberg

Gedenken auf dem jüdischen Friedhof in Plettenberg


Offiziell um 15 Uhr begann die Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof in Plettenberg. Vielleicht waren so zwischen 70 und 80 Personen vor Ort. 


Der "neue" Bürgermeister von Plettenberg, Ralf Beßler, hielt eine kurze Ansprache zum Gedenken an die 6 Millionen getöteten Juden durch Hitler Deutschland. 

Ralf Beßler

Stefanie Schilling (Christen an der Seite Israels) erinnerte an Textpassagen aus dem Propheten Jeremia. GOTT Jahwe wird einmal sein Volk wieder sammeln und nach Hause holen. 

Trotz vieler Pogrome gegen die Juden existiert der Staat Israel seit dem Ende des 2. Weltkrieges. 


Gemeinsam legten Beßler und Schilling noch ein Blumenbouquet an der Erinnerungsstele nieder. 
Stefanie Schilling 

"Nie wieder" - muss unsere Verpflichtung sein. Keine Menschenverachtung und Vernichtung. Danach kam es noch zu einer infoveranstaltung über Anne Frank im Ratssaal. 

Vor 20 Jahren wurde erstmals in Plettenberg auf dem jüdischen Friedhof dem Holocaust gedacht.
 

Montag, 26. Januar 2026

Lyngvig Fyr - Lyngvig Feuer


Lyngvig Fyr - auf Holmsland Klit

Hier handelt es sich um einen dänischen Leuchtturm an der Westküste Jüdlands. Im Jahre 1906 wurde er erbaut und war somit der letzte dänische Leuchtturm an der Nordessküste. 

Er steht auf einer 17 Meter hohen Düne und ragt 38 Meter hoch. Vor dem Bau war ein Schiff an dieser Stelle gestrandet und 24 Matrosen verloren ihr Leben. 

Das Leuchtfeuer gehört zur Region Hvide Sande. Es müssen 228 Treppenstufen erklommen werden, um auf der Kanzel anzukommen. 

Die Nebengebäude unterhalten ein kleines Museum und ein Cafe. Leider hatte letzteres geschlossen, als wir am 19. Januar 2026 vor Ort waren. 

Im Laufe der Jahre gab es technische Probleme, so dass das heutige Feuer an Leuchtkraft eingebüßt hat. Im Jahre 2011 funktionierte der Drehantrieb nicht mehr. Die Restauration war vermutlich viel zu teuer. Eine neue Leuchtdiodenlaterne  wurde draußen angebracht. Die Tragweite verringerte sich von 22 auf 17 Seemeilen.
 

Freitag, 23. Januar 2026

Francis Buchholz (Bassist) ist tot

70er Jahre

Francis Buchholz, Ex-Bassist der Scorpions, ist tot


Am 19. Februar 1954 wurde er in Hannover geboren. Seinen ersten Auftritt legte er als 15jähriger hin. Er spielte den Bass in einer Schülerband auf dem Gymnasium. Er machte sein Abitur und fing ein Maschinenbaustudium an. Er spielte in den verschiedenen Bands aus dem Jazz-, Blues- und Rocklager. Er verweigerte den Wehrdienst und begann seinen Zivildienst in der Sozialarbeit der  Titusgemeinde.
1973 verschmolzen mehrere Bands zu den Scorpions. Eine Weltkarriere begann. Er blieb bis 1992 und zog sich dann ins Privatleben zurück. 1991 wurde die Band von Michael Gorbatschow in Moskau empfangen. 
Als er ausstieg hatte die Band schon über 30 Millionen Platten verkauft und über 50 Gold- und Platinauszeichnugen erhalten. Besonders erfolgreich waren sie in Kanada und den USA. An den ersten 12 Produktionen war er beteiligt.
Er verfasste ein Buch über den Bass und die Spielweise.

Francis verstarb am 22.1. durch eine Krebserkrankung. Er hinterlässt eine Ehefrau Hella, einen Sohn und Zwillingstöchter. Er wurde 71 Jahre alt.

Meine persönliche Begeisterung für die Band endete ca. 1984. Die Sachen aus den 70er Jahren höre ich weiterhin gerne.

Donnerstag, 22. Januar 2026

Flensburg

Flensburg - die nördlichste Stadt in Deutschland


St.Jürgen-Kirche
 Flensburg liegt knapp vor der Grenze zu Dänemark an der Flensburger Förde. Da die Stadt knapp nur 96000 Einwohner hat, gilt diese noch nicht als Großstadt. 

Wir befanden uns auf der Rückreise - aus Dänemark kommend - und wollten hinter der Grenze Tanken und uns ein wenig in dieser Stadt die Beine vertreten. 
Wir waren vorher auch noch nicht in Flensburg gewesen. 

Das Tanken haben wir dann erst später erledigt. Hier sollte der Diesel 1.78 €/l kosten. Gute 100 KM weiter,  mit 1.69 €/l., war es dann viel preiswerter 


Wir erkundeten die Fußgängerzone, waren vorher am Ende der Förde, wo heute die Segelyachten liegen. Die Fußgängerzone hatten wir aber nicht komplett durchschritten. Viele schöne Hausfassaden lockten zu Fotos. 

Aber es zog uns ins Warme und wir entdeckten ein kleines indischen Restaurant (Ajay Restaurant). Wir waren die einzigen Gäste. Es war sehr lecker und wir erlebten eine freundliche zuvorkommende Bedienung. Eine schöne Zeit! 😉
Die Windbraut
Danach ging es weiter und meine Frau entdeckte einen Vinyl-Laden mit Secondhandware. Das kostete auch etwas Zeit und ich wurde gar mit einer Scheibe fündig. 


Im Frühling und Sommer muss es hier sehr schön sein. Viele Lokalitäten, vermutlich davor Biergärten und dann die Bewegungen der Schiffe in der Förde. 

am Nordermarkt

 

Montag, 19. Januar 2026

Ralph Towner ist tot

Der Jazzgitarrist Ralph Tower ist gestern in seiner Wahlheimat Rom verstorben


1971 gründete er die Band Oregon, zusammen mit Paul MacCandless (Blasinstrumente). Glenn Moore (Kontrabass) und Colin Walcott (Percussion, Sitar). Die Band erwies sich als Bahnbrechend im Jazz, der Weltmusik und der Neuen Improvisationsmusik. 31 Alben sind bis 2021 veröffentlicht worden. Ralph Towner spielte die Jazzgitarre und das Keyboard. Bei seine Soloprojekten griff er auch sehr gerne zur akustischen Gitarre mit Nylonbespannung. 
Christian Mathis / NZZ
Ralph Towner wurde 85 Jahre alt. 

Sonntag, 18. Januar 2026

Schleswig

Schleswig an der Ostseeförde


Wir sind gestern morgen kurz nach 3.30 Uhr losgefahren, um ein paar Tage in Dänemark 🇩🇰, an der Küste der Nordsee, zu verbringen. 

Da wir noch in Deutschland 🇩🇪 tanken wollten, standen die Städte Flensburg oder Schleswig zur Auswahl. Wir entschlossen uns für Schleswig, einer mittleren Stadt mit knapp 26000 Einwohner. 

Sehr positiv waren die drei verschiedenen Parkplätze, die nix kosteten. Das ist bei uns in NRW oftmals ganz anders.
Schloss Gottorf

Zuerst gingen wir die Fußgängerzone entlang. Leider fiel hier uns auch auf, dass gut 1/3 der Läden leer waren oder den Ausverkauf organisierten. 

In der Fussgängerzone fanden wir mehere Häuser mit einer schönen Außenfassade. Wir kamen in der Altstadt an, die mit Kopfsteinflaster durchzogen waren. Manche Ampeln hatte Wikingersymbole. Wir umrundeten den St. Petri Dom. Später kamen wir zum Ende der Schlei.
Wikingturm

St. Petri Dom

Auf der Weiterfahrt hielten wir noch am Schloss Gottorf an, um Fotos zu machen. PS. Nach einer Tankstelle mussten wir länger suchen. Dann ging es weiter in Richtung Hvide Sande.
 

Sonntag, 11. Januar 2026

Bob Weir verstorben

2007 Wikipedia 
Bob Weir (78) ist tot


Der Gitarrist und Sänger der amerikanischen Band Grateful Dead ist am 10. Januar im Alter von 78 Jahren verstorben. Er litt an einem Krebs und starb an einem Lungenleiden.
Die Band wurde offiziell 1995 nach dem Tode von Jerry Garcia aufgelöst. Danach gab es noch ein loses Miteinander unter dem Namen The Dead und The Other Ones.
Robert "Bob" Hall Weir wurde am 16.10.1947 in San Francisco geboren. Er wuchs in Kalifornien bei Adoptiveltern auf und erlernte mit 13 Jahren das Gitarrenspiel. Im Jahre 1963 lernte er Jerry Garcia kennen. Er wurde Bandmitglied bei den The Warlocks, aus denen später Grateful Dead hervorgingen. Als Rhythmusgitarrist stand er später eher im Hintergrund, da Jerry Garcia die "Solos" spielte.
Die Band siedelte sich in Haight-Asbury, einem Stadtteil von San Francisco, an. Hier startete offiziell die spätere Hippieszene. Von den 12 verschiedenen Musikern, waren nach Garcia, Weir, Lesh und Kreutzmann immer dabei gewesen. 
1972, 1981 und 1990 war die Band auch in Deutschland 🇩🇪 zu Gast. Speziell erinnert man sich an den Rockpalast Auftritt 1981 in Essen. Psychedelic Rock, gepaart mit Countrywurzeln in einem oft langanhaltenden Jamcharakter. Über 3000 Konzerte hatte die Band absolviert, oft auch als Gratishappening. Die Konzerte liefen weit über 3 Stunden ab. Viele Bootlegs wurden von ihren Fans, den so genannten Deadheads, mitgeschnitten und erstellt. Das war den Musikern egal, bzw. gehörte zum Kult um die Band dazu. 
Im Jahre 1994 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Bill Kreutzmann, der Drummer, ist noch als einzig lebendes Originalmitglied da. Der Bassist Phil Lesh war im Jahre 2024 verstorben. 

Samstag, 10. Januar 2026

Ron Ely verstorben

Schrei der schwarzen Wölfe (1972)

Tarzan Darsteller Ron Ely ist tot


Vielleicht liegt es am eigenen Älterwerden, dass man sich an die Kinder- und Jugendzeit gerne (?) erinnert. Heute morgen dachte ich an den Schauspieler Ron Ely, der mich mehr oder weniger länger begleitet hatte. Traurig überrascht war ich dann darüber, daß er bereits im Sept. 2024 verstorben war. Hatte ich nicht mit bekommen - vielleicht war es  auch keine große Nachricht wert gewesen.
In den späten 60er Jahren wurde meines Wissens die Tarzan Serie samstags gegen 18 Uhr ausgestrahlt im ZDF. Leider kam in der ARD um 18 Uhr die Sportschau. Da wir nur ein TV Gerät hatten und das noch in s/w, sah mein Vater die Sportschau. Papa war der Herr im Haus. Also hatte ich ein Nachsehen. Wenn er bei der Post Schichtdienst hatte oder ich bei einem Freund war, dann konnte ich Tarzan mit meinem geliebten Ron Ely sehen. Wir versuchten auch den Tarzanschrei nachzumachen. Vermutlich haben wir damit genervt!

Tarzan (60er Jahre)
Den Abenteuerfilm "Schrei der schwarzen Wölfe" habe ich dann 1972 im Finnentroper Kino gesehen. Vielleicht ist dadurch meine Liebe zu Alaska entstanden. Viele Jahre später habe ich erst erfahren, dass der Film in Österreich 🇦🇹 gedreht worden war. Der viel zu früh verstorbene Raimund Harmstorf (58 Jahre - 1998) spielte darin auch mit. Die Wölfe waren aber Schäferhunde gewesen.
Den Western "100 Fäuste und ein Vater Unser", auch aus dem Jahre 1972 mit Uschi Glas, kenne ich bis heute nicht.

Geboren wurde Roland Pierce "Ron" Ely am 21.06.1938 in Hereford / Texas. Die Rolle als Tarzan entstand in den Jahren 1966 bis 1969. 57 Folgen wurden mit ihm gedreht. Im Jahr 1972 war er in der BRAVO der beliebteste Schauspieler für den Goldenen Otto. 2001 ging er als Schauspieler in den Ruhestand.
1984 heiratete er ein zweites Mal. Valerie Landeen war zwar rund 20 Jahre jünger als er. Drei Kinder, ein Sohn und zwei Töchter wurden ihnen geschenkt. Die Familie lebte in Santa Barbara. Am 15. Oktober 2019 kam es zur Tragödie. Der Sohn erstach seine Mutter und wurde anschließend von der Polizei erschossen. Es kam noch zu Untersuchungen, da das Erschießen des Sohnes als unverhältnismäßig angesehen wurde. Es kam aber zu keiner Klärung.
Ron Ely verstarb am 29. September 2024 im Alter von 86 Jahren in  Los Alamos / Santa Barbara - Kalifornien.

Donnerstag, 8. Januar 2026

Felix Manz, Märtyrer

Gedenktafel

Felix Manz, Märtyrer der Täuferbewegung 


Felix Man(t)z, geboren um 1498 in Zürich. Er soll ein unehelicher Sohn eines Geistlichen aus Zürich gewesen sein. Es gibt da unterschiedliche Vermutungen zu.
Trotzdem genoss er eine sehr gute humanistische Ausbildung und kannte sich in den Sprachen Hebräisch, Griechisch und Latein aus. Als gesichert gilt, dass er schon früh Kontakte zu reformatorischen Kreisen bekam, zu denen auch Huldrych Zwingli gehörte. Zusammen mit Zwingli studierte er die hebräische Sprache. 
Er lernte aber auch Jörg Blaurock und Konrad Grebel kennen, die später die Täuferbewegung begründeten. Diese drei Mann gründeten kleine Bibelschulen um die Laien zu schulen. 
Der erste Riss zu Zwingli kam zum Jahreswechsel 1523/24 auf. Es ging um unterschiedliche ekklesiologische Auslegungen. Die Tauffrage kam erst viel später hinzu. Zwingli bekam von ihnen vorgeworfen, dass er den reformatorischen Prozeß in Zürich verzögern würde. Da kann durchaus etwas dran gewesen sein. Aber zur damaligen Zeit waren das Umwälzungen, die viel Weisheit erforderten. Der Prozeß in Deutschland verlief ja auch nicht glatt. Luther mit Melanchthon auf der einen Seite und Karlstadt und Münzer auf der anderen Seite. 
Schriften von Karlstadt prägten auch Manz. Karlstadt entschied sich auch gegen die Kindertaufe, war aber kein Schwärmer wie Münzer. Aber auch im ev. Lager in Deutschland 🇩🇪 hielten die Adligen lieber zum etwas gemäßigten Luther. Das war in Zürich dann auch zu beobachten. 
Der endgültige Bruch zwischen Zwingli und Manz, Blaurock und Grebel fand im Herbst 1524 statt. In der Disputation sprachen sich alle drei gegen die Kindertaufe aus. Der Rat der Stadt Zürich stellte sich sofort auf Zwinglis Seite. Am nächsten Tag wurde beschlossen, das alle Eltern, die ihre Kinder nicht bis zum 8. Lebenstag haben taufen lassen, die Stadt zu verlassen haben. Im Januar 1525 bekamen die Drei das Bibelschulverbot.
Es kam am 21.1.1525 zur Gründung der Täufergemeinde. Jörg Blaurock, der kath. Priester war, ließ sich als erstes von  Grebel taufen. Manz wurde am 30.1.1525 verhaftet. Manz kam später frei, wurde aber im Mai wieder verhaftet. Er  hatte zwischendurch im Kanton Zürich evangelisiert. Bis zum 30.10. blieb er inhaftiert. 
Im Frühjahr 1526 predigte und taufte Manz in Graubünden und Appenzell. Am 3.12.1526 wurde er erneut verhaftet und das Gericht verurteilte ihn zum Ertränken in den ersten Januartagen 1527. 
Am 5. Januar 1527 wurde er gebunden und in die Limmard geworfen. Später starben noch weitere 5 Täufer in der Limmard. 

Ein dunkles Kapitel der ev. Reformation.


Gerta Scharffenroth, ev. Theologin

Gerta Scharffenroth, geb. 8.1.1912, verstorben 4.12.2014 in Heidelberg


Sie war eine geborene von Mutius aus Stuttgart. Ihr Vater war Oberst und Chef des Generalstabs 13. Armeekorps. Albert von Mutius heiratete Ingeborg von Saldern. Ihre Kindheit verbrachte sie auf dem Gut in Schlesien. Im Jahre 1931 legte sie ihr Abitur auf einem Jungen-Gymnasium ab. Sie wollte gerne später Medizin studieren, dass aber ihre Eltern ablehnten. 
Sie half dann ihrem Vater bei der Bearbeitung von historischen Nachlässe aus dem 19. Jahrhundert. 
1936 heiratete sie den See-Offizier Fritz Scharffenroth in Bunzlau. Das Ehepaar hatte 3 Kinder. Im Herbst 1942 kehrte Gerta auf das Familiengut in Schlesien zurück. Sie trennte sich von ihrem Mann, nicht aus fehlender Liebe. Sie empfand ihren Mann als politischen Mitläufer im Nazireich. 1946 wurde sie dann aus Schlesien von den Russen vertrieben und lebte 3 Jahre auf der Flucht. Über Norddeutschland fand sie dann ihre neue Heimat in Heidelberg.

Foto:Isabel Groche, beim 100. Geburtstag 

Im Jahre 1956 entschloss sie sich Politikwissenschaften und ev. Theologie zu studieren.



Im Jahre 1962 legte sie ihre Dissertation über Römer 13 und dem geschichtlich  politischen Denken, ab. Von 1962 bis 1966 leitete Sie den ev. Gemeindedienst in Heidelberg. Bis zu Ihrem Ruhestand war sie Mitarbeiterin in der ev. Studiengemeinschaft. Sie begleitete Projekte in der Friedensforschung. 1970 wurde sie als erste Frau in den Rat der EKD gewählt. Im Jahre 1989 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.
Sie erlebte ein reiches, aber auch hartes Leben. Beginnend über die Monarchie, der Weimarer Republik und deren Zerfall, erste und zweite Weltkrieg mit dem Aufstieg und Fall des Nazireichs, Flucht, Aufbau von Westdeutschland, Kalter Krieg, Wiedervereinigung.