Samstag, 8. Mai 2021

Jim Steinman verstorben

Ein paar Stunden verbrachte ich in dem Secondhandladen meines Vertrauens und stöberte in alten Schallplatten. Beim Reinhören hatte ich Zeit für einen Kaffee und das blättern in ein paar Musikzeitschriften. Von mir unbemerkt las ich einen Artikel über den Tod von Jim Steinman, Komponist und Produzent. 

Er war bereits am 19.04.2021 in Danbury, Connecticut gestorben. Im vergangenen Jahr hatte er einen Schlaganfall erlitten. Es lässt sich vermuten, dass an den Spätfolgen durchaus verstorben sein kann. Aber ich fand keine Ausführungen zu seiner Todesursache. Am 1.11.1947 war er in New York City geboren worden und verstarb jetzt mit 73 Jahren. 

Jim Steinman, ein Komponist im Rockgenre, der gerne pathetische Songs schrieb und entwickelte, fand dann den besten Partner für seine Musik. Er hatte in einem Musical Meat Loaf und dessen passende Stimme bewundert. "Bat out of hell" wurde 1977 das Monsteralbum der beiden. Bis heute sollen über 22 Millonen Tonträger von diesem Album verkauft worden sein. Das nachfolgende Album "Deadringer"  1981 wurde auch von ihm komponiert und produziert. 1993 und 2016 war er noch einmal mit Meat Loaf musikalisch zusammen als Produzent bzw. Komponist. 


Aber er komponierte auch Songs für Celine Dion und Bonnie Tyler. 

Freitag, 7. Mai 2021

Sally Grossman

 

Ich bin letztens schon einmal über eine Dame gestolpert, die auf einem Cover einer LP platziert war.
Jetzt auf ein Neues: 

"Im Alter von 81 Jahren starb am 11. März Sally Grossman, die Millionen Musikfans als die Frau im roten  Kleid auf dem Cover von Bob Dylans Albumklassiker -Bringing it all Back home- bekannt sein dürfte. Die Frau von Dylans damaligen Manager Albert Grossman posierte für die Aufnahme lasziv in mondäner Atmosphäre, was Fans des damaligen Protest-Folkies Rätsel aufgab".

(Quelle: eclipsed Mai 21)

Ich bin selbst auch ein Dylan Fan - habe aber in diese Scheibe noch nicht reingehört. 

Montag, 3. Mai 2021

Larry Norman - christlicher Musikrocker

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, liebe ich die Rockmusik seit meiner Pubertät. Auch wenn ich jetzt dem Rentneralter entgegenstrebe, so hat das an meiner Vorliebe nichts geändert. Oft sind andere Vorlieben hinzugekommen, wie z.B. die Countrymusik oder der Blues. 

Als ich dann in den 80er Jahren zum christlichen Glauben fand, habe ich natürlich meinen Lebensstil hinterfragt. Dankbar habe ich sogar festgestellt, dass es Christen gab, die gute Rockmusik machten. Nicht viele, aber es gab sie. 

Leider ist dieser von mir sehr geschätzter Musiker bereits im Jahre 2008 verstorben. Larry Norman wurde am 8.4.1947 in Corpus Christi, Texas (was für ein passender Name) geboren und verstarb am 24.02.2008 in Portland, Oregon. 


Ja er gilt als der Wegbereiter der christlichen Rockmusik. Er wuchs in einem Schwarzenghetto in San Francisco auf. Mit der Rockband "People" brachte er 1968 eine Produktion heraus. Aber bereits ein Jahr später trennte er sich von der Band und wurde Solokünstler. "Warum sollte nur der Teufel, die gute Musik haben", dieser Wahlspruch wurde von ihm in einem Song 1972 verarbeitet. "Why should the Devil have all the good Music" enthielt ein Zitat vom "Heilsarmee" Gründer William Booth. 1975 erfolgte mit Solid Rock Records die Gründung eines Plattenlabels. 

Zu allem Erfolg gab es aber auch große tragische Momente in seinem Leben. 1978 überlebte er einen Flugzeugabsturz schwer verletzt. Die erlittenen Hirnschädigungen benötigten viele Jahre der Heilung und Genesung. 1992 erlitt er einen schweren Herzinfarkt und sein Leben war auf des Messers Schneide. Aber im Februar 2008 verstarb er mit 60 Jahren in Portland. 

Bis 2007 sind 93 Produktionen von ihm erschienen. 2001 wurde er in die Gospel Music Hall of Fame aufgenommen. 

Anspieltips: Larry Norman with Q Stone "at Flevo" (1989), "In another Land" (1976), "Only Visiting this Planet" (1972).

Sein Song "The Outlaw" wurde in die deutsche Sprache übersetzt und gerne in christlichen Kreisen in den 80er Jahren gesungen. "Man sagt er war ein Gammler" hieß der Song im Deutschen.

Mittlerweile gibt es viele christliche Künstler und Bands in der Rockmusik.


         

Sonntag, 2. Mai 2021

Athanasius von Alexandria

Der christliche Glaube, bzw. mein christlicher Glaube fußt ja einerseits auf einem Teil von Traditionen, die die Kirchengeschichte hervor gebracht hatte. Aber anderseits benötigt der christliche Glaube eine persönliche Hingabe an den Heiland JESUS CHRISTUS. Ihm nachzufolgen geht nur über eine persönliche Hingabe. 

Nehmen wir z.B. das christliche Glaubensbekenntnis, dass gut 1700 Jahre alt ist. Nachdem JESUS in den Himmel zum Vater aufgefahren war und auch die ersten prägenden Gestalten des Christentums, wie z. B. Paulus und Petrus verstorben waren, mussten ja die nachfolgenden Generationen von Gemeindeleitern und auch Bischöfen die junge Kirche ordnen und prägen. Das Glaubensbekenntnis ist entstanden, aber auch nicht aus dem luftleeren Raum. Der Kanon der Heiligen Schrift wurde aufgestellt. Das AT mit den Schriften aus dem Judentum wurde übernommen, aber es bedarf einer Klärung und Festlegung welche Schriften zum NT gehören sollten. 

Eine der Gestalten dieser Periode die vieles prägten, war Athanasius von Alexandria, auch Athanasius der Große genannt. Um 300 nach Chr. wurde er in Alexandria geboren und verstarb am 2.5.373 in der selben Stadt Alexandria. 



Athanasius war einer der bedeutendsten Kirchenväter. Fünfmal soll er in die Verbannung gegangen sein, weil er darauf beharrte, dass Christus nicht ein besonders göttlicher Mensch sei - wie Arius es z. B. lehrte. Christus war "Gottes eingeborener Sohn, vom Vater geboren vor aller Zeit, Gott in Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott". Auf der Synode zu Nicäa im Jahr 325 fand sein Bekenntnis die Anerkennung der jungen Kirche.

Sonntag, 25. April 2021

Fritz Fliedner, Evangelist

Fritz "Federico" Fliedner war ein Sohn des Diakonissenvaters Theodor Fliedner (Kaiserswerth). Er wurde am 10.06.1845 geboren und verstarb am 25.04.1901, vor 120 Jahren. 

Ab 1868 ermöglichte es die spanische Verfassung, das auch evangelisch gesinnte Glaubende, Kirchen oder Gemeinden gründen konnten, bzw. sich überhaupt frei treffen konnten. Das war so eine Art Startzeichen für Fliedner seine Arbeit in Spanien zu beginnen. Es gab in Spanien sehr wohl schon ev. Vordenker, wie Carrasco und Ruet (leider lassen sich keine weiteren Infos im Netz finden). 

Im Herbst 1870 wurde Fliedner im Auftrag des Berliner Evangelisationskomitees für Spanien nach Madrid gesandt. Als Folge seiner Verkündigung kam es in vielen Städten zur Gründung evangelischer Gemeinden. Durch einen späteren Zusammenschluss schuf er die "Iglesia Evangelica Espanola". Auf ihn zurück gehen auch Schulgründungen und die Gründung eines Krankenhauses in Madrid. Fliedner übersetzte auch einen Katechismus in die spanische Sprache. 


Samstag, 24. April 2021

Philipp Friedrich Hiller, Liederdichter

Mir ist Erbarmung widerfahren

1)
Mir ist Erbarmung widerfahren,
Erbarmung, deren ich nicht wert;
das zähl ich zu dem Wunderbaren,
mein stolzes Herz hat's nie begehrt.
Nun weiß ich das und bin erfreut
und rühme die Barmherzigkeit.

2)
Ich hatte nichts als Zorn verdienet
und soll bei Gott in Gnaden sein;
Gott hat mich mit sich selbst versühnet
und macht durchs Blut des Sohns mich rein.
Wo kam dies her, warum geschieht's?
Erbarmung ist's und weiter nichts.

3)
Das muss ich dir, mein Gott, bekennen,
das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt;
ich kann es nur Erbarmung nennen,
so ist mein ganzes Herz gesagt.
Ich beuge mich und bin erfreut
und rühme die Barmherzigkeit.

4)
Dies lass ich kein Geschöpf mir rauben,
dies soll mein einzig Rühmen sein;
auf dies Erbarmen will ich glauben,
auf dieses bet ich auch allein,
auf dieses duld ich in der Not,
auf dieses hoff ich noch im Tod.

5)
Gott, der du reich bist an Erbarmen,
reiß dein Erbarmen nicht von mir
und führe durch den Tod mich Armen
durch meines Heilands Tod zu dir;
da bin ich ewig recht erfreut

und rühme die Barmherzigkeit. 



Philipp Friedrich Hiller, geboren am 6.1.1699 in Mühlhausen an der Ènz, gestorben am 24.04.1769 in Steinheim bei Heidenheim, war ein ev. Pfarrer und Liederdichter im schwäbischen Pietismus. Ich bin im Pietismus zum Glauben gekommen und bin dankbar für den obigen Liedtext, der von Philipp Friedrich Hiller geschaffen worden ist. Gerade die ersten drei Strophen rühren mich an und ich bin Dankbar über das Erbarmen meines HERRN JESU über mich. 



Freitag, 23. April 2021

Les McKeown (65) gestorben

Les McKeown ist am 20.04. plötzlich zu Hause verstorben, wie seine Familie heute mitteilte. Ich hatte den Namen gar nicht mehr im Gedächtnis. Aber das liegt auch daran, dass seine Musik in den 70. Jahren nicht meinem Geschmack entsprach.

So begebe ich mich auf meine eigene Spurensuche, zurück in mein Teenageralter. Les McKeown war der Sänger der Teeny Band BAY CITY ROLLERS, die ihre Wurzeln in Edinburgh hatte. Bereits 1968 gegründet, hatte die Band mit "Keep on Dancing" 1971 einen ersten kleinen Hit auf der Insel. Ab 1974 griff die "Rollermania" auch auf Deutschland über. Ich erinnere mich noch daran, dass die BRAVO, das Musikmagazin damals für uns Teenager, einen echten Richtungsstreit zwischen den Bay City Rollers und "The Sweet" hervorbrachte. Die Mädchen standen auf die popigen Rollers, während die Jungs die etwas härteren Rhythmen der "Sweet"  bevorzugten. 

Prägend der Band war auch ihr Schottenmuster mäßiges Aussehen als Kleidungsstil. Ab 1978 war dann der Wahn vorbei. Aber man schätzt, dass die Band 120 Millionen Tonträger damals verkauft hatte. 


Sonntag, 18. April 2021

Keinen geistigen und geistlichen Hunger mehr

Ich lese im Moment in der schon teilweise beschriebenen Biografie von Helmut Thielicke "Zu Gast auf einem schönen Stern".

Manche Zeilen bleiben mir sprichwörtlich im Halse stecken und mit den Tränen musste ich auch schon ringen.

"Die Hörerscharen wurden in den großen, noch unbeschädigten Luthersaal umgeleitet, wo die Menschen unvorstellbar eng zusammengepfercht saßen und standen. Ich machte mir klar, welche Opfer alle diese Hörer gebracht hatten, um weithin ohne Fahrmöglichkeit, oft in stundenlangen Fußmärschen durch staubige Trümmerlandschaften, zu den Vorträgen zu gelangen. Auch dieser geistige Hunger ist in unseren bequemen und überfütterten Zeiten kaum noch zu begreifen."

Seite 200 in dem oben genannten Buch! Das Buch ist 1984 erschienen und wir sind fast 40 Jahre weiter, aber ein geistlicher Hunger scheint in unserem Land nicht statt zu finden. Warum fangen Menschen immer erst an zu beten, wenn sie nichts mehr in Händen halten? Ist alles Selbstverständlich? Wo ist unsere Dankbarkeit?

Samstag, 17. April 2021

Trainer Hansi Flick verlässt den FC Bayern

Geahnt hat man es ja schon länger, dass Hansi Flick als Trainer den FC Bayern verlassen wird. Sein Vertrag lief zwar noch bis 2023, aber die Meinungsverschiedenheiten zum Sportvorstand wurden immer größer. Am Samstag nach dem vorentscheidenden Sieg für die 9. Meisterschaft in Folge, gab Hansi Flick seine Entscheidung im anschließenden Interview bekannt.

Was treibt gerade die Führung des FC Bayern an und um? Die Meinungen in den sozialen Medien überschlagen sich voll Häme, aber auch von großer Wertschätzung für Hansi Flick. Man darf feststellen, dass er der erfolgreichste Trainer in dieser kurzen Zeit war, trotz Heynckes und Pep. Ich möchte auch nicht wissen was passiert wäre, wenn Zuschauer bei den letzten Spielen im Stadion gewesen wären? 

Die kommende Saison wird schwer, da auch Boateng und Alaba den FC Bayern verlassen. Wirkliche internationale Verstärkung von 4-5 Spielern ist nicht in Sicht. 

Auf Kahn kommen schwere Zeiten zu. Schlechte Einkäufe durch "Brazzo" - oder gab der Markt nicht mehr her?

Vermutlich war es für Hansi Flick die richtige Entscheidung, auch wenn der Bayern Fan traurig reagiert. Wie soll er als Trainer Erfolge garantieren, wenn die Mannschaft älter und schlechter wird. Was ist in zwei Jahren wenn Lewandowski und Müller aufhören?




Als langjähriger BAYERN Fan bin ich dankbar für das Wirken von Trainer Hansi Flick zum Wohle des Vereins, der Fußballer und Fans. Er tat es in aller Weisheit, Bescheidenheit, aber auch mit sehr großem Sachverstand. 


Horst Hrubesch feiert seinen 70.

Horst Hrubesch kam aus Hamm in Westfalen. Er war gelernte Dachdecker und somit begann seine Fußballkarriere relativ spät. Mit 24 Jahren wurde er Profi bei Rot Weiß Essen. 1978 wechselte er zum Hamburger SV und gehörte damit zum Team, dass für die bisher besten Jahre des HSV stand. Dreimal wurde er Deutscher Fußballmeister mit ihm und holte 1983 den Europapokal der Landesmeister. Seine bekannten Kollegen von damals waren Manfred "Manni" Kaltz, Ditmar Jacobs und Felix Magath. 

Warum er nur drei Jahre in der DfB Auswahl spielte ist mir heute auch nicht mehr bewusst. Von 1980 bis 1983 absolvierte er 21 Länderspiele. Allerdings sicherte er mit seinen zumeist Kopfballtoren den EM Titel 1980 im Endspiel gegen Belgien. 


Das "Kopfballungeheuer" feiert heute seinen 70. Geburtstag.  

Sein großes Hobby: Angeln.

Freitag, 16. April 2021

Steve Morse Band - The Introduction

 

Seit 1994 ist der Gitarrist Steve Morse fester Bestandteil der Hardrock Formation DEEP PURPLE

Ich gönne ihm den Erfolg mit dem Hard Rock Urgestein. Wenn man aber seinen Werdegang und seine gitarristischen Fähigkeiten wahrnimmt, dann kommt sein Wirkungskreis im Hard Rock zu kurz. 1983 ersetzte er Al di Meola bei John McLaughlin und Paco de Lucia. Zwei Jahre arbeitete er auch als Pilot, da er den Flugschein besitzt. 

Am 28.07.1954 wurde er in Hamilton / Ohio geboren. Er war Gründungsmitglied der amerikanischen Fusion Band DIXIE DREGS. Diese Band brachte das Kunststück fertig, die unterschiedlichsten Stile wie Jazz, Country und Southern Rock zusammen zu verschmelzen. Chuck Leavell der damals im Dunstkreis von den Allman Brothers agierte, besorgte der Band einen Plattenvertrag bei Capricorn. Ich hörte 1980 das erste Mal von dieser Band durch ihre Produktion "Dregs on Earth" und besorgte mir nach und nach alle Veröffentlichungen. So zwischen 1983 und 1984 schmissen die "Dregs" aber das Handtuch. Wirtschaftlich war kein Erfolg zu erzielen. Ihre spezielle Musik war nur ein Nischenprodukt. Schade - mir gefällt der Sound bis heute und ich kenne noch jemanden, der ihre Musik mag. Aber das ist natürlich viel zu wenig. 

1984 gründete Steve Morse die gleichnamige Band mit der er aber auch erst nur zwei Projekte verwirklichte. Bei diesem Projekt "The Introduction" wird Steve Morse von Rod Morgenstein (drums, synth.) und Jerry Peek (bass) ergänzt. T Lavitz (key.; 7.10.2010 verstorben)  und Albert Lee (git) kommen für zwei Songs hinzu. Alles Songs ohne Gesang und dem Stil von Dixie Dregs nicht unähnlich. Warum ich die Produktion im Jahr des Erscheinens nicht gekauft habe, ist mir ein Rätzel. Heute ist die LP gebraucht bei mir eingetroffen und ich bin sehr dankbar. 

Songs:

A-Seite 1. Cruise Missile (5:32) 2. General Lee (4:19) 3. The Introduction (2:50) 4. V.H.F. (4:21);

B-Seite 1. On the Pipe (4:46) 2. The whistle (2:13) 3. Mountain waltz (4:24) 4. Huron River Blues (6:18) a) Dark water, b) Water under the bridge, c) Toxic Shuffle

Dixie Dregs und auch Steve Morse wurden in den US-Staaten natürlich bekannter, als bei uns in Europa. 


Georg Konrad Rieger, Prediger

Georg Konrad (auch:Cunrad) Rieger war ein Prediger des schwäbischen Pietismus und verstarb am 16.04.1743 in Stuttgart. Er wirkte in der schwierigen Zeit, als die Theologie sich der Aufklärung zuwand und auch die historisch-kritische Theologie begann. Gleichzeitig kam auch der Rationalismus auf, in denen Lessing und Kant wichtige Persönlichkeiten wurden. Die Folgen nehmen wir bis heute wahr. Für viele Menschen ist die Bibel ein Märchenbuch und wird auch von kirchlicher Seite historisch-kritisch zerpflügt. Aber was wird, wenn JESUS CHRISTUS leibhaftig wiederkommt und vor uns steht?

Georg Konrad wurde am 7.3.1687 in Cannstatt, heute Stuttgart-Bad Cannstatt, geboren. Seine Eltern waren Johann Michael und Anna Rieger, geb. Jehlin. Schon früh war für Georg Konrad klar, dass er gerne Theologie studieren würde. Der Vater war vermutlich aus Kostengründen zuerst gegen diesen Wunsch eingestellt. So lernte der junge Georg Konrad dann doch an Seminaren in Blaubeuren, Maulbronn und Bebenhausen. Ab 1706 war er am evangelischen Stift in Tübingen tätig und erlangte den Magister und legte das Examen erfolgreich ab. 1718 begann eine Stellung als Diakon in Urach. Ab 1731 lehrte er an einem Gymnasium in Stuttgart. 
Georg Konrad war ein praktischer Prediger, der eine bildhafte Sprache benutze. Sein Lieblingsbuch der Bibel war das Matthäus Evangelium. Er ließ zahlreiche Predigtbücher erstellen und widmete sich auch Teilen der Kirchengeschichte. 
1718 heiratete er Regina Dorothea Scheinemann. Aus der Ehe gingen 4 Kinder, je 2 Töchter und Söhne hervor. Leider verstarb Georg Konrad schon mit 55 Jahren. 

Samstag, 10. April 2021

Schweizerin in Mali ermordet

 

Die Schweizer Missionarin Beatrice Stöckli (59) ist tot. Sie war vor 4 Jahren von einer radikal-islamischen Miliz in Mali entführt worden. 

2012 war sie bereits einmal entführt worden, kam aber dann wieder frei. Als Bedingung sollte sie damals nicht mehr nach Timbuktu zurückkehren. Nachdem die radikalen Islamisten aus der Stadt vertrieben wurden, kehrte Beatrice Stöckli doch zurück. 
Für christliche Missionare wird es in islamischen Ländern immer schwieriger frei zu arbeiten. Gerade der politische Islam verhindert jegliche christliche Mission und einen möglichen Religionswechsel. 
Es ist ja auch nicht so, wie es oft liberal in Deutschland zu hören ist, dass der Islam keine böse Religion sei und das wir ja irgendwie alle an den gleichen GOTT glauben. Das stimmt so nicht. Christen folgen JESUS CHRISTUS nach, der GOTTES Sohn ist. Das lehnt der Koran im Islam radikal ab. 

Am 8.1.2016 war Beatrice entführt worden. Gerade eine andere Missionarin, die gerade frei gekommen war, informierte die französischen Behörden über den Tod von Beatrice Stöckli. Die Behörden aus Mali haben die sterblichen Überreste von der Missionarin freigegeben. 

"Selig sind die Toten, die in dem HERRN sterben von  nun an. Ja,spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach."   (Offenbarung d Johannes, 14,13)

Anthem of the Peaceful Army

Die US-Band GRETA VAN FLEET gründete sich bereits 2012 und dann veröffentlichten die 4 Musiker eine kleine EP. Als Testzweck? Aber ihre Musik schlug wie eine Bombe ein. Eine Bombe im Classic Rock Metier. 

Manche Musikmagazine überschlugen sich des vollen Lobes für diese Band. Ich war etwas skeptisch. Man verglich sie gar mit der "Jahrhundert-Rockband" LED ZEPPELIN. Ja in der Tat, wenn man ihre Songs das erste mal hört, meint man, den jungen Robert Plant zu hören oder das Jimmy Page an der Gitarre glänzt. 

In der Aprilausgabe vom eclipsed war das Hauptthema LED ZEPPELIN mit ihrem Album IV und natürlich hinführend GRETA VAN FLEET und ihre Vorliebe für die Musik von LED ZEPPELIN. 

Jetzt kam ich dann doch nicht mehr daran vorbei, mich mit der "neuen" Band zu beschäftigen. Da ich ja seit zwei Jahren fast nur noch Musik auf LP kaufe, erinnerte ich mich daran, dass in einem Supermarkt vor Ort ein kleine Box steht, in der LP´s angeboten werden. GRETA VAN FLEET waren mit "Anthem of the Peaceful Army", enthalten. 

2019 gewannen GRETA VAN FLEET den Grammy für ihre 2. EP "From the Fires". Ihr erstes vollständiges Album erschien 2018. Ihr zweites Werk "The Battle at Garden´s Gate" wurde vom eclipsed Magazin gar als Album des Monats April 2021 vorgestellt. 

Ihre Songs verbinden den Blues mit dem Hardrock und dann kommt der Folk oft genug hinzu. Diese Kombination nutzten LED ZEPPELIN gerade bei ihren ersten 4 Alben auch. Zu meiner Freude muss ich gestehen, das mir die Songs der 4 jungen Musiker sehr gefallen und leicht ins Blut (Ohr) gehen. Bei ihren Übervätern habe ich mich oft schwer getan. Aber vermutlich konnte ich in meinem damaligen Teenageralter wenig mit Folk und Blues anfangen. Ich war damals sehr vom Hardrock erfüllt. 

  

Titelliste
  1. Age of Man – 6:06
  2. The Cold Wind – 3:16
  3. When the Curtain Falls – 3:42
  4. Watching Over – 4:28
  5. Lover, Leaver – 3:34
  6. You’re the One – 4:25
  7. The New Day – 3:44
  8. Mountain of the Sun – 4:30
  9. Brave New World – 5:00
  10. Anthem – 4:41
Jako "Jake" Kiszka (git), Joshua Kiszka (voc.), Samuel "Sam" Kiszka (bass, key.) und David "Danny" Wagner (drums).
Der etwas ungewöhnliche Bandname stammt etwas abgeändert von Gretna van Fleet, einer alten Dorfbewohnerin aus Frankenmutth/Michigan, die auch Musik machte. 

Bin gespannt, wie es mit der Band weitergeht! Sicherlich werden sie keine Superstars und Sexsymbole wie Robert Plant und LED ZEPPELIN damals. Das Musikbusiness hat sich doch sehr verändert und es gibt heute unglaublich viele Musiker und Musik -Richtungen. Es war in den 70er Jahren einfacher zu Starruhm zu gelangen. 

Dienstag, 6. April 2021

Ein GOTT für alle - Ulrich Parzany

Der Titel des Buches klingt wie eine heutige Aussage, die gerne getroffen wird, weil man sich tolerant gibt. "Glauben wir nicht alle an den gleichen GOTT?" - Also ein passender Titel "Ein Gott für alle", ein Buch von Ulrich Parzany. Er schrieb das Buch 2007 und es lag vermutlich auch 2009 auf den Büchertischen bei den PRO CHRIST Tagen. 


Das Buch ist in einer leicht verständlichen Sprache verfasst. Die Gedankengänge sind aber trotzdem anspruchsvoll. Die Hälfte der Seiten gilt dem christlichen Glauben, besser gesagt: Wer ist JESUS CHRISTUS? Wer kann er für Dich sein und werden?

Ulrich Parzany unterscheidet auch klar zwischen JESUS CHRISTUS und dem Christentum, als Religion. 

Er untersucht auch den Selbstanspruch JESU CHRISTI, der sich selbst als GOTTES SOHN sah. 

Nur wenn man sich selbst als Christ begreift und versucht JESUS nachzufolgen, dann kann man auch diese Grundlage mit den Aussagen des Islams vergleichen. So nimmt er sich auch viel Zeit um einzelne Suren aus dem Koran zu beleuchten. Zum Schluß gibt es noch Ausführungen zum Hinduismus und dem manchmal modern erscheinenden Buddhismus. 

Das Buch ist aber heute nur antiquarisch zu bekommen - vermutlich unter 5 €, aber gut angelegt. 

Sonntag, 4. April 2021

Ben Granfelt - True Colours

 

Ist rund 4 Jahre (27.01.2017) her, dass Ben Granfelt bei uns ganz in der Nähe ein Konzert in einer Kneipe gab. Als Musiker hatte ich ihn bisher nicht auf dem Schirm. Aber das Konzert des Trios war sehr gut. 

Gute Rockmusik - auch als Instrumentalssongs präsentiert. 

2020 brachte Ben Granfelt sein neuestes Projekt mit dem Titel "True Colours" auf den Markt. Die Musik von Vinyl ging mit sofort ins Ohr. Hard Rock und Melodic Rock. Ganz entspannend zu hören. 

Seinen neuen Songs merkt man seine Vergangenheit bei der Band "Wishbone Ash" an. Manche Songs erinnern sphärenhaft an David Gilmour. So wechseln die Songs zwischen Instrumental, leichtem Blues und sphärenhafter Pink Floyd Musik. Ein tolles Album. 

A Side
Victorius (Instrumental)
No turning back
Hey stranger
Arms of an Angel

B Side
A Moment of madness
Oriental Express
Down for the Count
Late night in Hamburg (Instrumental)

Samstag, 3. April 2021

Hans Nielsen Hauge, Erweckungsprediger

In Norwegen löst der Laienprediger Hans N. Hauge (3.4.1771 - 29.3.1824 in Oslo) eine  Volkserweckung aus. Daneben steht eine von Pfarrern getragene, mehr lutherisch-orthodoxe Glaubens-Erneuerung. Eine offene Politik führt 1842 zur Aufhebung des Konventikelverbots und der Anerkennung der Laienprediger. (Quelle: 2000 Jahre Krchengeschichte, Band 4).

Im Frühjahr 1797 begann Hans Nielsen Hauge mit seiner Berufung als Wanderprediger, dass ihn auch bis Dänemark führte. In den 8 Jahren dieses Dienstes legte er rund 15000 KM zurück. Dabei muss man automatisch an den Apostel Paulus denken. 

Da war der Laienprediger Hauge schon lange in der Ewigkeit beim HERRN. Die kirchenstaatliche Macht hatte in oft genug beim Predigen behindert. Einige Jahre war er auch deswegen in Oslo inhaftiert (ab 1804 -1811). Er verbrachte die Zeit in Einzelhaft und mit Schreibverbot. Erst eine grosse wirtschaftliche Krise, bedingt durch die Napoleonischen Kriege, brachte ihm die Freiheit wieder. Er war begabt in  wirtschaftlichen Planungen und konnte sehr gut organisieren. Den staatlichen Stellen war auch aufgefallen, dass in den "erweckten" Gegenden der Alkoholmissbrauch zurückgegangen war und das die Menschen fleißiger arbeiteten. Aus seinen Predigten waren die "Haugianer" hervorgegangen. Diese Bewegung lässt sich dem Pietismus zuordnen.

Donnerstag, 1. April 2021

Sederfeier vor dem Passah




Wir sind Christen, aber was die wenigsten bedenken, ist, dass das Heil und die Rettung vom Zion her kommt. Jesus, der heute an Karfreitag stellvertretend auch für mich stirbt, war Jude. Er kam zuerst für sein Volk Israel als Retter und Messias. Aber er wurde nicht angenommen und vom Römischen Stadthalter zum Tode verurteilt. Der Apostel Paulus schreibt, dass wir Christen eingepfropft sind, in der Wurzel des Judentums. (Römer 11, 17 - 24) Das hat die Kirche seit Jahrhunderten vergessen. Am Ende versuchten sogar die "deutschen Christen" im dritten Reich, alles Jüdische aus der Bibel zu entfernen. Wie blind kann man sein?

Bittere Kräuter werden ins Salzwasser getaucht
Vor vielen Jahren hatten wir einmal bei unserer 14-tägigen Bibelschule im Diakonissenzentrum Puschendorf einen Sederabend erlebt. Dann später noch einmal in einer freien Gemeinde. 

Jetzt in der Corona Krise, wo auch viele Gottesdienste ausfallen, haben wir nach einer geistlichen Gestaltung des Gründonnerstages für uns gesucht. 

Wir lieben des Volk der Juden und beschäftigen uns schon lange mit dem Judentum. Die jüdische Familie gedenkt am Sederabend des Auszuges als Sklaven aus Ägypten. Das Gebot GOTTES sieht vor, dass die Juden diesem Auszug im Sederabend gedenken sollen und dem zu Folge, auch das Passah jährlich feiern sollen. 

Jetzt kann man natürlich berechtigt fragen, was geht mich das an. Ich war nicht in Ägypten als Sklave - auch meine Vorfahren nicht. Wir deuten diesen Geheimnis geistlich. Ich bin Sklave meiner Sünde und Gottlosigkeit und JESUS stirbt für uns alle. Dem kann ich auch dankbar gedenken. 

Mittwoch, 24. März 2021

Ulrich Parzany, Pfarrer

 

Ulrich Parzany, Pfarrer, Theologe und Autor feiert heute seinen 80. Geburtstag.

Alles Gute und unser HERR JESUS segne Dich weiterhin. 

Am 24.03.1941 wurde Ulrich Parzany in Essen, während den Kriegswirren geboren. Er wuchs in Essen auf und machte 1960 dort sein Abitur. Allerdings viel entscheidender war die Begegnung mit JESUS CHRISTUS. Er besuchte regelmäßig das Weigle-Haus in Essen, ein christliches Jugendzentrum unter der Leitung von Pastor Wilhelm Busch. Er kam 1955 dort zum lebendigen Glauben und arbeitete ehrenamtlich bis 1961 in dem Zentrum mit. Von 1960 - 1964 studierte er Theologie in Wuppertal, Göttingen, Bonn und Tübingen. Er arbeitete in der SMD (Studentenmission Deutschlands) ehrenamtlich mit. Von 1967 bis 1984 war er Jugendpfarrer im Weigle-Haus. Seit 1967 ist er mit Regine verheiratet und sie haben drei Kinder. 

Von 1997 bis 2009 war er Hauptredner und Evangelist bei PRO CHRIST. Von 1984 bis 2005 war er Generalsekretär des CVJM Gesamtverbandes in Deutschland. 

Er lebt mit JESUS und der Bibel. Da er konservativ glaubt, hat er nicht nur Freunde in der ev. Kirche von Deutschland. Oft genug ist er ihr schärfster Kritiker, da die Bibel im Glaubensalltag der Kirche oft genug eine untergeordnete Rolle spielt. 

Ende Januar 2016 gründete er mit 60 evangelikalen Vertretern das "Netzwerk Bibel und Bekenntnis". 

Ich bin dankbar für dein Wirken! Ein herzliches Dankeschön!

Dienstag, 23. März 2021

Memberaufnahme in die CMA

Zweifache Memberaufnahme im Siegerland


Am Sonntag, den 21.03.21, hatte die Ev. Gemeinschaft Büschergrund (Freudenberg) ihren ersten Präsenzgottesdienst in diesem Jahr. Innerhalb der CMA ist es uns wichtig, dass neue Member (Mitglieder, Mitarbeiter), die in die CMA Germany aufgenommen werden, in ihrer christlichen Heimatgemeinde gesegnet werden in einem Gottesdienst. So wurden wir von einem der zukünftigen Member in seine Heimatgemeinde eingeladen.  

Das Corona-Virus hat im vergangenen Jahr die Arbeit der CMA erschwert und auch behindert. Das Hygienekonzept der Gemeinschaft ermöglichte aber immerhin einen gemeinsamen Gottesdienst, der auch später über den Youtube-Kanal zu sehen sein wird.

Maddin konnte die Arbeit der CMA in Deutschland vorstellen und daran anschließend wurden die beiden Member, je einer für  das Chapter „Jesus has risen“ und für das Chapter „Light & Salt“ durch Maddin und Armin gesegnet. Gleichzeitig bekamen beide ihre neue vollständige Kutte überreicht.

Ein Bibelwort aus dem Propheten Jesaja (Kap. 55, 12a) soll beide begleiten: „Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden.“

Dankbar sind wir auch gegenüber der Gemeinde, dass Johannes aus unseren Reihen die Predigt im Gottesdienst zu dem Thema „OverCross“ halten konnte. Es ging thematisch um das Kreuz JESUS, das JESUS für alle Menschen getragen hat. Der Predigttext kam aus dem 1. Brief an die Korinther, Kapitel 1, Verse 18-24.

Ein längeres Verweilen in den Gemeinderäumen war leider nicht möglich, so dass wir am nahen Weiher ein kurzes Picknick veranstalteten und auch ein wenig plaudern konnten.


Leider war das Wetter so mies, das sich nur ein einziger Härtecrack sich mit dem Motorrad auf den Weg machte. 



Am Weiher

 

Sonntag, 21. März 2021

Johann Sebastian Bach, Kantor

Die Kirchenmusik ist überhaupt nicht mein Metier. Da habe ich überhaupt keine Ahnung von und muss mir mühsam manches anlesen. Stilistisch mag ich eher die Rockmusik und den Blues - auch wenn ich Christ bin. Aber zur klassischen oder auch christlichen Musik habe ich nie einen Zugang gefunden. Und doch, wenn man in den letzten Jahrhunderten die deutsche Kirchengeschichte betrachtet, kommt man an diesem genialen Musiker und Christen nicht vorbei. Die Rede ist vom vermutlich größten Kirchengeschichtlichen Musiker Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach wurde am 21.03.1685 in Eisenach geboren. Durch die Kalenderumstellung stößt man manchmal auch auf das Datum: 31.03.1685. Er wurde in die weitverzweigte Familie Bach geboren, die lutherisch geprägt war. Viele seiner Vorfahren hatten sich auch der Musik gewidmet. Manche waren Kantore gewesen. Lag die Musik somit auf seinen Genen?

Johann Sebastian war das jüngste von 8 Kindern des Johann Ambrosius Bach und seiner Frau Elisabeth. Seine Mutter verstarb bereits am 3.Mai 1694. Im selben Jahr heiratete der Vater noch einmal, aber er starb bereits im Februar 1695. Er war Vollwaise, da auch die Stiefmutter nicht die Möglichkeit hatte sich um alle Kinder zu kümmern, zog Johann mit seinen älteren Brüdern Johann Jacob und Johann Christian nach Ohrdruf. Johann Christian wurde Organist in Ohrdruf und Johann Sebastian wurde an die Musik herangeführt. Aber die Nöte zogen sich durch die Familie und auch Johann Christian verstarb. Noch recht jung an Jahren machte sich Johann Sebastian mit einem Schulfreund auf nach Lüneburg und später Weimar. 

Spätestens im März 1703 wird Johann Sebastian als Lakai (Diener) und Violinist in der Privatkapelle des Mitregenten Johann Ernst von Sachsen-Weimar aufgeführt. Zwischenzeitlich hatte er auch das Orgelspiel erlernt und eine nächste Station nach Arnstadt wurde ihm ermöglicht. 

Im April 1707 wurde er nach einem Vorspielen der Orgel in Mühlhausen für zwei Jahre angestellt. Am 17.10.1707 heiratete er Maria Barbara, die ihm 7 Kinder gebar, wobei 2 Kinder bereits im Kindbett verstarben. 

Als Auftragsarbeit erarbeitete er die Kantate "Gott is mein König" 1708. Im Frühsommer 1708 wechselte er mit seiner Familie nach Weimar über. Dort blieben sie bis 1717. Danach war die nächste Station Köthen bis 1723. Seine Frau Maria Barbara verstarb 1720, als Johann Sebastian mehrere Monate auf Reisen war. 

Am 3.12.1721 heiratete er Anna Magdalena Wilcke. Er war der Hof-und Feldtrompeter von Sachsen-Weißenfels. Aus dieser 2. Ehe gingen 13 Kinder hervor. Viele Kinder starben schon in jungen Jahren. 


Im Mai 1723 begann er mit seinem Dienst in Leipzig als "Thomaskantor". Dieses Dienstverhältnisse dauerte bis zu seinem Tode 1750. Johann Sebastian Bach schuf die vermutlichen bekanntesten Passionsmusiken wie das Johannes- und die Matthäuspassion. Bei den meisten seiner Arbeiten unterzeichnete er mit "SDG" (Soli deo Gloria, lat. - "Gott allein die Ehre"). Er starb am 28.07.1750 in Leipzig.


2013 war ich auf einer Lutherreise in Weimar zu Gast. Man konnte fast überall über Johann Sebastian Bach stolpern, aber ich konnte mir nur die interessanten Punkte über Martin Luther ansehen.

Samstag, 20. März 2021

Anna von Weling


Ich bin immer wieder dankbar wenn ich auf Persönlichkeiten stoße, die im christlichen Sinne viel Gutes und Segensreiches bewirkt haben. In der christlichen Geschichte Deutschlands tauchten immer Namen auf, die ich noch gar nicht kannte. So auch der Name: Anna von Weling, die am 20.03.1837 geboren wurde in Neuwied. 

Ihre Eltern waren Ferdinand von Welin und Miss Sarah Man. Ferdinand hatte einen jüdischen Hintergrund, trat aber dann zur römischen Kirche über. Aber ihr Vater starb schon 1841. Sarah Man kam aus einer puritanischen Familie in Schottland. Sie war Hofdame an den unterschiedlichsten Adelshäusern. Anna wurde puritanisch erzogen und als Kind getauft in der lutherischen Kirche. Aber als Gemeinde kristallisierte sich die Herrnhuter Brüdergemeine in Neuwied heraus, in der Anna auch konfirmiert wurde. Die Brüdergemeine war sehr "allianzgeprägt", was den Lebensweg von Anna prägte. 

Am Fürstenhof Wied wurde Anna die Spielkameradin von Prinzessin von Wied, die später Königin von Rumänien wurde. 

1857 wurde ihre Mutter Hofdame in Hannover, aber dann ging der Weg nach Bonn weiter. Die Mutter unternahm öfters Reisen nach Schottland, wobei Anna mitkam. Anna erlebte eine "zündende" Predigt des Evangelisten und Anwaltes Reginald Radcliff. Man möchte gar behaupten, das Anna von Weling in dieser Verkündigung regelrecht innerlich zusammenbrach und ihr ganzes Leben JESUS CHRISTUS übergab, um ihm mit ihrem Leben zu dienen (1858). 

1860 begann sie sich um zwei elternlose Zwillinge zu kümmern. Sie versorgte Friedrich und Heinrich Zeising mit ihrem Vermögen. Sie finanzierte eine Ausbildung in St. Chrischona. Annas Weg führte nach Branderoda, wo sie eine Kinderarbeit begann, gleichzeitig aber auch evangelisierte. Während dem deutsch/französischen Krieg 1871/71 meldete sie sich zum Pflegedienst in einem Bonner Lazarett. 1852 veröffentlichte Anna unter einem Pseudonym Hans Tharau das erste Gedicht. Mehrere Bücher und Romane folgten. Sie übersetzte auch englische Kirchenlieder in die Deutsche Sprache. 

In Bonn pflegte sie ihre Mutter bis zum Tode. Sie lernte Professor Theodor Christlieb kennen, der ihr zeitlebens ein guter Freund wurde. Auch er war geistlich durch die ev. Allianz geprägt. Ab 1871 war sie wieder in Branderoda. 1875 ging die Kinderarbeit weiter, wobei ihr Pastor Holst sehr half. 1879 wechselte der Pastor vor Ort und ihre Arbeit wurde kirchlich kritisch beäugt und bewertet. Sie wurde regelrecht vertrieben und musste den Ort 1885 verlassen. 

1886 kaufte sie von Dr. Hermann Lartlaub für 12000 Mark eine Villa in Bad Blankenburg. Das war das erste christliche Vereinshaus in Bad Blankenburg. Anfangs wurde das Haus für Versammlungen von Frauen und Mädchen genutzt. Später kamen Bibelstunden und Evangelisationen hinzu. 1886 fand die 1. Allianzkonferenz statt. Die ersten beiden Konferenzen wurden von Dr. Heinrich Peter Ziemann geleitet.

Anna Thekla von Weling fungierte als Hausmutter. Friedrich Wilhelm Baedeker, Evangelist und Missionar in russischen Gefängnissen, wurde eine Art "Vater" der späteren Konferenzen. 1889 kam ein weiteres Haus hinzu - das eigentliche spätere Konferenzhaus. 1896 war der China Missionar Hudson Taylor vor Ort als Redner. Das sprengte den Rahmen und auch das 2. Haus wurde viel zu klein für diesen Besucherandrang. 1898 kam es zum Bau der Allianzhalle, die für 600 - 800 Personen Platz haben sollte. Am 21.Mai 1900 verstarb Anna von Weling. Sie wurde hinter der Allianzhalle bestattet und  Dr. Baedeker hielt die Ansprache auf der Beerdigung. 


Die Arbeit der ev. Allianz habe ich in Plettenberg durch die Allianzgebetswoche am Anfang jeden Jahres schätzen gelernt. 2013 war ich das erste Mal in Bad Blankenburg. Wir hatten dort Quartier genommen während einer Luther Reise. 

Fritz Gaiser, Pfarrer

Liegt es am eigenen Älterwerden, dass man über einzelne Passagen des Lebens nachdenkt, aber sich auch dankbar erinnert?

Anfang der 90er Jahre, als in meinem Leben noch manches aufgearbeitet werden musste, war ich Dank einer befreundeten Familie zu mehreren Begebenheiten in Wuppertal unterwegs. Ich hatte Seminare bei Pastor Fritz Gaiser, aber auch bei seiner Frau, gebucht. Er war damals Leiter von der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal. Einen guten Jugendtag habe ich auch noch vor Ort erlebt. Leider habe ich wohl keine Fotos dabei geschossen. 

Von 1984 bis 1995 war Fritz Gaiser der Direktor, aber auch Lehrer, im Johanneum. Fritz Gaiser verstarb bereits am 05. November 2019 in Metzingen am frühen Morgen. Seit 2012 hatte er in einem Pflegeheim in Metzingen gelebt. 

Am 13.08.1932 war er in Baiersbronn zur Welt gekommen. Er absolvierte eine Lehre zum Schriftsetzer. Aber dann führte ihn eine Praktikum beim ev. Jungmännerwerk (EJW) andere Wege. Bereits als junger Mann hatte er sich zum Prediger und Evangelisten am Johanneum ausbilden lassen. Anschließend ging es wieder ins Württembergische zurück und er war 1958/59  begeisterter Jugendwart im ev. Jungmännerwerk in Stuttgart. Von 1959 bis 1964 war er bereits Dozent im Johanneum. 

Donnerstag, 18. März 2021

Marie Schlieps, baltische Märtyerin

Marie Schlieps wurde am 26.06.1881 in Lyswa geboren und verstarb am 18.03.1919 bei Mittau auf einem Gefangenentransport.

Sie besuchte die Pauckersche (?) Schule in Mitau (heute Jelgava) und schloss mit dem Examen als Lehrerin ab. Zwei Jahre lang soll sie als Hauslehrerin in der Nähe Mitaus gearbeitet haben. Danach arbeitete sie in einer Schule in Mitau. 1912 war man an sie herangetreten, damit sie dem dort ansässigem Diakonissenhaus beitreten solle. Da sie später Leiterin des Hauses werden solle, ging sie 1912-1913 für einige Monate nach Deutschland. Sie verbrachte eine Zeit im Diakonissenhaus Neuendettelsau. Später ließ sie sich in Hannover von Diakonissen zur Krankenpflege ausbilden. 1913 muss sie als Diakonisse eingesegnet worden sein. Der erste Weltkrieg brach aus und sie wurde in Mitau Leiterin des dort ansässigen Lazarettes. 

Die Kriegswende kam und Mitau wurde 1918 von sowjetrussischer Armee besetzt. Nicht genau geklärte Umstände führten dazu, das sie von Bolschewiki verhaftet worden war. Eine lange Haft mit endlosen Verhören schloss sich an. Als sich das Blatt im 1. Weltkrieg abermals wendete, wurde sie zu Fuß auf einen Gefangentransport nach Riga gebracht. Auf diesem Fußweg im Winter bei Eises Kälte wurde sie erschossen. 

Arno Pagel berichtet, dass Maries Lebensmotto im 1. Johannesbrief 3,16 zu finden ist: "Daran haben wir die Liebe erkannt, dass er sein Leben für uns gelassen hat, und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen".

Mittwoch, 17. März 2021

Zu Gast auf einem schönen Stern

Vor vielen Jahren habe ich diese Biografie von Helmut Thielicke auf einem Flohmarkt erstanden, aber bis heute noch nicht gelesen. Was hat mich vorhin an das Bücherregal getrieben und ich diesen Wälzer von 448 Seiten herausnahm und lesend aufschlug? 

Helmut Thielicke schreibt über seine Erinnerungen aus seinem Leben unter dieser etwas seltsam klingenden Überschrift: "Zu Gast auf einem schönen Stern".

Helmut Thielicke wurde am 04.12.1908 in Barmen (Wuppertal) geboren. So beginnt das Buch auch mit Kindheitserinnerungen, noch bevor er in die Schule kam. Traumatisch die Aussicht, als er in den Kindergarten sollte. Denn er dachte, dass er eingepflanzt würde und den ganzen Tag begossen werden würde. Eine lebhafte Phantasie in dem kleinen Helmut. 

So bin ich gespannt wie es weiter geht. 

Am 5.3.1986 im Alter von 77 Jahren verstarb er in Hamburg. Ich habe nie eine Predigt von ihm als Theologe und Prediger gehört. Zu seinen Lebzeiten war ich selbst auch noch gar kein gläubiger Christ. Aber ich kann mich noch an manche Seminare in den 90er Jahren erinnern, als ein von mir sehr geschätzter Theologe zu Beginn des Unterrichtes immer  aus einem Buch von Helmut Thielicke vorlas. 

In der Nacht zum 13.5.2021 habe ich die letzten Zeilen in diesem Buch gelesen. Dankbar, aber auch sehr bewegt bin ich über diese Biografie. Mich hat fasziniert, wie Helmut Thielicke die Dinge des Lebens hinterfragt. Wir sind heute gefährdet in schnellen Antworten und Oberflächlichkeiten. "Neues" ist nicht automatisch gut und "Altes" nicht automatisch schlecht. 
Herzliche Einladung zum Lesen in dieser Biografie. 

Sonntag, 14. März 2021

Georg Philipp Telemann

Ich muss gleich zu Anfang festhalten, dass mir die Klassische Musik ziemlich fremd ist. Ja ich kenne die "kleine Nachtmusik" von Mozart und auch noch ein paar Sachen von Beethoven, aber sonst? Mit der Kirchenmusik habe ich gar nichts im Sinn. Die Kirchenorgel hatte mich als Kind eher abgeschreckt. 

Am 14.03.1681 wurde Georg Philipp Telemann geboren. Manchmal taucht auch der 24.03. als Geburtsdatum auf. Das liegt daran, dass zu seiner Geburt noch der  Julianische Kalender galt und dann die Reform kam. Er kam aus einem gebildeten Elternhaus. Als Kind wurde er getauft. Der Vater und andere Vorfahren waren Pastoren gewesen und hatten Theologie studiert. In seiner Familie gab es keinen Menschen, der eine musikalische Begabung gehabt hätte. 

Schon im Alter von 10 Jahren erlernte er das Klavier-, Blockflöten-, Zither- und Geigenspiel im eigenen Studium. Mit 12 Jahren schrieb er seine erste Oper.  Schon in Kindheitstagen ging er eine Freundschaft zu Georg Friedrich Händel ein, die das ganze Leben andauerte.

1704 wurde er Organist in Leipzig. Ab 1709 war er Hofkapellmeister in Eisenach. Sein Aufstieg ging weiter, bis er 1712 Direktor der Kirchenmusik in Frankfurt am Main wurde. 1721 zog es ihn nach Hamburg und er wurde zum Stàdtischen Musikdirektor ernannt. 

Zweimal war er verheiratet. Seine zweite Frau gebar ihm 9 Kinder. Er starb am 25.06.1767 an den Folgen einer Lungenentzündung.

Er war ein großer Künstler der Kirchenmusik - aber das nicht nur. In gleicher Weise schuf er Oper, Kammermusik und Orchestermusik.

Samstag, 13. März 2021

Devil Horns/Mano Cornuta

Die neue Ausgabe des Musik Magazins "The Rolling Stone" ist ein Artikel erschienen mit der Fragestellung: Wer hat die "Devil Horns" erfunden?

Geezer Butler, Musiker von Black Sabbath behauptet, dass diese Geste schon Anfang der 70er Jahre von ihm erfunden worden wäre. Richtig populär wurde die Geste durch den begnadeten Sänger "James Ronnie Dio", der mit Rainbow und Black Sabbath unterwegs war. Spätestens seit den Konzerten mit Black Sabbath gehörte diese Geste zum Begrüßungsritual im Hardrockkonzert. Gene Simmons von der Hardrockband KISS reklamiert die Geste für sich, da er sie schon 1977 auf einer Covergestaltung einer Produktion der Band zeigte. Die Metalszene lebt auch von großen Gesten. Manche nennen sie einfach "Pommes Gabel".

Wenn man im Netz etwas sucht, stößt man auf die Bezeichnung "Mano Cornuta" (gehörnte Hand), eine Bezeichnung aus Italien. Dort wird dieser Gruß generell als obszöne und vulgäre  Geste gewertet. 

In der Rockmusik geht diese Geste bis in die 60er Jahre zurück und man trifft auf die Band COVEN. 

Ich bin dafür dankbar, dass ich eine solche Begrüßungsgeste nicht brauche. Mich schreckt schon als gläubiger Christ der Name ab. Ich möchte den Menschen eher etwas Gutes wünschen, als etwas, dass einen an den Teufel denken lässt. Der ist leider real. 

Freitag, 12. März 2021

Leserille erwacht wieder




Ende November letzten Jahres hatte die "Leserille" in Allendorf bei Sundern das letzte Mal geöffnet gehabt. Ich hatte Entzugserscheinungen nach Gesprächen über Musik, Lachen, etwas Gemeinschaft in Coronazeiten. Neue "alte" Scheiben zu entdecken - das erfüllt mich mit Freude. Einen Kaffee oder ein Bierchen dabei zu trinken und eine Scheibe aufzulegen. 

Die Coronavorschriften hielten den Laden bis jetzt geschlossen. Jetzt ist das erste Wochenende mit einer Öffnungszeit und einer max. Auslastung von 7 Personen in den Räumen. Wenn es zu voll ist, dann sollte ein Sparziergang eingelegt werden. Regenwetter - aber platzmäßig war alles okay. 

Zwei Stunden lagen hinter meinem Kumpel und mir. Ich fuhr mit 4 Scheiben und 40 € weniger nach Hause. Mein Kumpel konnte Dank eines Gutscheines doch etwas mehr anlegen. 

Mehr oder weniger seltenes hatte ich mit Ken Hensley, Weather Report, Livin´ Blues und Brownie McGhee & Sonny Terry erstanden.

Sonntag, 7. März 2021

Thomas von Aquin

Mein christlicher Kalender erwähnt heute das Sterbedatum von Thomas von Aquin: 07.03.1274. So beginne ich meine Suche im Netz und in meiner Bücherwand. Er lebte im Mittelalter; einer Zeit, die ich aus heutiger Erkenntnis gar nicht bewerten und beurteilen kann. Die Menschen haben anders funktioniert. Die Machtverhältnisse waren anders umrissen und die Aufklärung, von der wir auch profitierten, ließ noch 600 Jahre auf sich warten. 

Bereits 1323 wird Thomas von Aquin von der Katholischen Kirche heilig gesprochen. Bis heute gilt er, als einer der wichtigsten Theologen und Philosophen der Katholischen Kirche. 

Thomas entstammt dem gräflichen Geschlecht aus dem Schloß Roccasecca bei Aquinum, das in Mittelitalien liegt. Er beginnt ein Studium der "freien Künste" in Nizza. Als 19jähriger tritt er 1244 dem Bettelorden der Dominkaner bei. Die Eltern sind entsetzt und er wird entführt und erhält zu Hause ein Jahr Hausarrest. Als er seine Meinung nicht ändert, entlassen ihn die Eltern in den Orden. Er studierte später 4 Jahre in Köln. Ob er schon in Köln die Priesterweihe empfängt, ist nicht klar belegt. Er studiert die die Philosophie von Aristoteles und kehrt nach Paris zurück. 1257 wird er in den Lehrkörper der Universität von Paris aufgenommen. 1259-1268 lehrt er an verschiedenen Dominikanerorden  in Italien. Er kehrt wiederum nach Paris zurück. Auf dem Weg zum Konzil nach Lyon stirbt er am 7.3.1274 im Zisterzienserloster Fossanoa im Alter von 49 Jahren. 

Armin Sierszyn, der Herausgeber eines Kirchengeschichtsbuches, beschreibt Thomas von Aquin als eine fromme und mystische Persönlichkeit. 


Theologie zu betreiben war für ihn ein Gottesdienst. Unter Tränen begann er seine Bücher zu erarbeiten. Das Geheimnis des Glaubens an JESUS CHRISTUS hielt er für mehr als vernünftig. Ein Geheimnis, dass die Vernunft übersteigt. Als Kernstück seiner Erkenntnis diente ihm die Gnade. Die Gnade wurde hinter für Martin Luther prägend, aber er lehnte Thomas von Aquin in seinen Lehrergebnissen ab. Leider hatte Thomas von Aquin zur Inquisition keine ablehnende Haltung. 

Ein Zitat aus seinen Erkenntnissen lässt sich heute aber gut beten: "Gib mir, HERR, einen Verstand, der dich kennt, einen Eifer, der dich sucht, eine Weisheit, die dich findet, und ein Leben, das dir gefällt."



Freitag, 5. März 2021

Regine Jolberg, Mutterhaus Nonnenweier

Regine Jolberg wurde am 30.06.1800 in Frankfurt am Main geboren. Sie kam aus der jüdischen Familie Zimmern. Zum Ende ihres Lebens (gestorben 05.03.1870) hatte sie ein Mutterhaus in Nonnenweier gegründet und das Einführen von Kindertagesstätten vorangetrieben. 

Die Familie Zimmern hatte ihren ursprünglichen Sitz in Heidelberg. Sie waren tief verwurzelt in der sogenannten "besseren" Gesellschaft. In jungen Jahren wurde ihr Leben von Hauslehrern geprägt. Dann lebte sie 5 Jahre in einem Internat. Nach ihrer Rückkehr wurde sie in die Frankfurter Gesellschaft eingeführt. Bei literarischen Abenden lernte sie ihren ersten Ehemann kennen. Sie heiratete Dr. Joseph Hubertus Neustetel 1821. Die Hochzeit erfolgte nach dem jüdischen Ritus. Sie bekamen zwei Töchter, aber Herr Neustiefel erkrankte schon bald. Man zog nach Nizza, wegen dem milderen Klima. Aber er verstarb bald in Nizza. Bei dem Kuraufenthalt ihres Mannes lernte sie einen englischen Prediger kennen. Dieser Mann, dessen Name nicht überliefert ist, leitete die Beerdigung auf einem ev. Friedhof. Es schlossen sich viele Glaubensgespräche an, so dass Regine Neustetel zum christlichen Glauben konvertierte. 

Sie lebte danach wieder mit ihren Töchtern in Heidelberg und lernte zwei Jahre später den Juristen Salomon Jolberg kennen. Von außen betrachtet, erlebte Regine schwierige Jahre, bis sie zur Gottes Platzanweisung fand. Auch diese Ehe währte nicht lange. Der Ehemann starb früh und zwei weitere Kinder starben früh im Kindbett. 


Um die 1840 zog sie nach Leutesheim und gründete eine Arbeitsschule (?) und ein Mutterhaus für Kinderpflegerinnen. Vermutlich müssen wir den Begriff Arbeitsschule als heutige Ausbildungsstätte verstehen. 1851 übersiedelte sie nach Nonnenweier. In dem dortigen Schwesternheim wurden auch Schülerinnen ausgebildet. 

Lesetip: "Ein Leben zu Gottes Verfügung" (Hänssler 9-783775-132404)

Leider ist das kleine Büchlein nur antiquarisch zu erhalten. Ich stelle nach der Lektüre fest, wie sehr negativ sich der christliche Glaube bei uns in Deutschland entwickelt hat.


Donnerstag, 4. März 2021

Chris Barber gestorben


Die große Jazz-Legende Chris Barber ist im Alter von 90 Jahren verstorben.  Barber war einer der letzten großen Bandleader in Sachen Jazz. Wobei er ja nicht den reinen Jazz verkörperte. Der Swing und der Sound aus den Südstaaten der USA bildeten ein spannende Mischung, die zum Tanzen animierte.
Siegen 1990

In meiner eigenen Geschichte kann ich mich noch an ein Konzert am 6.2.1990 im Gläsersaal der Siegerlandhalle in Siegen erinnern. Ich in Jeans in der ersten Reihe und neben mir die Leute in Abendgarderobe. Was soll's. Es war ein toller Abend. Die meisten Musiker der Band waren schon über 60 Jahre alt. Nur der Gitarrist war jünger. New Orleans Sound ließ uns Wippen. Ich habe noch ein paar Fotos von dem Abend. Zum Ende kam der Song "Ice Cream", sein großer Hit. Später habe ich ihn und seine Band noch einmal in Balve in der Höhle zum Bluesfestival erlebt. 

Der Musiker wurde am 17.04.1930 im Norden von London geboren. Er liebte die Posaune. Aber gleichzeitig tat er sich als Sänger und Bandleader hervor. Den Kontrabass beherrschte er auch. Er hatte beide Instrumente in London studiert. 1950 gründete er seine erste Amateurband mit dem Namen "Chris Barber´s New Orleans Band". Professionell wurde er ab Januar 1953 mit der "Chris Barber´s Jazzband".   Neben dem Banjo führte er als erstes die Elektrische Gitarre in seiner Band ein. Somit kam die Gitarre in der britischen Rhythm-and-Blues-Szene an und löste in den 60. Jahren ein Blues-Boom aus. Aber das ist schon Musikgeschichte. Man denke an die frühen Rolling Stones, den Yardbirds und Animals mit Eric Burdon. Chris Barber war da ein belebendes Bindeglied.

Bill Wyman vermerkt in seinem Standardwerk "Blues" das Chris Barber und Howlin´Wolf im November 1964 im Marquee Club gemeinsam aufgetreten sind. Selbst habe ich noch eine vermutliche Rarität in Händen, die DO-LP "New Orleans Symphony". Diese wurde digital im "Palast der Republik", Berlin (DDR) im Oktober 1986 eingespielt. 

Erst im Alter von 89 Jahren, nach einem Sturz, setzte er sich zur Ruhe. Er sei am 2.3. in Folge seiner Altersdemenz verstorben.

Ein weiterer Anspieltip: The Chris Barber Jazz and Blues Band "Barbican Blues" Live London 1982

Samstag, 27. Februar 2021

Ohler Fußgängerbrücke

Die Ohler Brücke am Aldi Parkplatz
In Ohle, einem Stadtteil von Plettenberg, gibt es mehrere kleine Straßen die hinter dem Bahndamm liegen und nur über den Bahnübergang und der Ohler Fußgängerbrücke zu erreichen sind. Speziell die Anwohner von der "Olmühle" und "An dem Friedhahn" nutzen diese Fußgängerbrücke um nach Ohle zu kommen. 

Sei es um die Bushaltestellen an der Kolonie zu erreichen oder um im Aldi einzukaufen. Wobei ich die Zeit noch kenne, als das noch ein Stück verwilderte Wiese war, bevor der Aldi hier gebaut wurde. Ich wohne ja nun auch schon fast 25 Jahre in der Ölmühle.


Vor ein paar Jahren war die Brücke mal untersucht worden und dann stellenweise etwas ausgebessert worden. Der Zahn der Zeit nagt halt an ihr. 

Generell gibt es ja schon seit vielen Jahren die Bestrebungen Bahnübergänge, die stark frequentiert werden zu überbauen, untertunneln ect. Die Verhandlungen haben sich lange hingezogen. 


Jetzt soll die Ohler Fußgängerbrücke zum 1. März weichen. Nach dem Abriß soll eine Brücke für den Autoverkehr und die Fußgänger in der Verlängerung der Ölmühle aufsetzten. 

Die Eiche musste weichen
Der Bau wird sich wohl mind. 1,5 Jahre hinziehen. Leider haben die Technokraten und Planer nicht bedacht, wie die Fußgänger auf die andere Seite kommen sollen, wenn kein Auto zur Verfügung steht. Ein Umweg von fast 2 KM ist zu bewältigen, um z.B. zum Aldi zu gelangen. Eine provisorische Fußgängerbrücke ist nicht eingeplant. Soviel zur Bürgernähe der Verantwortlichen in Politik und Planung. Aber die Steuern dürfen wir entrichten.
Am späten Freitagnachmittag war ich dann unterwegs, um noch ein paar verabschiedende Fotos von der Brücke zu machen. Ich traf nach meiner getanen Arbeit auf eine ältere Dame, mit der ich ins Gespräch kam. Sie machte auch ein Abschiedsfoto und konnte sich noch an das Jahr des Erstehens der Brücke erinnern. Ein Wochenende im Jahre 1962. 

Blick nach Eiringhausen

Nachtrag vom 4.3.21: Bei den ersten zarten Abrißarbeiten ist Asbest gefunden worden. Was nun? Stop der Abrißarbeiten und Nachdenken.


 

Samstag, 20. Februar 2021

Gene Taylor, Pianist, gestorben

Gene Taylor ist am 20.02. im Alter von 68 Jahren in Austin / Texas gestorben. Der Blues Gitarrist Walter Trout berichtet darüber auf seiner Facebook Seite. Dankbar erinnert er sich an diesen Musiker, mit dem er auch immer wieder zusammen traf. Gemeinsam hatten sie auch bei Canned Heat musiziert.

Geboren wurde er am 2. Juli 1952 Norwalk, Kalifornien. 

Foto from Walter Trout
Mit 8 Jahren begann er das Schlagzeugspiel, danach erlernte er das Pianospiel. Später kam die Gitarre hinzu. Bereits mit 16 Jahren arbeitete er mit damaligen Größen wie T-Bone Walker und Big Joe Turner zusammen. Seine musikalischen Stationen waren u.a. die Bands "Canned Heat" und  "The Fabulous Thunderbirds". Mit den Thunderbirds war er  von 1993 bis 2007 unterwegs. Danach war er mit seinem eigenen Trio auf Reisen. 1978 war er für ein paar Jahre nach Kanada gezogen um mit dem Bluesman Morgan Davis Musik zu machen. Eigene Alben hatte er nur drei veröffentlicht, aber er war an rund 50 anderen Produktionen beteiligt. 

Sein Freund und Musikerkollege Dave Alvin verkündete, dass Gene im Schlaf verstorben sei. 

Naturschutzgebiet Humme / Siesel

Bei den heutigen Frühlingshaften Temperaturen holte ich mein Moped aus der Garage und startete zur 1. Tour im Jahr 2021. 


Auf dem Weg nach Finnentrop kam ich an dem Naturschutzgebiet Humme an der Lenne vorbei. Kurz hinter Siesel liegt es. 

Im vergangenen Jahr hatten mögliche Unterspülungen an der Bahntrasse dafür gesorgt, dass dieser "alte" Lennearm von der Wasserzufuhr von Seiten der Lenne abgeschnitten worden war. 

Nach möglichen Protesten von Naturschützern griff das THW beherzt ein und legte eine Schlauchleitung mit Pumpen in diesen "alten" Seitenarm der Lenne. 

Das Naturschutzgebiet drohte auszutrocknen. 
Dankbar  nahm ich heute morgen zur Kenntnis, das das THW ganze Arbeit geleistet hatte. Am Ausfluss des Seitenarmes war zusätzlich ein kleiner Damm mit Säcken aufgestapelt worden. Das hielt das Wasser zusätzlich zurück. Dankeschön!!
Trotz der Wärme der letzten Tage war noch eine große Eisfläche auf dem Arm.