Sonntag, 25. Februar 2018

Next Exit Afrika Vortrag

Am Freitag, den 23.2. fand ein Foto- und Filmvortrag im Bonhoeffer Haus in Plettenberg, zu einer ganzjährigen Motorradtour durch Afrika, statt.
 
 
Ein guter Vortrag, der von einer Pause unterbrochen wurde, in dem die unterschiedlichsten Landschaften und Menschenbegegnungen gezeigt und erklärt wurden.
 
Ich staune über den Mut von Rainer und Birgit Knabe ein Jahr durch Afrika zu touren. Natürlich sind sie nicht von Pannen mit dem Motorrad verschont geblieben. Auch die Unfälle hätte böse ausgehen können.
Ich bin bestimmt kein ängstlicher Typ, aber schon bei den Sprachschwierigkeiten und Grenzübergängen wäre ich an meine Grenze gekommen. Chapeau.
Auch zelte ich gerne - aber Buschcamping, ohne zu wissen, ob Schlangen unterwegs sind - das wäre nichts für mich gewesen.
 
Ein Manko an dem Abend war vielleicht die Tatsache, dass die meisten Besucher keine Motorradfahrer waren.

Mittwoch, 21. Februar 2018

Billy Graham im Alter von 99 Jahren gestorben

Einflussreicher amerikanischer Pastor Graham gestorben

Vermutlich war er der Prediger und Evangelist, der die meisten Menschen weltweit mit dem Worte Gottes erreichte. Er nutzte selbstverständlich auch  die Medien um das Evangelium auszustreuen und weiterzusagen. Er prägte wie kein anderer Mensch die evangelische Christenheit in den USA. Gleichzeitig hatte er auch einen großen Einfluss als Berater auf viele Präsidenten der USA.

Am 7.11.1918 wurde er in North Carolina als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Als Teenager bekehrte er sich zum christlichen Glauben, studierte später Theologie. Aber erst in den späten 30er Jahren des letzten  Jahrhunderts entdeckte er sein Talent und seine Berufung zum Predigen.

Vermutlich wird er auch viele Kritiker im politischen Lager weltweit gehabt haben, aber er lebte für seinen Glauben an den einzigen Retter JESUS CHRISTUS. Dankbar darf ich Billy Graham dafür sein, dass er mit geholfen hat, dass PRO CHRIST in den 90er Jahren für Deutschland entwickelt wurde. Für Deutschland war das eine neue Möglichkeit Menschen mit der Botschaft des christlichen Glaubens zu erreichen.  

Geschwister Scholl - 75 Jahre her

Vor 75 Jahren wurden die Geschwister Scholl verhaftet

"Wir sind euer Gewissen"

Am 18.2.1943 wurden die Geschwister Scholl verhaftet und am 22.2.1943 nach einer Art Schauprozess zusammen mit Christoph Probst unter der Guillotine hingerichtet.
 
Sophie und Hans, aber auch Christoph kamen aus katholischen und gebildeten Elternhäusern. Selbständiges Denken war ihnen alle zu eigen. Aber man wird ja nicht einfach zum Widerständler geboren.
 
Es wurden die unterschiedlichsten persönliche Erfahrungen mit der Nazidiktatur gemacht. Irgendwann wurde dann die "Weiße Rose" als Widerstandsbewegung gegründet. Die "Weiße Rose" war vermutlich die einzige Bewegung in Deutschland, die von der Vernichtung von ca 300.000 Juden aus dem besetzten Polen, auf ihren Flugblättern berichtete.
 
Letztendlich ist es sogar egal unter welcher Diktatur man lebt - ob links oder rechts, oder muslimisch - alle haben nur das Ziel der Unterdrückung und der Gedankenmanipulation eines jeden Menschen.

Einfach Danke, dass es damals noch mutige Menschen mit Gewissen gab!

Sonntag, 18. Februar 2018

Steakhaus am Piepersloh

Pfefferhacksteak gefüllt mit Feta
 Heute haben wir zu 6 Personen spontan fast 2,5 Stunden im Steakhaus am Piepersloh gesessen. Eine tolle Runde mit einem guten Versorgen für Leib und Seele.
 
Immer wieder eine gute Adresse in Lüdenscheid. Ort: Von der Autobahnabfahrt Lüdenscheid Süd (A 45) in Richtung Stadt. Nach ca. einem KM rechter Hand, nach dem Kreisverkehr.
 
 
 
Putengeschnetzeltes "indisch"

Samstag, 17. Februar 2018

Gasthof zur Post

😋 Der Gasthof zur Post in Ohle ist so eine Art Heimat für mich geworden. Seit 1997 wohne ich in Ohle und habe relativ schnell das Restaurant mit der griechischen und internationalen Küche entdeckt.
 
In diesem Jahr ist auch einiges in und an den Räumen renoviert und erweitert worden. Ich liebe immer noch den schönen Biergarten, fernab allen Straßenlärms, den großzügigen Anbau des Wintergartens und den neuerdings renovierte Ball- und Feiersaal.
 
Genossen habe ich meine Feier zum 40. Geburtstag und die Hochzeitsfeierlichkeiten mit meiner Frau in den Räumen der Familie Bulis.
 
Gestern Abend hatten wir einen schönen Abend dort und haben auch einmal ein neues Gericht ausprobiert: Ohler Krüstchen mit Pilzen und Spiegelei. Wahlweise Fritten oder Bratkartoffeln dazu mit einem Salatteller. 

Nachtrag aus 2023: an unserem 20. Hochzeitstag haben wir auch einen schönen Abend verlebt. Wir bekamen sogar eine 1 Liter Flasche Champus geschenkt. Den 80. Geburtstag meines Schwiegervaters haben wir im Oktober hier gefeiert und im November meinen Abschied aus dem Berufsleben mit meinen Kollegen. ♡

Sonntag, 11. Februar 2018

1889 Japan gewährt Religionsfreiheit

1549 kam das Christentum über einen Jesuiten erstmalig nach Japan. Es dauerte 340 Jahre bis der christliche Glaube in Japan akzeptiert wurde und alle Freiheiten rechtmäßig bekam.
 
1889 gewährt Japan die Religionsfreiheit.
 
1872 entstand eine erste kleine evangelische Gemeinde in Yokohama, obwohl noch immer durch öffentlichen Anschlag erklärt wurde: "Die sogenannte Christensekte ist streng verboten."
1876 wurden jedoch die Gesetze gegen das Christentum aufgehoben. Die Freiheit der religiösen Überzeugung wurde in der neuen Verfassung am 11.2.1889 garantiert. Doch die Christen sind in Japan bis heute eine kleine Schar geblieben.
(Quelle: Neukirchener Kalender 2018)

Samstag, 10. Februar 2018

Demontage von SPD Chef Martin Schulz

Vor gar nicht so langer Zeit ist Martin Schulz aus dem EU Parlament angetreten die deutsche SPD zu reformieren. Er wurde mit 100% im Amt des SPD Chefs bestätigt. Diese 100% machten mich damals schon mehr als skeptisch.
Ich muss jetzt kein Freund von Martin Schulz sein, um diesen Niedergang als SPD Chef zu kommentieren. Welche menschliche und sonstige Ethik ist in dieser ehemaligen Volkspartei noch vorhanden? Vermutlich gar keine mehr. Mir kommt es eher so vor, wie Hosianna und danach Kreuzigt ihn. So wirkt das auch und der Mensch Martin Schulz kann einem nur Leid tun. Vielleicht sollte er die Partei schnellstens verlassen.
Für was steht die SPD noch? Nicht für die Fürsorge der kleinen Leute, zu denen ich mich auch etwas zählen möchte! Es fehlt an glaubhaftem Politikern und Persönlichkeiten, ähnlich einem Johannes Rau, Willi Brandt, Björn Engholm oder Helmut Schmidt.
Vielleicht sollte die Partei im christlichen Sinne einmal Buße tun, denn der Niedergang begann mit dem Kanzler Schröder. Ich frage mich heute immer noch, wie soll ein Millionär wie Schröder sich in die Sorgen der kleinen Leute hinein versetzen können?
 
Vermutlich sind Politiker wie Sahra Wagenknecht und Gregor Gysi in der falschen Partei. Diese SPD ist schon lange nicht mehr meine Heimat.

Freitag, 9. Februar 2018

John Hooper 1555

John Hooper (* um 1495 in Somerset; † 9. Februar 1555 in Gloucester) war ein englischer reformierter Theologe und Reformator.
(R) Wikipedia
Leider sind die Informationen etwas dünn, die ich über John Hooper gefunden habe. Hooper studierte in Oxford und in dieser Zeit prägten ihn die Schriften von Huldrych Zwingli. Da England noch katholisch geprägt war, musste er nach Frankreich (1539) fliehen. Der Reformator Martin Bucer nahm sich seiner an. Später schloss er sich in Zürich Heinrich Bullinger (1547-1549) an. Nach dem Tode von Heinrich dem VIII ging er nach England zurück. 1551 wurde er Bischof von  Gloucester.  Unter der Königin  Maria I. nahm Re-Katholisierung wieder zu und John Hooper geriet ins Visier. Er wurde 1555 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Es ist sogar überliefert, dass bei seiner Hinrichtung extra grünes Holz genommen worden ist, damit das Feuer nur langsam entfacht wird und John Hooper länger gequält würde. 

Die Geschichte hat auch überliefert, dass die Königin Maria I., den Beinnamen "die Blutige" gehabt hat. Während ihrer Regierungszeit wurde mind. ein Protestant in der Woche hingerichtet.  

Dienstag, 6. Februar 2018

Next Exit Afrika Vortrag in Plettenberg

B
Bekannte von mir waren für gut ein Jahr mit zwei Motorrädern quer durch Afrika unterwegs gewesen.
 
Nachdem ein Bericht in Buchform erschienen ist, folgt jetzt ein Fotovortrag in Plettenberg.
 
Daten siehe Foto.

Montag, 5. Februar 2018

Philipp Jakob Spener - Vater des Pietismus

Heute am 5.2. , im Jahre 1705, verstarb der Theologe Philipp Jakob Spener. Geboren wurde er am 13.1.1635 im heutigen Ribeauville (Rappoltsweiler), dass heute  im französischen Elsass liegt. Er wird bis heute als Vater des Pietismus gepriesen. Schon mit 31 Jahren war er der Oberpfarrer der Barfüßerkirche in Frankfurt.
Er nahm schon früh die, ín ihrer Orthodoxie erstarrte evangelische Kirche wahr und suchte nach Erneuerung im christlichen Glauben. So kam 1675 seine "Pia desideria" (Fromme Wünsche) heraus.
 
Letztendlich erwuchs daraus der Pietismus als geistliche Erneuerungsbewegung in der Kirche. Laien lernten sich ín der Bibel auszukennen und ihr Leben danach auszurichten. Man traf sich zusätzlich zum Gottesdienst in den späteren so genannten Hauskreisen. Damals galt  das noch als private Erbauungszirkel, der "Collegia pietatis". Von der Pfarrerschaft wurde er kritisch beäugt, obwohl er ja selbst Pfarrer war.
 
Der Pietismus hat bis heute in der ev. Kirche von Deutschland und auch in Freikirchen als prägende Kraft überlebt. So habe ich sogar es auch dem Philipp Jakob Spener mit zu verdanken, dass ich Christ geworden bin. Nicht Christ in dem Sinne, dass ich als Kind getauft worden bin, sondern dass ich mich an JESUS CHRISTUS und seinem Wort ausrichten möchte. Die Bibel bezeugt das als Nachfolge, ähnlich der damaligen Jünger, die mit JESUS unterwegs waren.
 
Leider ist es bis heute so, dass die EKD (evangelische Kirche Deutschlands) die Pietisten in ihrer Kirche oft geringschätzt und ausgrenzt.

Samstag, 3. Februar 2018

Hulda am Markt

Hulda am Markt
Seit gut 2 Jahren sind wir mehr in Lüdenscheid unterwegs.
An dem Lokal "Hulda am Markt" sind wir schon des öfteren vorbeigekommen, aber nie hineingegangen. Aber seit Februar 2017 könnte es sich zu einem Stammlokal für uns erweisen.
 
Mit Freunden hatten wir an einem Sonntag einen Tisch zum Mittagessen bestellt. Wir verlebten eine schöne Zeit.
Am Sonntag wirbt das Lokal mit Schnitzelgerichten für 10,50 € incl. Nachtisch.
Einfach lecker bisher......
 
Aber es handelt sich hier auch um ein Steakhaus mit Balkanspezialitäten.

Ort: Lüdenscheid - Stadtmitte - Fußgängerzone.

Freitag, 2. Februar 2018

75 Jahre Stalingrad

Am 2.2. jährt sich die Kapitulation der 6. Armee vor 75 Jahren in Stalingrad, heute Wolgograd.
 
Die Schlacht, die das Ende des Nazismus besiegelte.
Mehr als 600.000 Menschen fanden dort den Tod. Schätzungen sprechen von 500.000 Russen und 150.000 Deutschen. Von den über 100.000 deutschen Kriegsgefangenen kehrten nur ca. 6000 deutsche Soldaten in die Freiheit zurück.
 
Letztendlich sollten wir diesem damaligen Wahn schon gedenken! Nie wieder Krieg. Nie wieder Nationalsozialismus.
Es ist auch nicht zu denken, wieviel Wunden dieser Krieg in den Seelen der Menschen hervorgerufen hatte. Meine Oma hat eigentlich bis zu ihrem Tode viel von der Vertreibung aus Schlesien und der Vergewaltigung durch Russen geträumt. Aber darüber reden, dass war sehr schwierig. Ihr Mann ist in Stalingrad gefallen, aber ich habe keinerlei Angaben dazu. Ich habe meinen Opa nie kennengelernt. Ist sein Name auf einem der Gedenksteine eingraviert?
Oma war dann mit 3 kleinen Kindern auf der Flucht durch den Winter nach Westdeutschland.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Brigitte Weiler - getötet

Kabul

Getötete Entwicklungshelferin war engagierte Christin

Kabul (idea) – Die bei einem Anschlag auf ein internationales Hotel in der afghanischen Hauptstadt Kabul getötete deutsche Entwicklungshelferin war eine engagierte evangelische Christin. Die 66-jährige Brigitte Weiler (Herrenberg bei Stuttgart) habe aus ihrem christlichen Glauben heraus seit den 1980er Jahren den armen Menschen in Afghanistan geholfen, sagte der Internationale Leiter des christlichen Hilfswerks Shelter Now (Zuflucht jetzt), Georg Taubmann (Sulzbach-Rosenberg bei Nürnberg), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Bei dem Anschlag am 20. und 21. Januar hatten sechs Attentäter der radikal-islamischen Taliban 24 Menschen – darunter 14 Ausländer – erschossen, bevor sie von Sicherheitskräften nach einem zwölfstündigen Feuergefecht getötet wurden.
 
Brigitte Weiler kam aus Oberjesingen und war seit vielen Jahren in Pakistan und Afghanistan unterwegs als so genannte Entwicklungshelferin. Ihr christlicher Glaube war der Antriebsmotor sich immer wieder auf den Weg zu machen, um anderen Menschen zu helfen. Sie gründete vor einigen Jahren ihre eigene Hilfsorganisation "Cabilla ev". Sie war gelernte Krankenschwester und Schiffsoffizierin.
 
Taubmann (Shelter Now) sagt über Brigitte Weiler: "Sie hatte eine große Liebe für Afghanistan." Sie bezahlte diese Liebe mit ihrem Leben.
 

Montag, 29. Januar 2018

Paul Rabaut, Hugenottenführer

Paul Rabaut wurde am 29.1.1718 geboren und starb am 25.9.1794 als christlicher Märtyrer in Frankreich. (zum Todestag habe ich 2015 einen Artikel hier verfasst)
 
Er wurde heute vor 300 Jahren geboren - der Anführer der Hugenotten in Frankreich. Eine Kopfprämie war für seine Ergreifung ausgesetzt. Trotzdem tat er unerschrocken seinen Dienst. Er wagte sogar, durch Fürsprache bei hohen Beamten Erleichterungen für die Protestanten zu erbitten. Aus seinen Briefen leuchtet eine innere Heiterkeit des Glaubens und der nie ermüdende Mut, für die Anerkennung der protestantischen Christen einzutreten. (Quelle: Neukirchener Kalender vom 29.1.18)

Donnerstag, 25. Januar 2018

Streckensperrung L707

Die Kreisverwaltung des MK hat sich zu einer Streckensperrung der L707 zwischen Herscheid und Valbert  über die Nordhelle entschlossen. Zum 1.April (Keine Aprilscherz) gilt das Fahrverbot für Motorräder bis Ende Oktober.
 
Seit einigen Jahren schwillt der Konflikt zwischen Anwohnern und Motorradbegeisterten Fahrern. Die Kurvenreiche Strecke wurde natürlich von einzelnen Motorradfahrern für kleine Geschwindigkeitsrennen missbraucht. Alles Eingreifen von der Kreisverwaltung und Polizei hatte keine Besserung bewirkt. Jetzt sind die Konsequenzen für alle Motorradfahrer da.
 
Das erinnert mich an die so genannte Sippenhaft im 3.Reich. Alle werden bestraft wegen ein paar wenigen unverbesserlichen Rennrowdys.
 
Eigentlich wäre jetzt politische Ungehorsam gefragt. Falls die Polizei einen beim Befahren der Straße per Motorrad stoppen würde, werden mind. 20 € fällig.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Terry Evans verstorben

Auch Terry Evans zählte zu den Künstlern, die Blues und Soul vermischten, bei dem 1937 in Vicksburg, Mississippi, geborenen Sänger und Gitarristen kamen allerdings noch ausgeprägte Gospel-Elemente hinzu. International bekannter wurde er in den 80er Jahren durch ein Duoprojekt mit Bobby King, welches eng mit Ry Cooder zusammenarbeitete. Der endgültige Durchbruch gelang Evans durch den Kinofilm „Crossroads“, für den er den Titelsong sang. In den 90er-Jahren nahm er mehrere vorzügliche Alben für Telarc, Audioquest und andere Labels auf, zuletzt war er in Europa bevorzugt im Duo mit Hans Theessink aktiv. Terry Evans wurde 80 Jahre alt und verstarb am 20. Januar, wie Theessinks Agentur Blue Goove heute mitteilte.

22.01.2018 • Dirk Föhrs (Bluesnews)

Leider ist es oft so, dass weniger bekannte Musiker, egal welcher Coloeur, versterben, ohne dass man groß Notiz davon nimmt. Hier in Deutschland hat nur das Bluesmagazin Bluesnews, vom Tode von Terry Evans berichtet.

Leider habe ich selbst nur eine Scheibe von Terry Evans. Aber die ist ziemlich genial. Zusammen mit Bobby King ist die Scheibe 1988 veröffentlicht worden unter dem Titel: "Live and let live!". Produziert von Ry Cooder, der selbst das Gitarrenspiel beisteuert. Die Stimmen von Terry und Bobby gehen schon eher in Richtung Soul.

 

Sonntag, 21. Januar 2018

Jessy Martens and Band

Christian Hon Adameit

Christian Kolf

Die Jessy Martens Band war für den gestrigen Abend im Lyz / Siegen gebucht. Bei der Ansage wurde deutlich, dass Jessy  sich mit einer dicken Erkältung herum quälte. Das Konzert sollte kürzer werden und es war auch für eine spontane Vorgruppe gesorgt worden. Die "Delta Boys" machten ihre Sache mehr als gut. Gesang, Gitarre und Harp - was will ein Blueser machmal mehr?! Mein persönlicher Höhepunkt in den 40 Minuten war der Song "Heroes" von David Bowie. Wer hat den Song schonmal als Blues gehört?
 
Um 21 h kam dann Jessy Martens und Band auf die Bühne. Eine norddeutsche Band in Sachen Blues unterwegs und das schon seit 2007. Ich bin erst im vergangenen Jahr auf die Band aufmerksam geworden und hatte mir im Herbst 17 die LP "Tricky Thing" zugelegt.
Markus "Mosch" Schröder

Dirk Czuya
Jessy Martens, nur 152 cm groß, besticht als Wirbelwind auf der Bühne mit einem Gesang, der wirklich an die "große" Janis Joplin erinnert. An zwei Stellen am Abend wird deutlich, dass sie stimmlich den Saal füllt auch ohne Mikrofon. Erstaunliche und dankbare Blicke im Publikum, dass mehrheitlich zur älteren Generation gehörte. Aber was soll´s ? Auch die "Alten" können abrocken.
 
 
Jessy Martens hielt 80 Minuten mehr als gut durch. Was erwartet uns erst wenn sie fitt sein sollte?
Ein toller Abend mit guten Musikern, die auch ihre persönlichen Freunde sind, ging dann zu Ende. Dann zum Ende noch ein Sprung ins mehr als dankbare Publikum.









Leider ist der Blues in Sachen Musik in Deutschland ein Nischenprodukt. Was könnte sonst noch aus dieser Band werden?


Samstag, 20. Januar 2018

Hitchhiker

Es gibt von manchem guten Musiker aus der Rockszene Albums oder Songs, die aufgenommen worden sind - dann aber aus den unterschiedlichsten Gründen verworfen worden sind. Neil Young gehört auch zu diesen Künstlern, da er in seiner fast schon unendlich langen Karriere oft sehr sprunghaft agiert hatte.
 
Viele Musikredakteure und Fans wussten von diesen Aufnahmen aus einer Nacht im Jahre 1976.
 
2010 erschien der Titelsong "Hitchhiker" auf dem Album "Le Noise" elektrisch verstärkt. Ein verstörender Song in dem Neil Young seine damalige Drogensucht thematisiert.
 
Er war aufgekratzt von einer Tournee aus Japan zurückgekommen.   Er war jetzt Mitte dreißig, er war reich, berühmt und unglücklich. Seine Ehefrau, die Schauspielerin Carrie Snodgress, der er einst den wundervollen Song „A Man Needs a Maid“ gewidmet hatte, hatte sich von ihm getrennt. Alles, was ihm blieb, war die Musik.
Und wenn Musiker wie er nicht mehr weiterwissen, buchen sie ein Studio. Also bat Neil Young seinen langjährigen Partner David Briggs, mit dem er schon seit Beginn seiner Solokarriere gearbeitet hatte, einen Termin zu machen. Mit dabei war in dieser Nacht in den Indigo Ranch Studios von Malibu noch der Schauspieler Dean Stockwell, ein Freund aus alten Tagen.  (* aus Frankfurter Rundschau, Frank Junghänel)
 
10 wundervolle Songs, darunter "Pocahontas" und "Powderfinger", die bereits 1979 auf seinem Klassiker "Rust never sleeps" veröffentlicht worden waren. 10 wundervolle Songs, nur seine Stimme und die Gitarre. Einmal greift er zur Harp ("Give me strength").

Neil Young sagt wohl selbst: "Er habe die Lieder hintereinander weggespielt und höchstens mal Pause gemacht, „um Gras, Bier oder Koks“ nachzutanken."  Bis auf einem Kicher vor einem Song merkt man aber nichts davon. So schlichte Aufnahmen passen vermutlich heute nicht mehr in den musikalischen Zeitgeist. Seine Fans, aber auch ich, wir freuen uns über die Aufnahmen.

Freitag, 19. Januar 2018

Vor 40 Jahren, der letzte deutsche VW-Käfer

Am 19.1.1978 lief der "letzte" VW-Käfer vom Band in Deutschland.
Das Auto schlechthin, dass die Deutschen über viele Jahre verband und fortbewegte. Bis Mitte der 80er Jahre wurde der Käfer noch in Mexiko weitergefertigt.

Ich hatte ein deutsches und ein meikanisches Exemplar - dann trennten sich für immer unsere Wege, da es keine Ersatzteile mehr gab.

Aber in meinen Erinnerungen gibt es viel schöne Begebenheiten mit dem VW-Käfer. Mit ihm war ich in Skandinavien und auch Frankreich unterwegs.

Die erste Rock Röhre würde heute Geburtstag feiern

Janis Joplin, die erste wirkliche Rock Röhre, würde heute 75 Jahre alt werden.... wenn sie nícht bereits mit 27 Jahren verstorben wäre an einer Überdosis Leben und Heroin.

 

 

Janis Joplin wurde am 19.1.1943 in Port Arthur/Texas geboren.

 Im Alter von 17 Jahren riss sie von zu hause aus und trat in kleinen Clubs in Austin und Houston auf, um ihre Tour nach San Francisco zu finanzieren. Von dem damaligen vorgetragenen Repertoire ist mir nichts bekannt. Kurz vorher hatte sie ihre Liebe zum Blues entdeckt. Bessie Smith und Leadbelly brachten sie auf diesen Geschmack.

So um das Jahr 1966 suchte ihr Freund eine Sängerin für seine Band "Big Brother & the Holding Company". Janis nahm das Angebot an und 1968 erschien bereits "Cheap Trills" als Aufnahme. Aber es wurde schnell deutlich, dass sie die Musiker zu ihrer Begleitband degradierte. "Piece of my heart" wurde ihr erster großer Hit. In den Fachmedien wurde sie überschwänglich gefeiert, während die bürgerliche und konservative Presse sie wegen ihres ungezügelten Lebensstil und ihrer Show kritisierte. Nach Auftritten beim Monterey Pop Festival und Woodstock gab es für die Fans kein Halten mehr. Die Aufnahmen vom Woodstock Festival wurden wohl bis heute nicht veröffentlicht. In der Show hatte sie wohl stimmlich einige Aussätzer und auch zu viel Bourbon im Blut. Am 4.10.1970 wurde sie in ihrem Hotelzimmer tot aufgefunden. Nach 3 Jahren im Rampenlicht war sie bereits verglüht. Traurig und sehr schade.

Das herausragende Album "Pearl" erschien erst posthum kurz nach ihrem Tod.

Ihre Asche wurde im Pazifik verstreut und so gibt es keine Pilgerstätte für ihre heutigen Fans.
Die Suite 105 im heutigen "Highland Gardens Hotel" in Hollywood ist bis heute fast unverändert geblieben.


Mit "Me and Bobby McGee" hatte sie nach ihrem Tode einen Welthit. Der Song wurde von Kris Kristofferson geschrieben.
Freunde, die sie damals gut kannten, beschrieben sie als begabte, hoch intelligente, lebenslustige, melancholische und unsichere Persönlichkeit.

Ich mag ihre Musik bis heute!

Mittwoch, 17. Januar 2018

Edwin Hawkins verstorben

Edwin Hawkins am 30.5.15 in Siegen

"Oh, happy day" - ein alter Kirchensong wurde von ihm umarrangiert und 1969 zum Gospel-Welthit.
 
 
Edwin Hawkin Singers - eine wundervolle Gospeltruppe. Jetzt ist Edwin Hawkins im Alter von 74 Jahren an einem Krebsleiden verstorben.
 
 
 
"Oh, happy day" - "Oh ein fröhlicher Tag, als JESUS uns von den Sünden reingewaschen hat" (so eine Textzeile des Songs). Christlich gesprochen: Edwin ist jetzt bei seinem Heiland im so genannten Vaterhaus.
Edwin Hawkins in Siegen
Edwin Hawkins wurde am 19.8.1943 in Kalifornien geboren und verstarb am 15.1.2018 in San Francisco. Der eine Song machte ihn und seine Gruppe zu Stars. Es gab eine Grammyauszeichnung für den Song 1970.
 

Sonntag, 14. Januar 2018

Wilsberg in Plettenberg

Die Kunstgemeinde Plettenberg veranstaltete heute Abend, am 14.1.18 ein Theaterstück mit dem schlichten Namen "Kunst".
Ich muss gestehen, dass mich eher ein Schauspieler interessierte, als das Stück selbst. Leonard Lansink, besser vermutlich bekannt als Georg Wilsberg aus der gleichnamigen TV-Krimiserie.
 
"Kunst" ist ein Theaterstück von Yasmina Reza das vermutlich in den Jahren vor der Euroeinführung in Frankreich spielt. Das Stück wird als Drama geführt, wobei der Humor stellenweise deftig daherkommt. Es geht um eine Männerfreundschaft zu dritt, in dem Serge ein Gemälde erworben hat für 200.000 Franc. Der Harken daran, dass Gemälde ist total weiß, vielleicht in Abstufungen gräulich weiß. Der Zuschauer sieht aber nur eine weiße Leinwand. Der Kauf dieses Gemälde testet die Freundschaft der Männer untereinander. Marc flippt schier aus über diesen grotesken Kunstgeschmack. Der dritte im Bunde mit Yvan hat eigentlich selbst genug Probleme und möchte möglichst ausgleichen und vermitteln  - was aber total schief geht. Kurz vor Schluss ist die 15 jährige Freundschaft eigentlich so gut wie zu Ende, aber..... mehr wird nicht verraten.



 
Luc Veit (Serge)
Leonard Lansink (Marc)
Heinrich Schafmeister (Yvan)





 
 
Fast zu 99 % war die Aula ausverkauft. Die Sprache der Schauspieler war oft interlektuell und gehoben, dann aber auch wieder zutiefst derbt und verstörend.





Freitag, 12. Januar 2018

Helmut Matthies - 40 Jahre IDEA

In der neuen idea Spektrum Ausgabe (1/2 2018) wird darauf hingewiesen, dass der langjährige Leiter des Magazins, Helmut Matthies mit  67 Jahren in den Ruhestand geht. Fast 40 Jahre stand er an der Spitze des christlich konservativen Magazins.
 
Der idea-Redaktionsleiter Wolfgang Polzer beschreibt in der Würdigung des Lebenswerkes die Stationen von Helmut Matthies als Journalist, Theologe, Brückenbauer, Chef und Prophet. Ein guter und dankbarer Artikel für mich, da ich nicht immer Einblick in die Arbeit und das Leben von Helmut Matthies hatte.
Vor ein paar Jahren erlebte ich ihn einmal als Referent in einer ev. freikirchlichen Gemeinde in Werdohl. Das Thema habe ich leider nicht mehr parat - aber als Redner war er brilliant und auch scharfzüngig.
 
Als ich Mitte der 80er Jahre zum christlichen Glauben kam, war mir ein Hauskreis zur Heimat geworden. Dort hatte ich auch meine erste Begegnung mit dem idea Magazin. Damals war es noch lange nicht so umfassend an Seiten wie heute, aber es regte sich in mir Widerstand. Ich lebte damals meine "grünen" Ideale aus und fand mich sehr weit links politisch wieder. Ganz im Gegensatz zu idea - die auf mich wie ein rechtslastiges Hetzblatt wirkte. Idea warnte damals zurecht vor dem neuen Erstarken des Marxismus bis in die ev. Landeskirche hinein. Es wurde auch vor den "Grünen" gewarnt.
 
Seit ein paar Jahren lese ich in meinem Haushalt idea Spektrum regelmäßig. Ich bin durch den christlichen Glauben sehr verändert worden und kann heute viele politische christliche Positionen des Blattes verstehen und auch gutheißen.
 
Ich kann nur hoffen, dass Herr Helmut Matthies sich nicht ganz zur Ruhe setzt - denn er hat einiges zu sagen. Gleichzeitig hoffe ich auch, dass idea Spektrum weiterhin seine Finger in Wunden der Gesellschaft und Kirche legt. Auch wenn ich vermutlich durch das Magazin begünstigt, kein Kirchenmitglied mehr bin und mich einer Freikirche zugewandt habe.

Donnerstag, 11. Januar 2018

We´re all in this together (Album)


Seit über 50 Jahren steht der mittlerweile 66-jährige Walter Trout nun auf den Brettern, die die Welt bedeuten und spielte in dieser Zeit u. a. in den Bands von John Lee Hooker, John Mayall und bei Canned Heat. Als Virtuose auf der Bluesgitarre hat er seine Fans unter älteren wie jüngeren Bluesfans. Leider steht er immer im Schatten von Joe Bonamassa - der eine ganz andere Karriere hinlegt.  Nach seiner schweren Lebererkrankung mit anschließender Lebertransplantation im Jahre 2014, für die auch viele Fans Geld spendeten,   verarbeitete er seine beinahe tödlich verlaufende Erkrankung auf den beiden eher etwas düster wirkenden  Alben „The Blues Came Calling“ (2014) (erschreckend auch die Fotos über seinen Zustand) und „The Battle Scares“ (2015). Nun legt er nach mit „We’re All In This Together“ wieder eine neue Scheibe vor, die förmlich vor Spiel- und Lebensfreude strotzt.
Und wieder hat er für dieses Album, genau wie für sein 2006’er Projekt „Full Circle“ zahlreiche namhafte Gastmusiker unterschiedlicher Bluesspielarten um sich geschart. Die Liste liest sich wie das „Who is Who“ der Bluesmusik: dabei sind Veteranen wie John Mayall, Charlie Musselwhite und Edgar Winter aber auch „jüngere“ Talente wie z. B.Mike Zito, Joe Bonamassa  und Trouts Sohn Jon und viele mehr.
Für jeden seiner 14 Gastmusiker hat Walter Trout einen Song sozusagen passend auf den Leib geschrieben. Dank moderner Technik wurden die Titel allerdings nicht gemeinsam im Studio eingespielt, sondern jeweils separat aufgenommen und im Nachhinein mit Trouts Band bestehend aus Sammy Avila, Johnny Griparic und Mike Leasure im Studio zusammengefügt.  Lediglich Joe Bonamassa lies es sich nicht nehmen für die Aufnahmen bei Walter Trout im Studio höchstpersönlich aufzukreuzen.
Es beginnt mit einem flotten, rhythmisch stampfende Blues-Shuffle „Gonna Hurt Like Hell“ mit dem noch relativ jungen US-Blues-Talent Kenny Wayne Sheperd, einem Song über im weitesten Sinn Genuss und Reue, über weite Strecken getragen von einem schönem Gitarrenwechselspiel zwischen Trout und Shepherd. Der für seine ungewöhnliche Slide-Grifftechnik bekannte Sonny Landreth, dessen musikalische Wurzeln im Jazz und Rhythm and Blues des Mississippi Deltas liegen, ist Gastmusiker auf dem nächsten Song des Albums: „Ain’t Going Back“ kommt herrlich groovend und gute Laune verbreitend daher.
Zu Charlie Musselwhite, dem Urgestein,  muss man eigentlich nichts sagen. Er ist ein Meister auf der Bluesharmonika und zeigt dies auch im folgenden Stück „The Other Side Of The Pillow“, einem etwas schwermütigen Stück, bei dem sein Mundharmonikaspiel die Verzweiflung, die aus Trouts Stimme und seiner Gitarre schreit, perfekt unterstreicht.
„She Listens To The Blackbird Sing“ mit Mike Zito (Mitbegründer der „Royal Southern Brotherhood“) an der Gitarre ist wiederum recht melodiös und vom Stil her irgendwo zwischen den späten Allman Brothers und Lynyrd Skynyrd angesiedelt. Für das folgende, im Stil des viel zu früh verstorbenen Freddie King gehaltene Gitarreninstrumentals „Mr. Davis“ hat Walter Trout niemand geringeres als als den Jazz-Blues-Fusion-Gitarristen Robben Ford, mit dem er auch zusammen bei „The Supersonic Blues Machine“ spielt, verpflichtet.
Auch der im nächsten Song „The Sky Is Crying“ kraftvoll performende Warren Haynes ist ein musikalisches Schwergewicht, ist er doch langjähriges Mitglied der „Allman Brothers Band“. Ganz anders das nächste Stück „Somebody Goin’ Down“, im Gegensatz zu den bisherigen Songs des Albums ist es ein im funkiges, aber auch recht heavy angelegtes, von Eric Gales interpretiertes, Stück. Eher melodiös und mit schönen Bläsersätzen arrangiert bietet „She Steals My Heart Away“ dem Texaner Edgar Winter (Bruder des bereits verstorbenen Johnny Winter) den nötigen Rahmen seine Saxofonkünste unter Beweis zu stellen.
„Crash And Burn“ wiederum ist ein typischer Chigaco-Blues mit Joe Louis Walker an der Gitarre. Von der Mundharmonika getragen und ebenfalls aus der Ecke des Chicago-Blues stammend, ist der folgende Track „Too Much To Carry“ mit dem  John Németh. „Do You Still See Me At All“ ist eine feine, melodiös komponierte, von Vater Walter Trout und Sohn Jon gespielte Bluesperle.
Härter, aber durchaus tanzbar, geht‘s dann wieder mit Randy Bachman (ehemals „Guess Who“ und „Bachmann-Turner-Overdrive“) auf „Got Nothin‘ Left“ zur Sache. Alle Songs sind auf ihre Art grandios, ist das ruhige, unplugged dargebotene Delta-Blues Stück „Blues For Jimmy T.“ mit John Mayall an der Mundharmonika. Einfach klasse. Bei dem letzten Titel des Albums, der gleichzeitig auch der Titelsong ist und stilistisch an „Electric Mud“ von Muddy Waters erinnert, hat Joe Bonamassa tatkräftig in die Saiten gegriffen.
Fazit: „We’re All In This Together“ ist ein abwechslungsreiches Blues-Album. Zu etwas besonderem wird es natürlich auch dadurch, dass Walter Trout hier zu seiner alten Energie und Lebensfreude zurückgefunden hat. Thank you, Lord.
Ich bin dankbar, dass ich für diese Aufnahmen wieder auf das Format der Langspielplatte (Do-LP) zurückgekommen bin.



Review: Jörg Schneider (Auszüge) www.sounds-of-south.de

Sonntag, 7. Januar 2018

One to one - Carole King

Vor viele Jahren habe ich die Singer/Songwriterin Carole King (* 1942) entdeckt mit ihrem Superalbum "Tapestry", das bereits 1971 erschienen war.
 
Die Folkszene war mit Beginn Mitte der 60er Jahre bis Anfang der 80er Jahre fast schon "in".
 
Am Samstag entdeckte ich dann eine LP bei meinem Secondhandler des Vertrauens. "One to one" aus dem Jahre 1982. Gleich vor Ort hörte ich mir 2 Songs auf der Anlage beim Kaffee an.
 
"One to one" und "It´s a war". Eine gute und einfühlsame Stimme der Sängerin, aber  auch eine tolle Stimmung als gesamte Platte, wie ich später zuhause feststellte.
 
 
3Sat brachte an Silvester u.a. auch ein Konzert mit Carole King aus dem Hydepark in London (2016). Sehr bewegend, der mittlerweile 74 jährigen Dame beim Musizieren am Klavier und singen zu zusehen. Eine Perle.

Samstag, 6. Januar 2018

Komm in unsre stolze Welt

"Komm in unsre stolze Welt, / Herr mit deiner Liebe Werben. / Überwinde Macht und Geld, / lass die Völker nicht verderben. / Wende Hass und Feindessinn / auf den Weg des Friedens hin."

Dieses Lied nimmt alle Lebensbereiche von der weiten Welt bis zum engen Herzen vor Gott ins Gebet. Hans Graf von Lehndorff, der Autor des Liedes, stammte aus altem preußischem Adel und wuchs auf Gütern in Ostpreußen auf, unter anderem in Trakehnen, wo sein Vater ein berühmtes Gestüt leitete. Nach dem Medizinstudium in Paris, Genf und München arbeitete er als Arzt in Berlin und Insterburg. Im Zweiten Weltkrieg war er aktives Mitglied der Bekennenden Kirche und wurde in die Attentatspläne gegen Hitler eingeweiht. Sein Mitwissen blieb unentdeckt. Nach dem Krieg arbeitete er weiter als Arzt in Ostpreußen. 1947 kam er nach Westdeutschland, war bis zu seinem Ruhestand als Arzt in Bonn und danach als Krankenhausseelsorger tätig.

(aus: Neukirchener Kalender, 6.1.2018)

Hans Graf von Lehndorff erhielt 1972 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
Am 4.9.1987 verstarb er in Bonn.

Freitag, 5. Januar 2018

50 Jahre Hardrock

1968 gilt als Jahr der Entstehung des Hardrock, ein spezielles Genre in Sachen Rockmusik.

Ich würde mich nicht als durchgängigen Hardrock Fan outen, obwohl ich auch in den 70er Jahren ein Hardrock Kuttenträger war. Ich hätte eher das Jahr 1970 als Entstehung favorisiert, denn da wurde "In Rock" von Deep Purple veröffentlicht. Alle Zutaten zum heutigen Hardrock waren vorhanden, auch wenn sich bis heute die Szene weiterentwickelt hat. Grundlegend scheint die Erfindung des "Marshall" Verstärkers zu sein.

1977
1972
Sympathisch empfinde ich die Stilrichtung bis heute, da sie alle Modetrends ausgesessen hatte. Für 2-3 Jahre schien diese Musik gefährdet zu sein, als der Grunge herauskam. Angeblich soll dieser Stil tanzbarer gewesen sein. Aber wer spricht heute noch über den Grunge. Kurt Cobain hat vermutlich mit seinem Selbstmord die ganze Grunge Szene aufgelöst.

1968 hat sich zwar die Band Deep Purple gegründet, aber Rifflastige Songs gab es auch schon viel eher. 1964 kam von den Kinks "You really got me" heraus, dessen Riff Jahre später erst Jimmy Page von Led Zeppelin zugeschrieben worden ist. Oder ich denke an "My Generation" von The Who (1965).

Aber ich bin kein Musikredakteur und so nehme ich das Entstehungsjahr 1968 dankbar an. Ohne Deep Purple, Led Zeppelin und Black Sabbath (Die großen Drei), ist die heutige Szene nicht denkbar und viele Musiker geben diese Bands als stilprägend an.

Vermutlich aufgrund meines Alters oder auch meiner späteren Vorliebe zum Blues ist es zu verdanken, dass mich die 2. Generation der Hardrockbands nicht mehr erreicht haben (Motörhead, Guns N´Roses, Metallica, Judas Priest, Iron Maiden).

Wobei mich die 4. Generation wie z.B. Blues Pills, Wucan, Simo, Siena Root wieder erreicht.

Aber am Ende faszinieren die frühen Songs wie z.B.: "Smoke on the water" (Deep Purple), "Black Dog" (Led Zeppelin), "Radar Love" (Golden Earring), "This Flight tonight" (Nazareth) und "You ain´t seen nothin´ yet" (Bachman, Turner-Overdrive) immer noch.
 

Günther Maria Halmer wird 75

Günther Maria Halmer, der Charakterschauspieler feiert seinen 75. Geburtstag.
Seit ein paar Jahren mag ich diesen, manchmal auch kauzig schrägen Typen, in deutschen Filmen.


Am 10.5.2017 in Menden
Im vergangenen Jahr erlebte ich ihn live bei einer Dichterlesung im heimischen Sauerland. Er stellte seine Biografie vor.



Es hatte schon einige Jahre gedauert, bis er seinen, schon in der Jugendzeit gefundenen Traum, ein Schauspieler zu werden, ausleben konnte.

Viele  Umwege, sogar als Minenarbeiter in Kanada, führten in schließlich zum Theater und später zum Film. Er gehört auch zu den wenigen deutschen Schauspielern, die es bis nach Hollywood geschafft haben. Aber das war eher eine schöne Zwischenepisode. Heute ist er am deutschen Theater und im Filmgeschäft zu hause.

Ich mag auch seine humorvolle Seite. Gut sichtbar in dem Film, "Liebe hat Vorfahrt" (2005) als er mit Suzanne von Borsordy eine Mopedtour durch Wind und Wetter macht, oder die Szene mit Michaela May in "Eine Sennerin zum Verlieben" (2010) , als er einen kritischen Bullen einfangen will.
Ihnen einen schönen und gesegneten Geburtstag!

Mittwoch, 3. Januar 2018

QSP

Drei Musiker der 70er Glamrock Phase tun sich zu einem gemeinsamen Projekt zusammen.
 
Suzi Quatro (Bass, Vocals), Andy Scott (The Sweet - Gitarre, Vocals) und Don Powell (The Slade - Drummer) geben ein interessantes Trio ab.

Am 6.12. erschien das Album als Do-LP und ich bin im Moment auf dem Langspielplatten Trip (?), so dass ich mir diese zulegte.

Eigene Songs wechseln mit relativ guten Coverversionen ab, wobei nur ganz vereinzelt eine Spur des Glamrocks der 70er Jahre auftaucht. Ich würde die Musik des Albums auch nicht als Hardrock bezeichnen, da es ruhiger von statten geht.