Dienstag, 19. Mai 2020

Pete Townshend 75. Geb.

Vermutlich hätte er am allerwenigsten damit gerechnet, dass er einmal seinen 75. Geburtstag feiern würde. Als zwanzigjähriger Musiker schrieb er in dem Song "My Generation" eine denkwürdige und nachdenkliche Zeile: "Ich hoffe, ich sterbe, bevor ich alt werde" (1965). Der Wunsch ist ihm nicht erfüllt worden, aber vielleicht hat er ja seine Meinung zum Leben geändert.
Pete Townshend, Gitarrist und kreative Kopf der Band "The WHO" feiert heute seinen 75. Geburtstag!!
 
Die "wilden 60. Jahre" waren für die Band wirklich wild. Zerstörte Hotelzimmer, zerstörte Gitarren, dass war damals sein Lebensstil. Nicht nur von ihm, sondern auch von seinen 3 Mitstreitern: Roger Daltrey (voc.), Keith Moon (drums), John Entwistle (bass). Keith Moon war bereits am 7.9.1978 nach einer heißen Party verstorben. John starb am 27.6.2002 in Las Vegas an einem Herzinfakt.
 
Im nachhinein musikalisch betrachtet, war Pete Townshend, indem wie er die Gitarre spielte oder gar tracktierte, ein Wegweiser für die später entstehende Hard Rock Musik und den Punk. Windmühlenartig bewegte er showmäßige seine Arme zum Gitarrenspiel. Auch war er ein Freund des verzerrten Gitarrentons. Desweiteren schuf er aber auch die erste Rockoper mit "Tommy".
 
Ich war selbst nie ein großer "WHO" Fan, aber er schuf Songs, die ich bis heute liebe. "Substitute", "Won´t get fooled again", "I´m free", "Behind blue eyes", "I can see for miles" und "Pinball wizard".

Sonntag, 17. Mai 2020

Toni Rinaudo - Damit die Wüste blüht

Vor zwei Jahren wurde Toni (Tony) Rinaudo mit einem "Alternativen Nobelpreis" ausgezeichnet. Der Entwicklungshelfer und Missionar hat eine Wiederaufforstungsmethode entwickelt und erfolgreich eingesetzt. Dabei wird auf noch lebenden Wurzelreste gerodeter Bäume zurückgegriffen, die dann wieder zum Wachsen gebracht werden. Allein in Niger konnten so mehr als sechs Millionen Hektar Land wieder begrünt werden. Heute wird die Technik in über 25 Länder benutzt. Auf diese Weise hat "der Waldmacher" vielleicht Hunderttausende Afrikaner vor dem Hungertod gerettet und bewirkte mit seiner Methode die größte Umweltveränderung in Afrika in den letzten 100 Jahren. Damit unsere Welt Pflanzen hervorbringt, wie GOTT das von Anfang an wollte, muss es heute solche Menschen wie Rinaudo geben, die sich durch nichts mutlos machen lassen und die unsere Not auch als Chance begreifen.
(Foto World Vision)
Tony Rianaudo wurde am 19.1.1957 in Australien geboren und ist als Agrarwissenschaftler für World Vision unterwegs gewesen. Den alternativen Nobelpreis erhielt er zusammen mit Yacouba Sawadogo.

Dienstag, 12. Mai 2020

Florence Nightingale, Pionierin im Krankenwesen

Heute, vor genau 200 Jahren wurde Florence Nightingale in Florenz innerhalb einer wohlhabenden Familie geboren. In wie weit der Geburtsort mit dem Vornamen zusammenhängt - ich weiß es nicht. Sie erhielt einen sehr guten und anspruchsvollen Hausunterricht und war mit ihren Eltern oft auf Reisen.
Mit 17 Jahren schrieb sie in ihr Tagebuch:  „Gott sprach zu mir und rief mich in seinen Dienst.“

Aber im Alter von 25 Jahren wurde ihr deutlich, dass sie so privilegiert nicht leben wollte. Sie suchte nach einer dauerhaften Beschäftigung. Sie wollte sich dem privilegiertem Leben ihrer Familie entziehen und entschloss sich, sich mit der Krankenpflege zu befassen. 1851 war sie drei Monate in Kaiserswerth in der Diakonie, wo sie viele Praktische Arbeiten für den Pflegeberuf lernte. Ihre Eltern waren gegen diese Arbeit von Florence. Ob da "Standesgründe" gegen diese Arbeit sprachen, erschließt sich mir nicht. Später ging sie nach Paris. Sie wurde zu einer Bahnbrecherin in der modernen Krankenpflege.
1860


Als 1854 der Krimkrieg ausbrach wurde Florence mit ihren 40 Krankenschwestern dorthin entsandt. In den Lazaretten herrschten katastrophale Umstände. Sie versuchte auch durch ihr analytisches Denken das System der Krankenpflege positiv zu verändern. Im Englischen erwarb sie sich ihren Zusatznamen: "The Lady with the lamp" (Die Lady mit der Lampe). Sie war abends und auch in der Nacht im Lazarett mit einer Taschenlampe unterwegs, um die Kranken zu besuchen. Henri Dunant wurde auf sie aufmerksam und vermutlich war sie damit eine Initiatorin, so dass er später das Rote Kreuz gründete.
Mit hohen Auszeichnungen versehen und von der Königin in England empfangen, starb Florence am 13.8.1910 im Alter von 90 Jahren in London.

Wir können heute kaum begreifen, wie schwierig damals die Zeit der Krankenpflege im Krankenhaus und Heim war. Schlechte Ausbilung und fehlende Hygiene waren an der Tagesordnung. Viele Pflegekräfte tranken Alkohol während der Arbeit. Oft genug wurden aber kranke Menschen nur zu Hause gepflegt.

Sonntag, 10. Mai 2020

Bono wird 60 Jahre

Bono Vox, ursprünglich hieß er Paul David Hewson, Sänger der Band U2 feiert heute auch schon seinen 60. Geburtstag.
1987 lernte ich ihn und seine Musik beim nachträglichen Zivildienst durch Björn kennen. In der Tat habe ich dann auch ein paar Jahre diese Musik genossen. Wild, aggresiv, aber auch fast zärtlich mit anspruchsvollen Texten. Ich habe sogar ein Konzert in Dortmund erlebt (16.12.1989), wobei damals Bono eine Erkältung hatte und seine Stimme stark angeschlagen war. Zu guter letzt war auch noch B.B. King auf die Bühne gekommen.
Das Album "Joshua Tree" ist bis heute unereicht und hat einen Kultstatus. Aber die mittlerweile vorherschende Gigantomie bei den Konzerten und die Eintrittspreise haben mich dann Abstand von der Band nehmen lassen.
Aber Bono ist in allem was er bis heute tat, engariert und politisch eindeutig. Das Wort Weltverbesserer trifft es eigentlich nicht. Aber er versucht mit seinen vielen Millionen gerne zu helfen. Selbst in der jetzigen Corona Krise hat er 10 Millionen gespendet um für Irland medizinische Schutzausrüstung kaufen zu können.
Seit einigen Jahren muss er eine Sonnenbrille tragen wegen eines Augenleidens.

Samstag, 9. Mai 2020

Naturschutzgebiet Humme / Lenne

Hatte mir heute morgen vorgenommen einmal das Naturschutzgebiet Humme fotografisch zu besuchen. Gesagt, getan. Der Wasserspiegel im Altarm der Lenne war extrem niedrig. Das "Süderländer Tageblatt" hatte vor ein paar Wochen darüber berichtet. Durch mögliche Baumaßnahmen am Gleiskörper musste der Wasserstand der Lenne am Wehr in Siesel abgesenkt werden. Nur die Baumaßnahmen werden frühestens in einem halben Jahr beginnen. Anordnungen wurden ohne Nachzudenken umgesetzt. Nach persönlicher Rückfrage bei der MARK-E, die dafür zuständig ist, wurde eingeräumt, dass sie selbst nichts ändern könnte. Ein paar Tage später berichtete die Tageszeitung wieder, das das THW eine Pumpe installieren würde, die Wasser in den Altarm pumpen solle. 
total trocken
Beim Rundgang stellte ich fest, dass fast 1 Meter am Wasserspiegel fehlt und das mehr als 50 Prozent des Altarms trocken sind. Mögliche Schäden an Flora und Fauna kann ich natürlich nicht ermitteln. Der Altarm gliedert sich manchmal in drei kleinere Arme auf. Zwei sind dann ohne Wasser. 
Ich habe mir dann die Arbeit vom THW angesehen. Zwei lange Wasserleitungen transportieren Wasser in den Altarm. Nicht schlecht, aber es reicht nur dafür, dass der Niedrige Wasserspiegel gehalten wird. Mehr ist nicht möglich.
Viele Menschen bilden sich ein, dass sie das Klima retten könnten. Wir sind noch nicht einmal in der Lage kleine Naturschutzgebiete zu schützen. Ich habe letztens einen Film gesehen über das Baumsterben am "Brocken". Da sind so gut wie alle Fichten tot Dank des Borkenkäfers. 2017 hatte ich die ersten Schäden dort wahrgenommen, als ich im Urlaub vor Ort war. Aber das ist jetzt ein anderes Thema.






Dank dem THW

Jupp Heynckes wird 75 Jahre

In seiner praktischen Fußballphase als Spieler erlebte er die 60.- und 70. Jahre. Viele Jahre spielte er bei den "Fohlen" in Gladbach. In 369 Bundesligaspielen schoss er 220 Tore. Er holte 4 Meisterschaften mit Gladbach und wurde 1972 Europameister und 1974 Weltmeister mit der Nationalmannschaft. 1975 holte er den UEFA-Pokal. 
Als Spieler war er immer sympatisch und hatte keine Star-Allüren. Da ich zeitgleich ein Fan des FC Bayern war, habe ich eher Hoeneß und Müller im Blick gehabt.
Er startete als Trainer dann bei Gladbach und die nächsten Stationen führten ihn nach Bilbao, Real Madrid und Benfica Lissabon. Insgesamt 4 Mal war er Trainer beim FC Bayern, bedingt durch seine Freundschaft zu Uli Hoeneß. 
Den größten Triumph als Vereinstrainer erlebte er bescheiden 2013, als der FC Bayern das Trible holte.
Wir haben heute soviele Lautschwätzer in Sachen Fußball unterwegs, was peinlich ist. Die Tugenden von Jupp Heynckes fehlen an vielen Stellen.
Herzlichen Glückwunsch und einen schönen Lebensabend!!
Ein Dankeschön aber auch für ihr Trainersein bei dem FC Bayern.


Freitag, 8. Mai 2020

Pianist Keith Jarrett wird 75

Der Deutschlandfunk überschreibt seinen Vortrag zum 75. Geburtstag von Keith Jarrett mit:

Der lässige Magier!

Das "Köln Concert" von 1976 ist die meistverkaufte Jazz- Solo Produktion weltweit. Ende der 70er Jahre habe ich mir das Do-Album als neugieriger Jazz Fan zugelegt. Keith am Piano - sonst nichts. Freie und geniale Improvisation - für heutige Musikgewohnheiten nicht zumutbar. Was hören heute 20 Jährige?
 
Mein "Süderländer Tageblatt" hatte eine kurze Würdigung zum Geburtstag von Keith Jarrett abgedruckt. Der Artikel ist von Christina Horsten (dpa).

Wenn Keith Jarrett an sein "Köln Concert" zurückdenkt, dann kommen ihm erstmal negative Erinnerungen. "Ich denke an das schlechte italienische Essen, das mir serviert wurde, bevor ich anfangen sollte zu spielen", erzählte der Pianist dem US-Radiosender NPR. "Ich denke daran, dass sie das falsche Klavier gemietet hatten."
Es habe "schrecklich" geklungen, und beinahe sei das frei imporvisierte Konzert nicht aufgenommen worden.
Aber dann klappte es doch, und danach habe er sich die Aufnahme gemeinsam mit seinem Produzenten Manfred Eicher im Auto auf Kassette angehört. "Und wir haben uns angeschaut und gesagt: "Oh Mann. Das müssen wir veröffentluchen."
Inzwischen ist "The Köln Concert" von 1975 längst legendär und mit mehr als 3,5 Millonen verkauften Kopien das erfolgreichste Soloalbum der Jazz-Geschichte. Es machte Jarrett, der am Freutag (8.Mai) 75 Jahre alt wird, weltberühmt - und ist doch nur ein kleiner Teil seines umfassenden Werkes, das immer noch wächst und wächst.
Der Pianovirtuose begeistert sein Publikum mit der Interpretation klassischer Komponisten ebenso wie mit seinen Jazz-Interpretationen. Solo ist Jarrett ein Meister - aber auch mit seinem Trio, zu dem Bassist Gary Peacock und Schlagzeuger Jack deJohnette zählen, feierte er große Erfolge.
"Mit seinen wunderschönen Melodien, seiner konsitenten Qualität in verschiedenen Stilen und dem Reichtum seiner Veröffentlichungen ist Jarrett so viel mehr als nur der beste Klavierspieler der Welt", schwärmze jüngst der britische "Guardian". "Er ist auch der großartigste lebende Musiker".

Keith Jarrett: "Wofür ich bezahlt werde, ist in die Tiefe zu gehen", sagte er ein´mal der "New York Times".
"Wie im Tauchanzug mit Maske, tief und immer tiefer". Ein gutes Publikum lasse sich von ihm mitziehen, "wird Teil meiner Musik". Unruhe unter seinen Zuhörern, ein Husten, Handy oder Blitzlicht aber bringen ihn aus der Fassung. Dann rastet er auch mal aus, droht, das Konzert abzubrechen, flucht und maßregelt.
Stimmt aber die "emotionale Farbe" in einer Konzerthalle, "ist das Publikum bereit, mir zu folgen, ganz gleich, durch welchen Prozeß ich gehe", kennen seine Kreativität und Fantasie keine Grenzen. Dann improvisiert er vom ersten Anschlag bis zum Applaus, manchmal ohne ein einziges Mal auszusetzen. Da sich Jarrett in seinen Improvisationen nie wiederholt, ist jedes Konzert ein neues Werk.
Geboren wurde Jarrett 1945 als ältester von fünf Söhnen in eine streng religiöse Familie im US-Bundesstaat Pennsylvania hinein. Schon als kleines Kind bekam er Klavierunterricht, mit sieben Jahren gab es sein erstes Konzert, mit zwölf ging er auf Tourneen, 17-jährig füllte er ein Abendprogramm ausschließlich mit eigenen Kompositionen, und schon bald spielte er mit Stars wie Charlie Haden und Miles Davis.
Seit Jahrzehnten prägt Jarrett die Szene und gehört zu den erfolgreichsten Musikern der Welt. In den 90er Jahren musste sich der vielfach preisgekrönte Pianist eine Auszeit nehmen, litt unter chronischer Erschöpfung und konnte nicht mehr spielen. Als die Kraft langsam zurückkehrte, musste er seine Virtuosität neu erlernen.
"Alles war anders. Ich habe Musik und ihre Bedeutung anders empfunden."  Inzwischen legt Jarrett, der zum dritten Mal verheiratet ist und zwei Söhne hat, mehr Pausen ein, um sich zu Hause auf seiner Farm in der 2000-Seelen-Gemeinde Oxford in New Jersey zu erholen.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Elektronik Pionier Florian Schneider verstorben


Kraftwerk-Mitgründer Florian Schneider-Esleben ist gestorben

Das Magazin "Musik Express" berichtet heute über den Tod von Florian Schneider-Esleben im Alter von 73 Jahren. Er starb an einer Krebserkrankung. Anfang der 70er Jahre gründete er mit Ralf Hütter die Band "Kraftwerk", die sich am Ende ganz der elektronischen Musik hingab. Vielleicht auch nicht jedermanns Geschmack, aber der Song und das Album "Autobahn" aus dem Jahre 1974 dürfte vielen Musikfans bekannt sein. Das war auch gleichzeitig das letzte Album in dem "echte" Instrumente noch zu hören waren. Florian Schneider hatte in den 60er Jahren "Flöte" studiert. Nachfolgende Alben wie "Trans Europa Express" (1977) und "Die Menschmaschine" (1978) enthielten nur noch elektronische Klangbilder und Rhythmen. Der Gesang kam manchmal auch etwas verfremdet rüber. Der Song "Das Model" war auch in den Charts gut platziert. Selbst der Deutsch Rock Liedermacher Stefan Stoppok hatte den Song "Das Modell" auch einmal in seiner Version herausgebracht. Kraftwerk hat einen Stil geprägt, dessen Art Wegweiser und Bereiter des HipHop und Techno wurde. 

Bob Seger feiert seinen 75. Geburtstag




Wieder ein Runder Geburtstag, den ein Rockstar feiern kann. Bob Seger, Gründer der Silver Bullit Band feiert heute seinen 75. Geburtstag. Mitte bis Ende der 70. Jahre hatte er weltweiten Erfolg mit einem Livealbum. Fröhliche Rockmusik mit Country-, Rock´n´Roll-  und leichten Bigband Einflüssen. Ich habe diesen Sound total gemocht. So schnell wie es gekommen war, so war er auch in Europa weg vom musikalischen Fenster. In den USA hält sein Erfolg bis heute noch an. Aber die Amis ticken eh anders. Meine ich nicht negativ. "Live Bullit" erschien 1976. "Stranger in Town" (1976) und "Night Moves" (1978) waren große Renner. 1981 erschien dann ein Livealbum, dass ich auch bis heute schätze. "Nine tonight" heißt es. "I knew you when" erschien 2017 völlig überraschend. Die guten alten Erinnerungen wurden wieder wach.

In meiner Tageszeitung, dem "Süderländer Tageblatt" wurde über dpa von Benno Schwinghammer ein guter Artikel veröffentlicht:

New York (dpa) - Wer eine Rocklegende ein letztes Mal live sehen wollte, der hatte im Herbst 2019 die Chance: Bob Seger und seine Silver Bullet Band spielten Dutzende Shows in Nordamerika.
Und Segers Fans kamen: 870.000 Menschen entließen den Detroiter Medienberichten zufolge nach einer großen Karriere in den Ruhestand. Heute wird der amerikanische Rocksänger und Songwriter, der mit vollem Namen Robert Clark Seger heißt, 75 Jahre alt.
Rau und kantig, ohne Schnörkel ("No Frills"), so machte sich Seger in knapp sechs Jahrzehnten einen Namen. Sein Sound war so laut und so hart wie der Alltag in den endlosen Fabrikhallen seiner Heimatstadt. Segers Songs erzählen vom kleinen Mann und dessen Sorgen, in ihnen begehrt er auf, ist zornig oder deprimiert. Doch Seger hat auch eine andere Seite, die des seichten Entertainers, der den Mainstream bedient.
Als Sohn eines alkoholkranken Sanitäters und Hobby-Bandleaders geboren, wuchs Seger arm auf. Er ist gerade zehn, als der Vater die Familie verlässt und in Kalifornien sein Glück sucht. Sohn Bob findet in der Musik Zuflucht, er gründet Anfang der 1960er Jahre sein erstes Rocktrio, The Decibles. Schon die nächste Band, The Last Heard, wird stadtbekannt. Ende der 1960er Jahre dann sticht er sogar die Beatles in den Charts aus. Als Komponist und Interpret erreicht Seger um 1975 seinen Höhepunkt.
Zu dieser Zeit gründet er die Silver Bullet Band. Ihr erstes Album, "Live Bullet", der Mitschnitt einer Konzerttournee, öffnet Seger 1976 endlich die Tür ins internationale Musikgeschäft. In den USA hält sich "Live Bullet" phänomenale 140 Wochen in der Hitparade. Insgesamt produziert er 20 Alben, von denen weit über 50 Millionen Kopien verkauft sind. Mehr als zehn werden Platin-Alben. Das letzte neue Album war in 2017 "I Knew You When".
Doch Segers Einfluss reicht weit über den persönlichen Erfolg hinaus. Es heißt, er habe den Eagles, John Cougar Mellencamp, Bruce Springsteen, Jackson Browne und Tom Petty mit seinen Workman-Songs den Weg bereitet. Seger ist auch der erste Rockmusiker, der einen Song gegen den Vietnamkrieg schreibt. Gleichzeitig liefert er Titel für den Soundtrack von Hollywood-Filmen: für das Western-Melodram "Urban Cowboy", den Thriller "Lockere Geschäfte" ("Risky Business") und den Oscar-Gewinner "Forrest Gump".
Doch mit wachsendem Erfolg wurde Seger auch "glatter", nach "Nine Tonight" hielt die Kritik ihm vor, zum Mainstream-Rock konvertiert zu sein. Bald darauf verstummten die Vorwürfe. Mit "Like A Rock" (1986) habe er nun wieder zu sich gefunden, hieß es erleichtert. Im März 2004, mehr als 40 Jahre nach seinem Start in verkommenen Detroiter Bars, wurde Bob Seger in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. (Benno Schwinghammer)

Samstag, 2. Mai 2020

Hans Georg´s Leserille

Diesmal mit Maske
Hans Georgs "Leserille" hatte am 1. Mai Wochenende wieder geöffnet. Hatte ich gar nicht auf dem Schirm gehabt, da ich eine Woche früher schon dankbar und zufrieden mit einer Beute von 4 LP´s abgezogen war.
 
Aber meine Frau sagte gegen Mittag, "Du, der Hans-Georg hat wieder Nachschub bekommen".
 
Also, habe ich mich doch auf den Weg gemacht. Heute war das erste Wochenende mit Maskenpflicht in der Leserille. Die Maske wurde nur beim Schluck aus der Kaffeetasse oder der Flasche Bier etwas gelüftet.




Ja, es war wie immer schön. Lustig, gespächig, informativ und es gab viel zu hören. Habe wohl bei 10 Scheiben reingehört und dann 6 gekauft.

Mittwoch, 29. April 2020

Lenne tiefergelegt: viele tote Fische

In den letzten 4 Wochen bin ich Dank Corona mit dem Auto nach Finnentrop zur Arbeit gefahren. Kurz hinter Siesel liegt ja das Naturschutzgebiet "Humme", das von einem Altarm der Lenne gespeist wird. 
In den Tagen danach nahm ich wahr, dass immer weniger Wasser sichtbar war. Natürlich hatte es seit 4 Wochen nicht mehr geregnet. Aber war das die Erklärung?   Ich hatte in den vergangenen drei Jahren mehrere fotografische Exkursionen dort gemacht und war über die tolle Natur und die vielen Blüten erfreut. Kröten und Libellen waren unterwegs. Aber bei dem Niedrigwasser wird eine Artenaufzucht schwierig bis unmöglich.
Heute teilte das "Süderländer Tageblatt" in der obigen Schlagzeile mit, dass das Naturschutzgebiet wegen einer geplanten Reparatur Schaden nehmen wird. Der angestaute Wasserspiegel der Lenne musste behördlich abgesenkt werden. Dienst nach Vorschrift - ohne nachzudenken. Die Handwerker sind noch nicht vor Ort, aber dass Wasser ist schon Mal weg. Es interessiert sich scheinbar kein Mensch dafür, wie man Abhilfe schaffen kônnte. Lange Rohrleitungen aufbauen und mit einer Pumpe Wasser der Lenne in den alten Arm schaffen. Ist damals nach Kyrill, als dort lange ein Holzlager vor Ort war, auch gemacht worden. Das Holz musste ja bewässert werden, um es für den Verkauf zu retten.
Leider lässt sich mit einem Naturschutzgebiet nichts verdienen. Mark-E, ich danke Dir.


Montag, 27. April 2020

Mauer.Frei - 30 Jahre danach

Am vergangenen Wochenende haben meine Frau und ich eine kleines Büchlein durchgelesen, dass im vergangenen Jahr zum 30jährigen Jubiläum des Mauerfalls und der Auflösung der DDR erschienen war. Es trägt den Titel: "MAUER.FREI 30 JAHRE DANACH"
 
Die Rückseite erklärt: Am 9. November vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer. Kaum einer hatte damit gerechnet, aber es geschah, ohne Blutvergießen - was für ein Wunder! In diesem Buch blicken Zeitzeugen zurück. Haben sie so etwas jemals für möglich gehalten? Sie berichten, wie sie diesen Moment erlebt haben. Und was das Ganze mit Gott zu tun hat. Dabei wird deutlich, warum wir nicht vergessen dürfen, was damals geschah. Denn wer die Vergangenheit vergisst, wird blind für die Zukunft. Mit Beiträgen von Helmut Matthies, Uwe und Johannes Holmer, Dr. Theo Lehmann, Daniel Böcking, Hartmut Steeb u. a.
 
Herausgeber ist Ralf Kaemper und das Büchlein ist erschienen im cv-dillenburg.de (christliche Verlagsgesellschaft mbH).
 
 
Ich für meinen Teil kann mich noch gut an den 9.11.1989 erinnern. Auch wenn ich nicht im Vorfeld an dieses Wunder geglaubt habe, so hatte ich an diesem Tag viele Tränen der Freude und des Dankes in meinen Augen. In den Monaten voher hatte ich auch als Christ viel für einen unblutigen Mauerfall gebetet. Auch wenn ich keine Verwandte im Osten und in der Deutschen Demokratischen Rupublik hatte, so hatte ich doch oftmals in Berlin an der Mauer gestanden und diese "gottlose Wilkür" des Marxismus beklagt. Das Ganze wurde dann noch als Demokratie getarnt und benannt (DDR). Einfach Pervers.
Um so trauriger und entsetzter nehme ich heute zur Kenntnis, dass in der Politik die "linken Kräfte" das Sagen haben und das man sich in den Parteien "Die Linke", "Die Grünen" und auch in der Splittergruppe "MLPD" nach einer kommunistischen Ordnung sehnt, obwohl das Zerfallen des Ostblockes gezeigt hat, wie sehr der Kommunismus alles an Werten zerstört hatte und die Menschen in die Armut entlassen hat. Scheinbar haben viele Menschen in Deutschland nichts aus dieser Vergangenheit gelernt.

Samstag, 25. April 2020

Leserille - der Buch- und Schallplattenladen

Corona hatte in den letzten Wochen das Öffnen von Ladenlokalen, wie auch immer unmöglich gemacht. An diesem Wochenende durfte zum ersten Male die "Leserille" in Allendorf (Sundern) wieder öffnen.

Ich machte mich als Schallplattenräuber getarnt auf den Weg. Natürlich wurde ich fündig. Ruck zuck hatte ich 7 Langspielplatten in den Händen. Aber erst einmal in Ruhe reinhören. Eine LP durfte auch mit der neu angeschafften Waschmaschine gereinigt werden. Jetzt klingt sie fast wie neu.
Die "neue" Waschmaschine

Mit 4 neuen Schätzen, nach manchem guten Gespräch und drei Tassen Kaffee ging es wieder nach Hause. Innenhüllen konnte ich vor Ort auch noch erwerben.
 
Irgendwie fiebern wir auch dem nächsten Schallplattenstammtisch entgegen, aber dafür muss Corona erst noch abflachen oder ganz verschwinden.

Freitag, 24. April 2020

Creedence Clearwater Revival - live at Woodstock

Eine meiner ersten Langspielplatten in meiner Pubertät war ein Do-Album, das "Chronicle" hieß, von der Band Creedence Clearwater Revival, kurz C.C.R. genannt. Die Band war vermutlich damals schon nicht mehr zusammen, als diese erste Best of... erschien. Aber diese countrymäßig rockige Musik hat mich viele Jahre begleitet und ich bin dankbar, dass ich vor ein paar Jahren John Fogerty im Tanzbrunnen in Köln live erleben konnte.
Die Band war auch auf dem legendären Woodstock Festival 1969 weit nach Mitternacht aufgetreten. Aber es gab nie Aufzeichnungen in Bild und Ton von diesem Konzert. In seiner Biografie nennt John Fogerty auf Seite 208 und 210 die Gründe, warum er damals sein Veto zu einer Veröffentlichung eingereicht hat.
2019 - 50 Jahre nach Woodstock - wurden diese Aufnahmen endlich remastert und als CD und LP veröffentlicht.
Heute halte ich die CD dankbar in den Händen. Der Gesang ist klar von John Fogerty. Die Instrumente kommen auch gut durch. Die Zuschauer werden eher verhalten wahrgenommen. Die Technik steckte damals auch noch in den Kinderschuhen.
Tolle Songs und bei "Keep on chooglin" glänzt John mit der Harmonica. Bei diesem Song und bei "Suzie Q" wird heftig gejamt. Jeder dieser beiden Songs läuft über 10 Minuten.

Mittwoch, 22. April 2020

Peter Frampton feiert seinen 70. Geburtstag

Now - Peter Frampton: Amazon.de: Musik
Der Durchbruch in eine ganz andere Liga erlebte er mit seinem 5. Album, einem Live-Do Album "Peter Frampton....comes alive" (1976). Nicht geplant und vollkommen überraschend wurde das Album 6-fach Platin ausgezeichnet und weltweit ein Rockklassiker. Bis zu seinem letzten Album im vergangenen Jahr kam er auf 17 Soloveröffentlichungen. Er wurde Hoch gelobt und gefeiert und dann begann der Abstieg, bedingt auch durch einen hohen Alkoholkonsum. Der "angesehene Rockstar" war er dann nicht mehr. Ich habe ihn musikalisch erst im neuen Jahrtausend wieder wahrgenommen und schätzengelernt. Das Album "Now" (2003) und "Fingerprints" (2006) sind absolut hörenswert für Rock- und Blues Fans. 2019 brachte er das Album "All Blues" heraus, auf dem er bekannte Songs des Genres nachspielt bzw. neu interpretiert. Für diesen Sommer waren eigentlich Konzerte in Deutschland geplant. Vermutlich fallen diese wegen der Corona Krise aus. Es sollte die Abschiedstournee werden, da es ihm gesundheitlich nicht gut geht. Er leidet an einer seltenen entzündlichen Muskelerkrankung. Für ihn stellt sich die Frage: wie lange kann er noch Gitarre spielen?

Am 22.04.1950 wurde Peter Frampton in Beckenham geboren. Bereits im Alter von 9 Jahren erlernte er das Gitarrenspielen. In den 60er Jahren gehörte er zu der Formation The Herd. Anfang der 70er Jahre war er zusammen mit Steve Mariott bei der Bluesrockband Humble Pie. Das 1971 erschienende Do-Live Album Humble Pie Performance Rockin´ the Fillmore ist heute noch ein Klassiker in diesem Genre. Bis 1972 war er mit der Band aktiv und arbeitete auch auch 5 Veröffentlichungen mit, bevor er sich 1972 als Solokünstler selbständig machte.
Frampton Comes Alive - Frampton,Peter
1976
 Herzlichen Glückwunsch und alles Gute!!        P.S. Die 4 Konzerte in Deutschland sind storniert worden!

Sonntag, 19. April 2020

Arno Pötzsch, verstorben am 19.4.1956

"Ohn dich wir hätten keinen, der uns hier trägt und hält.
Wir aber sind die Deinen vom Anbeginn der Welt.
Du bist der große Treue im Leben und im Tod.
Wir bergen uns aufs Neue in dir, du unser Gott!"

                                      .-.

"Lass uns tiefer dir vertrauen und getroster gehen!
Kann kein Auge, Gott, Dich schauen, kann´s doch Spuren sehen.
Spur von Schritten, die zur Nacht still vorübergingen ,
Strahlen, die mit Übermacht durch das Dunkle dringen."

                                     .-.

"Wir werden nie ergründen Tag, Leben, Tod und Nacht,
wir können nur verkünden den, der ob allem wacht,
die Wunder nur erzählen zum Preis des HERRN der Welt
und ihm uns anbefehlen, der Erd und Himmel hält."


Diese Verse aus Lieder und Gedichten, über die ich in den vergangenen Wochen gestolpert bin, sind alle ausnahmslos von Arno Pötzsch, der am 19.04.1956 bereits im Alter von 56 Jahren verstorben ist.
Hintergründe seines frühen Todes sind nicht auszumachen. Der Liederdichter wurde am 23.11.1900 in Leipzig geboren. Nach Fabrik- und Landarbeit sowie Kriegsdienst im ersten Weltkrieg kam er nach Herrnhut, wo er als Erzieher und Fürsorger arbeitete. Mit dreißig Jahren entschließt er sich zu einem Studium der Theologie. 1935 findet er seine erste Pfarrstelle in Wiederau, Sachsen. Während des zweiten Weltkrieges war er Marinepfarrer, später Pfarrer in Cuxhaven. 


Ich habe heute am 19.4.2026 aus dem Neukirchener Kalender Gedanken zu Arno Pötzsch gefunden:

Unvergessen

Heute vor 70 Jahren starb Arno Pötzsch, Pfarrer und Liederdichter. Das bekannteste Lied beginnt mit den Worten "Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand". Arno Pötzsch wurde 1900 geboren und war im Ersten Weltkrieg bei der Kriegsmarine. Später wurde er Pfarrer und als solcher im Zweiten Weltkrieg Marinepfarrer im besetzten Den Haag. Zu seinen Aufgaben gehörte die seelsorgerliche Begleitung der Inhaftierten , zu denen auch Männer gehörten, die wegen "Wehrkraftzersetzung" einsaßen. Reihenweise wurden Todesurteile gefällt. Und Arno Pötzsch stellte für jeden einzelnen von Ihnen ein Gnadengesuch. Alle wurden abgelehnt, die Männer wurden hingerichtet. Seine Tochter erzählt, dass er sich die Namen und Todestage notiert hatte und nach dem Krieg begann, in jedem Jahr an jedem Todestag an jede der angehörigen Familie einen  Gruß zu schicken. Über 200 waren es, die er nicht vergessen wollte. 

Samstag, 18. April 2020

Tilman Geseke, Märtyrer

Tilman Geseke war ein Christ aus Deutschland, der mit seiner Familie aus missionsrischen Gründen in der Türkei lebte. Er wurde am 18.04.2007 dort ermordet.

Er wurde zusammen mit zwei türkischen Mitarbeitern im christlichen Zirve-Verlag grausam ermordet von muslimischen Attentätern. Im Umfeld des Islams ist ein Wechsel zu einem anderen Glauben verboten. Es gibt islamische Staaten wo dies unter Todesstrafe steht.
Die Attentäter wurden schnell erfasst, aber eine Verurteilung zog sich viele Jahre in der Türkei hin. Bemerkenswert ist das Handeln der Witwe von Tilman Geseke, die öffentlich den Tätern vergab.

Dienstag, 14. April 2020

Ritchie Blackmore feiert den 75. Geburtstag

Heute am 14.04. feiert der Ausnahmegitarrist Ritchie Blackmore seinen 75. Geburtstag.

Die Artikel im Netz lauten alle ähnlich (Stern, Focus, Mannheimer, Kronen). Es werden einfach Artikel in den Zeitungen und Zeitschriften übernommen. Das ist schnell, aber auch billig und wird dem Geburtstagskind nicht gerecht. Wer keine Ahnung von Rock-und Folkmusik hat, sollte besser schweigen. Ganz schlimm war es bei meiner "Süderländer Tageszeitung", die hatte gar ein falsches Foto abgedruckt und zwar von Steve Morse, dem heutigen Gitarristen von Deep Purple.
 
Es ist auch für mich müssig andauernd zu fragen, wer in der Gitarrenwelt der Beste ist!
Das ist oft eine Geschmacksache. Mich hat der Sound von Ritchie und Deep Purple in den 70. Jahren mehr begeistert, als der Sound von Black Sabbath oder Led Zeppelin. Aber die Musiker dieser drei Bands haben den Grundstein für Hardrock und Heavy Metal gelegt.
Richties Riff beim Song "Smoke on the Water" ist simpel und doch genial. Der Wiedererkennungsriff schlechthin. So ist ihm und seinen Mitstreitern viel Gutes gelungen. Vermutlich hat seine Band in den 70. Jahren die meisten Schallplatten verkauft und die spektakulärsten Tourneen abgeliefert. Die schöpferische Konkurrenz zu Jon Lord und Ian Gillan tat das übrige. Aber wie wir aus der Geschichte wissen, geht das selten dauerhaft gut. Ritchie verließ 1975 die Band. 1984 gab es eine kleine Wiederauferstehung. Zwischenzeitlich gründete er die Band Rainbow, die mindestens 2 sehr Hörenswerte Alben ablieferte, bevor sie sich dem Mainstream hingab. Seit Mitte der 90. Jahre pflegt er die Mittelalterliche Musik mit seiner 4. Ehefrau Candice Night. Er ist ruhiger geworden und die Musik gefällt ihm auch. 
Zu meiner Schande muss ich sagen, dass ich Deep Purple mit ihm nicht erlebt habe, aber mit Blackmore' s Night einmal in Dinslaken. Für ein bis zwei Songs pro Konzert holt er heute immer noch die Elektrische auf der Bühne hervor, sehr zur Freude der männlichen Fans.
Im Rückblick auf mein eigenes Leben, hat mich der Sound von ihm und Deep Purple lange begleitet.

Vermutlich sitzt Ritchie heute Abend am Lagerfeuer bei einem Glas Rotwein und holt die Klampfe hervor und man singt mit einander Volkslieder. P.S. Ritchie hat einmal geäußert, das er die deutsche Volksmusik mag.

Samstag, 11. April 2020

Markus Kommentar von Adolf Pohl

Am 10.12.2018 ist der Pastor und Bibelkenner Adolf Pohl mit 91 Jahren verstorben und heimgegangen zu JESUS CHRISTUS. An anderer Stelle hatte ich schon einmal einen Artikel über sein Leben und sein Wirken veröffentlicht.
 
1986 erschienen
Bevor die Corona Krise losbrach hatten wir in unserer Gemeinde einen kleinen Bücherflohmarkt aufgebaut. Bücher konnten getauscht oder gegen eine Spende mitgenommen werden. Ich stieß auf den Ergänzungsband über den Evangelisten Markus aus der Wuppertaler Studienbibel.
 
Hatte vor ein paar Jahren dankbar alle herausgekommenden Bände zu den biblischen Büchern aus der Wuppertaler Studienbibel endlich vervollständigt. Habe da fast 30 Jahre dran gesammelt, da viele Bände nur noch auf dem Flohmarkt als gebraucht erhältlich waren.
Hatte damals ganz übersehen, dass in den späten 80er und 90er Jahren insgesamt 5 Ergänzungsbände zu den erschienenen Kommentaren herausgekommen waren. Das Buch zum Markus Evangelium hatte ich glatt übersehen. Markus ist eigentlich das kleinste Evangelium der 4 Evangelisten aus dem Neuen Testament. Um so überraschender ist es für mich, das Adolf Pohl ein Werk mit 597 Seiten heráusgebracht hatte. Das zeugt von der reichen Arbeit und Erforschung dieses Auslegers.
 
Gerade in den letzten  Wochen  hatten wir viele Kapitel aus dem Buch Markus, als angegebenen Tagestext. Dank der Corona Krise hatte ich viel Zeit zum Lesen und entdecken.

Volker Daedelow verstorben

Volker Daedelow aus Werdohl und Gitarrist der General Lee Band ist im Alter von 61. Jahren plötzlich verstorben.  Die Todesanzeige stand heute, am 11.4. in dem Süderländer Tageblatt.
Es sind auch keine weiteren Hintergründe bekannt, zumal die General Lee Band keine Homepage geschaltet hat.
vom 12.11.2017
Der Musiker verstarb bereits am 6. April.




Nachtrag: Über Umwege habe ich erfahren, dass die General Lee Band sich aufgelöst hat. (Dez. 2021)
Bei Dahlmann 12.11.17

Freitag, 10. April 2020

The Good Friday

Wir haben heute den 10.4.2020 - es ist Karfreitag. Der vielleicht einzige Tag der Ruhe in Deutschland. Dank Corona,  noch ruhiger als in den vergangenen Jahren. Im Englischen heißt dieser Karfreitag - The Good Friday - der gute Freitag.
Warum ist dieser Freitag so gut? Als Christen wissen wir, dass an diesem Tag GOTT, der Vater diese Welt mit sich selbst versöhnte. JESUS, sein Sohn, hing für uns Menschen an diesem Folterkreuz der Römer. Er war von GOTT dem Vater im Todeskampf verlassen worden, weil GOTT nichts mit Sünde zutun haben kann. GOTT allein ist heilig und wir als sterbliche Menschen sind in unserem Lebenswandel eher unheilig und können von daher gar nicht von uns aus, zu GOTT kommen. Das ist leider die traurige Tatsache, auch wenn wir das nicht so wahrnehmen oder fühlen. Aus GOTTES Sicht ist das aber so.
Der Evangelist Markus schreibt in seinem Evangelium in Kapitel 15, 37 + 38: JESUS aber, nachdem er einen großen Schrei getan hatte, hauchte aus. Und der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Teile, von oben bis nach unten hinab.
Jesus ist tot. Was geschah gleichzeitig? Im Tempel von Jerusalem wurden die Passahlämmer geschlachtet, nach dem von GOTT eingesetzen Ritus zur Erlösung. Der Hohepriester musste das Blut der Tiere hinter den Vorhang ins Allerheiligste des Tempels bringen. Dort durfte nur der Hohepriester hinein. Laut Lehre, stand er dann vor GOTT mit dem Versöhnungsblut.
Als Jesus starb, zerriß dieser Vorhang und gab die Sicht auf das Allerheiligste für alle anwesenden Menschen frei. Für die damaligen Juden war das eine Katastrophe. Sie konnten nicht denken, dass der Vater im Himmel einen "neuen" Weg der Versöhnung eingeleitet hatte, obwohl viele Bibelstelle im Alten Testament bereits darauf schon hinwiesen. Aber der Weg war zu GOTT jetzt frei!!
 
Das Handeln der Juden von damals will ich gar nicht bewerten oder gar verurteilen. Denn auch ich als Christ, verstehe trotzdem nicht immer das Handeln GOTTES in dieser Welt.  Aber ich bin unendlich dankbar dafür, dass  JESUS CHRISTUS für mich an diesem Kreuze hing. Ich habe durch seinen Tod Hoffnung und Versöhnung und kann mich dem heiligen GOTT nahen.
Ich war ja auch nicht immer Christ und bin dankbar, dass es eine Zeitepoche in  meinem Leben gab, wo ich durch besondere Umstände, angefangen habe nach GOTT zu suchen und zu fragen. ER hat sich dann mir offenbart.
 
Lieber Leser dieser Andacht: Du kannst GOTT auch finden, wenn du ihn suchst. Das hat er verheißen. Im Buch des Propheten Jeremia steht: Wenn ihr mich von ganzen Herzen suchen werdet, so will ICH mich von euch finden lassen. (Jeremia 29, 13+14)

Donnerstag, 9. April 2020

Einsätze in abgelegenen Bergdörfern

Birgit und Jörg Bardy sind als Missionare in Peru im Einsatz

Birgit und Jörg Bardy sind normalerweise als Missionare im Hochland von Peru unterwegs. Doch zurzeit - bis Anfang Juli - sind sie in Deutschland , um aufzutanken, Tagungen zu besuchen und um vor Freunden und Förderern Vorträge über ihre Arbeit zu halten - was durch die Coronakrise allerdings gestoppt wurde. 
Ihren Aufenthalt in Lüdenscheid sind Besuche in Norddeutschland - unter anderem bei der Partnermission VDM (Vereinigte Deutsche Missionshilfe in Bassum/Niedersachsen) - und bei Gemeinden und Spendern im süddeutschen Raum vorausgegangen. Bevor sie von der hiesigen Freien evangelischen Gemeinde (FeG) nach Südamerika ausgesandt wurden, war Birgit Bardy Allgemeinärztin und Internistin am St. Vinzenz-Krankenhaus in Altena. Ehemann Jörg war als Physiotherapeut im Klinikum Hellersen tätig. 
2007 reisten sie zum ersten Mal nach Peru aus. Dort arbeiteten sie zunächst drei Jahre in der Klinik "Diospi Suyana" im Hochland von Peru. Durch die Aufgaben, die sie dort zu erledigen hatten, konnten sie sich gut auf die Arbeit vorbereiten, die jetzt täglich auf sie zukommt. Von ihrem Wohnort, einem Vorort der Andenstadt Curahuasi, sind sie ständig unterwegs, um Menschen in abgelegenen Bergdörfern zu behandeln. 
Ihre Einsätze, die von einer bis sechs Wochen dauern, häufig auch noch verlängert werden, werden auf die Einladungen von christlichen Organisationen oder auch von Dörfern hin durchgeführt, die medizinische Hilfe angefordert haben. Manchmal wird schon vor ihrer Ankunft in einer Kirche, einem Gemeindehaus oder einem Klassenzimmer ein Behandlungsraum eingerichtet. Doch Birgit und Jörg Bardy, die oft von Helfern aus befreundeten Organisationen begleitet werden, müssen die für die Behandlungen notwendigen Geräte - darunter ein portables Ultraschallgerät für die Erkennung von Tumoren und meistens auch eine Liege - für ihre Patienten mitbringen.
Eine "fahrbare" Apotheke gehört ebenfalls zu ihrer Ausrüstung. Die Nächte verbringen sie meistens in schlichten Matratzenlagern. Es ist auch nicht immer einfach, die 3000 bis 5000 Meter hoch gelegenen Einsatzorte über die durchweg schlechten Straßen zu erreichen. Gelegentlich müssen auch noch Fußmärsche bis zu fünf Stunden zurückgelegt werden oder - nach starken Regenfällen - zu Flüssen angestiegene Bäche zu Fuß überquert werden. Doch trotz aller Strapazen, die manchmal zur Erschöpfung führen, erklären die Bardys: "Uns macht die Arbeit Freude". Das ist nur möglich, weil sie das Jesuswort "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" zu ihrem Lebensmotto gemacht haben. 
Zu den Krankheiten der Quechua-Indianer, die es zu behandeln gilt, gehören Tuberkulose, Diabetes, viele Parasitenerkrankungen, Gastritis und andere Krankheiten, die auf die schlechte Wasserqualiät zurückzuführen sind, sowie Arthrosen - als Folgen der harten Feldarbeit. In den Sprechstunden kommen Menschen aller Altersgruppen, und häufig ist es auch notwendig, Hausbesuche durchzuführen oder auf den Fahrten einen Halt für die Behandlung von Patienten einzulegen. Falls diese - zum Bespiel nach schweren Stürzen - in ein Krankenhaus überwiesen werden müssen, ist ihre Chance größer, dort als Quechua-Indianer einen Platz zu bekommen, wenn die Bardys - wie sie erklären - "Druck machen".

Spendenkonto: VDM -  IBAN DE 33 2916 7624 0012 577600  Verwendungszweck "Bardy AC 188000". Für die Arbeit der Bardys im Hochland von  Peru und der Anschaffung eines Fahrzeuges mit Allradantrieb.

aus: Lüdenscheider Nachrichten vom 31.3.2020 Ingrid Weiland



Mittwoch, 8. April 2020

Eric Clapton - Slowhand

Ich komme mir gerade so vor, als wenn ich spannende ERIC CLAPTON Tage erlebe und das trotz Corona Krise.
Habe vor ein paar Tagen von einem Privatmann bei ebay die 35 Jahre Edition von Slowhand ersteigert. Heute kam das gute Stück Vinyl (180 gramm) noch verschweißt bei mir an.
Gerade läuft die Scheibe zum zweiten Male und ich bin hin und weg. Ich frage mich: warum habe ich erst jetzt diese Scheibe gekauft?
Im Mai 1977 ist diese Album herausgekommen.
 
Gesang, Gitarre – Eric Clapton
Gitarre – George Terry
Schlagzeug – Jamie Oldaker
Bass – Carl Radle
Keyboard – Dick Sims
Saxophon – Mel Collins
Background Vocals –
Yvonne Elliman, Marcy Levy


  1. Cocaine (J.J. Cale) – 3:41
  2. Wonderful Tonight (Clapton) – 3:44
  3. Lay Down Sally (Clapton, Marcy Levy, George Terry) – 3:56
  4. Next Time You See Her (Clapton) – 4:01
  5. We’re All the Way (Don Williams) – 2:30

  1. The Core (Clapton/Levy) – 8:45
  2. May You Never (John Martyn) – 3:01
  3. Mean Old Frisco (Arthur Crudup) – 4:42
  4. Peaches and Diesel (Clapton, Albhy Galuten) – 4:46

Die Musik von Eric Clapton ist auch Geschmacksache, da nicht alle Alben dem reinen Blues fröhnen. Aber díes Album gehört zu seinen stärksten Veröffentlichungen, auch wenn es in einer Zeit entstanden ist, wo Eric hochgradig süchtig nach Heroin war und später dem Alkohol verfallen war.
 
Die erste Seite ist total top, besonders herausragend die ersten drei Songs, die bis heute zu seinem Live-Repertoire gehören. Der Song "Cocaine" von seinem leider schon verstorbenen Kollegen und Freund J.J.Cale, ist für Clapton der "große" Hit geworden. "Wonderful Tonight", dass wundervolle Liebeslied, vielleicht gleich stark wie der Song "Layla". "Lay down Sally" ein wundervoller Boogie mit Countryeinschlag.
Die 2. Seite besticht mit dem tollen Song "The Core". Über 8 Minuten lang mit mehreren Gitarrensoli und einem tollen Sax von Mel Collins. "May you never" fällt etwas für mich ab. Der letzte Song "Peaches and Diesel" ist ein reines Instrumental, dass passend schön das Album beschließt.

Montag, 6. April 2020

Alte Bäume weichen dem Ausbau B 236

Rönkhausen. Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Südwestfalen plant den Ausbau der Ortsdurchfahrt Rönkhausen der B 236. In Vorbereitung zu dieser Baumaßnahme werden ab Montag, 17. Februar, 21 größere Bäume mit einem Stammumfang zwischen ca. 60 und über 100 Zentimetern gefällt. 
Es handelt sich überwiegend um Linden. Weiterhin werden kleinere Gehölze und Sträucher entfernt. Die B 236 wird für die Arbeiten halbseitig gesperrt und der Verkehr mit einer Ampelanlage an der Baustelle vorbei geführt. Die halbseitige Sperrung dauert ca. eine Woche und wird außerhalb der Arbeitszeit aufgehoben. Die Gehölzfällungen sind durch die Naturschutzbehörden genehmigt.
Der Baubeginn der eigentlichen Straßenbaumaßnahme ist für den Sommer geplant. Ziel ist unter anderem die Sicherung von Fußgängern auf einer Länge von 780 Metern.
Gehweg gibt Schülern Sicherheit
Vorgesehen ist eine Fahrbahnbreite von 8 Metern (inkl. Randstreifen und Rinnenanlagen) und zur Sicherung der Fußgänger, insbesondere der Schüler, die Anlage eines linksseitigen, 1,5 Meter breiten Gehweges vom Ortseingang Rönkhausen (Sporthalle) bis zur Einmündung Therecker Weg geplant. Der Gehweg wird in weiten Teilen durch einen 1,75 Meter breiten Trennstreifen gesichert.
 
(aus: Lokal Plus 17.02.2020)
 

Foto vom 5.4.20
Seit gut 30 Jahren kenne ich den Orteingang von Rönkhausen aus Plettenberg kommend. Die Bushaltehäuschen standen immer schon ungünstig und vermutlich war es auch gerade für die Schüler dort unsicher zu warten. 30 Jahre später reagiert man auf einmal und möchte die Straße erweitern. Die halbseitige Allee von sehr schönen alten Bäumen muss natürlich weichen. Das braucht Jahrzehnte bis es wieder schön aussieht, wenn überhaupt. Wir nehmen immer sehr gerne Wörter wie Umweltschutz und Klimaschutz in den Mund, aber wenn es um unsere Regulierungswut geht, dann sind alle Mittel Recht. Das macht die Debatte oft so verlogen. Sicher waren die Schüler auch schon vor der Anlegung der halbseitigen Allee nicht. Das hat damals keinen gestört.

P.S. Leider habe ich kein Foto der halbseitigen Allee parat.
 

 

Samstag, 4. April 2020

Ein Leben für den Blues - Eric Clapton

In den vergangenen Tagen feierte Eric Clapton seinen 75. Geburtstag. Ein paar Wochen vorher veröffentlichte der Musikjournalist Peter Kemper ein Buch über Eric Clapton mit dem Titel "Ein leben für den Blues". 272 Seiten für 24 €. Ich habe das Buch etwas billiger bekommen, da 3 Seiten umgeknickt waren.
Da ich ja wegen der Corona Krise jetzt berufsbedingt öfters zu Hause bin, nutze ich die Zeit um diese mit meiner Blues Passion zu füllen. Den zweiten Tag lese ich jetzt in diesem Buch und  dabei höre ich einige Songs von Clapton, John Mayall und den Yardbirds. Hilfreich und schön. Da es über den Musiker Eric Clapton schon einige Veröffentlichungen gibt, konzentriert sich Peter Kemper auf Claptons Kindheit, Herkunft und die Jahre bis Mitte der 80er Jahre.

Obwohl England den 2. WK mitgewonnen hatte, so erlebten die jungen Leute damals die Situation mehr als Trostlos. Graue Arbeiterstädte - alles Grau in Grau. Minderversorgung in allen Dingen. Ende der 50er Jahre begannen die Teens in England in die Musik und kleinen Clubs zu flüchten. Eine Traumwelt wurde für sich erschaffen, um zu fliehen vor dem Alltag. Neben dem Rock´n´Roll wurde auch der Blues der Schwarzen aus den USA entdeckt. In der Heimat spielte diese Musik eher eine untergeordnete Rolle. Unsere "No Future Generation" im letzten Jahrhundert hätte eher in diese damalige Zeit gepasst. Eric war ein uneheliches Kind und ein ungewolltes Kind, so das seine Mutter  nach Nordamerika floh.  Er wuchs bei seinen Großeltern auf. Es gab sogar den Spitznamen "Little Bastard" für ihn. Das hat sich tief in seine Seele eingegraben. Peter Kemper wird später noch viel mehr von Erics Brüchen, Krisen und Umbrüchen schreiben. Aber gibt es ein Menschsein ohne Krisen oder Umbrüche?


Es wird dann fast schon Detailverliebt beschrieben wie Eric Clapton seinen Mentor Robert Johnson entdeckte auf einer Schallplatte. Ein Foto von Robert Johnson gab es Anfang der 60er Jahre gar nicht. Eric schreckte regelrecht von der Urgewalt der Texte und der Gitarrenbegleitung von Robert Johnson zurück. Der Blues hatte ihn plötzlich. Er umfing seine Seele, seinen ganzen Menschen. Bedingt durch den trostlosen Alltag, seine seelischen Schmerzen, schlechte Schulnoten und Schüchternheit vor Mädchen, ließen Eric im Blues ankommen.
Auf einigen Seiten gibt Kemper Einblicke in das Leben von Robert Johnson, der schon mit 27 Jahren verstarb. Die Forschungen über das Leben des Musikern fördern manches zu Tage, aber vieles bleibt ungeklärt. Drei mögliche Geburtsdaten und mehrere Möglichkeiten seines viel zu frühen Todes lassen ein Mythos um Robert Johnson zu. Kempers Beschreibungen zu der Zeit um Robert Johnson, lassen mich an die Biografie von B.B.King (Ein Leben mit dem Blues) denken. Er hatte auch die Erbärmlichkeit und Ärmlichkeit auf den Plantagen im Blues Delta erlebt.

Als Eric 1962 bei den Yardbirds landet und erste kleine Konzerte gibt, wird auch deutlich woher sein Name "Slowhand" stammt. Aber das verrate ich jetzt nicht....
Ein lohnendes Buch schon nach wenigen Seiten.

Montag, 30. März 2020

Eric Clapton feiert seinen 75. Geburtstag

Eric Clapton wird heute 75 Jahre alt. Ein Tag der Freude für IHN und uns, den Fans! Viele "gute" Gitarristen sind schon durch Unfall oder wegen ihrer exzessiven... Lebensweise verstorben.
Heute ist ja die Rock- und Bluesmusik weit gefächert, und auch unübersichtlich geworden. Eric Clapton hat in einer Zeit angefangen Musik zu machen, als die so genannte populäre Musik noch in den Kinderschuhen steckte. Die Ära der großen Rock´n´Roll Zeit neigte sich dem Ende zu. In England gab es eine Unmenge von Musikern, die etwas "Neues" versuchen wollten. Bands, die den amerikanischen Blues entdeckten - den Blues der Schwarzen. Eric heuerte Anfang der 60er Jahre bei den YARDBIRDS an. Er sammelte viel Erfahrung in den Clubs in England. Schon früh fiel er durch seine Gitarrentechnik auf. Trotz des ersten Erfolges schmiss er das Handtuch nach 1,5 Jahren, da ihm der Sound nicht mehr bluesig genug war. 1965/1966 machte er Station bei dem damals schon sehr verehrten John Mayall mit seinen Bluesbreakers. Es reichte auch nur zu einer Produktion und Veröffentlichung. Aber es wurde einen Meilenstein in Genre des weißen Blues ("Blues Breakers with Eric Clapton"). Eric selbst war vermutlich mit der ganzen Entwicklung nicht zufrieden - innerlich auch einfach zu unruhig und getrieben. Aber es war auch die Zeit in der die ersten Graffiti in England an den Wänden verkündeten: Eric is God. Obwohl damals the Beatles und die Rolling Stones "große" und erfolgreiche Bands waren, tat sich 1966 die erste so genannte Supergroup des Rocks hervor. The Cream fesselten die Musikwelt mit ihrem Rock- und Bluessound - und das nur als Trio. Jack Bruce (Gesang und Bass, 2014 verstorben), Ginger Baker (6.10.2019 verstorben) an den Drums und Eric Clapton an der Gitarre. Die Band revolutionierte die Rockmusik auch durch die neu gewonnen Improvisationskunst. Schon 1968 war das Projekt zu Ende. Die Musiker trennten sich aus menschlichen Gründen. Aber Songs wie "I feel free", "White Room" und "Sunshine of your love" sind heute noch Meilensteine. Dann gab es ein kurzes Projekt mit u.a. Steve Winwood (BLIND FAITH). Es ging weiter als Begleitmusiker bei der Plastic Ono Band und Delaney & Bonnie. Anschließend gründete er Derek & the Dominos, das das vielgelobte Album "Layla and other assorted love Songs" rausbrachte. Duane Allman, der 2. Gitarrist und Musiker der Allman Brothers verstarb bei einem Motorradunfall. Die Band fiel auseinander.
Die menschliche Krisenzeit von Eric Clapton begann und sollte fast Jahrzehnte andauern. Alkohol und Heroin ließen in fast kaputtgehen. Anfang der 80er Jahre ging es zumindest kommerziell aufwärts für ihn. Der Unfalltod von seinem Freund Stevie Ray Vaughan traf ihn hart (27.8.90). Ein 3/4 Jahr später verunglückte sein kleiner Sohn tödlich. Sein Song "Tears in heaven" zeugt davon.
Von den Drogen ist er frei geworden und gründete die Crossroad Stiftung. Seit ein paar Jahren veranstaltet er das Crossroad Festival um Geld zu sammeln für seine Stiftung, die eine Klinik unterhält, damit Menschen von den Drogen frei werden.
Wenn ich die illustren Gäste beim Crossroad Festival jedes Jahr wahrnehme, die mit ihm musizieren, dann spüre ich, dass Eric Clapton keinem Menschen musikalisch mehr etwas beweisen muss. Relaxt spielt er seine Gitarre und gilt nach Jimi Hendrix immer noch als weltweit 2. bester Gitarrist. Bei seinen letzten Projekten gehen die Meinungen der Fans und Experten weit aus einander. Dem einen ist es zu kommerziell, dem anderen wieder zu poppig oder gar zu bluesig. Aber egal - ich habe auch nicht alle Produktionen von ihm im Schrank und erfreue mich weiterhin dankbar seiner Musik und Spielweise. Herzlichen Glückwunsch! God bless you.
 
Die 4 Gastspiele in Deutschland im Mai/Juni sind aber wegen der Corona Krise abgesagt worden und sollen im kommenden Jahr nachgeholt werden.

Sonntag, 29. März 2020

Weitere Graffitikunst in Plettenberg

Ich bin in den letzten Tagen wieder fündig geworden was die Graffiti Kunst in Plettenberg angeht.
 
Das Trio Ralf Schütz, Dustin Schneidereit und Tobias Hoddow verschönern seit Oktober 2018 Bus-Wartehäuschen in Plettenberg.
 
Ich muss gestehen, dass ich manche Motive nur schwer verstehen kann. Aber die tollen Farben ziehen mich an.
Oft ist ja alles verschmiert oder grau in grau. Aber das sind wirkliche Lichtblicke im Alltag. (Natürlich ist das auch Geschmacksache!)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beide Motive lassen sich in der Kurve von Siesel finden (von Plettenberg aus kommend). Habe da gestern mal einen Stopp eingelegt bei diesem tollen Wetter zum Fotografieren.

Das Motiv eins, das Monster mit der Farbrolle findet sich auf der rechten Seite von Plettenberg nach Finnentrop fahrend.













Motiv zwei ist in den entgegengesetzten Richtung aus Finnentrop kommend. Beide Wartehäuschen liegen knapp 50 Meter auseinander.
Vielleicht kann mir ja mal jemand die Motive erklären?

Samstag, 14. März 2020

Corona Krise

Die Corona Krise befällt jetzt einige Landesteile in ganz Europa. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die ängstlich leben, aber ich mache mir meine Gedanken zu dieser Krise.
In der Tat hat von meiner Generation und den jüngeren Menschen so etwas noch keiner erlebt. Unser Land steht kopf und auch still. Die Generation meiner schon verstorbenen Eltern kennt Kriegs-, Flüchtlings- und Entbehrungszeiten zur Genüge. Uns ist das unbekannt. Persönliche Krise aus der Familie, Arbeitswelt und Gesundheit sind uns vermutlich bekannt. Aber dieses Szenario?
 
Ein Land, das sich mehr oder weniger freiwillig dem Kapitalismus zugewandt hat, muss lernen zur Ruhe zu kommen. Muss lernen, nicht um sich selbst zu kreisen. Muss lernen, Rücksicht auf Schwächere zu nehmen. Muss lernen, dass uns nicht alles möglich ist, was uns Technik- und Wissenschaftsgläubigkeit einreden wollen. Selbst die so genannte Klima Krise ist nebensächlich geworden.
So wird es bei dieser Krise viele Verlierer und einige wenige Gewinner geben.
 
Ich möchte auch nicht an Atemnot wegen einer doppelseitigen Lungenentzündung sterben. Ich lebe gerne. Bin aber auch sehr dankbar, dass ich um Trost und Hilfe weis. JESUS CHRISTUS hat alles in seinen Händen.
Vor ein paar Wochen war ich auf einem Tagesseminar zum letzten Buch der Bibel, der Offenbarung an den Johannes. Schneller als gedacht, erleben wir unsere Hilflosigkeit.
Ich wünsche den Menschen, dass sie in dieser Krise zur Ruhe und Einsicht kommen und Nachdenken darüber, was das Leben ausmacht. Die "Losungen" der Herrnhuter schreiben heute: "Wer den Sohn hat (JESUS), der hat das Leben."  1.Johannes Brief Kapitel 5, Vers 12
 
Da es wichtigeres gibt, als an einem Blog zu schreiben, werde ich jetzt eine Pause auf unbestimmte Zeit einlegen.

Donnerstag, 12. März 2020

Motorradfahrer Gottesdienst

Erstmals veranstaltet die CMA-Germany zusammen mit dem Mogo-Team aus Freudenberg einen gemeinsamen Gottesdienst
in der Gaststätte "Yellowstone" in 57572 Harbach.
 
Der Gottesdienst findet am So., den 21.6.2020 um 11 h in den Räumen der Gaststätte statt. Bei sehr gutem Wetter kann die Veranstaltung auch im Freien, hinter dem Haus, stattfinden.
 
 
Als musikalische Begleitung wird die Siegerländer Blues Rock Band "Jordan Wells Band" auftreten.
Für Getränke und Verpflegung sorgt die Gaststätte selbst.
 
 
Herzlich Willkommen und eine "sehr gute" Anreise!
 
 
 

P.S. Auch dieser Mogo wird Dank Corona nicht stattfinden. Auf ein Neues in 2021.

Dienstag, 10. März 2020

Der dienende Christus

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele. (Markus 10,45)
 
Jesus tritt nicht auf wie die Herrscher unserer Welt. Er führt nicht das große Kommando, muss Eindruck schinden und sich bedienen lassen. Nein, Jesus richtet sich nach dem, was ein anderer braucht. So hält er es auf Schritt und Tritt. Das ist sein Lebensprogramm. Sein Dienen hat besonders die Schwachen, die Kranken und Schuldigen im Sinn. Er will ihnen nahe sein und sie zu Kindern Gottes machen. Am Ende kostet es Jesus das Leben. Er gibt es dran als „Lösegeld“. So wie für einen Sklaven oder Kriegsgefangenen damals eine Summe gezahlt werden konnte, um ihn aus seiner elenden Lage zu befreien, so hat uns Jesus aus der Sklaverei der Sünde und des Todes herausgeholt – und das unter dem Einsatz seines Lebens. Das kommt allen zugute (Joh 3,16), die sich seinen Dienst gefallen lassen. Zwar werden Sünde und Tod immer wieder nach uns greifen. Aber sie sprechen über uns nicht mehr das letzte Wort. Wir sind frei. (Dr. Christoph Morgner - aus "Neukirchener Kalender")