Samstag, 4. April 2020

Ein Leben für den Blues - Eric Clapton

In den vergangenen Tagen feierte Eric Clapton seinen 75. Geburtstag. Ein paar Wochen vorher veröffentlichte der Musikjournalist Peter Kemper ein Buch über Eric Clapton mit dem Titel "Ein leben für den Blues". 272 Seiten für 24 €. Ich habe das Buch etwas billiger bekommen, da 3 Seiten umgeknickt waren.
Da ich ja wegen der Corona Krise jetzt berufsbedingt öfters zu Hause bin, nutze ich die Zeit um diese mit meiner Blues Passion zu füllen. Den zweiten Tag lese ich jetzt in diesem Buch und  dabei höre ich einige Songs von Clapton, John Mayall und den Yardbirds. Hilfreich und schön. Da es über den Musiker Eric Clapton schon einige Veröffentlichungen gibt, konzentriert sich Peter Kemper auf Claptons Kindheit, Herkunft und die Jahre bis Mitte der 80er Jahre.

Obwohl England den 2. WK mitgewonnen hatte, so erlebten die jungen Leute damals die Situation mehr als Trostlos. Graue Arbeiterstädte - alles Grau in Grau. Minderversorgung in allen Dingen. Ende der 50er Jahre begannen die Teens in England in die Musik und kleinen Clubs zu flüchten. Eine Traumwelt wurde für sich erschaffen, um zu fliehen vor dem Alltag. Neben dem Rock´n´Roll wurde auch der Blues der Schwarzen aus den USA entdeckt. In der Heimat spielte diese Musik eher eine untergeordnete Rolle. Unsere "No Future Generation" im letzten Jahrhundert hätte eher in diese damalige Zeit gepasst. Eric war ein uneheliches Kind und ein ungewolltes Kind, so das seine Mutter  nach Nordamerika floh.  Er wuchs bei seinen Großeltern auf. Es gab sogar den Spitznamen "Little Bastard" für ihn. Das hat sich tief in seine Seele eingegraben. Peter Kemper wird später noch viel mehr von Erics Brüchen, Krisen und Umbrüchen schreiben. Aber gibt es ein Menschsein ohne Krisen oder Umbrüche?


Es wird dann fast schon Detailverliebt beschrieben wie Eric Clapton seinen Mentor Robert Johnson entdeckte auf einer Schallplatte. Ein Foto von Robert Johnson gab es Anfang der 60er Jahre gar nicht. Eric schreckte regelrecht von der Urgewalt der Texte und der Gitarrenbegleitung von Robert Johnson zurück. Der Blues hatte ihn plötzlich. Er umfing seine Seele, seinen ganzen Menschen. Bedingt durch den trostlosen Alltag, seine seelischen Schmerzen, schlechte Schulnoten und Schüchternheit vor Mädchen, ließen Eric im Blues ankommen.
Auf einigen Seiten gibt Kemper Einblicke in das Leben von Robert Johnson, der schon mit 27 Jahren verstarb. Die Forschungen über das Leben des Musikern fördern manches zu Tage, aber vieles bleibt ungeklärt. Drei mögliche Geburtsdaten und mehrere Möglichkeiten seines viel zu frühen Todes lassen ein Mythos um Robert Johnson zu. Kempers Beschreibungen zu der Zeit um Robert Johnson, lassen mich an die Biografie von B.B.King (Ein Leben mit dem Blues) denken. Er hatte auch die Erbärmlichkeit und Ärmlichkeit auf den Plantagen im Blues Delta erlebt.

Als Eric 1962 bei den Yardbirds landet und erste kleine Konzerte gibt, wird auch deutlich woher sein Name "Slowhand" stammt. Aber das verrate ich jetzt nicht....
Ein lohnendes Buch schon nach wenigen Seiten.

Montag, 30. März 2020

Eric Clapton feiert seinen 75. Geburtstag

Eric Clapton wird heute 75 Jahre alt. Ein Tag der Freude für IHN und uns, den Fans! Viele "gute" Gitarristen sind schon durch Unfall oder wegen ihrer exzessiven... Lebensweise verstorben.
Heute ist ja die Rock- und Bluesmusik weit gefächert, und auch unübersichtlich geworden. Eric Clapton hat in einer Zeit angefangen Musik zu machen, als die so genannte populäre Musik noch in den Kinderschuhen steckte. Die Ära der großen Rock´n´Roll Zeit neigte sich dem Ende zu. In England gab es eine Unmenge von Musikern, die etwas "Neues" versuchen wollten. Bands, die den amerikanischen Blues entdeckten - den Blues der Schwarzen. Eric heuerte Anfang der 60er Jahre bei den YARDBIRDS an. Er sammelte viel Erfahrung in den Clubs in England. Schon früh fiel er durch seine Gitarrentechnik auf. Trotz des ersten Erfolges schmiss er das Handtuch nach 1,5 Jahren, da ihm der Sound nicht mehr bluesig genug war. 1965/1966 machte er Station bei dem damals schon sehr verehrten John Mayall mit seinen Bluesbreakers. Es reichte auch nur zu einer Produktion und Veröffentlichung. Aber es wurde einen Meilenstein in Genre des weißen Blues ("Blues Breakers with Eric Clapton"). Eric selbst war vermutlich mit der ganzen Entwicklung nicht zufrieden - innerlich auch einfach zu unruhig und getrieben. Aber es war auch die Zeit in der die ersten Graffiti in England an den Wänden verkündeten: Eric is God. Obwohl damals the Beatles und die Rolling Stones "große" und erfolgreiche Bands waren, tat sich 1966 die erste so genannte Supergroup des Rocks hervor. The Cream fesselten die Musikwelt mit ihrem Rock- und Bluessound - und das nur als Trio. Jack Bruce (Gesang und Bass, 2014 verstorben), Ginger Baker (6.10.2019 verstorben) an den Drums und Eric Clapton an der Gitarre. Die Band revolutionierte die Rockmusik auch durch die neu gewonnen Improvisationskunst. Schon 1968 war das Projekt zu Ende. Die Musiker trennten sich aus menschlichen Gründen. Aber Songs wie "I feel free", "White Room" und "Sunshine of your love" sind heute noch Meilensteine. Dann gab es ein kurzes Projekt mit u.a. Steve Winwood (BLIND FAITH). Es ging weiter als Begleitmusiker bei der Plastic Ono Band und Delaney & Bonnie. Anschließend gründete er Derek & the Dominos, das das vielgelobte Album "Layla and other assorted love Songs" rausbrachte. Duane Allman, der 2. Gitarrist und Musiker der Allman Brothers verstarb bei einem Motorradunfall. Die Band fiel auseinander.
Die menschliche Krisenzeit von Eric Clapton begann und sollte fast Jahrzehnte andauern. Alkohol und Heroin ließen in fast kaputtgehen. Anfang der 80er Jahre ging es zumindest kommerziell aufwärts für ihn. Der Unfalltod von seinem Freund Stevie Ray Vaughan traf ihn hart (27.8.90). Ein 3/4 Jahr später verunglückte sein kleiner Sohn tödlich. Sein Song "Tears in heaven" zeugt davon.
Von den Drogen ist er frei geworden und gründete die Crossroad Stiftung. Seit ein paar Jahren veranstaltet er das Crossroad Festival um Geld zu sammeln für seine Stiftung, die eine Klinik unterhält, damit Menschen von den Drogen frei werden.
Wenn ich die illustren Gäste beim Crossroad Festival jedes Jahr wahrnehme, die mit ihm musizieren, dann spüre ich, dass Eric Clapton keinem Menschen musikalisch mehr etwas beweisen muss. Relaxt spielt er seine Gitarre und gilt nach Jimi Hendrix immer noch als weltweit 2. bester Gitarrist. Bei seinen letzten Projekten gehen die Meinungen der Fans und Experten weit aus einander. Dem einen ist es zu kommerziell, dem anderen wieder zu poppig oder gar zu bluesig. Aber egal - ich habe auch nicht alle Produktionen von ihm im Schrank und erfreue mich weiterhin dankbar seiner Musik und Spielweise. Herzlichen Glückwunsch! God bless you.
 
Die 4 Gastspiele in Deutschland im Mai/Juni sind aber wegen der Corona Krise abgesagt worden und sollen im kommenden Jahr nachgeholt werden.

Sonntag, 29. März 2020

Weitere Graffitikunst in Plettenberg

Ich bin in den letzten Tagen wieder fündig geworden was die Graffiti Kunst in Plettenberg angeht.
 
Das Trio Ralf Schütz, Dustin Schneidereit und Tobias Hoddow verschönern seit Oktober 2018 Bus-Wartehäuschen in Plettenberg.
 
Ich muss gestehen, dass ich manche Motive nur schwer verstehen kann. Aber die tollen Farben ziehen mich an.
Oft ist ja alles verschmiert oder grau in grau. Aber das sind wirkliche Lichtblicke im Alltag. (Natürlich ist das auch Geschmacksache!)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beide Motive lassen sich in der Kurve von Siesel finden (von Plettenberg aus kommend). Habe da gestern mal einen Stopp eingelegt bei diesem tollen Wetter zum Fotografieren.

Das Motiv eins, das Monster mit der Farbrolle findet sich auf der rechten Seite von Plettenberg nach Finnentrop fahrend.













Motiv zwei ist in den entgegengesetzten Richtung aus Finnentrop kommend. Beide Wartehäuschen liegen knapp 50 Meter auseinander.
Vielleicht kann mir ja mal jemand die Motive erklären?

Samstag, 14. März 2020

Corona Krise

Die Corona Krise befällt jetzt einige Landesteile in ganz Europa. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die ängstlich leben, aber ich mache mir meine Gedanken zu dieser Krise.
In der Tat hat von meiner Generation und den jüngeren Menschen so etwas noch keiner erlebt. Unser Land steht kopf und auch still. Die Generation meiner schon verstorbenen Eltern kennt Kriegs-, Flüchtlings- und Entbehrungszeiten zur Genüge. Uns ist das unbekannt. Persönliche Krise aus der Familie, Arbeitswelt und Gesundheit sind uns vermutlich bekannt. Aber dieses Szenario?
 
Ein Land, das sich mehr oder weniger freiwillig dem Kapitalismus zugewandt hat, muss lernen zur Ruhe zu kommen. Muss lernen, nicht um sich selbst zu kreisen. Muss lernen, Rücksicht auf Schwächere zu nehmen. Muss lernen, dass uns nicht alles möglich ist, was uns Technik- und Wissenschaftsgläubigkeit einreden wollen. Selbst die so genannte Klima Krise ist nebensächlich geworden.
So wird es bei dieser Krise viele Verlierer und einige wenige Gewinner geben.
 
Ich möchte auch nicht an Atemnot wegen einer doppelseitigen Lungenentzündung sterben. Ich lebe gerne. Bin aber auch sehr dankbar, dass ich um Trost und Hilfe weis. JESUS CHRISTUS hat alles in seinen Händen.
Vor ein paar Wochen war ich auf einem Tagesseminar zum letzten Buch der Bibel, der Offenbarung an den Johannes. Schneller als gedacht, erleben wir unsere Hilflosigkeit.
Ich wünsche den Menschen, dass sie in dieser Krise zur Ruhe und Einsicht kommen und Nachdenken darüber, was das Leben ausmacht. Die "Losungen" der Herrnhuter schreiben heute: "Wer den Sohn hat (JESUS), der hat das Leben."  1.Johannes Brief Kapitel 5, Vers 12
 
Da es wichtigeres gibt, als an einem Blog zu schreiben, werde ich jetzt eine Pause auf unbestimmte Zeit einlegen.

Donnerstag, 12. März 2020

Motorradfahrer Gottesdienst

Erstmals veranstaltet die CMA-Germany zusammen mit dem Mogo-Team aus Freudenberg einen gemeinsamen Gottesdienst
in der Gaststätte "Yellowstone" in 57572 Harbach.
 
Der Gottesdienst findet am So., den 21.6.2020 um 11 h in den Räumen der Gaststätte statt. Bei sehr gutem Wetter kann die Veranstaltung auch im Freien, hinter dem Haus, stattfinden.
 
 
Als musikalische Begleitung wird die Siegerländer Blues Rock Band "Jordan Wells Band" auftreten.
Für Getränke und Verpflegung sorgt die Gaststätte selbst.
 
 
Herzlich Willkommen und eine "sehr gute" Anreise!
 
 
 

P.S. Auch dieser Mogo wird Dank Corona nicht stattfinden. Auf ein Neues in 2021.

Dienstag, 10. März 2020

Der dienende Christus

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele. (Markus 10,45)
 
Jesus tritt nicht auf wie die Herrscher unserer Welt. Er führt nicht das große Kommando, muss Eindruck schinden und sich bedienen lassen. Nein, Jesus richtet sich nach dem, was ein anderer braucht. So hält er es auf Schritt und Tritt. Das ist sein Lebensprogramm. Sein Dienen hat besonders die Schwachen, die Kranken und Schuldigen im Sinn. Er will ihnen nahe sein und sie zu Kindern Gottes machen. Am Ende kostet es Jesus das Leben. Er gibt es dran als „Lösegeld“. So wie für einen Sklaven oder Kriegsgefangenen damals eine Summe gezahlt werden konnte, um ihn aus seiner elenden Lage zu befreien, so hat uns Jesus aus der Sklaverei der Sünde und des Todes herausgeholt – und das unter dem Einsatz seines Lebens. Das kommt allen zugute (Joh 3,16), die sich seinen Dienst gefallen lassen. Zwar werden Sünde und Tod immer wieder nach uns greifen. Aber sie sprechen über uns nicht mehr das letzte Wort. Wir sind frei. (Dr. Christoph Morgner - aus "Neukirchener Kalender")

Montag, 9. März 2020

Green Book (Film)

Green Book - eine besondere Freundschaft kam im Januar 2019 in Deutschland in die Kinos. Der Film erhielt 3 Oscars. Je einen in der Kategorie: "´Bester Film", "Bestes Drehbuch" und "Bester Nebendarsteller" (Mahershala Ali).
Ich habe den Film damals nicht im Kino gesehen und so lernte ich diesen Roadmovie erst heute Abend auf DVD kennen. Das "Green Book" war eine Hilfe in Buchform für Afroamerikaner, damit diese auf Reise durch die Südstaaten wußten, wo sie übernachten und essen konnten (wegen der Rassentrennung).
Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich Anfang der 60er Jahre in den USA ereignete.
Dr. Don Shirly ist ein bekannter Pianist in Klassik-Jazzbereich. Mit seinem Trio, dem Don Shirley Trio, ist er für 8 Wochen auf Tournee. Es geht von New York aus in die Südstaaten. Don Shirly ist ein Afroamerikaner, der aufgrund seines Pianospiels bekannt und begütert wurde. Er sucht einen Fahrer und der arbeitslos gewordene Türsteher, Tony Lip, aus einem italienischen Hintergrund der Bronx, heuert bei ihm an. Verkehrte Rollen prägen diesen Film. Der "Schwarze" ist gebildet und begütert und der "Weiße" ist großmäulig, ungebildet, manchmal etwas rassistisch, aber mit einem ehrlichen Herzen. Im Laufe der 8 Wochen werden beide Männer zu Freunden, da sie manche Not gemeinsam durchstehen müssen. Humor und Tragik geben sich die Hand. Mir hat der Film sehr gefallen - auch musikalisch interessant.
Ich will gar nicht von den  Klischees in der Handlung
sprechen, da wir diese Rassentrennung der 50- 60er Jahre in den Staaten ja nicht nachvollziehen können. Ein Film mit einem kleinen Happyend zu Weihnachten in New York.

Sonntag, 8. März 2020

Motorradmesse Dortmund

CMA Stand vor Ort in Halle 7
Am Mittwoch war der klassische Aufbautag für die Stände auf der Motorrad Messe in Dortmund.
Die Messetore öffneten am Do., den 5.3.20 um 9 h. Der Donnerstag war in der Vergangenheit ein Tag mit etwas weniger Besuch, als an den anderen Tagen. Aber in diesem Jahr kam die Besucherzahl einer Katastrophe gleich.
Natürlich wurde im Vorfeld der Messe bei den Besuchern und Ausstellern über die Austragung bzw. Nichtaustragung der Messe spekuliert. Der grasierende Corona Virus und der damit stattfindende Hype hat die Messe gelähmt und gerade manchem kleinen Händler ein wirtschaftliches Loch bereitet. Im Vorfeld war berichtet worden, dass Suzuki und auch BMW Wunderlich ihre großen Stände nicht aufbauen werden. Motoguzzi und Aprilla fehlten und bei Indian war die Standkonstruktion vor Ort aufgebaut worden, aber dann wurden scheinbar die Mitarbeiter zurückgerufen. Natürlich fehlte auch manch kleiner Anbieter. So war die Halle 7, die einen großen Anteil an nichtkommerziellen Ständen hat, am besten belegt.

Die Messe dauerte dann bis zum So. den 8.3.20 an. Der Besuch wurde am Samstag auch Dank des freundlicheren Wetters besser. Wir von der CMA-Germany hatten unseren Stand in Halle 7. Angst hatten wir als Christen vor dem Corona Virus nicht. Wir sind zwar nicht unverwundbar, aber in der Hand unseres Gottes. Aber die Begrüßung unter einander war herzlich und Umarmungen wurden gerne angenommen.
 
Das sagt manches aus!
Aber so ein Virus kann ein ganzes Land lahmlegen und den Menschen Angst machen.

 
So hoffen wir auf eine gute Motorradsaison und eine bessere Messe im kommenden Jahr 2021.

Dienstag, 3. März 2020

Stretch (Elastique)

Ich bin Ende der 60. Jahre und zum Beginn der 70. Jahre musikalisch durch die Rockmusik geprägt worden. In der Pubertät habe ich am liebsten den Hardrock von Deep Purple gehört. War auch immer davon ausgegangen, dass ich ein gutes Wissen über diese Zeit gehabt hätte. Aber dem war nicht so, denn letztens auf einer Bikerparty legte der Discjockey (Den ganzen Abend gab es Musik von Vinyl) eine Scheibe auf, die ich gar nicht kannte. Der Song kam mir bekannt vor. Es war die Titelmelodie von "Wilsberg" aus dem ZDF. Der Song heißt "Why did you Do it?" von der Band STRETCH aus dem Jahre 1975. Peinlich, für mich. Aber ich bin jetzt auch dem Discjockey dankbar. Habe mir die Scheibe auf CD besorgt, die 1995 nachträglich auf diesem Medium herauskam.
Leadsänger der Band war  Elmer Gantry. Dessen richtiger Name war möglicherweise Dave Terry, allerdings machte Gantry daraus immer ein Geheimnis. Den Künstlernamen entlieht er sich von einer Filmrolle Burt Lancasters. Der Leadgitarrist der Band hieß nur Kirby (richtig Graham Gregory), der zweite Gitarrist hörte auf den Namen Roshi (richtig Hiroshi Kato). Kirby ist auch als Gitarrist bei Curved Air in Erscheinung getreten. Drummer war Jim Russell und Bassist war Steve Emery. Die Band kam aus England und gehörte dort zur Blues-Rock Szene. Leadsänger Gantry wollte anscheinend wenig von Öffentlichkeitsarbeit wissen, Live Konzerte gab die Band kaum.
Ein gewisses Markenzeichen der Band war, neben den Blues-Rock Sounds, ein Faible für Funky Sounds. Dies wird deutlich im größten Hit der Band, Why Did You Do It. Der Titel ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. (Quelle stellenweise: Rezensator.de)

Zusätzlich als Musiker kamen für dieses Album: Mike Bailey (trumpet), Ron Carthy (trumpet), Mick Eve (sax.), Chris Mercer (sax.) und John Cook (key.) zum Einsatz.

Der Song Buzz Fly beginnt verrückterweise mit einer Art Mundorgel. Miss Jones und Tomorrow´s Another Day sind auch empfehlenswert zu hören, und natürlich..... Why did you do it?



A1Miss Jones3:33
A2Why Did You Do It?         3:28
A3Miss Dizzy4:00
A4Snakes Alive3:33
A5Write Me A Note4:36
B1Tomorrow's Another Day         4:20
B2Down Home3:04
B3Navy Blues3:08
B4Buzz Fly1:42
B5Slip Away3:53
 

Montag, 2. März 2020

Dickendorfer Cafe Mühle

Am Sonntag waren wir in Daaden zu einer Motorradausstellung unterwegs gewesen.
Dann lockte der Kaffeedurst und der Wunsch nach Kuchen und ein Freund aus dem Großraum Siegen hatte eine passende Idee. Seit einigen Jahren kannte er die "Dickendorfer Cafe Mühle", denn er hatte sogar seinen 50. Geburtstag dort gefeiert.
Über kleine Straßen ging es dorthin. Zwischendurch hatten wir uns etwas verfranzt.

Die Cafe Mühle liegt in Dickendorf, dass zu 57520 Molzhain gehört.
Ein Haus mit Tradition, da die Mühle erstmals 1529 erwähnt wurde. Seit 1772 ist die Mühle im Besitz der Familie Zöller. Aber seit 1972 ist der Haupterwerb durch diese Mühle eingestellt worden.
Heute ist die Mühle ein restauriertes Andenken und kann gerne besichtigt werden.
 
Öffnungszeiten: Ganzjährig an Sonn- und Feiertagen ab 14 h. Von April bis Oktober auch jeden Samstag ab 14 h.
Keine Frage: Wir haben uns in diesem urigen Gemäuer sehr wohl gefühlt.

Die Marke des alkoholfreien Weizenbieres war uns bisher auch nicht bekannt - schmeckte aber vorzüglich.

Freitag, 28. Februar 2020

Patrick Hamilton - Märtyrer

Patrick Hamilton war ein schottischer Theologe, der am 29.02.1528 auf dem Scheiterhaufen in St. Andrews hingerichtet worden ist.
Um 1504 ist er geboren und da sein Bruder die Ländereien der Familie erbte, wurde er im Alter von 13 Jahren nach Paris zum Studium entsandt. Er lernte dort humanistisches und reformatorisches Gedankengut kennen. 1523 wechselte er zur Universität nach St. Andrews zurück. James Beaton, der Erzbischof von St. Andrews wurde früh auf die reformatorische Verkündigung von Patrick Hamilton aufmerksam. Er floh nach Deutschland in Richtung Marburg, auch in der Hoffnung dort Martin Luther zu treffen. 1527 kehrte Patrick nach Schottland zurück. Nach der Verhaftung und dem Verhör wurde sofort die Verurteilung als Ketzer ausgesprochen und das Urteil direkt an ihm vollzogen.

Hilfe für die Ketschua

Quechua oder Ketschua, so benennt sich die Ethnische Gruppe, die diese Sprache in Peru, Ecuador, Kolumbien oder Chile spricht. Für mich sind sie die ursprüngliche Indianerkultur, bevor die Spanier den südamerikanischen Kontinent eroberten.
Bis heute hat diese Kultur aber wenig Mitspracherecht in den Demokratischen Ordnungen der einzelnen Staaten der Pazifikküste. Das Analphabetentum ist bei ihnen weit verbreitet. Es gibt z.B. in Peru auch eine Schulpflicht. Aber wer soll den Betrag aufbringen, wenn die Ketschuas im Durchschnitt 6-8 Kinder haben und größtenteils in Armut leben? Der Zustand verändert sich dadurch nicht.
Eheleute Bardy sind 2007 nach Peru ausgereist und haben für mehrere Jahre im Missionskrankenhaus Diospi Suyana als Arzt und Therapeut gearbeitet. Das Krankenhaus wurde im August 2007 eingeweiht und liegt in Curahuasi auf 2650 Metern Höhe.
Aber dem Ehepaar wurde irgendwann klar, dass die Ketschua, aufgrund ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten, kaum aus einem weiteren Umfeld sich auf den Weg zu dieser Klinik machen können. Eine Anreise über mehrere Tage ist allein schon wirtschaftlich nicht zu stemmen. Da im allgemeinen die Ketschua Bauern sind, fehlt es an wirtschaftlichen Mitteln. So suchten die Eheleute Bardy nach Möglichkeiten, um in den Bergdörfen
aktiv zu werden.

Als Anknüpfungspunkt wurden Kontakte zu christlichen Gemeinden aufgebaut, die dann ihre Gemeinderäume für mehrere Tage als Praxis zur Verfügung stellten.
So konnten viele Ketschuas in ihren Bergdöfern Hilfe erfahren. Die Medizinische Not ist sehr groß. In einem Fall wurde ein Ort erreicht, der vermutlich die letzten 15 Jahre keinen Arzt gesehen hatte. Man stelle sich das Mal in unserer Situation in Westeuropa vor!
Aber die Eheleute Bardy bringen ganzheitliche Hilfe, da sie auch als Christen unterwegs sind. Aus der Bibel vorlesen und das Gebet begleitet die medizinische Hilfe.
Im Moment sind Birgit und Jörg Bardy in Deutschland unterwegs und berichten von ihrer Arbeit aus den letzten 13 Jahren.