Dienstag, 30. Dezember 2025

Erinnerung an T Lavitz

T Lavitz, Keyboarder - am 7. Oktober 2010 verstorben 

Der Keyboarder Terry "T." Lavitz starb unerwartet im Schlaf (vermutet wird ein Herzinfarkt) Er wurde nur 54 Jahre alt. Im Jahre 1978 wurde er eingeladen, der Band Dixie Dregs beizutreten. Was er auch tat. Bis zur Bandauflösung im Jahre 1983 war er mit an Bord gewesen.


Anschließend taten sich er mit Rod Morgenstein (Drums), Andy West (Bass) und dem ehemaligen Musiker von Little Feat, Paul Barrere zusammen und gingen auf Tournee. Im Jahr 1988 kamen Dixie Dregs wieder zusammen. Auf 9 Alben der Band musizierte er mit. Er ging auf Tournee mit Bill Bruford und dem Billy Cobham Trio. 
Im Jahre 1991 trat er der Band Widespread Panic bei. Er ging mit auf Tournee, aber trat wieder aus, als 1991 erneut Dixie Dregs sich zusammentaten. Ein Auf und Ab mit dieser Band. 
Dann folgte mit der Band Jazz is Dead eine Tournee. Songs der Band Grateful Dead wurde verjazzt. Es entstanden drei Alben mit dieser Band. Bei weit über 40 Projekten war er mit dabei. Er spielte Keyboard u.a. bei Pat Benatar, Nils Lofgren, Steve Morse, Robbie Krieger, Andy West und Jeff Richman.


Steve Morse Band - Triangulation

Steve Morse Band 


Den Musiker Steve Morse habe ich Anfang der 80er Jahre durch einen Kumpel kennengelernt. Dixie Dregs musizierten im Jazzrock Lager. Steve Morse war der Gitarrist der Band. Jazzrock gepaart mit Dixieland- und Blueseinflüssen - eine tolle Mischung. Aber in Deutschland war die Musik kommerziell nicht erfolgreich. Egal. Er half auch zeitweise bei Kansas aus.
Steve Morse machte sich irgendwann selbständig als Solokünstler. Dann zu meiner Überraschung wurde er Gitarrist bei der Hardrock Legende Deep Purple. Eigentlich passte er mit seinem Stil nur bedingt in diese Formation. Das war aber nur meine Einschätzung! Am 23. November 2012 haben meine Frau und ich die Band in Oberhausen erlebt. 
Im Jahr 2022 verabschiedete Steve Morse sich von Deep Purple wegen privaten Nöten. Seine Frau litt an Krebs und er wollte für sie da sein und nicht mehr auf Tournee gehen. 
Seine Frau ist im vergangenen Jahr verstorben. Vermutlich als Hilfe und Trost hat er sich wieder in die Musik gestürzt und neue Songs kreiert. 
natürlich als Vinyl gekauft
Der Begriff Triangulation kommt aus dem Flug- und Navigationswesen. Morse hatte auch 2 Jahre als Pilot gearbeitet.
Das Album umfasst 9 Instrumentalstücke. Er verbindet den Rock, Blues und Funk zu einer lebendigen Fusion. 
"Break Through" ist recht schnell - auch mit Riffs aus dem Hardrock Sektor gepaart. 
Mit 11 Minuten ist der Song "Tumeni Partz" der längste auf dem Album. Beim Song "Triangulation" greift John Petrucci in die Saiten. Sonst ist er mit der Band Dream Theater unterwegs. Ein Song wie ein Wirbelsturm. 
Der Song "Taken by an Angel" ist eine Hommage an seine verstorbene Frau Janine. Ruhig und berührend!
Das ganze Album gefällt, gerade wenn man auf Gitarrenmusik steht. Kein Heavy Metal - ein sehr guter Gitarrist zelebriert dieses Album. 

Dave Larue (Bass)
Steve Morse (Gitarre, Keyboards)
Van Romaine (Drums, Percussion)

Gäste: Eric Johnson (Gitarre auf "TexUS"), John Petrucci (Gitarre auf "Triangulation"), Kevin Morse (Gitarre  auf "Taken by an Angel"). 

Songs:
Break Through
Off the Cuff
TexUS
The Unexpected
March of the Nomads
Ice Breaker
Tumeni Partz
Triangulation
Taken by an ANgel

Werner de Boor, Luth. Theologe

Werner de Boor, Bibelkenner

Werner de Boor, geboren am 24.April 1899 in Breslau, verstorben am  18. März 1976 in Schwerin, war ein lutherisch pietistisch geprägter Theologe. 1909 machte er in Marburg sein Abitur.  Er promovierte 1928 zum Dr. der Theologie in Marburg. Sein Vikariat absolvierte er 1922-1924 in Eisenach. Pastor in Kordeshagen (Pommern) und Stolp. 
Von 1933 bis 1945 war er Mitglied in der Bekennenden Kirche. 1940 und 1941 wirkte er als Kriegspfarrer in Norwegen. Danach erfolgten Gemeindedienste in Wismar und Rostock. Im Jahre 1953 wurde er freier landeskirchlicher Evangelist. Er wurde zum Vorsitzenden der Evangelistenkonferenz in der DDR. De Boor stand auch dem Pietismus nahe und so war er oft genug auch ein Redner auf der Allianz-Konferenz in Bad Blankenburg. 
Sehr bekannt wurde er auch durch seine Mitarbeit bei der Wuppertaler Studienbibel, die begründet wurde von Fritz Rienecker. Ab dem Jahre 1962 war er Mitherausgeber der Studienbibel und verfasste 10 Kommentare dazu. Er starb nachdem im Frühjahr 1976 der Neue Testament vollendet wurde. 
Er war mit Charlotte de Boor verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Söhne, Joachim und Wolfgang hervor. Joachim verstarb im Jahre 2010. Wolfgang verstarb in Frankreich 1945 als Soldat. Vermutlich führte das Ereignis zum Selbstmord seiner Mutter Charlotte. 

Werner de Boor heiratete Toni de Boor, geb. Schröder. Sie verstarb 1979. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor. Peter und Wilhelm Hermann de Boor. 

Ich bin dankbar für seine Arbeit, da ich gerade in seiner Auslegung zum ersten Brief an die Thessalonicher lese. 

Sonntag, 28. Dezember 2025

Peter Sattmann ist tot

Peter Sattmann, Schauspieler, Bühnenautor und Theaterregisseur, starb am 25. Dezember

Am 26.12.1947 kam er in Zwickau zur Welt. Rechtzeitig vor dem Mauerbau siedelte seine Familie mit ihm 1957 zum Bodensee um. In Friedrichshafen ging er zum Gymnasium. Brach aber vor dem Abitur ab, um sich der Musik zu widmen. Er spielte Gitarre. Aber er landete im Schauspielfach und absolvierte eine Ausbildung in München an der Neuen Schauspielschule. 
Jens Ressing/dpa
1967 heiratete er - aber die Ehe wurde schon nach einigen Jahren geschieden. Eine Tochter wurde 1970 geboren. Von 1990 bis 1998 lebte er mit der Schauspielerin Katja Riemann zusammen, die er bei gemeinsamen Dreharbeiten kennengelernt hatte. Die Ehe wurde in Deutschland nicht anerkannt, da sie auf Mauritius nach einem indischen Ritual abgehalten worden war. 1993 wurde Paula Riemann geboren, die später auch ins Schauspielfach ging. 2019 veröffentlichte Peter Sattmann seine Biografie mit dem Titel "Mein Leben ist kein Drehbuch". 
Man übersieht schnell, das er seinen letzten Film im Jahre 2020 abgedreht hatte. Er starb am 1. Weihnachtstag, einen Tag vor seinem 78. Geburtstag nach langer schwerer Krankheit in Brandenburg.

Im Jahre 1975 stand er das erste mal für eine TV-Produktion vor der Kamera. Rund 160 TV-Produktionen sind mit ihm verzeichnet. Er sah sich selbst als Eigenbrötler oder Egozentriker. 

Jahresabschluss der christlichen Bikergruppen







Alle Jahre wieder.... kommt das Christuskind auf die Erde nieder..... ja und weil das so ist und unser auferstandener HERR JESUS mit seinem Geist in uns lebt, feiern wir Weihnachten und sind unter den Menschen unterwegs, um auf das Licht JESUS hinzuweisen. 

Jahresabschluss der christlichen Bikergruppen


In diesem Jahr waren die Flying Angels aus Essen, die Ausrichter der Veranstaltung am gestrigen 27.12. Das Treffen begann offiziell um 18 Uhr in den Räumen der Baptistengemeinde in Essen-Altenessen. Aber schon gegen 17 Uhr kamen die ersten Gäste aus Nah und Fern an. Wiedersehensfreude, Herzliche Begrüßung, Gespräche und einen Kaffee. Für die Ankommenden aus dem Süden von NRW und Hessen war die Anreise endlich wieder zeitlich kürzer ausgefallen, da die neue Brücke auf der A 45 bei Lüdenscheid endlich eröffnet worden war.
Hans Jürgen, der Presi der Flying Angels begrüßte alle ganz herzlich. Eine Lobpreisband bestehend aus dem Gesang, Piano, Gitarre und Bass spielte vorzüglich auf. 
Zum Abendessen gab es eine Gulasch- und Käselauchsuppe. Vorzüglich! Nach dem Essen begann der Gottesdienst mit vielen Lobpreisliedern, einer Predigt von Fischi (Holy Riders MC) und einzelnen Berichten aus den unterschiedlichsten Gruppen. 
Fischi hielt eine nachdenkliche Predigt, die aber auch mit Humor gewürzt war. Er verglich die Suche der drei heiligen Könige nach dem neuen König (JESUS) mit unserer missionarischen Arbeit. Unterwegs mit dem Morgenland MC. JESUS persönlich finden und in einem nächsten Schritt JESUS bezeugen und weitergeben. 
Die anschließenden persönlichen Berichte bewegten und gingen unter die Haut. JESUS CHRISTUS ist auch bei schweren Wegstrecken an unserer Seite. ER schenkt Trost und Hoffnung. Der Abend schloss mit dem Segen gegen 22 Uhr. Gegen 22.30 Uhr waren viele schon auf dem Heimweg oder auf dem Weg ins Hotel. 
Danke, HERR JESUS, das du auch 2025 an unserer Seite warst und unseren Dienst an Bikern und anderen Menschen gesegnet hast!!!

Anwesende Gruppen: Holy Riders MC, Sons of God MC, CMA-Germany, CMG Königssteele aus Essen, Flying Angels und auch einzelne Freunde der Arbeit.

Donnerstag, 25. Dezember 2025

Uwe Kockisch ist tot

Der Schauspieler Uwe Kokisch ist tot.


Er verstarb bereits am 22. Dezember in Spanien im Kreise der Familie. Er wurde 81 Jahre alt und litt an Lungenkrebs. 

Sehr bekannt wurde er durch die "Donna Leon" Verfilmungen. Er spielte den Commissario Brunetti in Venedig. 16 Jahre verkörperte er diese Rolle in der ARD Serie. Julia Jäger spielte seine Ehefrau. Die Serie lief von 2003 bis 2019. 

Er war auch des öfteren im "Polizeiruf 110" unterwegs. 

Dpa/Bernd Settnik

Geboren wurde er am 31.01.1944 in Cottbus. Zuletzt lebte er seit einigen Jahren in Madrid.

Im Jahre 1961 versuchte er mit Freunden auf einem Kutter über die Ostsee aus der DDR zu fliehen. Sie wurden geschnappt und er saß ein Jahr in Cottbus in Haft. Von Beruf her war er Tagebaumaschinist. 

Er ging nach Ostberlin und wollte Schauspieler werden. Ab 1971 spielte er am Maxim Gorki Theater und später auch an der Schaubühne. Bei rund 15 Filme spielte er für die DEFA mit, bevor es 1989 zur Wiedervereinigung kam. Seine Karriere ging nahtlos im Gesamtdeutschland weiter. 

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Stille Nacht, Heilige Nacht

 "Stille Nacht, Heilige Nacht"

Am 24. Dezember 1818 erklingt zum ersten Male dieses Weihnachtslied. Ein Inbegriff der Weihnachten in Deutschland , das besonders mit diesem Liede verbunden ist. Es erklangt in einer röm.-kath, Kirche in Oberndorf bei Salzburg. Der Text ist von Josepf Mohr und die Melodie von Franz Xaver Gruber. 

OriginaltextGebräuchliche Fassung

Weyhnachts-Lied.

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft; einsam wacht
Nur das traute heilige Paar.
Holder Knab’ im lockigten Haar,
Schlafe in himmlischer Ruh!
Schlafe in himmlischer Ruh!

Stille Nacht, heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
nur das traute, hochheilige Paar.
Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh,
schlaf in himmlischer Ruh.

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn! O wie lacht
Lieb’ aus deinem göttlichen Mund,
Da uns schlägt die rettende Stund’.
Jesus in deiner Geburt!
Jesus in deiner Geburt!

Stille Nacht, heilige Nacht!
Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb aus deinem göttlichen Mund,
da uns schlägt die rettende Stund,
Christ, in deiner Geburt,
Christ, in deiner Geburt.

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht,
Aus des Himmels goldenen Höhn
Uns der Gnaden Fülle läßt seh’n
Jesum in Menschengestalt,
Jesum in Menschengestalt

 

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Wo sich heut alle Macht
Väterlicher Liebe ergoß
Und als Bruder huldvoll umschloß
Jesus die Völker der Welt,
Jesus die Völker der Welt.

 

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht,
Als der Herr vom Grimme befreit,
In der Väter urgrauer Zeit
Aller Welt Schonung verhieß,
Aller Welt Schonung verhieß.

 

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht
Durch der Engel Alleluja,
Tönt es laut bei Ferne und Nah:
Jesus der Retter ist da!
Jesus der Retter ist da!

Stille Nacht, heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht,
durch der Engel Halleluja
tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter, ist da,
Christ, der Retter, ist da!

Montag, 22. Dezember 2025

Chris Rea, Sänger und Gitarrist ist tot

Chris Rea  (74) ist tot


Die Songs "Josephine", "Driving home for Christmas" und "On the Beach" machten ihn in Europa sehr erfolgreich und bekannt. Gerade die 80er und 90er Jahre waren kommerziell seine erfolgreichste Zeit. In den 🇺🇸 USA konnte er keine Erfolge verzeichnen. Woran lag das?

Am letzten Freitag hatte ich mich noch mit einem anderen musikbegeisterten Menschen in der "Leserille" über Chris Rea unterhalten. Nach bzw. während seiner Krebserkrankung hatte er mit dem Mainstream der Musik gebrochen und ein Bluesalbum mit einem earbook zusammen veröffentlicht (2005). 11 CDS und eine DVD waren darin enthalten. Im Jahre 2011 veröffentlichte er noch einmal eine Aufnahme mit dem Titel "Santo Spirito Blues". Leider nur als Einzel-CD und als 3 CDS + 2 DVDs. Aber das war das eigentliche Wunder, dass das Album noch rausgekommen war, bei all seiner körperlichen Verfassung.
Im Jahre 2016 hatte er einen Schlaganfall erlitten. Tourneen wurden für ihn körperlich schwieriger. Einmal brach er gar während eines Konzertes zusammen.
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Seine Familie bestätigte den Tod nach einer kurzen schweren Erkrankung. Die ersten Anzeichen von Krebs (Pankreas) hatte er schon im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Er starb heute am frühen Morgen im Krankenhaus im beisammen mit seiner Familie.
Er hinterlässt seine Frau Joan, mit der er seit seinem 17ten Geburtstag zusammen war. Hinzu kommen die Töchter Josephine und Julia. Für die Töchter hatte er je einen Song kreiert.
Geboren wurde er am 4. März 1951 in  Middlesbrough/Vereinigtes Königreich.

Samstag, 20. Dezember 2025

Mick Abrahams ist tot

Mick Abrahams (Gitarrist) verstorben


Im Alter von 82 Jahren ist am 19.12. Mick Abrahams verstorben. Über die Hintergründe ist noch nichts bekanntgegeben worden. Die Infos dazu sind recht spärlich.

Geboren wurde er am 7. April 1943 in 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 Luton/England. In den 60er Jahren begann er das Gitarrenspiel. 1967 gründete er mit dem Drummer Clive Bunker eine erste Band. Dann die nächste, bis auf einmal Glenn Gormick (Bass) und Ian Anderson (Vocals, Flute) dabeiwaren. Die dritte Namensänderung landete endlich bei dem Namen Jethro Tull. Ian hatte ein Buch über Pferde gelesen, worin dieser Name fiel. Der Rest ist eine bekannte Rockgeschichte. 
1968 erschien das erste Album mit dem Titel "This was". Sehr rockig und bluesbelastet. Es gab Auseinandersetzungen mit Ian wegen der Zielsetzung der Band. Die Wege trennten sich leider früh. 

Anfang 70er Jahre
Er gründete die Band Blodwyn Pig, die leider nie über den Status eines Geheimtipps hinauskamen. Zwei Alben erschienen bis 1971. Danach erfolgte die Mick Abrahams Band. Gute Musik als Hobby. Geld kam nur spärlich rein und so arbeitete er auch als Fahrer, Rettungsschwimmer und Finanzbeamter. Rund 22 Alben sind mit dem Bandnamen oder als Solokünstler verknüpft. 
2009 erlitt er einen Herzinfarkt und erholte sich etwas. Aber im Jahr 2010 kam eine weitere Krankheit hinzu (Morbus Meniére - Innenohr - verbunden mit Schwindelanfällen).  Im Englischen erschien eine Lebensbiografie von ihm. Er war auch Logenmitglied. 
Sein letztes Album erschien im Jahre 2015. Martin Barre musizierte als Gastmusiker mit (auch ehemals Jethro Tull). 

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Susan Tedeschi - Just won´t burn

Das MINT-Magazin befasste sich in der Ausgabe 10/25 schwerpunktmäßig mit dem Blues. Diesmal habe ich mir die Ausgabe zugelegt, da der Blues meine Lieblingsmusik darstellt. 
Die unterschiedlichsten Stile wurden erklärt und es gab viele Anspieltipps von besonderen Veröffentlichungen. Einige vorgestellte Aufnahmen kannte ich schon und nannte diese schon mein eigen. 
Dann kam der Hinweis auf diese LP von Susan Tedeschi - Just won´t burn. Die Aufnahme ist aus dem Jahre 1998 - da kannte ich die Künstlerin noch gar nicht. Viele Jahre später hatte sie den Gitarristen Derek Trucks (damals Allman Brothers Band) geheiratet und 2010 mit ihm die Band Tedeschi Trucks Band gegründet. 2015 haben meine Frau und ich die Band einmal live in Bonn erlebt. 

Die Aufnahme wurde 2023 zum 25jährigen Jubiläum widerveröffentlicht. Erstmals auch auf Vinyl. Diese Ausgabe konnte ich vor ein paar Wochen bei einem dänischen Versandhaus  erstehen. Knapp gesagt: Ein tolles Album. 
Von den 11 Songs sind 5 Songs aus der Feder von Susan Tedeschi. Ihr Drummer und Perkussionist Tom Hambridge steuerte 2 Songs bei. Dankbar bin ich auch über den Oldie "Angel from Montgomery" von John Prine. Bonnie Raitt hatte in diesem Jahr diesen Song in ihrem Repertoire beim Konzert in der Bonner Rheinaue. 
Susan spielt bei diesen Aufnahmen die Elektrische, Akustische und die Slidegitarre. Hinzu kommt noch das Piano und ihr Gesang; ein rauchiger ausdrucksstarker Gesang. 

Freitag, 12. Dezember 2025

Victor McLaglen

Victor McLaglen, verstorben 1959


1935, aus wikipedia
In den letzten Tagen habe ich im ARD und auf Arte 2 alte Western aus den 40/50er Jahren mir angesehen. In der Hauptrolle jeweils John Wayne. Aber erfreut hat mich einmal mehr, ein Nebendarsteller. 

Da  fällt mir auf, dass ich schon zweimal Nebendarsteller in der Vergangenheit in den Blick genommen habe. Das soll diesmal auch so sein. 

Mit vollem Namen hieß er Victor Andrew de Bier Everleigh McLaglen und wurde am 11. Dezember 1886 in Tunbridge Wells / England geboren. Er war ein Britisch/USA Amerikanischer Schauspieler den von den 1920Jahren bis zu seinem Tode in Hollywood lebte. Er gewann sogar für seine erste Hauptrolle im "Der Verräter" 1936 den Oscar. 
Er kam aus einer anglikanischen Priesterfamilie mit 9 Geschwistern, wo er das dritte Kind war. Sein Vater wurde Bischof in Südafrika und da er von kräftiger Gestalt war, heuerte er bei der Britischen Armee im Burenkrieg an. Dann kam heraus, dass er erst 14 Jahre alt war und seine Dienstzeit wurde beendet, Er schlug sich später als Preisboxer auf Jahrmärkten durch und kämpfte im ersten Weltkrieg. 1920 bekam er seine erste Filmrolle - noch im Stummfilm.  
Im Jahre 1934 holte ihn John Ford für die Hauptrolle in dem Western "Die letzte Patrouille". Victor verkörperte oft einfach strukturierte grobschlächtige Menschen, aber auch mit Herz und Humor. 
Dann kamen 4 Filme, die ihn mich nicht vergessen lassen: "Bis zum letzten Mann" (Fort Apache 1948), 
"Der Teufelshauptmann " (She wore a yellow ribbon 1949), "Rio Grande" (1951) und "Der Sieger" (The Quiet Man 1952). 

Dreimal war er verheiratet und starb an den Folgen eines Herzinfarkts am 11.12.1959 in Newport Beach und liegt in Glendale / Kalifornien begraben. 

Mittwoch, 10. Dezember 2025

Karl Barth, Theologe

Karl Barth, Theologe, verstorben am 10.12.1968

Er gilt als der bekannteste und einflussreichste ev. Theologe des 20. Jahrhunderts. Geboren wurde er  am 10. Mai 1886 in Bern/Schweiz 🇨🇭. 

Über eine persönliche Hinwendung zu Jesus Christus in Form der Buße finde ich nichts bei ihm. Die Konfirmation war ihm wichtig.

1904 machte er seine Matura (Abitur) und studierte bis 1908 in Bern, Berlin, Tübingen  und Marburg. In Marburg war er Mitarbeiter in der christlichen Zeitung "Christlichen Welt", ein weltoffenes, aber auch liberales Blatt. Es kam auch zu Begegnungen mit dem religiösen Sozialismus. Das prägte auch sein Denken.

(R) aus der NZZ




Im Jahre 1911 wurde er Hilfsprediger in der Bauern- und Arbeitergemeinde in Safenwil (Aargau). Daraus erfolgte auch eine soziale Seelsorge an den Menschen.
Im Sommer 1916 begann seine Arbeit an einen Kommentar zum "Römerbrief". 1922 kam er als Dozent nach Göttingen, ab 1925 nach Münster.
Bereits 1933/1934 bekam er Einfluss in den innerkirchlichen Kampf mit dem aufkommenden Nationalsozialismus. Der Entwurf zur "Barmer Theologischen Erklärung" stammt von ihm. Er wurde vom Dienst suspendiert, da er den Diensteid auf Adolf Hitler ablehnte. Ab März 1935 bekam er Redeverbot und ab Juni 1935 Berufsverbot. In dieser Zeit ging er zurück nach Basel an die Universität. Dort lehrte er bis 1962. Aber so ist auch durch sein Wirken die "Bekennende Kirche" im Dritten Reich in Deutschland entstanden. Auch aus der Schweiz heraus, wollte er ideell den Widerstand gegen das Hitler-Regime prägen. 
Als Gastdozent konnte er in den Jahren 1946/1947 in Bonn sein. 

Er war gegen eine Wiederbewaffnung der Deutschen nach dem Krieg und gegen das Einbinden in die Nato. Nach den Atombombenabwürfen auf Japan, trieb ihn die Sorge um, dass Atomwaffen in Deutschland lagern könnten. Er sprach sich gegen den Vietnamkrieg aus und war der Studentenschaft da näher als den evangelikalen Christen in Deutschland (Bekenntnisbewegung "Kein anderes Evangelium"). Er warnte auch vor dem Erstarren des "Kalten Krieges" zwischen dem Warschauer Pakt und der Nato.

Von den Hintergründen seines Todes habe ich nichts in Erfahrung gebracht. 

Das reiche Wirken des Karl Barth lässt sich für mich kaum ergründen. Vermutlich denke ich auch zu wenig theologisch. Mehr Infos würden diese Seite auch sprengen. ☆

1968 dt. Briefmarke



Dienstag, 9. Dezember 2025

Ida Scudder, Missionarin und Ärztin

Ida Scudder, geb. 9.12.1870, gest. 23.05.1960

Heute morgen bin ich bei meiner Andacht über einen Namen gestolpert, von dem ich noch nichts gehört hatte. Also einmal Zeit nehmen und Dank dem weltweiten Netz, auf Spurensuche gehen. 

Ihre Eltern waren John und Sophia Scudder. Er war Missionsarzt in Indien, wie bereits sein Vater. So kam Ida auch in Indien zur Welt. Der Ort hieß Ranipet. Sie erlebte als Kind schon sehr viel Not auf den Dörfern. Armut und viele Krankheiten beutelten die Menschen. Mit 8 Jahren kehrte sie mit der Familie  in die USA zurück. 

Ein Lehrer mit dem Namen D.L.Moody begeisterte Ida. Moody verkündete den Christus als Erlöser. Ida fand zum persönlichen Glauben. Aber sie verspürte den Drang, den armen Menschen in Indien zu helfen. Man kehrte nach Indien zurück. Die Mutter erkrankte und benötigte pflegerische Hilfe. 

1899

In einer Nacht kam es zu einem weiteren Wendepunkt in dem Leben von Ida. In dieser Nacht kamen drei hichschwangere Frauen mit ihren Männern zum Arzt. Die Sitte in den Kasten machte ihrem Vater, als Mann unmöglich,  eine Behandlung vorzunehmen. Alle drei Frauen starben bei der Geburt ihrer Kindern. 

Ida musste Ärztin  werden, um Menschenleben, speziell der Frauen zu retten. Sie kehrte in die USA zurück, um Medizin zu studieren. Mit 30 Jahren kehrte sie als Ärztin nach 🇮🇳 Indien zurück. Mit finanzieller Unterstützung der Freunde aus den 🇺🇸 USA, konnte sie eine kleine Klinik gründen. Das Krankenhaus wuchs durch die vielen Spenden und eine medizinische Hochschule zur Ausbildung  von Ärztinnen kam hinzu. Diese Klinik in Vellore ist eine christliche Klinik mit mittlerweile gut 2000 Betten. Sie ist weltweit die größte Klinik dieser Art. 

Mit 89 Jahren starb Ida in ihrem Haus in Kodaikanal.

In Vellore wurde zur Dankbarkeit eine lebensgroße Statue von Ida aufgestellt. Die indische Post brachte auch zwei Briefmarken über Ida und die Klinik heraus.

Sonntag, 7. Dezember 2025

Das Magnificat

Da wir heute beide kränkelten, gab es keinen Gottesdienstbesuch für uns. Meine Frau hörte eine Predigt aus Hannover von Pastor Nestvogel. Dort ging es um das Magnificat der Maria - ein Text für die Advents- und Weihnachtszeit. 

Das Wort ist Lateinisch und bedeutet Lobgesang. Hier besonders der Lobgesang der Jungfrau Maria (Lukas 1, 46-55). "Meine Seele erhebt die Größe des HERRN". Rein menschlich klingt das für nichtchristliche Ohren unmöglich. Ein Engel erscheint der Maria und kündigt ein Baby bei ihr an, obwohl sie mit keinem Mann geschlafen hat. Man schätzt, dass Maria damals um die 14 Jahre alt war. Sie hatte einen Freund, den Josef, und war mit ihm verlobt. Aber Sie war noch nicht in seinen Haushalt geholt worden. Also noch nicht verheiratet und somit gab es keinen Verkehr. 

Trotzdem lobt Sie ihren GOTT JAHWE und betet ihn an. Einen ähnlichen Gesang finden wir bei 1. Samuel 2, 1-10 im Alten Testament. Hanna lobt GOTT, dass ER nach vielen Jahren des Bittgebetes Hanna, ihr ein Kind geschenkt hatte. Hanna galt bis dahin als unfruchtbar. Eine Schande in der damaligen Zeit. Aus Dankbarkeit gibt sie ihren Sohn Samuel beim Priester Eli am Tempel später ab. Aus dem Knaben Samuel wurde ein gewaltiger Prophet und Priester für Israel. 

Das Magnificat der Maria ist auch klassisch vertont worden. 

Donnerstag, 4. Dezember 2025

Steve Cropper (84) ist verstorben

Im Alter von 84 Jahren ist gestern am 3. Dezember Steve Cropper in Nashville / Tennessee verstorben.


Er prägte gerade erfolgreich in den 60er Jahren mit seinem Gitarrenspiel die Arbeit des STAX-Labels. Als Gitarrist, Songwriter und Produzent war er maßgeblich an diesem Southern-Soul Label beteiligt. Hits wie "Green Oniens", "In the Midnight Hour", "(Sittin´on) the Dock of the bay" und "Soul Man" waren große Hits von und mit ihm. 
Die 6oer Jahre waren schon noch trennend zwischen den Weißen und Schwarzen Musikern in den Staaten. Oft übernahmen "weiße" Musiker die Songs der "Schwarzen" und machten erfolgreiche und gewinnbringende Hits daraus. Steve Cropper war seiner Zeit weit voraus, da er mit den "schwarzen" Musikern zusammen musizierte und arbeitete. 
Im Jahre 1980 spielte er als Musiker in dem sehr erfolgreichen Film "The Blues Brothers" mit. Auch bei der Fortsetzung war er wieder dabei (Blues Brothers 2000). 
Er wurde am 21.10.1941 in der Nähe von Dora / Missouri auf einer Farm geboren. Im Alter von 9 Jahren zog seine Familie mit ihm nach Memphis. Mit 14 Jahren kaufte er sich eine Gitarre über einen Versandhandel und gründete eine Band. Chuck Berry und Chet Atkins waren seine Idole. 
Viel Später gründete er mit den Musikern Booker T. Jones (Keyboard), Donald "Duck" Dunn (Bass), und Al Jackson (Drums) die Hausband des Labels Booker T. and the M.G.´s. 

ganz rechts Cropper, (R) Photoshot / Picture Alliance
Die Band wurde bereits 1992 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Al Jackson starb bereits 1975 und Dunn im Jahre 2012. Ein Novum der Band, das es fast nie  einen Gesang gab.

Steve Cropper war ein bescheidend auftretender Mensch, der nicht im Mittelpunkt stehen wollte. Das Projekt bzw. das Miteinander war für ihn entscheidend. 

Bis in die 90er Jahre hinein war die Band unterwegs mit musikalischen Größen wie, Bob Dylan, Neil Young und John Fogerty. 


Über die Hintergründe seines Todes wurde nichts bekannt gegeben. Er war wohl in einer Reha-Einrichtung, da er letztens einen Sturz erlitten hatte. Steve hinterlässt seine Frau Angel sowie seine 4 Kinder. Zwei Kinder waren aus seiner ersten Ehe. 
(R) Rick Diamond / Getty Images


Zuletzt lebte er in Nashville und leitete die Insomnia Studios.