Dienstag, 5. Juli 2011

Edersee Meeting 2011

Zum ersten Mal waren meine Frau und ich auf einem Motorradfestival. Das HARLEY DAVIDSON Treffen am Edersee war unser Ziel. Seit 1995 hat die CMA Germany einen Stand auf der Händlermeile, um mit Bikern ins Gespräch zu kommen. Zusätzlich wird immer wieder ein Trauerzelt aufgestellt, in dem einzelne Biker Zeit haben, um ihrer Trauer (wegen eines Verlustes durch einen Motorradunfall ect.) Ausdruck zu geben. Die Mitarbeiter der CMA stehen auch zum Gespräch zur Verfügung.
Das Wetter war wechselhaft. Donnerstag und Freitag sonnig - Samstag kühl mit  stellenweise leichtem Niesel und am Sonntag kam der Regen zum Zeitpunkt unserer Abfahrt. Wir waren am Freitag angereist. Ein Freund hatte uns ein Zelt geliehen und dieses auch für uns aufgebaut. Übernachtung im Zelt. Das hatte ich schon lange nicht mehr (1983). Aber wir waren gut ausgerüstet. Der Schlaf des Nachts war auch okay. Natürlich wurden wir des Nachts auch durch übermütige alkoholisierte Biker geweckt, die ihre Maschinen anschmissen und Standgas gaben. Aber die Ohrenstopfen halfen schon.

Wir hatten auch viel Zeit für Gespräche, Witze, Abendmahlsfeier und jeglich anderem Klönschnack. Alle 2 Stunden standen immer andere Mitarbeiter von uns am Infostand auf der Händlermeile. Der Dienst ging für die Letzten des Tages bis 2.00 h Nachts.
Neben tollen Maschinen gab es auch interessante Konzerte. Natürlich fehlte da etwas die Zeit dafür. "Jailbreaker" eine ZZ TOP Coverband und "Demon´s Eyes" eine Deep Purple Coverband heizten mächtig ein. Ein Boxschwergewichtskampf wurde auch noch übertragen.
Am Sonntag gab es nur ein Stehfrühstück und dann war Abbau angesagt. Aber alles klappte gut und es war beim Packen trocken. Nachts hatte es etwas gestürmt und geschüttet.
Um 11.00 h war dann der Bikergottesdienst im Festzelt. Detlef predigte knackig und die Bluesmusik steuerte die Jordan Wells Band aus Siegen bei.
Schade, dass der Gottesdienst nur auf wenig Resonanz stieß.

Aber versprochen, so GOTT will, kommen wir nächstes Jahr wieder zum Edersee.

Sonntag, 3. Juli 2011

40. Todestag von Jim Morrison

Am 3.7.1971 - vor genau 40 Jahren - starb Jim Morrison, Sänger der Band "The Doors". Sänger, Lyriker, Rebell, Provokateur - Jim füllte vieles aus. Fairerweise muss ich aber einräumen, dass ich selbst überhaupt kein großer "Doors Fan" war oder bin. Ja, ich nenne 4 Langspielplatten von der Band mein Eigen und den Doorsfilm habe ich auch im Kino gesehen, aber leider bleiben bei mir nur "Riders on the storm" und "Light my fire" hängen. Manches war mir zu düster. Und trotzdem, er hat eine ganze Generation von jungen Menschen zum Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre fasziniert und seine Musik lebt heute noch und hat viele andere Künstler beeinflußt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Jim_Morrison

http://www.derwesten.de/kultur/wochenende/Als-fuer-Jim-Morrison-die-Musik-vorueber-war-id4827862.html

Samstag, 25. Juni 2011

Anita und Rita

Mord an Christen
(ideaSpektrum) - Vor genau zwei Jahren erschütterte das Schicksal von zwei jungen Frauen viele Christen in Europa: Die beiden Bibelschülerinnen Anita Grünwald (24) und Rita Stumpp (26) aus Wolfsburg wurden am 12. Juni im Jemen entführt und am 15. Juni tot aufgefunden.

(idea-Mitarbeiter Klaus Rösler erinnert an die beiden christlichen Märtyrerinnen und an die Folgen ihres gewaltsamen Todes.)

Zum Hintergrund: Die beiden Christinnen wollten in dem vorderasiatischen Land den Ärmsten der Armen helfen und absolvierten deshalb ein Praktikum als Pflegehelferinnen in einem staatlichen Krankenhaus in Saada im Norden des Landes. Anita und Rita sind Cousinen. Als überzeugte Christinnen wollen sie ihr Leben dazu einsetzen, dass es auf der Welt etwas gerechter zugeht. Noch während ihrer Ausbildung – Anita wird Kinderkrankenschwester, Rita Sozialversicherungsfachangestellte – fliegen beide mehrmals auf eigene Kosten nach Afrika. In Malawi – einem der ärmsten Länder der Erde – kümmern sie sich um Waisenkinder. Anita gefällt die Arbeit dort so gut, dass sie nach ihrer Ausbildung gleich wieder hinfliegt, zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr. Warum handeln die beiden so selbstlos? Weil Jesus ihr Vorbild ist. Sie haben den christlichen Glauben zwar von Kindheit an in ihren Familien kennengelernt. Doch sie merken auch, dass es gut wäre, noch mehr über Gott und die Bibel zu wissen. Deshalb schreiben sie sich zu einer dreijährigen Ausbildung in der evangelikalen Bibelschule Brake im lippischen Lemgo (bei Bielefeld) ein. Dort lernen sie eine Hebamme kennen, die über ihre Arbeit in Saada im Jemen berichtet. Anita und Rita fühlen sich sofort angesprochen. Für sie steht fest: Das nächste Praktikum – kurz vor Abschluss ihrer Ausbildung – machen sie genau dort.
Jemen: Auf Abfall vom Islam steht die Todesstrafe
Dass es dort vielleicht gefährlich werden könnte, wissen sie. Aber sie haben keine Angst. Sie gehen nicht auf Abenteuerurlaub, sondern zu einem Hilfseinsatz. Sie informieren sich ausführlich über das Land. Sie erfahren, dass das Krankenhaus von der Bevölkerung sehr geschätzt wird und dass dort seit 30 Jahren nie etwas passiert ist. Im Jemen – das Land ist eineinhalb Mal so groß wie Deutschland und hat 22 Millionen Einwohner – ist der Islam Staatsreligion. Sie wissen: Die Werbung für andere Religionen ist in dem Land verboten. Der Abfall vom Islam wird sogar mit dem Tod bestraft. Den beiden Frauen ist auch bekannt, dass es knapp ein Jahr zuvor – am 17. September 2008 – einen Terroranschlag auf die Botschaft der USA gab. Und dass am 12. Dezember 2008 drei deutsche Staatsangehörige verschleppt wurden. Sie kamen aber kurze Zeit später wieder frei. Dennoch hatte das Auswärtige Amt in Berlin eine Reise- und Sicherheitswarnung erlassen, in der bei Reisen in den Jemen „wegen bestehender Terrorgefahr und Risiko von Entführungen zu besonderer Vorsicht“ geraten wird.
Der Vater will die Tochter von der Jemen-Reise abhalten
Einen Tag vor ihrem Abflug hat Vater Viktor Grünwald ein langes Gespräch mit seiner Tochter Anita. Sie scherzen miteinander. Dennoch hat er ein ungutes Gefühl: „Ich musste weinen. Ich weine sonst nie. Ich habe mir um Anita Sorgen gemacht.“ Er bittet seine Frau, Anita von der Reise abzuhalten. Er selber kann nur schlecht etwas sagen. Denn seine Tochter weiß, dass er kein Christ ist. Wenn er sich nun gegen einen christlichen Einsatz aussprechen würde, könnte das missverstanden werden. Er begleitet seine Familie zwar zum Gottesdienst, doch es ist ihm bewusst, dass er „nur halb dazugehört“. Denn er hat sich nie für ein Leben mit Jesus Christus entschieden. Und er weiß von einem Gespräch, das Anita mit ihrer Mutter geführt hat. Da ist der bedeutungsschwere Satz gefallen: „Wenn Papa dadurch zum Glauben käme, wäre ich bereit, dafür zu sterben.“ Hat er eine Vorahnung, oder ist es nur die Angst, die viele Väter beschleicht, wenn die Tochter auf Reisen geht? Viktor Grünwald weiß es nicht. Am 3. Juni fliegen Anita und Rita in den Jemen. Einen Tag später erhalten die Eltern eine SMS: „Wir leben nicht nur, sondern wir wurden hier richtig willkommen geheißen. So einen reibungslosen Ablauf hat bisher noch keiner von uns erlebt. Wir haben das Visum bekommen und der Abholer hat uns direkt am Ausgang empfangen. Wir können nur Danke sagen, weil es wirklich kein einziges Problem gab. Wir lieben Euch! Rita & Anita“. Es ist ihr letztes Lebenszeichen.
Sind die Entführer Terroristen?
Am 12. Juni haben die beiden frei. Mit Kollegen ist ein Ausflug in die Berge geplant. Mit dabei sind der Maschinenbauingenieur Johannes Hentschel, seine Frau Sabine und ihre Kinder Simon (1), Anna (3) und Lydia (5), ein britischer Ingenieur und eine Lehrerin aus Südkorea. Die Hentschels sind seit 2003 für das christliche, niederländische Hilfswerk „Worldwide Services" in dem Krankenhaus tätig. Was bei dem Ausflug passiert, darüber kann man nur spekulieren. Fest steht: Die Christen werden entführt. In der Region kämpfen Regierungstruppen gegen schiitische (also auch islamische) Rebellen. Medien wollen erfahren haben, dass die Entführung zwischen schiitischen Rebellen und dem islamischen Terrornetzwerk al-Qaida abgestimmt sein soll. Drei Tage nach der Entführung werden die Leichen der beiden Deutschen und der Koreanerin gefunden. Alle drei weisen Schüsse in den Hinterkopf auf. Von den übrigen Entführten gibt es keine Spur. Elf Monate später kommen überraschend die Kinder Anna und Lydia frei. Von ihren aus einem Dorf nahe Bautzen (Sachsen) stammenden Eltern, ihrem kleinen Bruder und dem Briten fehlt indes bis heute jedes Lebenszeichen.
2.000 Trauergäste - Die Sehnsucht ist groß
Die Leichen von Anita und Rita werden nach Deutschland überführt. An ihrer Trauerfeier in der Wolfsburger Immanuelgemeinde am 23. Juni nehmen rund 2.000 Trauergäste teil. Das Bundeskriminalamt rät den Eltern, sich die Toten nicht noch einmal anzusehen. Christliche Jugendgruppen aus ganz Deutschland beten für die Familien. Hunderte von Karten erreichen die Trauernden, in denen wildfremde Menschen ihre Anteilnahme bekunden. Manchmal sind diese Karten ein Trost, manchmal auch nicht. „Die Sehnsucht, Anita zu hören, sie zu umarmen, ist sehr groß. Diese Sehnsucht ist durch nichts zu stillen. Es bleibt uns nur, den Schmerz zu ertragen", sagt Mutter Rita Grünwald.
Anklage in den Medien: Sind die Deutschen selbst schuld?
Was die Familien - und nicht nur sie - aber besonders schmerzt, sind die Medien. Da werden nicht die Täter angeklagt, sondern es wird offen die Frage diskutiert: Haben die Bibelschülerinnen nicht selbst Schuld an ihrem Tod, weil sie in den Jemen gingen? Warum ging die entführte Familie Hentschel nicht in ein Krankenhaus in einem weniger gefährlichen Land? Da fragt die „Welt am Sonntag": „Waren die gläubigen Christinnen wirklich nur im Sozialdienst tätig - oder auch als Missionare?" „Bild" behauptet gar, die Geiseln seien ermordet worden, „weil der Familienvater im Jemen die Bibel verbreitete" (was nicht stimmte). Die „Berliner Zeitung" kommentierte kritisch: „Auch zu viel Christenliebe macht blind." Kein Wort wird darüber verloren, dass Nächstenliebe seit 2.000 Jahren das Kennzeichen der Christen ist. Oder wäre es besser gewesen, die Jemeniten einfach sich selbst zu überlassen? Anita und Rita wollten den Auftrag ihres Herrn erfüllen: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan" (Matthäus 25,40). Erst im April dieses Jahres erscheint auf Bibel TV eine Dokumentation, in der nachgewiesen wird, dass die beiden Wolfsburgerinnen eben nicht grob fahrlässig an einer „selbstmörderischen Missionsoffensive" beteiligt und deshalb von muslimischen Extremisten hingerichtet worden waren. Sie wollten helfen.
Nach dem Tod der Tochter wird Anitas Vater Christ
Anitas Wunsch an ihren Vater, ein Jesus-Nachfolger zu werden, geht in Erfüllung. Viktor Grünwald wird Christ. Doch Fragen und Zweifel bleiben. Er sagt: „Ich komme von der Warum-Frage nicht los. Und manchmal schimpfe ich auch. Aber der Tod kann nicht das Ende sein. Dann wäre der Schmerz nicht zu ertragen und alles wäre sinnlos. Ich habe die Hoffnung, meine Tochter wiederzusehen." Die Familien Stumpp und Grünwald nehmen im September 2009 auch an der Absolvierungsfeier der Bibelschule Brake teil, wo in der ersten Reihe zwei Stühle frei bleiben. Anita und Rita hätten da ihre Urkunden bekommen sollen.
Ein Traum wird wahr: Ein Kinderheim in Malawi entsteht
Anitas Traum war es, ein Waisenheim zu gründen. Ihre Immanuelgemeinde - eine der größten in Wolfsburg - sorgt dafür. Die bis zu 800 Gottesdienstbesucher zählende Gemeinde besteht vor allem aus russlanddeutschen Baptisten. Unter ihren über 600 Mitgliedern finden sich zahlreiche Helfer, die nach Malawi reisen, um in der Ortschaft Mdeka ein Kinderdorf auf die Beine zu stellen, gemeinsam mit dem überkonfessionellen evangelikalen Missionswerk „To all Nations". Das Projekt heißt „Aus Liebe zu Jesus". Das Dorf wird im November 2010 eingeweiht. Nach Ende des Ausbaus sollen dort über 100 Kinder ein neues Zuhause finden. Finanziert wird es durch Kinderpatenschaften. Für 35 Euro im Monat kann ein Kind dort umfassend betreut werden.
Ein Brief an die tote Schwester
Auch die Familien von Anita und Rita unterstützten das Projekt. Auf der von ihnen betreuten Internet-Erinnerungs-Seite „anitaundrita.de" rufen sie dazu auf, für Malawi zu spenden. Zugleich berichten sie offen und ehrlich, wie es ihnen geht. Der letzte Eintrag stammt von Ende April. Ritas Schwester Kristin hat einen Brief an ihre tote Schwester geschrieben. Darin heißt es: „Gerade jetzt brauche ich dich so sehr. Ich vermisse dich. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an dich denke. Ich brauche deine Ratschläge, deine liebevolle Art. Du hast mich so genommen wie ich bin. Du fehlst mir so sehr."
Die Heimatgemeinde erlebt eine geistliche Erneuerung
Auch in der Gemeinde sind Anita und Rita unvergessen. Ein „schwarzes Brett" im Gemeindezentrum berichtet über die Aktivitäten der Gemeinde im Ausland. Dort hängen Bilder der beiden Toten. Es geht um Mission und Entwicklungshilfe, auch um das ihnen gewidmete Kinderdorf in Malawi. Ebenso gibt es auf der Homepage der Gemeinde eine Rubrik „Anita und Rita". Dort heißt es: „Der Tod dieser beiden jungen Frauen hat die Gemeinde sehr erschüttert. Anita und Rita hatten in ihrem Leben eine ganz klare Vision: den Ärmsten der Armen - den Kindern - praktisch zu helfen." Gemeindeleiter Johann Dockter räumt ein, dass die Gemeinde nach dem tragischen Tod der beiden zunächst gelähmt gewesen sei. Doch inzwischen sei der Tod der beiden für viele - die sich etwa für Malawi engagiert haben - zu einer Initialzündung für eine geistliche Erneuerung geworden. Das Christen so konsequent ihren Glauben leben, kommt an. Die Gemeinde hat den besten Gottesdienstbesuch in der Stadt. Und sie wächst.

http://admin.telvi.de/preview/bibeltv.de/pressespiegel/Anita_und_Rita-4369.html

Artikel aus IDEA Spekturm Nr. 24 vom 16. Juni 2011 www.idea.de
www.immanuel-wob.de

Freitag, 24. Juni 2011

Walter Brennan

Gestern Abend sah ich mir einen alten Western auf DVD an, den ich bisher noch nicht kannte. Eine s/w Verfilmung aus dem Jahr 1945. "Blut am Fargo River". In der Hauptrolle glänzte der junge aufstrebende John Wayne. Walter Brennan spielte eine kauzige Nebenrolle als Kapitän und Steuermann eines kleinen Schaufelraddampfers. Automatisch fielen mir Filme mit ihm ein, wo ich immer über ihn lachen musste. "Über den Todespass" mit James Stewart, "Rio Bravo" mit John Wayne und Dean Martin, "Das war der Wilde Westen" (1961) und "auch ein Sheriff braucht mal Hilfe" (1968) mit James Garner.
Wer war Walter Brennan? Geboren wurde er am 25. Juli 1894 in Swampscott (noch nie gehört), Massachusetts und verstorben ist er 80 jährig am 21. September 1974 in Oxnard, Kalifornien. Nach dem Ersten Weltkrieg landete er in Hollywood und arbeitete zunächst in Stummfilmen als kleiner Nebendarsteller mit. Als Stuntman war er auch noch aktiv. Beim stöbern entdeckte ich eine Besonderheit, die noch keinem Schauspieler geglückt ist. Er bekam 3x den Oscar für die "Beste Nebenrolle" in einem Film. Ein Novum fast für die Ewigkeit. Nach einem Unfall, bei dem er sich den Kiefer gebrochen hatte und auch ein Bein steif geworden war, übernahm er oft die Filmrollen eines alten kauzigen Mannes. Als solchen behalte ich ihn auch in Erinnerung.

Samstag, 18. Juni 2011

Der Segen des HERRN....

Der Segen des Herrn allein macht reich, und nichts tut eigene Mühe hinzu. (Sprüche 10,22)
Beim Zusammenbruch der Börsen 2008 spürten wir die Folgen der Habgier. Schuldig waren nicht nur die Zocker, die Banker oder die Börsenmakler. Wir haben doch auch auf die Aktienkurse geschaut und uns gefreut, wenn unser bisschen Gespartes mehr wert wurde. Aber dann kamen die Monate der Ernüchterung. Was ist aus allen Mühen geworden? Der reiche, dumme Kornbauer im Gleichnis sagt selbstgefällig: "Liebe Seele, habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut!" Aber Gott sprach: "Du Narr!" (Lukas 12). - Der Segen des Herrn allein macht reich! Im Segenswort wird uns zugesprochen: Gott geht mit uns. Er ist kein unbeteiligter Zuschauer. Er nimmt an unserem Leben Anteil. Er sieht, was wir wirklich brauchen und nötig haben, damit unser Leben gelingt. Wir können uns mühen, und mancher bringt es auch zu etwas. Aber reich ist der, der sich von Gott mit liebenden, segnenden Augen anschauen lässt. (Wes-W)


Andacht ist aus dem Neukirchener Kalender vom 18.6.2011

Freitag, 17. Juni 2011

Herrnhut

 Am 17. Juni 1722 ist  der erste Baum für den Bau des Ortes Herrnhut bei Zittau in der Oberlausitz gefällt worden, welcher für die Ansiedlung böhmischer und mährischer Glaubensflüchtlinge angelegt wurde. Herrnhut wird gegründet - zum Segen vieler Menschen und Generationen - weltweit. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700-1760) stellte sich selbst und seinen Landbesitz Gott zur Verfügung. So entstand durch die Erneuerung der Alten Böhmischen Brüderunität (deren letzter und bekanntester war der als Pädagoge und Bischof tätige Johann Amos Comenius, 1592-1670) die Lebens- und Glaubensgemeinschaft der Herrnhuter Brüdergemeine. Frauen und Männer wollten einfach (daher der Name "Gemeine") und geschwisterlich (daher die Bezeichnung "Brüder") miteinander leben.


 Es ist bemerkenswert, was der Graf durch seine Vision für den christlichen Glauben geschaffen hat. Eine Art Lebenskollektiv im christlich geistlichen Sinne. Wenn ich Bücher über sein Leben und sein Wirken lese, staune ich über seine Fortschrittlichkeit. Frauen wurden damals in dieser Gemeinschaft gleichwertig behandelt - was sonst noch nicht möglich war.

Dienstag, 14. Juni 2011

Christian Motorcyclists Association

Die ersten Gedanken an eine solche Vereinigung gehen zurück auf das Jahr 1972, als sich Herb Shreve und sein Sohn Herbie aus Arkansas, USA, Motorräder kauften. Die beiden nahmen bald darauf an einem Motorradtreffen teil, wo sie einer Menge Motorradfahrer begegneten, die keinerlei Beziehung zu JESUS CHRISTUS als ihren persönlichen Retter hatten...... http://www.cma-germany.de/


(Das Rückencolour der Vereinigung in Deutschland)

Montag, 13. Juni 2011

Heinrich Kemner, Pastor

Am 13. Juni 1993 verstarb Heinrich Kemner, 90 jährig. Großgeworden ist er im Minden-Ravensberger Land. Beruflich trieb es ihn bis nach Ostpreußen auf ein Gut als Inspektor. Seine Berufung zum Pastor und Evangelisten erfolgte erst später. Er holte sein Abitur nach und studierte Theologie. Im 3. Reich kam er zur Bekennenden Kirche, nachdem er im Priesterseminar Soest, das deutschchristlich ausgerichtet war, entlassen wurde. 1937 übernahm er die Pfarrstelle in Ahlden (Nähe Walsrode). 1946 veranstaltete er den ersten Ahldener Jugentag, der ab 1973 in Krelingen stattfindet. 1953 gründete er die Ahldener Bruderschaft. Im Rentenalter überhaupt nicht untätig, gründete er in der Lüneburger Heide das Geistliche Rüstzentrum (1969) in Krelingen, Nahe Walsrode. Es sollte ein Ort werden, an dem vor allem geistliche Laien gestärkt würden und lernten die Bibel zu verstehen und die Amtskirche zu hinterfragen. Eine theologische Arbeit für Studenten kam dazu, genauso wie eine Betreuung von Suchtkranken Männern.
Heinrich Kemner lernte ich noch kurz auf einer Pfingstfreizeit des Hauskreises im Jahre 1987 kennen. Er erzählte aus seinem spannenden Leben. Heinrich war ein Mensch mit Ecken und Kanten, nicht weichgespült, aber mit fröhlichem Herzen bei JESUS CHRISTUS, den er den Menschen nahe brachte. Sehr wichtig war für mich, dass er Friedhelm Schröder als Leiter des Tagungszentrums und der Bibelschule berief, der seinen Dienst im Frühjahr 1994 begann. Erst nach seinem Tode 1993 war ich regelmäßiger Gast auf der Bibelschule in Krelingen. 
In den Unterrichtseinheiten wurde ich oft provoziert und musste mich hinterfragen - aber das war sehr gut im nachhinein. Friedhelm Schröder plante die Gemeíndebibelschule für mich sehr wertvoll.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Jon Lord wird heute Siebzig

Jon Lord wird heute Siebzig 09.06.2011
Einer der größten Hammond-Götter der Musikgeschichte feiert heute seinen siebzigsten Geburtstag: Jon Lord - die Deep Purple-Legende.

Über seine Verdienste für seine 'Hausband' braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Jon Lord gilt aber als einer der wichtigsten Wegbereiter für die Symbiose aus Klassischer Musik und Hard Rock. Seit seinem endgültigen Ausstieg bei DP im Jahr 2002 widmete er sich vor allem genreübergreifenden Kompositionen mit orchestralem Arrangement. Allerdings wusste er auch regelmäßig, mit seiner Bluesband zu überraschen.

ROCKTIMES gratuliert und wünscht ein langes Leben!!

Jon Lord in RockTimes:
http://www.rocktimes.de/gesamt/l/jon_lord/jon_lord.html
Quelle: http://www.gibson.com
http://www.rocktimes.de/news/news.php


Die Wegweisung in der Rockmusik durch die Hammond Orgel und die Art wie Jon diese musikalisch bei Deep Purple einsetzte, gebührt ihm ein großes Lob und Dankeschön. Ich erinnere mich gerne an Songs wie "Woman from Tokio", "Burn" und "Child in Time". Vermutlich wird er sich selbst nicht als "Rockgott" (s.o.) sehen, obwohl in jungen Jahren sicherlich ihm viel Verehrung entgegen kam.

National Run

 Was ist ein National Run? In Zeiten der englischen Anglizismen in der deutschen Sprache muss so ein Begriff erklärt werden.

Ins Deutsche übersetzt heißt das platt, Nationales Rennen oder Fahren. Im allgemeinen ist dieser Begriff in der Motorradszene gebräuchlich. Die großen und weniger großen Motorradsclubs und Vereinigungen planen mind. 1x jährlich einen National Run. D.h., dass alle Mitglieder sich einmal im Jahr an einem Ort über ein paar Tage treffen. Es wird gemeinsam gefeiert, sich kennengelernt, gruppenmäßiges Ausfahren u.s.w.  

Die Clubs sind in viele Untergruppen unterteilt, die sich Chapter nennen. Die einzelnen Mitglieder nennen sich Member. Jeder Club kann über unterschiedliche Aufnahmeriten verfügen. 
In unserem Falle, handelt es sich um eine christliche Motorradvereinigung, die CMA. Ursprünglich wurde diese Bewegung in den 70erJahren des vorherigen Jahrhunderts in den USA gegründet. Heute gibt es weltweit über 30 Staaten, in den sich CMA Gruppen gegründet haben. Die CMA Deutschland traf sich in diesem Jahr vom 26. bis 29.5. in einem Camp in Hessen. Zusätzlich zu allen Aktivitäten, wie feiern, kennenlernen und ausfahren, kamen für unsere Gruppe Kuttenübergabe (Mitgliederaufnahme), Gottesdienst, Gebet, Terminplanungen und der Gästetag dazu. Ich war erst einmal nur am Gästetag, den Samstag dabei. Im Moment werde ich noch als Unterstützer (Supporter) geführt. Kompliziert? Für Eingeweihte der Szene allerdings nicht.       

Donnerstag, 2. Juni 2011

Charlie Watts feiert seinen 70. Geburtstag

Charles Robert „Charlie“ Watts (* 2. Juni 1941 in Islington, London, England) ist seit Januar 1963 Schlagzeuger der Rolling Stones. Charlie Watts feiert heute seinen 70. Geburtstag. Da er ja nicht so groß im Rampenlicht steht, wie andere bekannte Künstler, möchte ich an seinen Geburtstag erinnern. Seit dem 12. Januar 1963 ist er Schlagzeuger bei den "Rollenden Steinen" - bzw. der 12.01. war damals sein erster Auftritt mit den Stones. Seit 1964 ist er mit Shirley verheiratet und hat eine Tochter. Ansonsten ist aus seinem privaten Bereich nicht viel bekannt. 2004 wurde bei ihm Kehlkopfkrebs diagnostiziert, der nach einer Strahlentherapie besiegt worden ist. Charlie war früher ein starker Raucher gewesen. Jetzt tourt er gerne mit seiner 2. Band  The A,B,C & D of Boogie Woogie durch die Gegend. Der große "alte" Blueser Alexis Korner hatte Charlie entdeckt und zu den Blues Incorporated gelockt. Dort lernte er später Mick Jagger und Keith Richards kennen.

Vandalen

"Sie hausten wie die Vandalen" - Woher kommt eigentlich diese Aussage? Meine Tageszeitung (WR) führt im heutigen Schlaglichter aus: 455 Längst ist das Imperium Romanum (das römische Reich) in zwei Teile gespalten, da erhält die einstige Hauptstadt Rom einen furchtbaren Schlag - ausgerechnet durch einen germanischen König. Geiserich, der Herrscher der Vandalen, fällt mit seinem Heer ein und plündert gewissenhaft und nach Plan alles, was auch nur irgendwie nach Beute aussieht. Selbst vergoldete Teile des Jupitertempels gehen mit auf die Schiffe.
Bei den Themen der Geschichte, merke ich einfach, dass mich das früher in der Schule nicht fasziniert hatte. So muss ich manches heute nachlesen und nachschlagen. Ist aber auch sehr interessant - Neues aus der europäischen Menschheitsgeschichte zu entdecken. Das Volk der Vandalen findet sich über 200 Jahre in der Geschichte, bevor es verschwindet - wie auch immer. Um 375 kommt das Volk der Hunnen nach Zentraleuropa und treibt die Goten vor sich her. Völkerwanderung. Die Vandalen weichen nach Westen aus - gehen über den Rhein bis nach Gallien. Von dort ziehen sie bis nach Nordafrika (429) und erobern die reiche Provinz (439). Karthago wird die Hauptstadt des Vandalenreiches. Es finden sich Zahlen um die 80000 Menschen in den Geschichtsbüchern, davon ca. 20000 Krieger. Eigentlich hätte die Eroberung nicht stattfinden sollen. Ein gänzlich anderes Klima wurde von dem Volk gemeistert. Die "römische Kornkammer" Nordafrikas leistete keinen nennenswerten Widerstand, da diese sich auch von Rom versklavt sahen. Einzig Karthago und Hippo Regius können eine zeitlang der Belagerung widerstehen. Kirchen und Klöster werden geplündert. Der Bischofsstuhl von Karthago bleibt somit vakant. 455 greifen die Vandalen Rom an und plündern systematisch, nicht chaotisch. Der Papst Leo I. stellt sich ihnen mutig entgegen und kann verhindern, dass die Vandalen morden und vergewaltigen. Drei Jahre vorher hatte Attila mit seinen Hunnen Rom plündern wollen. Auch damals war Papst Leo I. in vollem Ornat Attila entgegengetreten und hatte die Heimsuchung der Stadt Rom verhindern können. Dieses Mal gelang es ihm nur teilweise. Der Ausspruch "sie hausten wie die Vandalen" entstand vermutlich im 18. Jahrhundert - entspricht aber nicht der Historie, da die Vandalen mit System plünderten. Heute wird diese Redensart aber immer wieder zitiert, wenn Fälle von Vandalismus vorliegen.

Montag, 23. Mai 2011

Bob Dylan wird 70 Jahre alt




Viele großartige Künstler seiner Generation sind schon lange verstorben. Er darf seinen70. Geburtstag feiern und hat der Musikwelt immer noch etwas zu bieten. Vermutlich aber nicht der HipHop und Rap Generation.
Was sollte die Folkmusik und die Rockmusik ohne ihn, seinen Stil prägenden Einfluss und seine Texte machen?
Robert Allen Zimmerman wurde am 24.5.1941 in Duluth (Minnesota) in einer jüdischen Familie geboren. Seine Begeisterung für die Musik (dem aufkommenden Rock´n´Roll) begann schon sehr früh. Während seine Altersgenossen noch Fahrrad fuhren, sehnte sich der junge Robert Allen nach Lederjacken und Motorräder. Er wohnte mit seiner Familie inzwischen in Hibbing und graste die Plattenläden nach den neuesten Singles von Chuck Berry, Jimmy Reed und Hank Williams ab. 1959 zieht der 18 Jährige nach seiner High School nach Minneapolis. Er will dort studieren, verbringt aber die meiste Zeit im Künstlerviertel Dinkytown und legt sich den Künstlernamen Bob Dylan zu - in Anlehnung an den Waliser Poeten Dylan Thomas. So um die 1960 kommt Bob nach NewYork. Er besucht mehrfach sein Idol Woody Guthrie im Krankenhaus, der an einer Nervenerkrankung leidet. In den Folkclubs von Greenwich Village absolviert er die ersten Auftritte. Im Sommer 1961 steht Bob zum ersten Mal in einem Studio. Er spielt Mundharmonika bei dem Titelsong des Harry Belafonte Albums "Midnight Special". 1963 lernt er die Folkikone Joan Baez kennen. Seinen Durchbruch macht er mit seinem 3. Album "The Time they are a-changin´". Es herrscht politisch der sogenannte "Kalte Krieg" zwischen den politischen Blöcken. Er wird ein politisches Sprachrohr in der Folk- und Musikszene - ein Revoluzzer. Musikalisch revoltiert er 1965, als er anfängt mit der elektrischen Gitarre Musik zu machen. Das schlägt ein - die einen sind entsetzt und die anderen freut es. 1966 erscheint, das bis heute meisterhafte Werk "Blonde on Blonde". Als das legendäre Woodstock Festival 1969 stattfindet, sucht er das Weite. Er wohnt in der Nähe, aber die Hippies interessieren ihn nicht. Bob macht in seinem Leben viele Höhen und Tiefen durch. Ein Motorradunfall wirft in lange zurück. Es folgen Alkohol- und Eheprobleme. Er irritiert seine Fans mit schlechten Produktionen, aber auch mit seiner Hinwendung zum Christentum.
Es folgen gute Konzerte und schlechte Konzerte. Aber seine Texte in der Musik suchen ihres Gleichen und sind vielleicht noch zu vergleichen mit dem Text- und Musikduo John Lennon und Paul McCartney von den Beatles.
Seine Hits werden von vielen Musikern gecovert, wie z.B.: "All along the watchtower" von Jimi Hendrix und später Neil Young, "Blowin´ in the wind" von Peter, Paul & Mary und auch von Joan Baez, "Masters of the war" von Pearl Jam, "Mighty Quinn" und "Father of Day, Father of Night" von Manfred Mann, "Knockin´on heaven´s door" von Gun N´Roses, "Mr. Tambourine Man" von den Byrds,  "The Time they are a-changin´" von Blackmores Night und "It´s all over now Baby Blue" von den Them. Sicherlich habe ich Bob Dylan selbst erst später entdeckt. Anfang der 80er Jahre erlebte ich ihn zusammen mit Joan Baez und Santana in einem OpenAir im Müngersdorfer Stadion. In den letzten Jahren sind mir seine Songs ans Herz gewachsen, aber wenn er nicht unbedingt eine begnadigte Stimme hat. Aber er ist immer noch genial. Eigentlich fehlt ihm noch der Friedens Nobel Preis für die Literatur.


Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag.



Quelle: stellenweise "Eclipsed" Juni 2011

Sonntag, 22. Mai 2011

Baltische Märtyrer

BALTISCHE MÄRTYRER (1919):
Heute vor 92 Jahren mussten in Riga (Lettland) 33 Geistliche ihr Leben lassen (Erhard Doebler, August Eckhardt, Theodor Hoffmann, Eugen Scheuermann u. v. a.). Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurden sie von bolschewistischen Truppen gefangen gesetzt. Kurz bevor die baltische Landwehr Riga zurückerobern konnte, wurden sie erschossen. Ihr einziges "Verbrechen" war, dass sie Jesus Christus verkündigt hatten.

z.B.: Pastor Erhard Doebler wurde am 4.3. 1919 verhaftet. Seiner Frau rief er zu: "Grüß die Gemeinde und sag ihr, ich hätte ihr nicht umsonst vom Kreuztragen geredet; ich will es nun selbst mannhaft tragen."




Quelle: Neukirchener Kalender 2011 www.neukirchener.de , http://www.bautz.de/bbkl/d/doebler_e.shtml

Dienstag, 17. Mai 2011

Panik Udo wird 65

Ja wer hätte das gedacht? Seine Exzesse waren in den 70er Jahren heftig - aber dann wurde ihm das deutlich und "Lady Whiskey" hatte ausgedient.  Heute wird Udo Lindenberg 65 Jahre alt und ich freue mich darüber. Herzlichen Glückwunsch!

Wie sehr er mit seiner Musik mich geprägt hatte, dass war mir vor ein paar Jahren deutlich geworden, als ich nach getaner Arbeit im Garten mit einem Freund auf der Terrasse saß und bei einem Bier "alte" Lindenberg Song sang. Alles Songs aus den 70er Anfang 80er Jahre. "Rudi Radlos", "Bodo Ballermann", "Hoch im Norden", "Cello", "Ich bin Rocker" oder "Alles klar auf der Andrea Doria".

Udo fing als Schlagzeuger bei Klaus Doldinger an. Seine erste eigene Langspielplatte sang er in Englisch ein und die floppte. Bei seiner 2. Produktion wechselte er die Sprache und sang Deutsch. Es ging leicht aufwärts durch den Hit "Hoch im Norden" (in Norddeutschland). Aber dann ging es Schlag auf Schlag - ein Millionenvertrag. Gesanglich war Udo keine Offenbarung, da er seine Texte manchmal nuschelte oder mehr sprach - aber ungewöhnlich revolutionär. In den 70er Jahren gab es nur Schlagerstars die in der deutschen Sprache sangen. Udo war ein Novum. Später kamen Rio Reiser mit Ton Steine Scherben dazu. Heute kann man festestellen, dass Udo die Rockmusik mit deutscher Sprache vorwärtsgebracht hat. (siehe Peter Maffay, Herbert Grönemeyer, Marius Müller-Westernhagen uvm.) Meine erste Langspielplatte war "Votan Wahnwitz" (s.o.) und die hatte meine Mutter mir vom Aldi (Nord) mitgebracht.

In meinen Teenagertagen hatte ich ein riesiges Poster von ihm an der Wand, das der Produktion "Votan Wahnwitz" beigelegen hatte. Mein heutiges Musikinteresse stillt er nicht mehr, aber das ist nicht tragisch...es war eine tolle Zeit.
Fast schon prophetisch galt damals sein Engagement der Auseinandersetzung mit der DDR-Regierung. Er wollte den damaligen Status Quo zweier geteilter deutscher Staaten nicht anerkennen und träumte von einer großen Tournee durch den Osten. Die kam dann nach der "Wende".  

Donnerstag, 12. Mai 2011

Weissagung der Cree

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluß vergiftet, der letzte Fisch gefangen,
werdet ihr feststellen, daß man Geld nicht essen kann.
So weit wie ich mich erinnern kann, kam dieser Spruch in den 70er Jahren auf Aufklebern von GREENPEACE heraus. Ich hatte auch einen übergroßen Aufkleber an meiner linken Käfertür. Dann, vielleicht Anfang der 80er Jahre erschien dieser Slogan oder Spruch mit dem Zusatz; Weissagung der Cree - also eines Indianerstammes. Als ich letztens ein neues "gebrauchtes" Auto bekam, hatte ich mir vorher, nach einigen Jahren der Enthaltsamkeit, einen Aufkleber mit diesem Vers besorgt. Nicht mehr ganz so groß, aber die Aussage ist ja entscheidend. Wir sind da als Menschen oft zu gedankenlos und undankbar. Finanzieller oder wirtschaftlicher Reichtum ist das eine, saubere Luft zum Atmen ect. das andere. Vermutlich werden auch weiterhin Arten verschwinden und Landstriche verwüstet werden - auch von meinem Arbeitgeber in Brasilien - aber vielleicht gibt es langfristig Hoffnung. Das wäre schön.
Der Spruch ist gut, auch wenn er vermutlich nicht von den Cree ist. Der amerikanische Literaturhistoriker und Filmregisseur Ted Perry soll diesen Spruch 1972 abgeändert bzw. in die jetzige Aussage gebracht haben.

Freitag, 6. Mai 2011

Friedrich d. Weise

Geschichte war eigentlich nie das Fach, dass mich in der Schule interessiert hatte. Vielleicht lag es auch an den Lehrern, denen es nicht gelang, mich für Geschichte zu begeistern. Es gab eine Ausnahme in dem Lehrer Steffen (vermutlich schon länger verstorben), der viel aus dem 2. Weltkrieg erzählte - aus eigenem Erleben und Betroffenheit, und mich als junger Schüler fesselte. Durch meinen christlichen Glauben bin ich dann immer wieder mit Geschichtsdaten konfrontiert worden, die es lohnten, nachzuschlagen und nachzudenken. Ich möchte mich ein wenig mit Friedrich d. Weise, Kurfürst von Sachsen auseinandersetzen. In der "Luther" Verfilmung wurde dieser Kurfürst von Sir Peter Ustinov, in seiner letzten Filmrolle, so interessant und auch ein wenig spitzfinnisch dargestellt. Das macht mich fragend: Wer war Friedrich d. Weise?
Friedrich der III., auch der "Weise" genannt, wurde am 17.1.1463 in Torgau/Sachsen geboren. Er verstarb am 5.5.1525 auf dem Schloss Lochau in der Nähe von Torgau. Bis zu seinem Tod war er Kurfürst von Sachsen. Seit 1486 war er Kurfürst von Sachsen gewesen, einem Territorialstaat, da Sachsen als Staat geteilt war. Unser heutiges Deutschland war da noch nicht zu erkennen. Es gab unendlich viele Kleinstaaten und Kurfürsten. Gleichwohl war er aber einer der ranghöchsten Reichsfürsten. Seine etwas behäbige Art, gepaart mit einem großen Rechtsempfindung, dem Wissen um Moral und eine große Friedfertigkeit, hinderten ihn daran seine Macht auszubauen. Vielleicht würden wir heute manches an ihm mit freundlicher Gutmütigkeit übersetzen. Aber er bewirkte manch gute Dinge. Er baute die Universität in dem kleinen Ort Wittenberg auf (1502), die später prägend für Martin Luther war. Bei den später aufkeimenden Bauernkriegen, sah er sehr wohl, die Not der Bauern und ihre Rechtlosigkeit. Das Wissen um Moral, obwohl er nicht offiziell verheiratet war - aber nach dem heutigen Empfinden eine Freundin hatte (Anne Weller), die ihm 4 Kinder gebar, und das Wissen um die "letzten Dinge" verwurzelten ihn stark in der katholischen Kirche. Seit dem Friedrich der Weise 1493 auf einer Wallfahrt ins Heilige Land unterwegs gewesen war, war sein neues kostspieliges Hobby das Reliquien sammeln. Viele reiche und gebildete Adlige taten dem ebenso. Seine Sammlung war aber wohl eine der größten seiner Zeit. 1508 holte Friedrich den Martin Luther an seine Universität von Erfurt nach Wittenberg. Er sollte erst einmal für ein Jahr dort den Dienst versehen, kehrte aber 1511 erneut nach Wittenberg zurück. 1517 kam es zum Anschlag der 95 lateinischen Thesen von Martin Luther. Vermutlich geschah es aus Wut über die Entartung des Ablaßhandels. Die Folgen sind bekannt. Dank des Hofkaplan Georg Spalatin, ist Martin Luther von Friedrich dem Weisen auch nach der späteren Ächtung (Bannbulle) Luthers, nicht an die katholischen Häscher ausgeliefert worden. Papst Leo X versuchte 1518 sogar Friedrich zu bestechen, in dem er ihm die "Goldene Rose" verlieh, als Auszeichnung besonderer Verdienstes um die katholische Kirche. Diese Begebenheit ist in dem "Luther" Film ausgezeichnet verarbeitet worden. Friedrich der Weise und Martin Luther sind aber einander nie begegnet. So ist es Friedrich dem Weisen auch zu verdanken, das er Luther auf die Wartburg bringen lies, nachdem Luther sich in Worms hatte verantworten müssen. Wie bekannt übersetzte Martin Luther auf der Wartburg die lateinische Bibel erstmals in die deutsche Sprache. Erst auf dem Totenbett nahm Friedrich der Weise das Heilige Abendmahl nach protestantischer Art ein und das wurde später als protestantisches Bekenntnis gewertet. Mit seinem Tod starb leider auch der letzte Widerstand gegen einen Krieg mit den Bauern.

Montag, 2. Mai 2011

Terrorist Bin Laden getötet

Man möchte fast sagen, endlich.... endlich ist der Drahtzieher und Terrorist Bin Laden gefasst worden und seiner gerechten Strafe zugeführt worden. Die Anschläge auf das WTC vom 11.9.2011 waren sein Werk und endlich ist er nach fast 10 jähriger Suche gefasst und getötet worden.


Die "freie" Welt wird deswegen vermutlich nicht mehr Ruhe haben. Sicherlich werden andere Fanatiker nachrücken und Bin Laden beerben. Die Sicherheitskräfte sind in vielen Staaten in Alarmbereitschaft. Aber ich bin trotzdem dankbar und erleichtert. Die Berichterstattung im TV vom 11. Sept.2001 hatte sich doch sehr bei mir festgesetzt und mich schockiert.

Sonntag, 1. Mai 2011

Buchtip: Woodstock

Ich lese im Moment ein Buch, dass ich letztens vielleicht spontan und zufällig in der Mayerschen Buchhandlung in Bochum entdeckt hatte. Ein Bildband, aber nicht nur, über das größte RockKonzert aller Zeiten: Woodstock.

Ich muss sogar fairerweise zugeben, dass ich dann im ersten Moment sogar vergessen hatte, dieses Buch zu kaufen. Aber als ich in der Stadt an einem anderen Ort unterwegs war, kaufte meine liebe Natascha mir das Buch. Ein Schnäppchenpreis von € 9,90. Ursprünglich soll das Buch sogar € 39,90 gekostet haben. Erschienen ist das Ganze im Collection Rolf Heyne. 288 Seiten stark und mit tollen Fotos und Berichten über die Planung und den Ablauf des damaligen Festivals. Tolle Berichte, die ich noch nicht kannte. Ich bin noch nicht durch, aber mich hat fasziniert wie Richie Havens sein "Freedom" Song spontan entwickelt hatte. Sehr lesenswert auch der Bericht der jungen Sängerin Melanie, die um Mitternacht des ersten Tages ihren Auftritt hatte und in einem Lichtenmeer von 100.000 brennenden Streichhölzern ihre Songs sang.

Samstag, 30. April 2011

Trainer Frank Schaefer tritt zurück

Manchmal frage ich mich doch, ob manche Fußballclubführende zu wenig zu tun haben oder was veranlasst diese Menschen dann dazu Problemfelder aufzuzeigen, die gar nicht da sind?
Im Falle des zurückgetretenen Trainer Frank Schaefer vom 1. FC Köln (meine Frau liebt den Verein), könnte man doch meinen das der Sportdirektor Finke zu wenig ausgelastet ist. War er mit der Arbeit von Trainer Frank Schaefer nicht zufrieden? Stand er selbst zu wenig im Mittelpunkt? Denn schließlich sah es vor dem Eklat ja so aus, als wenn der Verein sich vor dem Abstieg schon gerettet hätte. Jetzt trudelt er dem Abstieg wieder entgegen. Dank eines Volkes Finkes. Der große Boss Overath schützt seinen Trainer zu wenig. Aber vielleicht ist es für Frank Schaefer so besser. Sein christlich gelebter Glaube gibt ihm Vorgaben, die vielleicht wirklich nicht in das raue Fußballgeschäft passen. Aber Fairness und Toleranz hätte er schon erfahren sollen, oder gilt das nicht für Menschen mit dem christlichen Glauben. Ich vermute, dass für Sportdirektor Finke der Erfolg über alles geht und andere ethische Werte nicht da sind.

"Jesus rettet" - Schild

Frau mit „Jesus rettet“-Schild tot – Fußgängerzone von Dortmund geprägt
(Dortmund, 20.04.2011, Katrin Figge)
Dortmund. Jahrzehnte lang hat sie das Bild von Dortmund geprägt: Maria Schmidt, die grauhaarige Dame mit dem „Jesus rettet“-Schild, ist tot. Am Montag (18. April 2011) starb die ehemalige Lehrerin für Religion, Deutsch und Kunsterziehung im Alter von 81 Jahren.

Die streng gläubige Christin, die zuletzt in der Nordstraße gewohnt hat, zog bei Wind und Wetter durch die Fußgängerzone von Dortmund – nie über Regen und Kälte klagend, immer ein freundliches Lächeln auf den Lippen. Kaum ein Passant kam auf dem Westenhellweg an ihr, ihren Info-Broschüren und ihrem großen blauen Schild vorbei. Sie sprach die Leute direkt und offen an, um mit ihnen über Jesus und die Bibel zu sprechen. „Ich kann nur informieren“, sagte sie einmal. „Aber bekehren kann ich nicht.“

Bei sozialen Netzwerken wie Facebook oder „Wer kennt wen“ hatte Maria Schmidt als stadtbekannte Erscheinung sogar eigen Fanclubs.
Trotz ihrer Scheu vor der Presse erklärte sie sich vor ein paar Jahren für ein Gespräch mit den zwei Schüler-Redakteurinnen Steffi Libert und Lynn Meyer (ZEUS) bereit. Darin verriet die Protestantin: Aus der Kirche sei sie schon längst ausgetreten. Stattdessen gehöre sie einer Freien Evangelischen Gemeinde an. Einer der Gründe für den Austritt: „Einmal, als ich in der Kirche war, fiel nicht einmal der Name Jesus. Es wurde nur über Natur gesprochen.“
Zum Glauben gefunden habe Maria Schmidt, die im Jahr 1930 geboren wurden, erst 1961 – nach dem tragischen Unfalltod ihrer religiösen Eltern. Damals fiel ihr Entschluss, ihr Leben neu zu beginnen und von nun an nach der Bibel zu leben.

Mittwoch, 27. April 2011

Endlich Frühling

Ja wirklich, endlich haben wir den Frühling da. Vielleicht liegt es am eigenen Älter werden, aber in diesem Jahr habe ich mich fast unendlich lange auf den Frühling gefreut. Ich mag den Winter und die kalte Jahreszeit. Aber es ist auch sehr schön, wenn die Natur wieder erwacht, die Vögel singen, die Tage heller werden und es wärmer wird. Ganz zu schweigen von den Grillaktivitäten, zu denen wir Männer gerne neigen.




Die Fotos sind in der vergangenen Woche im Sauerlandpark in Hemer entstanden.


Dienstag, 26. April 2011

25 Jahre Tschernobyl

25 Jahre Tschernobyl: Katastrophe ungeklärten Ausmaßes

Gedenken an Tschernobyl-Opfer

Ein Experiment, das in der Katastrophe endete
In der Ukraine ist der Atomkatastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren gedacht worden. Bei der Explosion am 26. April 1986 trat Radioaktivität in zuvor ungeahntem Ausmaß aus. Die Welt erlebte den ersten Super-GAU - und die UdSSR setzte alles daran, die Katastrophe zu vertuschen.

(von Christina Nagel, ARD-Hörfunkstudio Moskau)

Eigentlich hätte das Experiment vor Inbetriebnahme des Reaktors im Dezember 1983 durchgeführt werden sollen. Aber dazu kam es nie. Auch am 25. April 1986 hatte es wieder Verzögerungen gegeben. Die Nachtschicht sollte den Test nun endlich zu Ende bringen.

Ein vollständiger Stromausfall sollte simuliert werden, um nachzuweisen, dass die Rotationsenergie der Turbinen ausreichen würde, um die kurze Zeit bis zum Anspringen der Notstromaggregate zu überbrücken Es begann eine verhängnisvolle Kettenreaktion - eine Mischung aus menschlichem Versagen, Unkenntnis, Materialschwächen und Sicherheitsmängeln. Um 1.23 Uhr explodierte der Reaktorblock 4.

"Es passierte das, was niemand für möglich gehalten hatte. Es waren Spezialisten, sie hatten Erfahrungen mit Havarien. Aber keiner der Anlagen-Techniker hat geglaubt, dass ein Atomkraftwerk explodieren kann. Es gab Unkenntnis auf allen Ebenen. Angefangen bei mir, dem Chef von 30 Aufklärern, bis hin zu Staatschef Gorbatschow", sagt Sergej Mirnij. Er wurde nach der Katastrophe als Strahlenmess-Aufklärer nach Tschernobyl geschickt. In der Theorie wusste der Reserveoffizier fast alles über Radioaktivität. Die Realität sei eine andere gewesen, erinnert er sich heute.

Noch immer nicht alle Fragen geklärt
Wie groß die Mengen radioaktiven Materials waren, die durch die gewaltige Explosion in die Luft geschleudert wurden, darüber streiten sich Experten bis heute. Die Zahlen schwanken zwischen fünf und 95 Prozent der Kernbrennstoffs.

Die sowjetische Führung setzte alles daran, den Unfall zu vertuschen. Eine Nachrichtensperre wurde verhängt. Selbst die Menschen in der Kraftwerksstadt Pripjat, die nur wenige Kilometer vom Reaktor entfernt liegt, habe man im Unklaren gelassen, sagt Nikolaj Fomin, der Besucher durch die heutige Geisterstadt führt. "Es gab hier sehr viele Kinder. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung lag bei 26. Auf die 45.000 Einwohner kamen jährlich Tausend Neugeborene. Das ist ernorm. Deshalb gab es hier auch viele Schulen und Kindergärten."

In allen wurde nach dem Unglück weiter gespielt, gelernt. In den Höfen getobt. Unter strahlend blauem Himmel. Erst 36 Stunden nach der Katastrophe wurde die Stadt evakuiert.

"Offenbar ein ernster Atomunfall"
Am 28. April wurden in Schweden erhöhte radioaktive Werte gemessen. Der Unfall ließ sich nicht mehr verheimlichen. Die Tagesschau meldete um 20 Uhr:

"In der Sowjetunion hat sich offenbar ein ernster Atomunfall ereignet. Nach Angaben der sowjetischen Nachrichtenagentur Tass traten an einem Kernkraftwerk bei Kiew Schäden am Reaktor auf. Durch die radioaktive Strahlung sollen auch Menschen zu Schaden gekommen sein. Weiter heißt es in der Meldung, den Betroffenen werde Hilfe geleistet. Es wird aber nicht gesagt, wann sich das Unglück ereignet hat oder wodurch es verursacht wurde."


Was mir persönlich nicht in den Kopf will, ist, dass die Politik und die Wirtschaft nichts aus der damaligen Katastrophe gelernt haben. So nach dem Motto: Wir haben jetzt den ersten GAU - der nächste kommt erst in 1000 Jahren. Irrtum: Er kam keine 25 Jahre später und noch immer sind die Mächtigen der Welt erstarrt und halten unbeirrt an dieser Energienutzung fest. Sicherlich braucht die Industrie preiswertere Energie. Aber vielleicht sollten auch einmal die Ressourcen der Energieeinsparung überdacht werden. Aber was ist schon preiswert angesichts solcher Katastrophen.
Aus Protest haben gestern Abend Atomkraftgegner von 21.30 h bis 22.30 h ihr Licht zuhause ausgemacht.

Sonntag, 17. April 2011

Luther in Worms

Der 17.04.1521 müsste für viele Christen ein Dankbares Datum sein. Luther steht vor dem Reichstag zu Worms um sich wegen seiner Lehren zu verantworten. Der Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen hatte es geschafft, dass Luther ohne Anhörung nicht verurteilt werden konnte. Dank seines sicheren Geleits kam Luther wohlbehalten in Worms an. Natürlich lässt sich manches nach 490 Jahren leicht kritisieren. Luther wollte keine neue Kirche gründen, er wollte auch nicht die Christenheit spalten - nein er wollte die Kirche reformieren nach dem biblischen Zeugnis. Dazu hatte ihn Gottes Geist auch berufen. Leider waren die politischen Machtkämpfe der damaligen Zeit nicht dazu geeignet, eine Kirche zu reformieren. Als er schon dem Orden der Augustiner beigetreten war, begann in ihm ein Ringen "nach dem gnädigen Gott". Er nahm seine eigene Sündhaftigkeit stark wahr und die damaligen Buß-und Ablasspredigten schreckten ihn tief ab. Gibt es einen gnädigen GOTT, der mich liebt? Martin Luther hatte ihn gefunden in JESUS CHRISTUS. Da er in Worms nicht seine Lehren widerrufen hatte und später auf der Wartburg im Versteck die Bibel in die dt. Sprache übersetzte, war langfristig der Weg frei zu einer freien Beziehung zu JESUS CHRISTUS im Glauben. Langfristig - und davon profitiere ich heute. Ich darf mit Jesus leben. Ich bin durch mein Gewissen an Jesus und die Bibel gebunden. Egal was manche Kirche falsch oder auch richtig dazu sagt. Ich lebe in "der Freiheit eines Christenmenschen". So bin ich Martin Luther und auch all den anderen, die sogar ihr Leben für dieses Zeugnissen verloren, zu großem Dank verpflichtet.

Dienstag, 12. April 2011

Mein Traum von einem Auto

Wenn ich einen Mazda MX5 vor mir herfahren sehe, dann schlägt mein Herz höher. Mein Traum von einem Auto. 1989 wurde der erste dieses Types gebaut und löste eine neue Roadster Welle aus. Freunde von uns hatten vor einigen Jahren noch das "alte" Modell mit den Schlafzimmeraugen. Dazu die Farbe in ROT - ein Traum.

















Für eine Tagestour liehen wir uns den Wagen und sausten durchs Hochsauerland. Ein genialer Tag - tolles Wetter. Am Anfang war es noch etwas kalt. Also eine Decke um die Beine und eine Schirmmütze auf und dann ab. Seit diesem Erlebnis sitze ich ab und an gerne bei meinem Mazdahändler in dem neuen Modell. Leider viel zu teuer für unseren Geldbeutel. Aber man darf ja träumen.

Freitag, 8. April 2011

„Zockermentalität unverändert“

Professor Max Otte : Plettenberg, 07.04.2011, Bernhard Schlütter (WR)
Mit gesundem Menschenverstand hat das Geschäftsgebaren von Investmentbanken nichts zu tun. Das ist die Überzeugung von Professor Max Otte, die er am Mittwochabend im Saal der Gaststätte Zur Post auf Einladung des SPD-Ortsvereins gut nachvollziehbar darlegte. „Das war ein Parforce-Ritt durch die Weltwirtschaft“, freute sich SPD-Vorsitzender Jürgen Beine. Otte lässt an Heuschrecken und Börsenhaien kein gutes Haar, greift die Investmentbanken in den USA an. Dort herrsche ein „Lug- und Betrug-System“. Aufgrund der unveränderten Zockermentalität auf den Finanzmärkten schlussfolgert Otte: „Die Krise ist noch nicht zu Ende.“ Karriere als Politiker kommt nicht in Frage Den Geschäftsmodellen der Sparkassen und der Genossenschaftsbanken stellt Otte ein gutes Zeugnis aus. Sie verfügten über einen hohen Eigenkapitalanteil und würden vernünftig wirtschaften. Banken, die sich unter Rettungsschirme stellen, vergleicht Otte mit einem Profifußballteam: „Läuft’s schlecht, zahlen die Aktionäre, läuft’s gut, kassieren die Spieler.“ Die Aktionäre, das sind im Banken-Fall die Steuerzahler. Dabei könnte die Politik mit wenigen Maßnahmen Änderungen erreichen. Wenn Otte Finanzminister wäre, würde er das Eigenkapital stärken, die Finanztransaktionssteuer einführen, Finanzmarktprodukte regulieren und private Ratingagenturen durch staatliche ersetzen. In die Politik will er aber nicht gehen, verrät Otte im Gespräch. „Da müsste ich mich einer Parteirichtung unterordnen. Jetzt kann ich meine Meinung sagen.“ CDU-Mitglied ist er seit vielen Jahren, nicht nur weil sein Vater in dieser Partei war. „Finanzpolitisch stimme ich mit der SPD überein“, gesteht er freimütig. Im Nachhinein gibt er auch Oscar Lafontaine Recht, der 1998 die Regulierung der Banken forderte. „Das hat ihm Joschka Fischer ausgeredet. Der ist heute unter Lobbyisten gegangen. Fischer ist für mich einer der korruptesten Politiker überhaupt“, sagt Otte und bekommt auch dafür Beifall von den 320 Zuhörern.


Für mich bleibt die Frage offen, welche Politiker oder welche Parteien legen diesen Zockern Handschellen an? Egal ob in der EU oder in den USA.

Donnerstag, 7. April 2011

Prof. Dr. Max Otte in Ohle

(Der Westen - WR vom 7.4.2011; Bernd Maus (Foto u. Text)

Der Kölner Wirt- schafts- wissen- schaftler und gebürtige Pletten- berger Max Otte referierte im Ohler Saal der Gaststätte zur Post zum Thema Wirtschaftskrise.

Plettenberg. Mehr als 300 Besucher wollten gestern Abend Prof. Dr. Max Otte hören. Der Saal der Gaststätte Zur Post in Ohle platzte aus allen Nähten. Und Ratsherr Uwe Boese, der den aus Ohle stammenden und heute weltweit als Börsianer, Wirtschaftsexperten, Hedgefonds-Manager und Künder der Finanzkrise renommierten Otte im Namen des SPD-Ortsverbands zum „Heimspiel“ gebeten hatte, durfte gewiss sein, einen Volltreffer gelandet zu haben. „Es ist schon etwas Besonderes, einen Vortrag in seinem Heimatdorf zu halten“, versicherte der prominente Gast, während er viele alte Bekannte aus seiner Jugend in Plettenberg persönlich begrüßte, allen voran seine Mutter Lore, seinen Patenonkel Gerhard Otte und Onkel Kurt Schubert sowie seine früheren Freunde aus der gemeinsamen Schülerband „Täuschung“. Lore Otte zeigte gar mehr Lampenfieber als ihr solche Auftritte gewohnter Filius. Zwar hat sie ihren Sohn bereits bei einem Auftritt in Meinerzhagen live erlebt, doch gestern in Ohle gestand sie offen ein: „Für eine Mutter ist so etwas halt immer wieder aufregend.“ In seinem knapp einstündigen Vortrag nahm der 46-jährige Max Otte, der heute in Köln und in der Eifel lebt, die Nacht auf heute aber trotz Termindrucks im elterlichen Haus am Stübel verbrachte, in der ihm eigenen Art klar und zum Teil provokant Stellung zur aktuellen Weltwirtschaftslage. Kühne Thesen scheut er nicht. Dabei bleibt Otte nie bei der Analyse stehen, sondern gibt auch Tipps, wie jeder persönlich einer Krise begegnen kann, ohne dabei finanziellen Schiffbruch zu erleiden. „Das ist echt multi-kulti hier. Alles vertreten – von Himmelmert bis Ohle“, scherzte Otte über die Zusammensetzung des Publikums. Als Sohn des verstorbenen früheren CDU-Ratsherrn Max Otte war er übrigens einer SPD-Einladung gern gefolgt. Otte schätzt den Kontakt zur Basis und beantwortete bereitwillig und kompetent Nachfragen aus dem Publikum. Schließlich signierte er am Stand der Buchhandlung Plettendorff, an dem Inhaberin Esther Saalborn die aktuellen vier von Ottes bislang 15 erschienenen Büchern anbot, die gekauften Exemplare persönlich.

Mittwoch, 6. April 2011

Atompolitik

Das Godesberger Programm der SPD beginnt 1959 mit den Zeilen: "Das ist der Widerspruch unserer Zeit, dass der Mensch die Urkraft des Atoms entfesselte und sich jetzt vor den Folgen fürchtet." Diese Worte klingen fast prophetisch. Es dauerte zwar noch viele Jahre bis der mündige Bürger in Deutschland auf die Straße ging und gegen diese Atompolitik zu demonstrieren. Aber zumindest in Deutschland waren die Bürgerinitiativen auf dem Vormarsch. Skandale in Harrisburg (1979), Sellafield und Tschernobyl (1986) taten das übrige. Natürlich stellt sich die Frage, warum wird fast nur in Deutschland demonstriert? Vielleicht wissen die Bürger in den anderen EU-Staaten wenig über die Gefahren? Sind nie aufgeklärt worden oder wollten sich nicht informieren? Vielleicht gibt es auch in Deutschland viel mehr unabhängige Wissenschaftler als z.B. in Rußland bzw. dem ganzen Ostblock. Die Mär vom günstigen Atomstrom ist ja auch die Lüge von Anfang an - weil Folgekosten die z.B. das Endlager betreffen, nicht von der Energiewirtschaft getragen werden, sondern vom Staatshaushalt. Versicherungstechnisch wird auch kein Energiekonzern eine Katastrophe so hoch abgesichert haben, dass er alle Folgen "bezahlen" könnte. Ich wünsche nur allen Gegnern der Atomenergie einen langen Atem und ein gutes Gedächtnis bei den nächsten Wahlen. CDU und FDP sind da völlig indiskutabel und Industriehörig. Der politische Schwenk der CDU hat nichts mit Einsicht zu tun - eher mit politischem Druck und Angst vor Machtverlust. Vielleicht muss auch hier das deutsche Volk weltweit Vorreiter gegen die Atompolitik werden, so wie es in manchen Dingen des Umweltschutzes auch war.

Montag, 28. März 2011

Ein Wahnsinniger

Hitler - ein Wahnsinniger... ich bin im nachhinein immer sehr dankbar, wenn ich immer wieder, wenn auch vereinzelt, von Menschen höre, die im III. Reich unter Adolf Hitler Widerstand geleistet haben. Ich hatte früher ja oft den Eindruck, das das ganze dt. Volk dem Adolf auf dem Leim gegangen war. Vereinzelt wußte ich um Bonhoeffer, v.Staufenberg oder die "weiße Rose", aber das erschien mir als sehr wenig. Um so dankbarer wurde ich, als ich letztens im meinem Kalenderblatt von Theodor Roller las.

Neukirchener Kalender 2011 vom 18.3.: Es ist Februar 1939. Hitler ist nahezu auf dem Zenit seiner Macht. Er wähnt sich unanfechtbar. Er bekommt den Brief eines 24-jährigen Buchhalters der Tübinger Kreissparkasse. Theodor Roller schreibt: "Ich will Ihnen die Verlogenheit Ihrer Grundlage unbarmherzig aufdecken und nun deutsch mit Ihnen reden: Als Christ nenne ich Sie einen Lügner und als Deutscher den größten Volksschädling, der je deutsche Erde betrat!". Am 18. März wird Roller von der Gestapo verhaftet. Von einem Sondergericht wird er "freigesprochen" und bis Kriegsende in eine psychiatrische Klinik verbannt. Er, der Hitler mit einem Wort zutreffend als "Wahnsinnigen" charakterisierte, wird als wahnsinnig weggesperrt. Hans-Joachim Lang schreibt über Roller: "Eine Bombe hätte er nicht gebaut. Sein Prinzip lautete Offenheit, seine Waffe war das Wort, seine Entschlossenheit ruhte in Gott."

Hans-Joachim Lang: "Als Christ nenne ich Sie einen Lügner" - Theodor Rollers Aufbegehren gegen Hitler. (Hoffmann & Campe Verlag, Hamburg) -Ein junger Mann protestiert gegen die Nazidiktatur - und überlebt sie in der Psychiatrie. Aus Aktenmaterial, Gesprächen und Briefen rekonstruiert der Autor die Geschichte eines Mannes, der den möglichen Tod in Kauf nahm, um seinem Glauben treu bleiben zu können.

Theodor Roller stirbt am 30.10.2008.


Antoine Court

Antoine wurde am 27.3.1695 in Villeneuve im Département Ardèche in Frankreich geboren. Andere Quellen schreiben sein Geburtsjahr auf 1690 fest. Er bleibt in dankbarer Erinnerung der Reformierten Kirche, da er sich als Hugenottenführer sah und maßgeblich dafür sorgte, dass diese Kirche der Reformation in Frankreich doch nicht von der kath. Kirche zerstört werden konnte. Ja sicherlich, die Hugenotten, wie sich die "Evangelischen" in Frankreich nannten, wurden gnadenlos verfolgt. Ihre Kirchen wurden geschleift. Viele Christen landeten auf dem Scheiterhaufen, im Gefängnis oder als Sklave auf den Galeeren. Viele andere konnten und mussten fliehen in die Schweiz, nach Holland, England, Hessen oder Brandenburg. Es sollen ca. 1 Million Christen auf der Flucht gewesen sein, zu großen Teilen auch die Oberschicht und die Elite des Landes. Zwischenzeitlich gab es auch gewaltsamen Widerstand der Evangelischen gegen die Katholische Kirche und Politik. Aber das war ein falsch eingeschlagener Weg, auch wenn man diese Schritte 300 Jahre später leicht kritisieren möchte. JESUS selbst sagte zu den Jüngern: "Wer das Schwert ergreift, der wird durch das Schwert umkommen." Antoine begann schon als junger Mann damit, die nach langer Verfolgungszeit zerstreute reformierte Kirche in Frankreich wieder zusammen zu bringen. Er zog - um sich vor den Verfolgern zu verbergen meist des Nachts - umher, predigte und leitete Gemeindeversammlungen. 1715, als Ludwig XIV. den Protestantismus in Frankreich gerade für tot erklärte, trat in einem Steinbruch in Südfrankreich unter seiner Leitung die erste Synode (altgriech. für „Zusammenkunft”)zusammen. 1718 wurde er heimlich als erster ev. Prediger der "Wüstenkirche" ordiniert. Seit 1685 war das wegen der Verfolgungszeit nicht mehr möglich gewesen. 1729 reiste er dann aber mit seiner Familie endgültig nach Lausanne (Schweiz), wo ein Seminar für französische Prediger nach seinem Plan gegründet worden war. Antoine starb † 1760 in Lausanne.

Donnerstag, 24. März 2011

Die letzte Hollywood-Diva ist tot

Elizabeth Taylor – Die Hollywood-Diva ist tot 

Film, 23.03.2011, Arnold Hohmann (Westfälische Rundschau) Essen. 
Einst galt sie als die schönste Frau der Welt. Mit „Cleopatra“ machte sie den Schritt vom Filmstar zum Weltwunder. Gestern ist Elizabeth Taylor, im Alter von vielen Krankheiten heimgesucht, mit 79 Jahren in Los Angeles gestorben. Nicht selten war ihr Privatleben interessanter und ungestümer als ihre Filme. Elizabeth Taylor ging insgesamt acht Mal eine Ehe ein (davon gleich zweimal mit Richard Burton), machte zeitweilig durch Alkohol- und Medikamentenmissbrauch von sich reden, litt an Fettsucht und reihte einen Krankenhausaufenthalt an den nächsten. Die zweifache Oscar-Preisträgerin lebte ein beispiellos bewegtes Dasein, das nun ein plötzliches Ende fand: Im Alter von 79 Jahren starb Dame Elizabeth Rosemond Taylor, wie sie sich nach der Erhebung in den britischen Adelsstand nennen durfte, in einer Klinik in Los Angeles an Herzproblemen. Liz Taylor ist tot Für die Kinogänger jedoch wird sie trotz späterer Unförmigkeit immer „die schönste Frau der Welt“ bleiben, als die sie zu ihrer Glanzzeit galt – ein Mythos aus leidenschaftlicher Sinnlichkeit, aus Romantik und körperlicher Perfektion, eine schillernde Figur mit erotischem Geheimnis. Überraschend mühelos gelang ihr auf der Leinwand der Übergang vom Kinderstar (etwa im Lassie-Film „Heimweh“, 1943) zur reifen Frau. Es waren vor allem die Filme zwischen 1956 („Giganten“) und 1960 („Telefon Butterfield 8“), in denen sie an einem Image feilte, das sie schließlich nicht nur be-rühmt machte, sondern geradezu eine Ikone der Erotik hervorbrachte. Hier ist sie, in Arbeiten wie „Land des Re-genbaums“ oder „Die Katze auf dem heißen Blechdach“, der Inbegriff der „Southern Belle“, der Südstaatenschönheit im Sinne eines Tennessee Williams, bestrickend verführerisch und mit einem eruptiven Temperament gesegnet. Den Schritt vom bloßen Filmstar zu einer Art Weltwunder vollzog Liz Taylor mit der Titelrolle in dem für damalige Begriffe sündhaft teuren Kino-Prunkstück „Cleopatra“ (1963), für die sie als erste Darstellerin in Hollywood eine Gage von einer Million Dollar erhielt. Das Ergebnis war nicht nur ein steifes Historienspektakel, sondern auch die Heirat mit ihrem trinkfesten Partner Richard Burton. Die Affäre der beiden sorgte für moralische Entrüstung selbst von Seiten des Vatikan, denn beide waren zu dieser Zeit noch verheiratet – die Taylor gerade mit dem Sänger Eddie Fisher.

Als Cleopatra erhielt sie als erste Frau eine Millionegage in Hollywood. Foto: AP/dapd Foto: dapd Wie eine Wassermelone

1964 endlich konnten Taylor und Burton heiraten, was den Hunger des Publikums auf dieses seltsame Paar und ihr turbulentes Eheleben nicht minderte. Vor allem aus ge-schäftlichen Erwägungen standen die frisch Getrauten deshalb in den nächsten Jahren fast nur gemeinsam vor der Kamera. Über Kassenerfolge wie „Hotel International“ oder „...die alles begehren“ tastete man sich zum Höhepunkt vor: Das quälende Ehedrama „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ (1967) galt vielen als konkrete Beschreibung der Partnerschaft Taylor/Burton. Dass sie es zehn Jahre miteinander aushielten, gilt vielen als ein Wunder. Der einjährige Nachschlag kurz darauf als überflüssiger Epilog. Die Schauspielerin begann mit diesem Film das nächste Kapitel in ihrer Karriere. Fort-an konzentrierte sich ihre Rollenwahl auf vitale Schlampen mittleren Alters und, wie es ein Kritiker höchst unfein ausdrückte, „zerzauste Vetteln auf dem Höhepunkt der Midlife Crisis“. Das Weibsbild auf der Leinwand mit Übergewicht und Spaß am Leben näherte sich dabei immer stärker der privaten Taylor an. Auf dem Höhepunkt ihrer Fettleibigkeit hatte sie einen Zentner zu viel am einst so begnadeten Körper und fühlte sich „rund wie eine Wassermelone“. Die Ehen der Diva Kommen und Gehen Elizabeth Taylor (drei eigene Kinder, eine Adoptivtochter) war achtmal verheiratet: Conrad Hilton Jr. (5/1950 - 2/1951) / Michael Wilding (2/1952 - 1/1957) / Michael Todd (2/1957 - 3/1958, verwitwet) / Eddie Fisher (5/1959 - 3/1964) / Richard Burton (3/64 - 6/74 und 10/75 - 7/76) / John Warner (12/76 - 11/82) / Larry For-tensky (10/91 - 10/95). Es entbehrt nicht einer gewissen Faszination, wie lange dieser Körper all die Alkohol-, Kalorien- und vor allem Krankheitsattacken überstanden hat. Nach Herzproblemen, Hüftoperationen, Luftröhrenschnitten und der Entfernung eines gutartigen Ge-hirntumors wirkte sie bei ihrem letzten Kinoauftritt als Schwiegermutter in „Familie Feuerstein“ (1994) so vital, als sei nichts geschehen. Den Ruf der Unsterblichkeit konnte sie danach noch 17 weitere Jahre mit Zähigkeit pflegen. Im Rückblick verwundert es, dass dieses einstige Traumgebilde männlicher Wunschvorstellung auch die Verehrung Homosexueller genoss. Ihre Freundschaft mit Roddy McDowall, Montgomery Clift und Rock Hudson künden da-von, wiederholt spielte sie in Filmen nach Vorlagen schwuler Autoren. Und dass sie sich schon sehr früh für Aidskranke engagierte und mehr Spendengelder warb als irgendein anderer Prominenter, zeigt, dass sie selbst in eigener Not immer noch ein weites Herz für andere besaß.

Meine eigenen Gedanken zu ihrem Leben und Tod:

Mir hat Elizabeth Taylor in jungen Jahren auch sehr gefallen. Ein wunderschönes Gesicht mit herzlichem Lächeln - da stimmte einfach alles. Ich erinnere mich gerne an alte Filme wie z.B.:"Vater der Braut" oder deren Fortsetzung "Ein Geschenk des Himmels" mit dem liebevollen und auch sorgenvollen Spencer Tracy in der Hauptrolle. Tolle Komödien. "Giganten" mit Rock Hudson und James Dean und dann "Cleopatra", wo sie in Eselsmilch badet. Es ist schade, dass beim damaligen großen Hollywood Glanz viele Schauspieler menschlich auf der Strecke blieben. Ihre 8 Ehen hatte sie garantiert nicht geplant - zeigte aber auch ihre große Hilflosigkeit und ihre inneren Nöte.

Dienstag, 22. März 2011

Atomkraft? - NEIN DANKE


In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sah man diesen Aufkleber an vielen Autos. Die Bewegung gegen die Atomkraft war groß - hatte aber im Parlament fast keine Lobby. Die Partei "Die Grünen" musste erst gegründet werden, um den Umweltschutzgedanken und alle damit verbundenen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Ich kann mich noch an einen "Atomminister" in Hessen erinnern, der die Umweltschützer mit einer Dachlatte niederstrecken wollte. Aber die Macht der Atomlobby wurde eigentlich bis heute nicht beendet. Sicherlich wollten die SPD und Die Grünen, als sie das letzte Mal an der politischen Macht in Deutschland waren, langfristig aussteigen. Aber bei der nächsten Bundestagswahl spielte das Atomthema keine Rolle mehr. Es wurde die CDU/CSU und die FDP in die Verantwortung gewählt. Leider muss ich feststellen, das der "mündige" Bürger im allgemeinen sehr naiv erscheint. Denn es war die Konsequenz, das die dt. Atomkraftwerke längere Restlaufzeiten genehmigt bekamen. Wir haben eine "strahlende" Bundeskanzlerin. In manchen Dingen erinnert sie mich schon an den früheren Bundeskanzler Kohl, der auch vieles aussitzen konnte. "Tschernobyl" bewirkte damals politisch fast gar nichts. Die Wiedervereinigung kam und andere Themen waren dran. Jetzt muss unsere Bundeskanzlerin handeln, weil die Ereignisse in Japan uns überrollen.
Wenn ich an den Amtseid denke, das unsere Politiker "Schaden vom dt. Volk" fernhalten wollen, dann muss ich feststellen, das gerade diese jetzigen Politiker, die die Regierung stellen, mein Leben schädigen wollen. Kann man diese Politiker eigentlich verklagen?
Die Atomenergie ist keine "billige" Energie, denn die Endlagerung ist bis heute nicht geklärt und die damit entstehenden Kosten trägt die Allgemeinheit und nicht die Energiewirtschaft.
Die Atomenergie ist auch nicht sicher, denn Menschen machen Fehler und die Konsequenzen sind erschreckend und strahlen noch tausende von Jahren. Hier beziehe ich mich erst einmal auf ganz normales menschliches Versagen. Ganz davon zu schweigen, wenn beim Bau gepfuscht wird oder Planungsmängel offenkundig werden. Das sieht man jetzt an den Ereignissen in Japan. Warum sind eigentlich unsere "christlichen" Volksparteien so Atomfreundlich? Leider hilft es meinem Gewissen überhaupt nicht, dass ich seit meiner Pubertät und dem einsetzenden politischen Nachdenken, von Anfang an gegen die Atomkraft war.

Samstag, 12. März 2011

Wie lange bleibt uns noch Zeit?

Ich habe heute morgen lange erschüttert die Berichte der Tageszeitung über das schwere Erdbeben in Japan studiert. Gestern Abend hatte ich schon ein Video bei Facebook mir angesehen. Wassermassen überall und Autos wirken wie Spielzeugautos aus dem Kinderzimmer hin und hergeworfen. Das macht Angst. Der Mensch ist hilflos ausgeliefert in solchen Naturkatastrophen. Mit Geld lässt sich wenig helfen, denn soviel Geld gibt es gar nicht, um alle Nöte zu lindern und neue Perspektiven zu schaffen. Gleichzeitig nehme ich wahr, dass die Naturkatastrophen sich häufen. Zu allem Überfluss dann die politischen Umwälzungen, Bürgerkriege in Afrika und Arabien. Die politische Führung Europas hat keine Antworten oder spricht mit einer gespaltenen Zunge. Wie geht es weiter? Wie lange bleibt uns noch Zeit? Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass der christliche Glaube zu meinem Leben gehört, wie das tägliche Brot. Auch wenn die Gefahr besteht, das meine Antwort für den einen oder die andere zu platt ist, so habe ich automatisch an ein Wort von Jesus Christus gedacht, das uns im Matthäusevangelium überliefert worden ist. Matthäus 24, 4 folgende: Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen (den damaligen Jüngern): Seht zu, dass euch nicht jemand verführe. Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: ich bin der Christus, und sie werden viele verführen. Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei seht zu und erschreckt nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es wird ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort. Das alles aber ist der Anfang der Wehen..... Jetzt kann man natürlich erwidern, Kriege und Naturkatastrophen hat es schon immer gegeben. Das stimmt natürlich. Aber Jesus vergleicht das mit einer in Wehen liegenden Frau. Am Ende werden die Wehen immer heftiger, bis das Kind auf die Welt kommt. Die starken und auch zunehmenden Wehen können ein Gerichtswort Gottes über diese im allgemeinen gottlose Welt sein. Um Wahrheiten wird heute nicht mehr gestritten. Alles soll friedlich unter einen Hut passen. Was ist, wenn sich der herrliche Gott nicht daran hält? Ich glaube an JESUS CHRISTUS und das sich sein Wort ganz erfüllen wird. An was glauben Sie?