Dienstag, 27. November 2018

Glen Campbell

Habe erst gerade durch einen Artikel über Ashley Campbell erfahren, dass ihr berühmter Vater Glen Campbell im vergangenen Jahr (8.8.2017 in Nashville verstorben) an Alzheimer im Alter von 81 Jahren verstorben ist. Er hatte über 45 Mill. Platten als Countrymusiker verkauft, mehrere Grammys erhalten und war auch als Schauspieler tätig. Ich kannte ihn allerdings nur aus dem Western mit John Wayne aus dem Jahre 1969 (Der Marshall). 1975 hatte er mit "Rhinestone Cowboy" einen weltweiten Hit und man nahm ihn auch in Deutschland wahr.
Bei meinen Nachforschungen stoße ich auf eine Aufnahme aus dem Jahre 1998, wo Glen christliche Hymnen singt ("Greatest Hymns"). Wie kommt das zustande?

Dann  finde ich im Netz einen Artikel von Mark Ellis vom 10.8.2017, in dem er den christlichen Glauben von Glen Campbell nach dessen Tod beschreibt. Es finden sich Parallelen zu dem Leben von Johnny Cash.
Glen war dreimal verheiratet und war Alkohol- und Kokainabhängig. Eigentlich kam er aus einer frommen Familie und war das 7. von 12 Kindern. Aber bei seinen Höhen und Tiefen in der Karriere kam er zu diesem fast vernichtenden  Lebenswandel. Er bekam auch Depressionen und verlor den christlichen Glauben aus dem Blickwinkel. 1981 lernte er dann die 22 Jahre jüngere Kimberly Woolen kennen, die zufällig (gibt es eigentlich nicht) Christ war. Glen kämpfte immer noch mit seinen Dämonen.
1986 erhörte GOTT das Flehen im Gebet von Glen und er wurde befreit von Alkohol und Drogen.

Samstag, 24. November 2018

Junger US-Amerikaner von Ureinwohnern ermordet

Gestern lass ich in meiner Tageszeitung einen kleinen Artikel in der Rubrik "Aus aller Welt", dass ein junger US-Amerikaner beim Betreten einer abgeschotteten Insel im Indischen Ozean von den Ureinwohnern durch einen Pfeilhagel getötet worden ist. Ein Tourist auf Irrwegen, die tödlich wurden?
 
Leider werden ja auch in der Tagespresse oft wichtige Informationen verschwiegen. Dank des Bloggers "Soulsaver.de" bekam ich die Hintergründe geliefert und konnte selbst im Netz weiter forschen.
 
 
Zitat aus Soulsaver.de: War er verrückt? War er normal? Wollte er ein neuzeitlicher Jim Elliot werden? Was es Liebe zum Abenteuer? Oder Liebe zu Jesus? 
Im Alter von 26 Jahren wurde der Christ, John Allen Chau, auf einer der indischen Andamaneninseln durch den Pfeilregen der Ureinwohner erschossen. John Allen wurde an der Oral Roberts Universität ausgebildet, nahm an Missionseinsätzen in verschiedenen Ländern der Welt teil. Er trainierte mittellose Kinder in „American football“, arbeitete als Notfallsanitäter in Kalifornien und verbrachte dafür die Sommermonate allein in einer Hütte in der Wildnis – und überlebte den Biss einer giftigen Klapperschlange. John Allen liebte das Abenteuer – aber seine Liebe zu Jesus überstieg jedes seiner Hobbies. Am 16. November starb er bei dem Versuch, dem bisher völlig abgeschotteten Stamm der Sentinelesen das Evangelium zu bringen.
Ja, der Zugang zur Insel war und ist durch die indische Regierung verboten. Ja, der Stamm ist bekannt für ihre radikale und gewalttätige Ablehnung aller Außenseiter. Und ja, John Allens Vorgehensweise wirft Fragen auf. Aber sie rechtfertigt nicht die Kommentare, die jetzt schon durch Medien – auch von Christen – verbreitet werden.
Immer wieder betonen Artikel, dass John Allen verbotenes Gebiet betreten hat. Wiederholt liest man die Formulierung, dass er Fischer „bestochen“ haben soll, ihn in die Nähe der Insel zu bringen, damit er die Menschen dort „missionieren” (oder “christianisieren”) könne.
Immer wieder wird betont, dass man die Kultur der Ureinwohner schützen und sie vor den Krankheiten der Zivilisation abschirmen will. Hört sich nobel an, aber die Geschichte zeigt, dass keine Regierung der Welt noble Absichten hat mit ihren Ureinwohnern. (Australien und Brasilien grüßen). Bei einem ersten Kontaktversuch rettete John Allens Bibel scheinbar sein Leben, als sie von einem Pfeil getroffen wurde.
Während an Kriegsschauplätzen und durch Entführung getötete Journalisten als Helden gefeiert werden, werden Christen wie John Allen als Fanatiker und Idioten bezeichnet und erhalten Kommentare wie:
  • „Er wollte missionieren – dass ich nicht lache! Was ist denn aus all den missionierten Völkern geworden? Kapitalisten und Neoliberale”
  • Ihre Einstellung gleicht verdächtig derjenigen von John Allen Chau. Sie sind genauso verbohrt und genauso ideologisch verbrämt wie der verhinderte Missionar. Er sah überall Heiden auf dieser Welt
  • Der Gringo hatte, wie immer, nichts zu suchen dort. Also kann er auch dort liegen bleiben.
  • Selber schuld kann ich da nur sagen. Religiöse Missionierungen braucht nun wirklich keiner mehr.
  • Ich behandle Missionare genauso, kann aber nicht gut mit Pfeil und Bogen umgehen.
Ob John Allens Vorgehen weise war, soll an dieser Stelle gar nicht diskutiert werden. Eine Wahrheit jedoch, die bis heute die wenigsten Christen verstehen, die hatte er verstanden:
So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker
 (Matthäus 28:19a)

Freitag, 23. November 2018

Gordon Lightfoot feierte seinen 80 Geb.

Gordon Lightfoot gehört nach Neil Young und Leonard Cohen zu den "großen" Musikern der Kanadischen Nation. Von mir, aber auch von der musikalischen Presse unbemerkt, feierte Gordon am 17.11.2018 seinen 80. Geburtstag. Alles Gute nachträglich.
In den 70er Jahren wurde er als Folk Künstler im gleichen Atemzug mit John Denver genannt. Es gibt wundervolle Songs von ihm, wie z. B. "Sundown" und "If you could read my mind". Mein Lieblingsong von ihm ist die Ballade vom Untergang der Edmund Fitzgerald "The Wreck of the Edmund Fitzgerald".
Gordon Lightfoot (Foto: Spill Magazine)


 

Leider war "Sundown" sein einzige Nr. 1 in den USA.

Donnerstag, 22. November 2018

Open Range (Film)

Die 60erJahre haben mich Filmtechnisch geprägt. Besonders die Western mit John Wayne und James Stewart. Umso mehr freut es mich, dass gerade in den letzten 20 Jahren doch wieder ein paar Western das Kino oder die DVD entdeckt haben. Das Genre schien aufgebraucht. Aber warum eigentlich? Spannung kann man auch in diesem Genre entfachen. Das zeigte vor allem die Neuverfilmung von "Die Glorreichen Sieben".
 
Aber es gibt einen Western von 2003, den ich jetzt vermutlich schon 30x gesehen habe. "Open Range" von und mit Kevin Costner. Dazu kommen der grandiose Robert Duvall und Annette Bening.

Ich liebe diesen Film und die Handlung. Die Landschaftsaufnahmen (gedreht wurde in Alberta) mit den Pferden und Rindern. Hier wird auch das harte Cowboyleben beschrieben. Es kommt zwar keine Hektik auf und es reicht auch für eine Zigarette bevor es an die Arbeit geht. Aber wenn es stundenlang regnet, dann wird es auch ungemütlich und feucht unter der Plane. Das ist schon sehr realistisch im Kameraauge festgehalten worden. Das wurde in den Western der 60erJahre eher vermieden.

Der Film hat mit 2 Stunden und 19 Minuten auch die nötige Länge, um eine interessante Geschichte zu entwickeln. Die Handlung  wurde im Westen der USA angesiedelt, vermutlich Montana oder Wyoming. Letztendlich habe ich dann meinen Urlaub 2009 dort verbracht.

Zwei Sprüche aus dem Film faszinieren: "Ein wunderschöner Tag, um für Gerechtigkeit zu sorgen" und "Es gibt Dinge, die sind für einen Mann schlimmer als der Tod".

 

Sonntag, 18. November 2018

Versetalsperre

Kamer Brücke
Die Versetalsperre liegt von Herscheid kommend vor den Toren der Stadt Lüdenscheid. Die Versetalsperre ist eine reine Trinkwassertalsperre.
 
Baden, Bootfahren, Zelten und Betreten des Uferbereiches ist verboten.
 
 
Dank, des viel zu wenigen Regen im oft verregneten Sauerland ist der Wasserspiegel sehr gesunken.  Ob das schon dramatisch ist - kann ich nicht beurteilen.

Aber Dank des wenigen Wassers lassen sich am Ufer Fotomotive entdecken, die man sonst nicht findet.
Die wilde Minze blüht sogar noch. Interessant sind auch die unterschiedlichen Bodenbe-schaffenheiten am Ufer. Die Farbschattierungen fallen jetzt total ins Auge, bzw. ins Objektiv.

Aber trotzdem sei festgestellt, dass wir dringend viel Niederschlag in Form von Regen oder Schnee brauchen. Unser Lebensstil ist viel zu leicht verletzbar.

Freitag, 16. November 2018

Dickey Betts Gesundheitszustand

Dickey Betts, ehemaliger Gitarrist der Allman Brothers Band erlitt im September einen leichten Schlaganfall. Desweiteren stürtzte Ende September der Musiker beim Spielen mit seinem Hund unglücklich im Garten. Eine Gehirn OP wurde nötig.
 
Eclipsed vermeldete in ihren Novemberausgabe, dass sich Dickey Betts langsam erholt und auch schon wieder Witze reißt. Dickey Betts ist inzwischen 74 Jahre alt.
 
Gute Erholung, Dickey!
 

Donnerstag, 15. November 2018

Rahn müsste schießen

Vor ein paar Jahren habe ich von Duisburg über die A 40 nach Essen kommend, diese drei Brücken entdeckt, auf denen eine Kurzmitteilung zur WM 1954 in der Schweiz angebracht ist.
 
 
 
"Rahn müsste schießen"
 "Rahn schießt...."
 "Tor! Tor! Tor!"
Wer hat nicht diese Worte von dem Fußballkommentator Herbert Zimmermann im Kopf?
 
Natürlich wurde die Erinnerung durch den Film "Das Wunder von Bern" wieder stimuliert.
 
Vor ein paar Wochen fuhr ich wieder die A40 in Richtung Sauerland. Meine Frau hatte ihre Kamera dabei um diesen Kommentar festzuhalten.

Habe vor ein paar Jahren auch die Biografie von Helmut Rahn gelesen. Empfehlenswert!

Montag, 12. November 2018

Neil Young verliert Haus durch Waldbrand

Neil Young verliert sein Haus bei Waldbränden in Kalifornien

Waldbrände in Malibu
Neil Young hat bei den verheerenden Waldbränden in Kalifornien sein Haus verloren. Das bestätigte der Musiker jetzt auf seiner Nach­rich­tenseite seiner NYA-Archives. "Ich habe mein Zuhause schon einmal durch ein kalifornisches Feuer verloren, jetzt ein weiteres", schreibt Young und spielt auf sein Haus an, dass 1978 nahe des Zuma Beach in Malibu abbrannte. Sein jetzt zerstörtes Hause hatte er 2016 von Daryl Hannah gekauft, mit der er inzwischen verheiratet ist. Es liegt in den Hügeln an der Küste nahe Zuma Beach. 

Neil Young sieht im Klimawandel den Grund für die heftigen Wald­brände, die bereits über 25 Menschenleben forderten und unzählige Häuser vernichteten. In seinem Artikel widerspricht er damit US-Präsident Trump, der den kalifornischen Forstbehörden die Schuld an den wütenden Feuern gab. Der Wissenschaftsskeptiker Trump sei ungeeignet als Anführer, die Menschen sollten sich nach einem passenderen umsehen, schreibt der Musiker und ruft dazu auf, den Klimawandel endlich entschlossen anzugehen.
 

Aufruf an evangelische Christen

Aufruf an evangelische Christen

Jesus Christus spricht: „Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Matthäus 24,35) Auf diese Zusage vertrauen wir und wollen dem dreieinigen Gott allein die Ehre geben. Zugleich belasten uns schwere Fehlentscheidungen von Synoden und Kirchenleitungen der evangelischen Kirchen in den letzten Jahren und veranlassen uns erneut, an alle Christen, insbesondere an Gemeindeleitungen, Pfarrer, Pastoren, Verantwortliche in christlichen Werken und Verbänden zu appellieren. In den evangelischen Kirchen werden die Grundlagen des Glaubens zunehmend demontiert.
In Frage gestellt wird insbesondere
  • die Autorität der Bibel als Wort Gottes und höchste Norm für Glauben, Leben und Lehre,
  • dass Jesus Christus der einzige Weg zum Heil ist und das Evangelium darum allen Menschen verkündet werden muss,
  • dass Gott durch den stellvertretenden Tod Jesu am Kreuz und durch seine Auferweckung die Welt mit sich versöhnt hat und uns bittet, die Versöhnung im Glauben persönlich zu ergreifen,
  • dass zur Offenbarung Gottes die Gottebenbildlichkeit des Menschen und die Polarität und Gemeinschaft von Mann und Frau gehören,
  • dass die Gebote Gottes auch heute die gültigen Maßstäbe für das Leben der Christen und der Gemeinden sind.
Deshalb rufen wir zum Widerspruch und zum mutigen Bekenntnis auf. Wir müssen nicht resignieren. Der Herr Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben und auferstanden. Er lebt und wirkt. Er wird in Herrlichkeit wiederkommen. Durch ihn allein werden wir aus der Macht der Sünde und der ewigen Verdammnis gerettet und haben Frieden mit Gott. Wir sind nicht allein. Wir können uns in den Gemeinden gegenseitig ermutigen und ermahnen, die Bibel als Wort Gottes anzuerkennen, an dem sich unser Glaube, unser Leben und alle christliche Lehre zu orientieren haben. Aus Liebe und Dankbarkeit folgen wir Jesus Christus nach, leben aus der Vergebung der Sünden und wollen die Gebote Gottes halten.
 
  1. Wir bitten alle Christen eindringlich: Bekennt euch in Kirche und Gesellschaft dazu, dass die Bibel Gottes Wort ist, völlig zuverlässig und darum Maßstab für Glauben, Leben und Lehre! Vertraut Gottes Zusagen und gehorcht seinen Geboten!
  2. Wir bitten Pfarrer, Pastoren und Gemeindeleitungen eindringlich: Setzt euch dafür ein, dass in den Gemeinden die Autorität der Bibel als Wort Gottes anerkannt wird und dass in den heute kontroversen Fragen biblische Positionen gelehrt werden! Erklärt öffentlich, dass ihr keine Segnung oder Trauung gleichgeschlechtlicher Paare durchführen werdet.
  3. Wir bitten ehrenamtliche und hauptamtliche Leiter von christlichen Verbänden und Werken eindringlich: Bekennt euch durch öffentliche Stellungnahmen zur Autorität der Bibel als Wort Gottes und in den heute kontroversen Fragen zu biblischen Positionen! Nehmt so eure Leitungsaufgabe wahr und gebt nach innen und außen Orientierung!
  4. Wir bitten alle Verantwortlichen in Kirchen, Gemeinden, Gemeinschaften, Verbänden und Werken, die sich zur Autorität der Bibel als Wort Gottes bekennen und in den heute kontroversen Fragen öffentlich biblische Positionen beziehen, eindringlich: Verbindet euch lokal, regional und überregional in geeigneten Organisationsformen, um euch gegenseitig zu unterstützen, die Gemeinden zu stärken und gegenüber Kirchenleitungen sowie in der Gesellschaft gemeinsam Stellung zu beziehen! Fördert die einladende Verkündigung des Evangeliums durch alle Formen der persönlichen und öffentlichen Evangelisation!
 
Wir wollen uns gegenseitig in der öffentlichen Auseinandersetzung stärken. Zu verschiedenen Zeiten sind öffentliche Stellungnahmen zu unterschiedlichen Themen nötig. Nachdem der Staat und viele Kirchenleitungen gleichgeschlechtliche Partnerschaften als Ehe anerkannt haben, halten wir es heute für notwendig, dass Gemeindeleitungen öffentlich erklären, dass sie gleichgeschlechtliche Partnerschaften trotzdem nicht segnen oder trauen werden, weil sie dem Wort Gottes vertrauen und gehorchen.
Wir schätzen die Freiheit, die wir in unserem Land haben. Wir bitten Gott und arbeiten dafür, dass diese Freiheit erhalten bleibt. Allerdings hat Jesus seinen Nachfolgern nicht versprochen, dass sie ihren Glauben immer unter komfortablen Rahmenbedingungen leben können. Wenn uns die Freiheit nicht mehr zugestanden wird, wollen wir trotzdem Gott mehr gehorchen als den Menschen. (Apostelgeschichte 5,29) Jesus Christus hat uns zugesagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28,20). Darauf verlassen wir uns. Soli Deo Gloria!
 

Sonntag, 11. November 2018

"Der geliehene Opa"

Am 9.11. war die Premiere für die diesjährige Theatersaison von den "Bühnenmäusen", der CVJM Theatergruppe aus Lüdenscheid.
 
Wir genossen den gestrigen Abend zur 2. Vorstellung des Stückes "Der geliehene Opa".
 
 
Mir kam der Titel irgendwie bekannt vor und ich hatte an ein Stück gedacht, dass das Ohnesorg Theater aus Hamburg einmal aufgeführt hatte.
 
Aber nach meiner Recherche stieß ich auf den eigentlichen Titel: Der verkaufte Großvater.
 
Wie aber im Laufe des Abends deutlich wurde, war es wirklich ein anderes Stück. Egal - wie schon am Anfang erwähnt, war das Stück mit viel Humor gewürzt. Lachen und Schenkelklopfen war angesagt.


Seit 35 Jahren sind die Bühnenmäuse mit ihrer Arbeit für den guten Zweck unterwegs. Die Eintrittsgelder werden komplett als Spende nach Sierra Leone weitergegeben.


Samstag, 10. November 2018

Bibelverständnis

http://blog.aigg.de/?tag=bibelverstaendnis
"Wenn dein Wort soll nicht gelten, worauf wird der Glaube ruhn" ein Kirchenlied von N. von Zinzendorf drückt aus, was heute in vielen Christlichen Gemeinden in Deutschland das Problem oder die Herausforderung ist.
 
 
Zum Bibelverständnis könnte ich viel schreiben.
Das Schaubild, das ich in einem christlichen BLOG gefunden habe, entspricht meinem Glauben und Denken.
 
Ich möchte die Aussagen der Heiligen Schrift mit Ernst begegnen, auch wenn ich nicht alles verstehe oder nachvollziehen kann. Ich bin das Geschöpf und GOTT ist mein Schöpfer. Vielleicht wie im Vergleich von Ameise und Mensch. Soll ich GOTT kritisieren? Hiob hat das versucht und musste mit großem Ernst vor GOTT Rechenschaft ablegen.
 
Natürlich gibt es da heute ethisch Spannungen. Zur Zeit des Alten Testaments gab es auch die Vielehe - die wir heute nicht mehr ausleben. Aber z. B. wurde die Homosexualität von GOTT als Sünde verworfen. Das Warum wurde nicht begründet. Es gefällt ihm nicht. Natürlich taugt so eine Auslebung der Sexualität nicht  biologisch zur Fortpflanzung. Technisch lässt sich das heute allerdings beheben.
In der Schöpfungsordnung hat GOTT den Menschen als Mann und Frau geschaffen und sie zusammengestellt. Das ist die menschliche Basis für ein Leben, dass GOTT gefallen könnte. Natürlich lebe ich als Sünder - denn ich tue nicht immer den Willen Gottes. Ich benötige seine Vergebung. Aber ich möchte nicht bewusst falsche Wege gehen oder ausleben.
 
Martin Luther hat es so gesehen: Allein Christus, Allein der Glaube, Allein sein Wort und Allein seine Gnade. Von Luther ist es auch überliefert, dass er von der Schrift her auch nicht alles verstanden hatte. Er zog vor dem unverständlichen Wort den Hut, und ging weiter. Vielleicht erklärt mir GOTT dann das betreffende Wort, wenn ich es brauche.
 
Ich stehe unter dem Wort und möchte mich beugen, damit der HERR mich verändern kann.
 


Freitag, 9. November 2018

Highway 1

Im "America Journal 6/18" war ein Bericht über die Traumstraße am Pazifik, dem Highway No. 1.
 
Der Bericht weckte Erinnerungen in mir, da ich stellenweise die Traumstraße 1998 und komplett 1994 gefahren bin. Damals war das Fotografieren noch sehr teuer, da es die digitale Fotografie noch nicht gab. Deswegen konnte ich nur ein paar Fotos nachträglich einscannen.

Die Strecke beginnt überhalb von San Francisco und führt entlang des Pazifiks bis kurz vor San Diego.
 
Carmel, Monterey und Big Sur liegen an der Strecke. Die Pazifikküste stellt sich stellenweise wild und wirr da. Viele Felsen, Steigungen, Brücken (Bixby Bridge u.a.)und endlos weite Sandstrände.
Die Gesamtlänge der Strecke umfasst knapp über 1000 km.


Mögliche längere Pausen lassen es zu, dass in Strandnähe Pelikane, Robben, Delfine und andere Wale beobachtet werden können.

Deutsches Meeresmuseum

 Im Spätsommer waren wir in Stralsund und auf Rügen unterwegs.
So war es für uns auch wichtig, dass wir uns das Meeresmuseum (https://www.meeresmuseum.de/) in Stralsund angesehen haben. Die Aquarien mit Schildkröten, Rochen, Haien und Tropenfischen hat uns sehr gut gefallen.
 
Aber neben den Aquarien haben uns generell die Ausstellungen zur Arktis und Antarktis gefallen, ebenso dass riesige Skelett eines Finnwales in dem "alten" Kirchenschiff.
 
Dankbar war ich auch über die vielen Infos zum Naturschutz und zu dem Wirken des Meeresforschers J. Cousteau.








Ein Kapitel der Ausstellung widmete sich auch dem Fischfang zur Zeit der DDR.


Finnwal

Mittwoch, 7. November 2018

Then Play on

Die Frühphase der Rock/Pop Band Fleetwood Mac fasziniert mich seit vielen Jahren. Sicherlich hat die Band erst in den 70er Jahren den großen kommerziellen Erfolg gefunden, aber mir gefällt die "bluesige" frühe Phase viel besser.
 
"Then Play on" war das dritte Album der britischen Band um den Gitarristen Peter Green (Vocals, Gitarre, Harmonika, Bass, Percussion, Cello). Das Album erschien 1969 auf Reprise Records.
Danny Kirwan (Vocals, Gitarre), John Mc Vie (Bass), Mick Fleetwood (Drums, Percussion) und Jeremy Spencer (Klavier).
Christine Perfect (Klavier) und Big Walter Horton (Harmonika) kamen als gastmusiker hinzu.
 
  1. Coming Your Way (Danny Kirwan) - 3:47
  2. Closing My Eyes (Peter Green) - 4:50
  3. Fighting for Madge (Mick Fleetwood) - 2:45
  4. When You Say (Kirwan) - 4:22
  5. Show-Biz Blues (Green) - 3:50
  6. Under Way (Green) - 3:06
  7. One Sunny Day (Kirwan) - 3:12
  8. Although the Sun Is Shining (Kirwan) - 2:31
  9. Rattlesnake Shake (Green) - 3:32
  10. Without You (Kirwan) - 4:34
  11. Searching for Madge (John McVie) - 6:56
  12. My Dream (Kirwan) - 3:30
  13. Like Crying (Kirwan) - 2:21
  14. Before the Beginning (Green) - 3:28
Es gibt unterschiedliche Ausgaben des Albums. 2013 wurde von Rhino Records wurde die remasterte Version um 4 Songs ergänzt.
Oh well Part 1 und 2, The Green Manalishi und World in Harmony kamen hinzu.

Das Album entspricht nicht unbedingt den heutigen Blues oder Bluesrock Gehörgewohnheiten. Fast schon ruhig, aber originell kommen die Songs daher.
 
 

Ludwig Schneider verstorben

Mitte der 90er Jahre, Krelingen
Ludwig Schneider (* 1941 in Magdeburg; † 3. November 2018 in Jerusalem, Israel) war Journalist und lebte als "messianischer Jude" mit seiner Familie seit 1978 in Jerusalem. In Krefeld fand er 1960 zum christlichen Glauben. Anfang der 1970er Jahre leitete er das Jesus-Haus in Düsseldorf und gab das zweimonatliche Informationsblatt der ISRAEL-HILFE e.V. „Jesus in Israel“ heraus.
Er ist der Gründer des ehemals „Nachrichten aus Israel“ (NAI) – heute „Israel-Heute“ genannten – messianischen Magazins, das weltweit in mehreren Sprachen erscheint, sowie Autor des Israel-Jahrbuches und Verfasser mehrerer Bücher. Sein besonderes persönliches Anliegen war es, in Vorträgen die Themen Gottes Wirken in der Welt, Messianisches Christentum und Judenmission den Menschen näherzubringen. (Quelle: Wikepedia)
 
 
In den letzten 25 Jahren habe ich Ludwig Schneider auf vielen Tagungen und bei Vorträgen zu Israel gehört. Als Journalist litt er darunter, dass in Europa und gerade auch in Deutschland eine negative Berichterstattung zum Staate Israel immer wieder stattfand. So brachte seine NAI politische Berichte über Israel heraus, deren Inhalt man in Deutschland kaum wiederfinden konnte in den Medien.
Aber er wirkte auch als theologischer Lehrer in dem Magazin, da er viele Bibelstellen als messianischer Jude mit einem anderen Akzent auslegte, als das traditionelle Christentum. Mir fehlen seine Berichte unter der Republik "Speculari".   

Dr. Helmuth Egelkraut verstorben

2003 GBS Krelingen
Helmuth E. Egelkraut war ein ev. Theologe und Christ, der am 2. Mai 1938 in Hofheim geboren wurde und am 2.11.2018 in Weissach im Tal verstarb.
 
Ich bin einmal mehr dankbar, dass ich ihn als theologischen Lehrer in der Gemeindebibelschule in Krelingen (GRZ Krelingen) 2003 habe kennenlernen können. Er brachte uns eine Woche lang den Propheten Jeremia näher.
 
Es ist überliefert, dass er 1959 zum Glauben fand und bereits ein Jahr später sich im Liebenzeller Seminar einschrieb zur Ausbildung. Von 1964 lebte er bis 1967 in den USA. Er promovierte 1973 dort zum Dr. der Theologie. 1967 bis 1970 war er als Missionar auf Papua Neuguinea tätig.
Er arbeitete auch als Historiker. Im Januar 2016 erhielt er für seine 2015 veröffentlichte 3-jährige Forschungsarbeit über die Geschichte der Liebenzeller Mission während der NS-Zeit den George-W.Peters-Preis.
 
Relativ kurz habe ich diesen Nachruf auf Ihn verfasst. Zu umfangreich war sein Wirken in der ev. Kirche von Württemberg und in der Mission. Helmuth Egelkraut war verheiratet und hatte 3 Kinder.

Montag, 5. November 2018

Barney Kessel

Barney Kessel ?

Die Rockmusik ist heute so umfangreich, dass man unmöglich alles kennen und wissen kann.
In der Rubrik Jazz und Blues ist das Nichtwissen für mich  noch umfangreicher. Gerade die Musik vor der Rockrevolution Mitte der 60er Jahre ist mir bis auf ein paar Songs aus der Filmindustrie und der Rock´n´Roll Zeit völlig unbekannt.
 
 
Im Moment lese ich in der Biografie von B.B. King und auf Seite 169 stellt er mir den Jazzgitarristen Barney Kessel vor. Stichworte wie "kompliziert und einfach zu gleich" fallen und B.B.King erfüllt es mit Ehrfurcht, wenn er den Klang und die Spielweise von Barney Kessel hören und beobachten darf. Das machte mich sehr neugierig.
Barney Kessel wurde am 17.10.1923 in Muskogee/Oklahoma geboren und verstarb am 6.5.2004 in San Diego.
 
Dank eines Musikanbieters konnte ich in eine Aufnahme hineinhören. Die Gitarre von ihm war schon elektrisch verstärkt, aber der Verzerrer war ja noch nicht erfunden. Es fällt auf, das Barney oft sehr schnell die Saiten anschlägt oder zupft. Bei der Schnelligkeit denke ich an die nachfolgende Gitarrengeneration wie z.B. John Mc Laughlin oder Al di Meola, die von Barneys Art Jazzgitarre zu spielen, gelernt hatten.

Letztens war ich in Venlo unterwegs und fand die LP (s. Fotos) von Barney Kessel bei Sounds. Die Musik besteht aus reinen Instrumentalstücken und der Klang ist Klasse. 180 gr Schallplatte in rotem Vinyl - 25 €.
Barney Kessel (Gitarre), Pete Jolly (Piano), Gene Stoffell (Bass) und Art Kile (Drums).

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Licht in der Dunkelheit

Passend zum heutigen Reformationsfest fand ich im Neukirchener Kalender den nachfolgenden Text:
 
Bei der Einweihung  der Ludwig-Hofacker-Kirche in Stuttgart im Jahr 1950 sagte Kultusminister Bäuerle: "Möge Gottes Wort in dieser Kirche als ein Licht in diese dunkle Zeit hineinstrahlen. Wohin die Menschen mit ihrer angemaßten Klugheit kommen, das haben wir erlebt. Auch was für eine zerstörerische Macht die Technik hat, wenn sie im Dienst der Gewalt, der Herrschsucht und des Größenwahns steht.
Wir haben es erfahren müssen, dass eine Zeit, die an die Stelle Gottes den sich selbst vergötzenden Menschen setzt, bald im Unmenschlichen und Untermenschlichen versinkt.
Ich betrachte es als eine der wichtigsten Aufgaben, darüber zu wachen, dass sich der christliche Geist auch in unseren Schulen immer mehr durchsetzt. Möge die Jugend hingeführt werden zur einzigen Hilfe in dieser schweren Zeít, zu JESUS CHRITUS."
 
Der Text ist immer noch aktuell!!

Beginn der Reformation / 1517

Der 31.10. ist für viele evangelisch und reformatorisch geprägte Christen ein Feiertag. Es wird dabei nicht an Halloween gedacht, sondern an den Beginn der Reformation im Jahre  1517. Der Tag war damals unscheinbar und Dr. Martin Luther hatte nicht das geplant, was daraus geworden ist. Er wollte die damalige römisch katholische Kirche zum Nachdenken und zur Besinnung bringen. Er war ja selbst ein Teil dieser Kirche.
Am Vorabend zu Allerheiligen hat der junge Theologieprofessor Dr. Martin Luther in 95 Thesen zur Disputation (wissenschaftliches Streitgespräch) über den kirchlichen Ablasshandel aufgerufen. Rasch wurden die Thesen durch den aufgekommenen Buchdruck verbreitet. Die Thesen brachten eine Initialzündung für eine Rückbesinnung auf den Grund unseres Glaubens: "Da unser Meister und HERR JESUS CHRISTUS spricht: Tut Buße, will er, dass das ganze Leben seiner Gläubigen auf Erden eine stete und unaufhörliche Buße sei." (Martin Luther)
 
Leider ist es nun heute so, dass die ev. Volkskirche zu großen Teilen gar nicht mehr weiß, warum die Reformation so wichtig war. Der Begriff der Buße stirbt in unserer Sprache aus (evtl. noch Bußgeldkatalog). Unserem deutschen Volke ist zu einem großen Teil  der christliche Glaube nicht mehr wichtig oder sogar unbekannt.
Luther wollte auch keine Reliquienverehrung - er wollte, dass die Menschen JESUS CHRISTUS als ihren Retter erkannten und ihn Ernst nahmen. Anbetung und Nachfolge..... So benötigt jede Kirche und jede neue Generation von Menschen eine Reformation. Besinnung auf das Fundament des Lebens. Ohne Christus keine Zukunft und Rettung.  

Montag, 29. Oktober 2018

Venlo (Niederlande)

Venlo liegt an der Maas
Meine Frau und ich, wir sind immer wieder gerne in den Niederlanden unterwegs. Entweder im Urlaub oder bei einer spannenden Tagestour.
 
So waren wir dann auf Tagestour nach Venlo. Ein Schmanckerl zu meinem Geburtstag.
 
Von unserem Wohnort aus sind es knappe 1 1/2 nach Venlo, vorausgesetzt die A 40 ist frei.


St. Martin (Kath Kirche)


Venlo liegt keine 5 Km hinter der Grenze in den Niederlanden. Warum waren wir eigentlich noch nie dort?


Die Altstädte gefallen uns immer sehr. Hier pulsiert noch das Leben, wo in Deutschland schon manche Kleinstadt tagsüber ausgestorben ist. Viele Geschäfte, Kneipen und Restaurants. Samstag ist immer Markttag. Auch diese Stände beeindrucken, wenn ich z.B. an einen Markttag in Lüdenscheid denke. Venlo hat Stil und ein sehr gutes Angebot. Während es bei uns oft ca. 10 Dönerläden gibt, ist das  hier total anders. Hier macht das Bummeln Spaß. Originelle Läden - ohne den Billigramsch, den wir zuhause oft vorfinden. Das Wetter war gegen Mittag mit 15 Grad noch recht freundlich und mild. Die Menschen saßen in den Straßencafes. 
Historisches Rathaus
Der Hochaltar, als neogotischer Flügelaltar

Ein weiteres Highlight war für mich der Platten- und CD Laden Sounds. Ein riesiges Angebot, dass man in deutschen Großstädten selbst nicht findet.
 
 
Also immer wieder gerne nach Venlo, dass in der Provinz Limburg liegt und knapp über 100000 Einwohner hat. 

Samstag, 27. Oktober 2018

Sounds, Venlo

 Wow!

Zu meinem Geburtstag machte ich mich mit meiner Frau zusammen auf Tagestour nach Venlo (Limburg). Sind nur knappe 150 km. Eine Tour nach Frankfurt dauert einiges länger.
 
 
Warum sind wir nicht eher auf die Idee gekommen und haben uns einmal Venlo angesehen?
 
 
In den Niederlanden fühlen wir uns immer wieder gerne wohl und die Städtchen laden alle zum schönen Bummeln ein. Ein wirkliches Stadtleben findet noch statt, mit stilvollen Geschäften, Kneipen und Restaurants. Lüdenscheid das ähnlich Einwohnermäßig groß ist, wirkt und ist einiges unfreundlicher, Kälter und hat kaum eine Kneipenszene.



Dank des Internetzes konnte ich mich vorher informieren, ob es vor Ort einen Schallplatten- und CD Laden gibt. Den gibt es mit dem Sound.

In den Niederlanden tickt es auch in diesem Sinne einiges besser, als bei uns in Deutschland. Der Saturn und der Mediamarkt haben die Platten- und CD Szene eigentlich kaputtgemacht.

Der Sound hat nicht nur ein riesiges Angebot an CD´s in den Sparten Rock, Blues, Jazz und Country. Auch gibt ein großes Angebot an Langspielplatten. Natürlich sind generell die Preise da hoch mit stellenweise 25 € pro Schallplatte. Aber die Qualität ist besser als in den 70er/80er Jahren. Ich bin dankbar fündig geworden.
 
Vielleicht sollte ich einmal im Jahr nach Venlo fahren.

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Die Freiheit siegt

Im Moment lese ich mit großem Gewinn die Biografie des Bluesmusikern B.B.King. Auf den ersten Seiten des Buches wird deutlich, dass er als Kind und Jugendlicher auch noch die Sklaverei kennengelernt hatte. Allerdings nicht so brutal wie in den Zeiten vor und in Mitten des Krieges zwischen den Nord- und Südstaaten der USA. B.B.King arbeitete als Baumwollpflücker und später als Traktorfahrer auf der Farm. Der Besitzer der Farm war Jude und es ist zu vermuten, dass er aufgrund seiner biblischen Vorkenntnisse, gerechter und fairer mit seinen Sklaven umging.
 
Passend zu dem Thema der Sklaverei fand ich heute einen interessanten Artikel im Neukirchener Kalender.
 
Die Freiheit siegt
"Ich kann nur einmal sterben", sagte Harriet Tubman, als sie sich wieder auf den Weg in den Süden machte. Ihr Ziel: weitere Sklaven befreien und sie auf den Weg in den sicheren Norden der USA zu bringen. Seit ihr 1849 selbst die Flucht gelang, war sie eine der eifrigsten Fluchthelferinnen der "Underground Railroad", der "Untergrund Eisenbahn", einem Netzwerk aus Fluchtunterkünften, geheimen Routen und Schutzhäusern. Harriet konnte weder lesen noch schreiben. Aber sie hatte unzählige Bibelgeschichten auswendig gelernt, die sie von ihrer Mutter gehört hatte. Sie wusste, es gibt einen Herrn und Gott, der aus jeder Sklaverei befreien würde. Vertrauen auf Gottes Reden und angewandte Lebenserfahrung halfen ihr auf 19 Fluchtreisen, mehrere hundert Versklavte in die Freiheit zu führen. Nach dem Bürgerkrieg gründete sie ein Pflege- und Altenheim, in dem sie selbst mit 93 Jahren starb.
(Markus Lägel)

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Adolf Pohl, Theologe

Am 11.10. wechselte die tägliche Bibellese zur Offenbarung des Johannes. Das Buch mit den sprichwörtlichen 7 Siegeln. Stellenweise schwierig zu verstehen und auszulegen. Ein Buch das zur Spekulation führt. Vielleicht wird man dann unruhig - aber letztendlich kommt man nicht weiter.
Von Karl Barth stammt der Ausspruch: "Es wird regiert". Damit meinte er nicht die weltweiten Politiker und Despoten. Sein Blick hing an der Ewigkeit. Der Vater und der Sohn. Von dort aus wird regiert.
Heute habe ich es mir zu Hause gemütlich gemacht. Draußen prasselt endlich der erbetende Regen. Drinnen ist es muckelig warm und ich genieße den Kaffee. In der täglichen Bibellese sind heute die Verse aus dem Kapitel 5, 6-14 vorgeschlagen. Instinktiv gehe ich zum Bücherregal und hole den Band 1 der Offenbarung des Johannes heraus. Adolf Pohl, der Theologe, hat ihn im Rahmen der Wuppertaler Studienbibel veröffentlicht.

Es ist erstaunlich und fast nicht zu begreifen, wie Johannes in dieser Vision, die er von Jesus Christus erhält (Kap. 1), das Geschehen im Thronsaal Gottes beschreibt. Zu verstehen und zu glauben geht nur durch den Heiligen Geist, den Geist Gottes. Den Geist, den Jesus verheißen hatte, der kommen sollte (Pfingsten) nach seinem Weggang zum Vater (Himmelfahrt). Es bewegt mich zutiefst, wie dann Adolf Pohl Worte findet um dieses gewaltige Geschehen zu beschreiben und zu erklären. Er bietet noch einen Exkus an zu dem Thema: Der Sieg des Lammes.
Der Sieg des Lammes rührt vom Karfreitag her. Das christliche Fest, dass alles bestimmt. JESUS im Gehorsam zum Vater, lässt sich an Karfreitag hinrichten am Kreuz der Römer vor der Stadt Jerusalem. Das Bild des Lammes für den Weltenerlöser kommt aus dem Propheten Jesaja im 53. Kapitel. JESUS gibt sein Blut als Erlösung für die Menschen. Der Hohepriester im jüdischen Denken und Glauben opferte einmal im Jahr für die Schuld des Volkes (Passah). Das ist nun vorbei.
Ich bin zutiefst dankbar für diese Erlösung, Vergebung, Befreiung und Hilfe, die der Heiland JESUS auch für mich erwirkt hat.

Ich finde eine Kurzbiografie über Adolf Pohl, der am 13.2.1927 in Berlin geboren wurden und heute seinen Ruhestand verbringt in seinem 91. Lebensjahr. Adolf Pohl stammte aus einer Baptistenfamilie. Sein Vater war auch schon Pastor gewesen. Nach dem 2. WK studierte er erst 3 Semester im provisorischen Vorlesungsbetrieb der Hamburger ev.-luth. Landeskirche. Später wechselte er zum Seminar der Baptisten nach Wiedenest und Hamburg-Horn. Er wurde in die neugegründete DDR nach Buckow zum theologischen Seminar berufen, an dem er später auch Studienleiter war. Bis 1970 war er dort der Direktor und bis 1991 Dozent für Neues Testament, Systematische Theologie und Dogmatik. Für die Wuppertaler Studienbibel hat er den Römer-, Galather- und Epheserbrief und das Markusevangelium verfasst. 1992 trat er in den Ruhestand.  

Montag, 22. Oktober 2018

The Last Ride 2018

Ja, vermutlich war gestern die letzte große Tour für diese Saison mit dem Bike. Das Wetter war toll und gegen 15.15 h machten wir uns auf den Weg. 14 Grad und sonnig. Natürlich war es in den engen Tälern schon ein wenig kühler.
Erst einmal musste meine Frau eine Tour festlegen, denn wir haben manche Straßen und Bahnübergänge gesperrt wegen Reparaturarbeiten.
Sonnenuntergang
Erst einmal ging es quer durch Plettenberg in Richtung Heggen. Eine schöne Serpentinenstraße hoch und wieder runter.

Viele Biker kommen uns entgegen. (Heißen Frauen auch Biker?)
Dann über Dünschede nach Grevenbrück. Auch hier Steigungen und Kurven - wie es dem Motorradherz gefällt. Dann über die B 236 in Richtung Meggen und links nach Halberbracht. Wieder eine schöne Steigung in Richtung Oberelspe und Oedingen. Über Cobbenrode geht es nach Eslohe. Jetzt sind wir im HSK Kreis. Hier machen wir eine Rast in einem netten Cafe (Kaptain) am Straßenrand. Dann weiter nach Bremke zum Tanken und wieder zurück nach Eslohe. Wir stehen länger vor einer Ampel, da auch hier die Straße neu gemacht wird. Aber wir vertreiben uns das Warten mit Ausschauhalten nach Ballonen. Drei Ballone stehen in der Luft und es sieht so aus, als wenn sie Landen möchten.  Ein schönes Schauspiel. Ich mache ein paar Fotos.
Von Eslohe aus geht es über Sieperting weiter nach Obersalwey. Die Sonne beginnt zu sinken. Es geht nach Endorf. In Stockum halten wir am Straßenrand um der Sonne beim Untergehen zu zu sehen. Ich mache mehrere  Fotos. Dann geht es nach Allendorf in Richtung Plettenberg. Die kürzere Strecke über Affeln ist seit 4 Monaten wegen eines Neubaues gesperrt.  Wir müssen deswegen den Allendorfer Pass runter - eine schöne Strecke bei einer stellenweise sehr schlechten Teerdecke. Ein PKWfahrer meint noch Risiko reich uns und andere PKW´s überholen zu müssen. Die Idioten sterben nicht aus. Aber wir kommen nach 97 km heil und erfreut zu hause an. Es ist kalt geworden mit 8 Grad. Das war´s für diese Saison. Meine Frau hat nur ein Saisonkennzeichen. Ich nicht - aber alleine fahren macht nur halb so viel Freude.

 

Samstag, 20. Oktober 2018

Niedergang der SPD

Bei der Bayern Wahl am vergangenen Wochenende kam die SPD nur auf 9,5 %. Sicherlich hatten sie als Partei auch in Bayern immer Schwierigkeiten - aber früher hatten sie auch Werte über 30 %. Sie stellte in mancher Großstadt sogar den Bürgermeister.
Warum dieser Niedergang?  Selbst habe ich oft genug die SPD gewählt, aber mir scheint es heute so, als wenn die Sozialdemokratie nicht mehr gebraucht wird.
Die erste große Wählergruppe hat die SPD verlassen als Ende der 70er Jahre die Partei "Die Grünen" gegründet worden ist. Gelernt hat die alte Dame SPD nichts dadurch. Nach der Wiedervereinigung sind viele Wähler zur "Linken" gewechselt, auch wenn dort stellenweise die DDR Vergangenheit nicht geklärt worden war. Das Programm der CDU unter Merkel ist etwas in Richtung links gewandert. Also warum noch SPD wählen? Die klassische Arbeiterschaft wird weniger im Berufsumfeld. Politiker Schröder brachte mit seiner "Agenda" eher die wirtschaftlich schwächsten Menschen gegen sich auf. Was soll uns ein Millionär zur Sozialpolitik sagen? Er ist auch fehl am Platze mit seinem Parteibuch SPD. Letztendlich führten auch die Querelen zur SPD Führung (Schulz, Nahles) zum Niedergang. Die SPD hat sich überlebt - weiss es aber noch nicht.
Für was steht die SPD heute?

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Bikergruss

 
Der Bikergruss ist in den 70er Jahren entstanden (durch Barry Sheene). Wenn Biker sich begegnen wird oft die linke Hand zum Gruß erhoben. Der Gruß als Zeichen von Solidarität, Zusammenhalt und Respekt in der Szene.
Ich kann verstehen wenn in einer engen Kurve der Gruß nicht erwidert wird. Aber manchmal trifft man auch auf Zeitgenossen, die gar nicht mehr grüßen. Die einen sagen, dass sind oft die Harleyfahrer. Andere meinen, dass Kuttenträger (die aus den MC´s oder... MF´s) nicht gerne gegrüßt werden. 
Da es beim Motorradfahren ja viele Stile an Maschinen und Kleidungen gibt – ist es doch schön, wenn man sich respektvoll grüßt oder an Treffpunkten ins Gespräch kommt.
Was aber gar nicht geht ist eine Begebenheit aus der vergangenen Woche. Es gab mal wieder einen Motorradunfall im Ebbegebirge. Auf der Nordhelle verunglückte ein 17 jähriger Motorradfahrer in einer Linkskurve schwer und musste später ins Krankenhaus. Während er vom Rettungsdienst versorgt wurde, musste er sich Sprüche wie „Wenn der Arsch nicht fahren kann“ von vorbei kommenden Bikern anhören; im Anschluss ließen die Personen ihre Maschinen aufheulen und eilten davon. (Meinerzhagener Zeitung)
So ein Verhalten ist zwar nicht strafbar, aber derart rüpelhaft – da bleibt der Zusammenhalt, die Solidarität und der Respekt auf der Strecke.
Ich stelle mir vor – ich habe einen Unfall mit dem Bike und alle Biker brettern an mir vorbei und machen noch blöde Sprüche.
Das kann es nicht sein!!

Dienstag, 16. Oktober 2018

Nicholas Ridley, Märtyrer

Nicholas Ridley wurde um das Jahr 1500 in Northumberland geboren und starb am 16.10.1555 in Oxford auf dem Scheiterhaufen.
 
Er kam aus einer angesehenen Familie und studierte später in Cambridge und machte seinen Abschluß 1525 als Magister. Er wurde als Priester ordiniert und ging nach Paris um seine Studiengänge an der Sorbonne zu vertiefen. Etwa um 1529 kehrte er nach England zurück und wurde 1534 Proktor der Universität von Cambridge. In dieser Zeit kam es zu Auseinandersetzungen über die Autorität der Papstums. Seine erlernte biblische Hermeneutik veranlasste ihn zu einem neuen Denken und einer neuen Erkenntnis: „Dass der Bischof von Rom keine weitere Autorität und Jurisdiktion von Gott abgeleitet hat, in diesem Königreich England, als irgendein anderer ausländischer Bischof.“
 
Diese Aussage wurde erst viel später ein Glaubensartikel der anglikanischen Kirche. 1540 wurde er zum Hofkaplan von Canterbury berufen. 1547 wurde er Bischof von Rochester. Kurze Zeit später ordnete er an, dass an Stelle der Altäre Tische in den Kirchen aufgestellt werden sollten, damit man gemeinsam das Abendmahl feiern konnte. Hier zeigt sich die Abkehr des kath. Denkens und Glaubens zum Protestantismus hin.
 
Nachdem Maria (mit dem Beinamen „die blutige“ bzw. „die katholische“) den Thron bestiegen hatte wurde ihm 1555 vor einer Kommission in Oxford der Prozeß gemacht. Zusammen mit Hugh Latimer wurde er auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Montag, 15. Oktober 2018

Schallplattenbörse Paderborn

SCHALLPLATTEN- & CD- BÖRSE PADERBORN Schützenhof Sa. 03.11.2018 11:00 - 16:00 Uhr

Veranstaltungsadresse

Schützenplatz
33102 Paderborn

Informationen zur Veranstaltung

Tonträger aus allen Musikrichtungen seit den 50er Jahren bis zu den aktuellsten Neuerscheinungen: Vinyl-Schallplatten, CDs, DVDs, Singles, LPs, Fan-Souvenirs.
Der Treffpunkt der Musikfans. Eintritt 3 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei, geöffnet 11-16 Uhr.
 

Samstag, 13. Oktober 2018

Ein Leben mit dem Blues

1996 - Der "große" B.B. King war bereits 70 Jahre alt und so entschließt er sich zusammen mit dem Musikjournalist David Ritz seine Autobiographie zu schreiben. 1998 erscheint das Werk in deutscher Sprache und wird 2005 noch einmal aufgelegt. Aber leider bekam ich als großer Fan der Musik von B.B. King nichts von diesem Buch mit.
 
Als ich endlich davon erfuhr, war es überall vergriffen. Jetzt endlich, d.h. gestern kam das Buch über dem Postwege, Dank ebay, bei mir an. Gebraucht - aber sehr gut in Schuss.
 
Bin gespannt.
Heute morgen legte ich passend zum Lesen Musik von ihm auf. "Live at the Apollo" begleitete mich auf den ersten Seiten. Da erfahre ich schon, dass der junge B.B. (Riley B.) stotterte und sich schwer mit Worten tat. Das Lernen fiel ihm in der Schule schwer und er fühlte schon früh die Musik und den Blues.

"King Cotton" ist ein Kapitel, dass mich total berührt. Einerseits erzählt der 14/15 jährige B.B.King von seiner Zeit als Baumwollpflücker auf der Plantage und beschreibt alles sehr in der Tiefe - dann folgt ein Zwischenteil vom Tod seiner ersten großen Liebe und es endet mit Beschreibungen zum Jazz und Blues mit Musikern wie z. B. Count Bassie.
Später erfahre ich, wie sich "Farbige" Menschen die Haare glätten und ich lerne einen Gitarristen aus dem Jazz kennen. Barney Kessel war mir noch nicht bekannt.